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	<title>Racial Profiling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-09T10:42:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fuck Racial Profiling (29097999325).jpg|mini|alt=Demonstration. Im Vordergrund ein junger schwarzer Mann mit offenen Mund, der mit nach oben ausgestreckten Arm ein Pappschild in die Bildmitte hält mit der Aufschrift: „FUCK RACIAL PROFILING“. Auf dem Pappschild ist ein schwarze Gesichtsfläche rechts und links das gleiche Schattenbild gespiegelt. Allerdings ist dort der Hintergrund schwarz und die Fläche des Kopfes farblich ausgespart.|Protest gegen Racial Profiling]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silent march to end stop and frisk and racial profiling.jpg|mini|alt=Demonstration. Im Bildvordergrund eine schwarze Frau mit gesenkten Blick. Sie trägt mit beiden Händen ein schwarzes Schild mit der Aufschrift: „MARCH TO END RACIAL PROFILING“|Stiller Marsch in New York]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Racial Profiling}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch rassistische [[Profiling|Profilerstellung]]  oder ethnisches Profiling genannt) werden die [[Verdachtsunabhängige Kontrolle|verdachtsunabhängigen]] Kontrollen von Personen durch [[Polizei]]-, [[Sicherheitsbeauftragter|Sicherheits]]-, Einwanderungs- und [[Zoll (Abgabe)|Zollbeamten]] bezeichnet, die zumindest mit auf dem physischen Erscheinungsbild beruhen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueber-diskriminierung/was-ist-diskriminierung/_docs/faq-uebersicht/_functions/faq_racial_profiling.html |titel=Fragen und Antworten zum Racial Profiling |werk=Antidiskriminierungsstelle des Bundes |abruf=2024-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vanessa Eileen Thompson |url=https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/migration-und-sicherheit/308350/racial-profiling-institutioneller-rassismus-und-interventionsmoeglichkeiten/#footnote-target-1 |titel=&amp;quot;Racial Profiling&amp;quot;, institutioneller Rassismus und Interventionsmöglichkeiten |werk=Bundeszentrale für politische Bildung |abruf=2024-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Äußere rassifizierte oder ethnisierte Merkmale wie Hautfarbe, (vermutete oder tatsächliche) Religionszugehörigkeit, Sprache oder Herkunft der betroffenen Menschen, Gesichtszüge einer Person werden von vornherein als verdächtig betrachtet und als Entscheidungsgrundlage für polizeiliche Maßnahmen wie Personenkontrollen, Ermittlungen und Überwachungen herangezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Böhme, Johannes C. Bockenheimer |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/welche-lehren-israel-aus-dem-terror-gezogen-hat-4476349.html |titel=Welche Lehren Israel aus dem Terror gezogen hat |werk=Der Tagesspiegel |datum=2016-07-27 |abruf=2021-04-22 |kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Englischen wird der Begriff seit den 1990er-Jahren als [[politisches Schlagwort]] verwendet, von einem amerikanischen [[Bundesrichter (Vereinigte Staaten)|Bundesrichter]] wurde er zum ersten Mal 1998 gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guy Padula |Titel=Colorblind Racial Profiling: A History, 1974 to the Present |Verlag=Routledge |Datum=2018-06-14 |ISBN=978-1-351-70443-4 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im deutschsprachigen Raum hat sich die Verwendung des englischen Begriffs als [[Anglizismus]] durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Racial Profiling wird als [[Diskriminierung|diskriminierend]] und ineffektiv beurteilt und ist in vielen Ländern, wie beispielsweise im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] und den [[USA|Vereinigten Staaten]] verboten. In [[Israel]] wird aus Gründen der [[Terrorismusbekämpfung|Terrorabwehr]] auf Racial Profiling zurückgegriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; In der Bundesrepublik verstoßen anlasslose Personenkontrollen allein aufgrund eines phänotypischen Erscheinungsbildes gegen das [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] (Art. 3 Abs. 3 GG), das [[Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz|Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz]] (AGG) sowie gegen die [[Europäische Menschenrechtskonvention]] (EMRK) und das in der internationalen Anti-Rassismus-Konvention  (ICERD) angelegte Verbot der rassistischen Diskriminierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Racial Profiling wird dem [[Institutioneller Rassismus|institutionellen Rassismus]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
Racial Profiling tritt beispielsweise auf:&lt;br /&gt;
* bei der Bekämpfung der [[Illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt|illegalen Einwanderung]] durch Personenkontrollen an Bahnhöfen, Flughäfen, Zügen und im Grenzbereich bei Menschen, die äußerlich ein „ausländisches Aussehen“ haben&lt;br /&gt;
* bei der Bekämpfung des [[Islamistischer Terrorismus|islamistischen Terrorismus]] durch Personenkontrollen von Moscheebesuchern oder „muslimisch aussehenden“ Personen und bei der entsprechend motivierten [[Rasterfahndung]]&lt;br /&gt;
* in Fällen, bei denen Strafverfolgungsbehörden gegen ethnisch definierte „übliche Verdächtige“ vorgehen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.antirassismus-telefon.de/index.php/Ethnisches_Profiling Dunkle Haut als Merkmal von Drogendealern] vom Anti-Rassismus-Telefon Essen, abgerufen am 14. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; wie z.&amp;amp;nbsp;B. in den USA bei verstärkten Kontrollen von [[schwarze]]n Fahrzeughaltern (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Driving While Black}}&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* bei Verwendung technischer Einrichtungen zur Information der Behörden über den Aufenthalt und die Identität ethnisch definierter Personen, z. B. [[Verfolgung und Umerziehung der Uiguren in China seit 2014|Uiguren in China]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Dou, Drew Harwell |url=https://www.independent.co.uk/news/world/asia/huawei-surveillance-ethnicity-technology-b1772437.html |titel=Huawei worked on several surveillance systems promoted to identify ethnicity, documents show |werk=[[The Independent]] |datum=2020-12-16 |abruf=2021-05-25 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtslage ==&lt;br /&gt;
In vielen Ländern ist Racial Profiling gesetzeswidrig. So ist es zum Beispiel in Großbritannien und den USA verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland verstößt Racial Profiling durch die [[Bundespolizei (Deutschland)|Bundespolizei]], nach einem 2016 ergangenen Urteil des [[Oberverwaltungsgericht Koblenz|Oberverwaltungsgerichts Koblenz]], gegen {{Art.|3|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 GG.&amp;lt;ref&amp;gt;OVG Koblenz, NJW 2016, 2820.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das öffentliche Interesse der Verhinderung von unerlaubten Einreisen nach §&amp;amp;nbsp;22 Abs.&amp;amp;nbsp;1a [[Bundespolizeigesetz|BPolG]] wiege nicht so schwer, dass dies ausnahmsweise eine Ungleichbehandlung wegen der Hautfarbe rechtfertigen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ovg-koblenz-7a1110814-kontrolle-bundespolizei-ausweis-familie-dunkelhaeutig-rechtswidrig/ | titel=OVG Rheinland-Pfalz zu Kontrolle im Zug: Kontrolle einer dunkelhäutigen Familie war rechtswidrig | werk=[[Legal Tribune Online]] | abruf=2018-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2022 entschied der [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäische Gerichtshof für Menschenrechte]] (EGMR) den Fall „Basu gegen die Bundesrepublik Deutschland“, in dem es um Racial Profiling ging, zugunsten des Menschenrechtlers [[Biplab Basu]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;fr-92189077&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Pitt von Bebenburg | url=http://www.fr.de/politik/gegen-das-racial-profiling-92189077.html | titel=Gegen das „Racial Profiling“ | werk=[[Frankfurter Rundschau|fr.de]] | datum=2023-03-28 |abruf=2024-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hudoc.echr.coe.int/eng#{%22display%22:[%220%22],%22languageisocode%22:[%22GER%22],%22appno%22:[%22215/19%22],%22documentcollectionid2%22:[%22CHAMBER%22]} |titel=Basu gegen die Bundesrepublik Deutschland - Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Haager Berufungsgerichtshof in den [[Niederlande]]n entschied, dass es verboten sei, bei Kontrollen der Grenzpolizei Menschen anhand der Hautfarbe auszuwählen. Ein vorheriges Urteil aus dem Jahr 2021 ist damit ungültig. Es besagte, dass ethnische Zugehörigkeit ein Kriterium für die Kontrolle von Personen sein könne, aber nicht das einzige. Dabei ging es um Kontrollen an Flughäfen sowie in Zügen und Bussen, um Personen an der illegalen Einreise in die Niederlande zu hindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Racial Profiling in den Niederlanden: Gericht verbietet diskriminierende Polizeikontrollen |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2023-02-14 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/racial-profiling-in-den-niederlanden-gericht-verbietet-diskriminierende-polizeikontrollen-a-6bb06efb-6644-4bc7-b52a-8a5f7e1c7b0b |Abruf=2023-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2024 wurde die Schweiz vom EGMR wegen Racial Profiling verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Daniel Moeckli]] |Titel=Ein Leiturteil zu Racial Profiling? Besprechung von EGMR, WaBaile c. Suisse, Nos 43868/18, 25883/21, 20.2.2024 |Sammelwerk=[[AJP/PJA]] |Nummer=6 |Datum=2024 |Seiten=633–641 |Fundstelle=hier: S. 635 |Online=https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/274827/1/Moeckli_AJP_2024_06_633_641.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde die Kontrolle eines schwarzen Mannes durch die [[Stadtpolizei Zürich]] als diskriminierend eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;EGMR, &amp;#039;&amp;#039;[https://hudoc.echr.coe.int/fre#{%22itemid%22:%5B%22001-231080%22%5D} Wa Baile c. Suisse]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 43868/18, 25883/21, 20.2.2024 (§ 136).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor wurde die Beschwerde des Angeklagten von den Vorinstanzen abgewiesen, zuletzt durch das [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgericht]].&amp;lt;ref&amp;gt;BGer, [https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza://07-03-2018-6B_1174-2017&amp;amp;lang=de&amp;amp;zoom=&amp;amp;type=show_document 6B_1174/2017] vom 7. März 2018 E. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Effektivität von Racial Profiling wird in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Kriminologin-ueber-Racial-Profiling/!5371281/ „Andere Methoden bringen mehr“], Interview mit der Polizeisoziologin Daniela Hunold zur Kontrolle von Nordafrikanern zum Jahreswechsel 2017 in Köln, tageszeitung Berlin (taz.de) vom 12. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem [[Europäisches Netzwerk gegen Rassismus|Europäischen Netzwerk gegen Rassismus (ENAR)]] zufolge wirkt es im Bereich der Verbrechens- und Terrorbekämpfung kontraproduktiv, weil es genau die Gemeinschaften ausgrenzt, auf deren Mitarbeit die Behörden angewiesen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ENAR&amp;quot;&amp;gt;[https://www.justiceinitiative.org/uploads/2027cf06-3004-475a-8ded-892cee4490d9/Factsheet-ethnic-profiling-20091001-GER_0.pdf Fact Sheet 40: Ethnisches Profiling, (deutsche Übersetzung)] (PDF-Datei; 436&amp;amp;nbsp;kB), von [https://www.enar-eu.org/ ENAR], Seite 2 und 3, abgerufen am 14. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Es könne dazu führen, dass bestimmte Tätergruppen erst gar nicht in das Blickfeld der Strafverfolgungsbehörden geraten – wie nicht zuletzt das Versagen der Ermittlungsbehörden im Fall der Mordserie des [[Nationalsozialistischer Untergrund|Nationalsozialistischen Untergrunds]] (NSU) zeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Anke Schwarzer: [https://www.blaetter.de/node/25976/download Racial Profiling: Kontrollen jenseits des Rechts] in „Blätter für deutsche und internationale Politik“ Nr. 1/2014, S. 17–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier hatte die Polizei lange Verbrechen im Rahmen der organisierten Kriminalität im Rauschgiftbereich mit Kontakten in die Türkei vermutet, die Taten der [[NSU-Mordserie]] wurden medial als „Döner-Morde“ bezeichnet. Angehörige der Opfer warfen den deutschen Behörden einseitige Ermittlungen vor, sie hätten in die falsche Richtung gesucht, da mögliche [[Rassismus|rassistische]] Motive nicht berücksichtigt worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkische-reaktionen-auf-nazi-morde-opferwitwe-sogar-mich-hatte-die-polizei-im-verdacht/5839006.html &amp;#039;&amp;#039;Opferwitwe: „Sogar mich hatte die Polizei im Verdacht“&amp;#039;&amp;#039;], Tagesspiegel, 15. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Racial Profiling wird der Vorwurf gemacht, dass es in der Wechselwirkung den alltäglichen Rassismus verstärke. Einmal werden bei Kontrollen häufig Verstöße festgestellt (illegaler Aufenthalt, [[Residenzpflicht]], Arbeitsverbot …), die Deutsche und EU-Bürger gar nicht begehen können. Die Fallzahlen der Polizei würden dann oft unspezifisch unter der Rubrik „Ausländerkriminalität“ veröffentlicht. Auch würde bei den polizeilichen Kontrollen im öffentlichen Raum für Außenstehende der Eindruck entstehen, dass die Einschränkung der Kontrollen auf die anders aussehenden Menschen bestimmt nicht grundlos sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sind insbesondere [[Roma|Sinti und Roma]] von Racial Profiling betroffen. Bereits seit der Zeit des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]] wurden Sinti und Roma pauschal als Gefährdung für Sicherheit und Ordnung angesehen und entsprechend unter Generalverdacht gestellt. Dies setzte sich in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] fort, endete aber nicht mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte. So wurde im [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] noch bis 2001 eine Sachbearbeiterstelle zum sogenannten Tatkomplex „Reisende Täter“ geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gilda-Nancy Horvath |url=https://www.dw.com/de/antiziganismus-die-justiz-und-die-polizei/a-60241082 |titel=Antiziganismus, die Justiz und die Polizei |hrsg=Deutsche Welle |datum=2021-12-24 |abruf=2022-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polizeipraxis von pauschalen Verdächtigungen aufgrund unveränderlicher Merkmale wird von der [[Antidiskriminierungsstelle des Bundes]] als ein „schwere[r] Verstoß gegen die Menschenrechte“ gewertet, und daher werden unabhängige, zivile Beratungsstellen bei der Polizei gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Pressearchiv/DE/2014/ADS%20Runder%20Tisch%20zu%20Racial%20Profiling_20140616.html |wayback=20210525182344 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vereinte Nationen kritisieren „Racial Profiling“&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-04-21 17:40:10 InternetArchiveBot }}, Pressemitteilung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vom 16. Juni 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soziologin Sarah Brayne, die in [[Los Angeles]] 2 Jahre lang die Polizei auf ihren Patrouillen begleitete und den Umgang mit der KI-Überwachungsplattform von [[Palantir Technologies]] direkt beobachtete, kritisiert, dass solche Systeme bewussten und unbewussten Bias in der Polizeiarbeit in einem sich selbst erhaltenden Kreislauf reproduzieren. Menschen, die in Datenbanken des Justizsystems geraten sind, haben eine größere Wahrscheinlichkeit, gefasst zu werden, und erhalten einen höheren Punktwert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wiedergeben nach: [[Kate Crawford]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlas of AI. Power, Politics, and the Planetary Costs of Artificial Intelligence&amp;#039;&amp;#039;. Yale University Press 2021, S. 197 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In ähnlicher Form zeigten Auswertungen von Bewegungsdaten von US-Polizeibeamten das die in überwiegend schwarzen und als kriminalitätsbelastet interpretierten Vierteln auch überdurchschnittlich viele Polizisten im Streifendienst aufhielten, was die Registrierung von mehr Straftaten ermögliche. Damit seien im Verhältnis nicht mehr Straftaten in mehr Straftaten erfolgt als anderswo.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=M. Keith Chen, Katherine L. Christensen, Elicia John, Emily Owens, Yilin Zhuo |url=https://arxiv.org/abs/2109.12491 |titel=Smartphone Data Reveal Neighborhood-Level Racial Disparities in Police Presence |datum=2022-03-09 |sprache=en |abruf=2025-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Signifikanz des Racial Profilings existieren zahlreiche Forschungsarbeiten und [[Datensatz|Datensätze]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Knowles, Nicola Persico, [[Petra Todd]] |Titel=Racial Bias in Motor Vehicle Searches: Theory and Evidence |Sammelwerk=Journal of Political Economy |Band=109 |Nummer=1 |Datum=2001-02 |ISSN=0022-3808 |DOI=10.1086/318603 |Seiten=203–229 |Online=https://www.journals.uchicago.edu/doi/10.1086/318603 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rebekah Delsol, Michael Shiner |Titel=Regulating stop and search: a challenge for police and community relations in England and Wales |Sammelwerk=Critical Criminology |Band=14 |Nummer=3 |Datum=2006-09 |ISSN=1205-8629 |DOI=10.1007/s10612-006-9013-1 |Seiten=241–263 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s10612-006-9013-1 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vani K Borooah |Titel=Racial bias in police stops and searches: an economic analysis |Sammelwerk=European Journal of Political Economy |Band=17 |Nummer=1 |Datum=2001-03 |DOI=10.1016/S0176-2680(00)00026-4 |Seiten=17–37 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0176268000000264 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicola Persico, Petra Todd |Titel=Generalising the Hit Rates Test for Racial Bias in Law Enforcement, with an Application to Vehicle Searches in Wichita |Sammelwerk=The Economic Journal |Band=116 |Nummer=515 |Datum=2006-11-01 |ISSN=0013-0133 |DOI=10.1111/j.1468-0297.2006.01126.x |Seiten=F351–F367 |Online=https://academic.oup.com/ej/article/116/515/F351-F367/5089374 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Emma Pierson, Camelia Simoiu, Jan Overgoor, Sam Corbett-Davies, Daniel Jenson, Amy Shoemaker, Vignesh Ramachandran, Phoebe Barghouty, Cheryl Phillips, Ravi Shroff, Sharad Goel |Titel=A large-scale analysis of racial disparities in police stops across the United States |Sammelwerk=Nature Human Behaviour |Band=4 |Nummer=7 |Datum=2020-05-04 |ISSN=2397-3374 |DOI=10.1038/s41562-020-0858-1 |Seiten=736–745 |Online=https://www.nature.com/articles/s41562-020-0858-1 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Forscher des [[Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation|Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation]] schlugen 2022 vor, Racial Profiling im Verkehr unter anderem durch finanzielle Anreize entgegenzuwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan Herminghaus, Knut M. Heidemann |Titel=A DYNAMICAL SYSTEMS PERSPECTIVE ON THE DETECTION OF RACIAL PROFILING |Sammelwerk=Advances in Complex Systems |Band=25 |Nummer=04 |Datum=2022-06 |ISSN=0219-5259 |DOI=10.1142/S0219525922500072 |Online=https://www.worldscientific.com/doi/10.1142/S0219525922500072 |Abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Report der EU ===&lt;br /&gt;
Die [[Agentur der Europäischen Union für Grundrechte]] veröffentlichte im Mai 2021 anlässlich des Jahrestags der [[Tötung von George Floyd]] durch US-amerikanische Polizisten einen Bericht zum Ausmaß der Diskriminierung von ethnischen Minderheiten durch europäische Polizeikräfte. Der Bericht erkennt einen allgemeinen Trend, bei dem [[Ethnische Minderheit|ethnische Minderheiten]] auf dem gesamten Kontinent häufiger gestoppt und durchsucht werden. So würde etwa in Österreich fast die Hälfte der Einwanderer und Nachkommen von Einwanderern aus Afrika südlich der Sahara in einem Stichprobenjahr von der Polizei gestoppt, verglichen mit 25 % der Gesamtbevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Boffey: [https://www.theguardian.com/world/2021/may/25/eu-report-highlights-widespread-use-of-stop-and-search-on-ethnic-minorities EU report details role of race and ethnicity in use of ‘stop and search’.] The Guardian, 25. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://fra.europa.eu/en/news/2021/police-stops-europe-everyone-has-right-equal-treatment FRA: Police stops in Europe: everyone has a right to equal treatment.] 25. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ronald Weitzer and Steven Tuch: &amp;#039;&amp;#039;Race and Policing in America. Conflict and Reform&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, New York 2006, ISBN 978-0-521-85152-7.&lt;br /&gt;
* Kelvin R. Davis: &amp;#039;&amp;#039;Driving While Black. Coverup&amp;#039;&amp;#039;. Interstate International Pub. of Cincinnati, Cincinnati 2001, ISBN 0-931904-03-X.&lt;br /&gt;
* David A. Harris: &amp;#039;&amp;#039;Profiles in injustice. Why racial profiling cannot work&amp;#039;&amp;#039;. New Press, New York 2002, ISBN 1-56584-696-6.&lt;br /&gt;
* [[Bürgerrechte &amp;amp; Polizei/CILIP]]. Heft 104 (Dezember 2013) Schwerpunkt: &amp;#039;&amp;#039;Racial Profiling&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.cilip.de/zeitschrift/2014-2010/2013-2/104-2013/ Online], abgerufen am 24. Juli 2016.&lt;br /&gt;
* [[Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alltäglicher Ausnahmezustand. Institutioneller Rassismus in deutschen Strafverfolgungsbehörden&amp;#039;&amp;#039;, edition assemblage, Münster 2016, ISBN 978-3-942885-79-9.&lt;br /&gt;
* Kollaborative Forschungsgruppe Racial Profiling: &amp;#039;&amp;#039;Racial Profiling: Erfahrung, Wirkung, Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin/Bern 2019, ISBN 978-3-948250-00-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|1=Racial profiling|2=Racial Profiling}}&lt;br /&gt;
* [http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/Studie_Racial_Profiling_Menschenrechtswidrige_Personenkontrollen_nach_Bundespolizeigesetz.pdf Studie „Racial Profiling“ – Menschenrechtswidrige Personenkontrollen nach §&amp;amp;nbsp;22 Abs.&amp;amp;nbsp;1 a Bundespolizeigesetz. Empfehlungen an den Gesetzgeber, Gerichte und Polizei] (PDF; 362&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://kop-berlin.de/beitrag/alltagliche-ausnahmefalle-zu-institutionellem-rassismus-bei-der-polizei-und-der-praxis-des-racial-profiling Alltägliche Ausnahmefälle – Zu Institutionellem Rassismus bei der Polizei und der Praxis des „Racial Profiling“] aus [[Antirassistische Initiative#ZAG-Zeitschrift|ZAG – antirassistische Zeitschrift]] Nr. 61, Juli 2012, abgerufen am 5. September 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/135 Die üblichen Verdächtigen] – Gastkommentar aus den USA über Racial Profiling in der Zeitschrift AI-Journal, November 2004&lt;br /&gt;
* [https://www.tagesspiegel.de/politik/racial-profiling-wenn-nur-die-hautfarbe-zaehlt/11604882.html &amp;#039;&amp;#039;Wenn nur die Hautfarbe zählt&amp;#039;&amp;#039;], Tagesspiegel, 8. Apr. 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort (Englisch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TSchm</name></author>
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