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	<title>Rachel Korn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rachel Korn.jpg|mini|Rachel Korn (um 1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rachel Korn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (jiddisch: רחל קאָרן), geb. Häring, auch Rokhl Häring Korn (* [[15. Januar]] [[1898]] in [[Pidlisky (Jaworiw)|Podliski]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[9. September]] [[1982]] in [[Montreal]], [[Kanada]]), war eine [[jiddisch]]sprachige [[Dichter]]in und [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Korn wurde auf dem ländlichen Anwesen &amp;quot;Sucha Góra&amp;quot; (&amp;quot;Trockener Berg&amp;quot;) in der Nähe des [[Dorf]]es Podliski (heute ukrainisch [[Pidlisky (Jaworiw)|Pidlisky]]) als ältestes von drei Kindern und einzige Tochter einer jüdischen Bauernfamilie geboren. Sie wuchs in einem Teil Galiziens auf, der zu [[Österreich-Ungarn]] gehörte und im Jahre 1919 zu [[Polen]] kam (heute Teil der [[Ukraine]]). Beide Eltern bewirtschafteten bereits in mehreren Generationen Ackerland. Aufgewachsen auf einem einzeln stehenden bäuerlichen Anwesen in einem der wenigen jüdischen Haushalte der Nachbarschaft, begann sie früh, ihr ländliches Dasein in Gedichten zu beschreiben, zunächst in [[Polnische Sprache|Polnisch]], der Sprache, in der sie hauptsächlich groß wurde und ihre erste Schulbildung erhielt. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] floh ihre Familie nach [[Wien]]. 1918 kehrte sie nach Ostgalizien zurück und lebte bis 1941 in [[Przemyśl]]. Eine geplante Ausreise der Familie nach den [[USA]] wurde durch die [[sowjetische Besetzung Ostpolens]] im Jahre 1939 verhindert. Als die Deutschen im Juni 1941 in Ostgalizien einmarschierten, war Korn gerade zu Besuch bei ihrer Tochter in [[Lemberg]]. Sie flüchtete mit ihrer Tochter in das sowjetische Hinterland und verbrachte die [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsjahre]] in der [[Sowjetunion]], wo sie über [[Flüchtlingslager]] in [[Taschkent]], [[Usbekistan]], schließlich nach [[Moskau]] kam. Ihr Ehemann, ihre Brüder und ihre Mutter waren in Przemysl zurückgeblieben und überlebten nicht. In Moskau wurde Korn von den führenden Vertretern der [[sowjetisch]]en jiddischen Kultur als Kollegin begrüßt und u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Solomon Michailowitsch Michoels|Schlojme Michoels]], [[Perez Markisch]] und [[David Bergelson|Dovid Bergelson]] unterstützt. Nach dem Krieg kehrte sie nach Polen zurück und nahm ihre literarische Tätigkeit in [[Łódź]] wieder auf, wo sie in die [[Exekutive]] des Jiddischen Schriftstellerverbandes gewählt wurde. Sie vertrat den Verband auf einem [[P.E.N.|PEN]]-Kongress in [[Stockholm]], von wo sie, ohne nach Polen zurückzukehren, nach Kanada auswanderte. Sie ließ sich in Montreal im Jahre 1948 nieder und lebte dort bis zu ihrem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Korns erste Veröffentlichungen erschienen auf Polnisch in &amp;#039;&amp;#039;Nowy Dziennik&amp;#039;&amp;#039;, einer zionistischen Tageszeitung, und in &amp;#039;&amp;#039;Glos Przemyski&amp;#039;&amp;#039;, einem sozialistischen Journal. Angeregt durch ihren Mann, Hersh Korn, einem Anhänger der zionistischen Arbeiterbewegung, begann sie nach dem Ersten Weltkrieg Jiddisch zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Ihr erstes jiddisches Gedicht erschien im &amp;#039;&amp;#039;Lemberger Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;, und sie veröffentlichte in den nächsten zwei Jahrzehnten beständig in jiddischen Literaturjournalen und Tageszeitungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Korn erschienen neun Gedichtbände und zwei Sammlungen von Kurzgeschichten sowie zahlreiche kritische Essays. Zwei ihrer Manuskripte gingen verloren, als die Nazis [[Kiew]] zerstörten und das Jiddische Verlagshaus liquidierten, in dem die Bücher erscheinen sollten. Ihr erster Gedichtband, &amp;#039;&amp;#039;Dorf&amp;#039;&amp;#039; (1928), erschien in [[Vilnius]], einem literarischen und kulturellen Zentrum des jiddischen Lebens vor dem [[Holocaust]], und erhielt großen Beifall. Ihre weiteren Bücher wurden in [[Tel Aviv]] und Montreal veröffentlicht. Korn blieb während ihres ganzen Lebens eine einflussreiche Autorin, die Essays, Gedichte und Geschichten in allen renommierten jiddischen Zeitschriften in [[Amerika]], [[Israel]] und [[Europa]] veröffentlichte. Sie erhielt zahlreiche Preise für [[Jiddische Literatur]], u.&amp;amp;nbsp;a. 1950 und 1958 den [[Louis Lamed Prize|Lamed-Preis]], 1972 den [[Halpern Leivick Prize|H. Leivick-Preis]], 1974 den [[Itzik Manger Prize|Itzik-Manger-Preis]] (höchste Auszeichnung für jiddische Literatur) und den [[J.I. Segal Prize|Segal-Preis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korns Gedichte zeichnen sich durch die lyrischen Bilder und realistischen Schilderungen des ländlichen Lebens und dörflicher Landschaft aus, und ihre Geschichten sind berühmt für ihre tiefe psychologische Durchdringung und ihren dichten, komplexen und unsentimentalen Stil. Ihre Themen über Kunst und Sprache, Exil, menschliches Leid und Standhaftigkeit spiegeln sich in den Titeln ihrer Werke wider: In den Lyrikbänden &amp;#039;&amp;#039;Royter Mon&amp;#039;&amp;#039; (Roter Mohn, 1937), &amp;#039;&amp;#039;Shnit&amp;#039;&amp;#039; (Ernte, 1941 von den Nazis zerstört), &amp;#039;&amp;#039;Haym un Haymlozikeyt&amp;#039;&amp;#039; (Heim und Heimatlosigkeit, 1948), &amp;#039;&amp;#039;Bashertkeyt&amp;#039;&amp;#039; (Schicksal, 1949), &amp;#039;&amp;#039;Fun yener zayt  lid&amp;#039;&amp;#039; (Von jenseits des Liedes, 1962), &amp;#039;&amp;#039;Shirim V&amp;#039;odome&amp;#039;&amp;#039; (Lieder und Heimat, mit hebräischer Übersetzung von Shimshon Melzer, 1966), &amp;#039;&amp;#039;Die Gnod fun vort (Die Gnade der Worte, 1968), &amp;#039;&amp;#039;Oyf der Sharf fun a Rege&amp;#039;&amp;#039; (In der Schärfe eines Blitzes, 1972), &amp;#039;&amp;#039;Farbitene Vor(Veränderte Wirklichkeit, 1977), und ihren Kurzgeschichten &amp;#039;&amp;#039;Erd&amp;#039;&amp;#039; (Erde, 1935) und &amp;#039;&amp;#039;Nayn Dertseylungen&amp;#039;&amp;#039; (Neun Geschichten, 1958). Ihre Arbeiten wurden ins [[Hebräische Sprache|Hebräische]], Polnische, [[Russische Sprache|Russische]], [[Französische Sprache|Französische]] und [[Deutsche Sprache|Deutsche]] übersetzt. Ein Band ausgewählter Gedichte in [[Englische Sprache|englischer]] Übersetzung erschien 1982: &amp;#039;&amp;#039;Generations&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Seymour Mayne. &amp;#039;&amp;#039;Paper Roses&amp;#039;&amp;#039; (1986) ist eine zweisprachige Ausgabe der Gedichte Korns, ausgewählt und übersetzt von Seymour Levitan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliografie ==&lt;br /&gt;
* 1928: &amp;#039;&amp;#039;Dorf&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1935: &amp;#039;&amp;#039;Erd&amp;#039;&amp;#039;. Prosa &lt;br /&gt;
* 1937: &amp;#039;&amp;#039;Roiter Mo&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1941: &amp;#039;&amp;#039;Schnitt&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1948: &amp;#039;&amp;#039;Haym un Haymlozikeit&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1949: &amp;#039;&amp;#039;Bashertkeit&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1958: &amp;#039;&amp;#039;Nayn Dersteylungen&amp;#039;&amp;#039;. Prosa&lt;br /&gt;
* 1962: &amp;#039;&amp;#039;Fun jener Zeit Lied&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1966: &amp;#039;&amp;#039;Shirim V&amp;#039;odomeh&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik, mit hebr. Übersetzung von Shimshon Melzer&lt;br /&gt;
* 1968: &amp;#039;&amp;#039;Die Gnod fun Wort&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1972: &amp;#039;&amp;#039;Oif der Scharf vun a Rega&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1977: &amp;#039;&amp;#039;Farbittene Wor&amp;#039;&amp;#039;. Lyrik&lt;br /&gt;
* 1982: &amp;#039;&amp;#039;Generations&amp;#039;&amp;#039;. ausgewählte Gedichte, herausgegeben von Seymour Mayne&lt;br /&gt;
* 1986: &amp;#039;&amp;#039;Paper Roses&amp;#039;&amp;#039;. Gedichte mit engl. Parallelübersetzung, herausgegeben von Seymour Levitan&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rochl Korn&amp;#039;&amp;#039;, in: Peter Comans (Übersetzer und Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Splitter von Licht und Nacht : jiddische Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt : Campus, 2013, S. 306–411 (enthält 57 Gedichte, jeweils jiddisch in Transkription und in deutscher Übersetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rachelkorn.com/ Ausführliche Website über Rachel Korn] (engl.)&lt;br /&gt;
* [https://jwa.org/encyclopedia/article/korn-rokhl-haring Jewish Women: A Comprehensive Historical Encyclopedia] (engl.)&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/judaica/ejud_0002_0012_0_11481.html Biografie auf jewishvirtuallibrary.org] (engl.)&lt;br /&gt;
* [http://www.yiddishbookcenter.org/rachel-korn-%D7%A8%D7%97%D7%9C-%D7%A7%D7%90%D6%B8%D7%A8%D7%9F Yiddish Book Center] (engl.)&lt;br /&gt;
* [https://www.jrank.org/literature/pages/8125/Rokhl-Korn-(Rachel)-H.html Biografie auf www.jrank.org], abgerufen am 17. Februar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124461921|LCCN=n/86/828459|VIAF=64940532}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Korn, Rachel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Jiddisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanadier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Korn, Rachel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Korn, Rochel; Korn, Rokhl; Korn, Rachel Häring; Herring, Rachel&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jiddischsprachige Dichterin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pidlisky (Jaworiw)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. September 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montreal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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