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	<title>Racemisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:07:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Racemisierung&amp;diff=355615&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-06-11T16:32:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Racemisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Angleichung der [[Konzentration (Chemie)|Konzentrationen]] zweier spiegelbildlicher Moleküle ([[Enantiomer]]e). Bei vollständiger Racemisierung entsteht ein [[Racemat]], das 1:1-Gemisch der beiden Enantiomere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Racemisierung ist ein Begriff aus der [[Stereochemie]], welcher die Umwandlung von nichtracemischen Enantiomerengemischen oder reinen [[Enantiomer|Enantiomeren]] [[Chiralität (Chemie)|chiraler]] chemischer [[chemische Verbindung|Verbindungen]] in das Racemat beschreibt, wobei ein vorhandener Enantiomerenüberschuss vollständig abgebaut wird. Bei vollständiger Racemisierung entsteht ein Racemat, dessen &amp;#039;&amp;#039;ee&amp;#039;&amp;#039;= 0 ist (der &amp;#039;&amp;#039;ee&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Enantiomer|Enantiomerenüberschuss]]). Ist der &amp;#039;&amp;#039;ee&amp;#039;&amp;#039;-Wert ≠ 0, so spricht man von partieller (teilweiser) Racemisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Racemisierung wird für die Gewinnung von erwünschten Enantiomeren aus einem Gemisch mit unerwünschten Enantiomeren benutzt. Wird in einem Verfahren das (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-Enantiomer aus einem Racemat durch [[Racematspaltung]] gewonnen, bleiben 50 % des Ausgangsstoffes als (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Enantiomer zurück. Durch Racemisierung kann man das (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Enantiomer wieder in das Racemat überführen bzw. teilweise racemisieren und erneut als Ausgangsstoff einsetzen. Wenn die Racemisierung gleichzeitig &amp;#039;&amp;#039;in situ&amp;#039;&amp;#039; mit der Racematspaltung durchgeführt wird, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;dynamischer Racematspaltung&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mechanismus der Racemisierung hängt stark von der Art des Stoffes ab. Racemisierung tritt etwa als Folge von [[Nukleophile_Substitution#SN1-Mechanismus|S&amp;lt;sub&amp;gt;N&amp;lt;/sub&amp;gt;1-Reaktionen]] auf. Dabei entsteht eine trigonal-planare Anordnung um das nun positiv geladene Kohlenstoffatom ([[Carbenium-Ion]]). Deshalb kann das Kohlenstoffatom nun von beiden Seiten her angegriffen werden. So entstehen bei der Reaktion beide Enantiomere, auch wenn man ein einziges Enantiomer als Ausgangsmaterial verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organikum&amp;quot;&amp;gt;Heinz G. O. Becker, Werner Berger, Günter Domschke, [[Egon Fanghänel]], Jürgen Faust, Mechthild Fischer, Fritjof Gentz, [[Karl Gewald]], Reiner Gluch, Roland Mayer, Klaus Müller, Dietrich Pavel, Hermann Schmidt, Karl Schollberg, Klaus Schwetlick, Erika Seiler und Günter Zeppenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Organikum&amp;#039;&amp;#039;, Johann Ambrosius Barth Verlag, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1993&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 19. Auflage, S. 216–217, ISBN 3-335-00343-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise setzt sich (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-3-Brom-3-methylhexan mit Wasser zu (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-3-Methyl-3-hexanol und (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-3-Methyl-3-hexanol im Verhältnis 50:50 um, es entsteht also (&amp;#039;&amp;#039;RS&amp;#039;&amp;#039;)-3-Methyl-3-hexanol, ein Racemat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Racemization V.1.svg|thumb|600px|rechts|Vollständige Racemisierung eines sekundären Alkohols [Beispiel: (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-2-Butanol] durch Oxidation zum Keton und nachfolgende Reduktion – beispielsweise mit Natriumborhydrid – zu (&amp;#039;&amp;#039;RS&amp;#039;&amp;#039;)-2-Butanol, einem 1:1-Gemisch (Racemat) aus (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-2-Butanol und (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-2-Butanol.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein enantiomerenreiner [[sekundärer Alkohol]] mit einem Stereozentrum an jenem Kohlenstoffatom an das die [[Hydroxygruppe]] gebunden ist, kann durch Oxidation zum betreffenden [[Keton]] und Reduktion anschließende dieses Ketons mit [[Natriumborhydrid]] in den racemischen sekundären Alkohol umgewandelt, also racemisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Biomolekül]]e entstehen aufgrund der [[Enzym|enzymatischen]] [[Biosynthese]] in der Regel enantiomerenrein, d. h. nur eines der beiden möglichen Enantiomere wird gebildet. Über längere Zeitabstände kommt allerdings eine Racemisierung vor, beginnend ab dem Zeitpunkt des Todes, beispielsweise bei den [[Aminosäuren]].&amp;lt;ref&amp;gt;P. M. Masters, J. L. Bada, J. S. Zigler: &amp;#039;&amp;#039;Aspartic acid racemization in heavy molecular weight crystallins and water insoluble protein from normal human lenses and cataracts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Nummer 3, März 1978, S.&amp;amp;nbsp;1204–1208, PMID 274711, {{PMC|411438}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestimmung der Racemisierung zur [[Altersbestimmung (Archäologie)|Altersbestimmung]] durch [[Aminosäuredatierung]] eignet sich für Zeiträume von 1.000 bis 100.000 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riederer&amp;quot;&amp;gt;Josef Riederer: &amp;#039;&amp;#039;Kunstwerke chemisch betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-81588-1, S.&amp;amp;nbsp;142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peptidsynthese ==&lt;br /&gt;
In der [[Peptidsynthese]] ist die gelegentlich zu beobachtende teilweise Racemisierung einzelner [[Aminosäure]]-Bausteine ein &amp;#039;&amp;#039;unerwünschter Prozess&amp;#039;&amp;#039;, da dabei zwei oder mehr Peptide unterschiedlicher Stereochemie ([[Diastereomere]]) resultieren, die wegen der großen chemischen Ähnlichkeit oft nur schwer zu reinigen sind. Die so gebildeten diastereomeren Peptide besitzen in der Regel deutlich unterschiedliche physiologische – z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pharmakologie|pharmakologische]] – Wirkungen. Durch Auswahl geeigneter [[Kupplungsreagenz]]ien kann die Racemisierung bei der Peptidsynthese gemindert werden. Im Anschluss an eine Peptidsynthese wird oftmals eine [[Racemisierungsprüfung]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Reaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stereochemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lila Pikmin</name></author>
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