<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rabitz</id>
	<title>Rabitz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rabitz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rabitz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T14:29:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rabitz&amp;diff=1196589&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: entbehrliches „aber“ gelöscht, da die zweite Aussage die vorausgegangene nicht einschränkt; passenderes Wort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rabitz&amp;diff=1196589&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-04T15:34:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;entbehrliches „aber“ gelöscht, da die zweite Aussage die vorausgegangene nicht einschränkt; passenderes Wort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rabitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für Drahtputz, der aus einer tragenden Unterkonstruktion aus [[Metall]], dem [[Rabitzgitter]] als [[Putzträger]], und dem [[Putzmörtel]] besteht. Das Verfahren wurde von dem Berliner Maurermeister [[Carl Rabitz]] entwickelt und [[1878]] zum [[Patent]] angemeldet. Rabitzarbeiten sind dem [[Gewerk]] des [[Stuckateur]]s zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer ==&lt;br /&gt;
Die Vorläufer dieser Technik waren bereits um 1840 bekannt; sie waren von französischen [[Handwerk]]ern nach Deutschland importiert worden. Die tragende Konstruktion bestand damals noch aus Holz, deren Bearbeitung teilweise zu starker Rissbildung führte. Carl Rabitz entwickelte diese Technik weiter, indem er eine metallene Unterkonstruktion verwendete und damit die Rissbildung minimierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
Die Rabitzkonstruktion besteht aus einer gerippeartigen Konstruktion von runden Stahlstangen mit einem [[Durchmesser]] von 5–8&amp;amp;nbsp;mm, die im rechten Winkel zueinander verbaut und an den Kreuzungspunkten mit [[Draht]] fest miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;
Bei [[Gewölbe]]konstruktionen oder stark ausladenden [[Gesims]]en werden stärkere Eisen gebraucht.&lt;br /&gt;
Bei hängenden Konstruktionen wie Decken und Gewölben sind zusätzlich Abhänger notwendig.&lt;br /&gt;
Über diese tragende [[Unterkonstruktion]] wird der [[Putzträger]] gespannt. Hierfür finden vor allem verdrahtetes [[Schilfrohr]], [[Streckmetall|Rippenstreckmetall]], [[Ziegeldraht]] und verschiedene Gewebe aus Metalldrähten Anwendung.&lt;br /&gt;
Dieses Gewebe wird anschließend mit einem [[faser]]armierten [[Mörtel]] ausgedrückt und mit einem Putzkamm aufgeraut. Als Fasern haben sich bis heute vor allem tierische Haare wie Kälberhaar oder Schweineborsten bewährt.&lt;br /&gt;
Das ausgedrückte Gewebe wird normal verputzt. Als [[Putzmörtel]] kommen [[Kalkmörtel]],&lt;br /&gt;
Kalk-[[Zement]]mörtel, Zementmörtel und [[Gips]]mörtel in Betracht.&lt;br /&gt;
Üblicherweise wird Gips- oder Zementmörtel angewendet. Man spricht daher auch von Gips- und Zementrabitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuersicherer Deckenputz und feuersichere leichte Zwischenwände ==&lt;br /&gt;
Am 27. Mai 1879 fand auf dem Grundstück des Maurermeisters Rabitz an der Scharnhorststraße 7, in Anwesenheit von Commissaren des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, des Polizei-Präsidium der Feuerwehr und der Ministerial-Baucommission, ein Brandversuch statt. In diesem Versuch sollte der „Rabitzsche Putz“ für Decken (DRP 3789) wie auch die „Patent-Construction (feuersicherer Zwischenwände)“ (DRP 4590) in deren Feuersicherheit mit traditionell erstellten Wänden und Decken verglichen werden. Dieser wie auch ein nachfolgender Versuch am 28. Dezember 1882 bestätigten die Überlegenheit der Erfindungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZentralblBauverw |Autor=- |Titel=Feuersicherer Deckenputz und feuersichere leichte Zwischenwände |Jahr=1883 |Heft=15 |Seiten=136 |Kommentar=Beschreibung: Brandversuch und -verhalten |zlb=143}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:130508 Dachoboden Aufhängung, Ersatzziegel 05.JPG|mini|Rabitzdecke – Tonnengewölbe im Kleinen Michel, Kath. Kirche in Hamburg]]Mit Rabitzkonstruktionen können [[Decke (Bauteil)|Decken]] heruntergezogen, (Fassaden-)Gesimse vorgeblendet, [[Gewölbe]] und nichttragende [[Ständerwand|Ständerwände]] hergestellt, die Ummantelung von Pfeilern und Stützen, die Verblendung von Installationen sowie der Bau von Lüftungskanälen ausgeführt werden. Heute wird der Rabitz häufig durch [[Trockenbau]] ersetzt, weil er gegenüber dem Trockenbau vor allem teurer in der Herstellung und viel schwerer ist. Außerdem wird durch die Herstellung mehr Feuchtigkeit in das Gebäude gebracht und die Montage sowie ein eventueller Abbruch sind sehr zeitaufwändig. Aber Rabitz hat auch Vorteile. So erfüllt er grundsätzlich hohe [[Brandschutz]]anforderungen, beispielsweise wird eine Gipsrabitzdecke grundsätzlich mit einer bauaufsichtlichen Benennung von F60A definiert. Die große Eigentragfähigkeit und die Möglichkeit der völlig freien Ausformung einer gerabitzten Fläche eröffnen auch heute noch viele Anwendungsmöglichkeiten, vor allem im innovativen [[Innenausbau]] von [[Gebäude]]n im Zusammenspiel mit [[Stuck]]. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die [[Denkmalpflege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Normen ==&lt;br /&gt;
* für große Rabitzdecken &amp;#039;&amp;#039;Erlaß des früheren [[Preußisches Ministerium für Volkswohlfahrt|Preußischen Ministers für Volkswohlfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Dezember 1930 II C 2494 sowie die DIN 4121 vom August 1951,&lt;br /&gt;
* für Rabitzwände die [[Deutsches Institut für Normung|DIN]] 4103&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Technische Vorschriften für Bauleistungen.&amp;#039;&amp;#039; DIN 1964, B, Ziffer 15, ist bezüglich dieser Arbeiten (dort [[Drahtputz]]) folgendes ausgeführt: &amp;#039;&amp;#039;„Drahtgeflecht ist mit Rund- oder Bandeisen, Klemmschrauben, Haken, geschmiedeten Nägeln oder Eisenschlaufen sachgemäß zu befestigen und straff zu spannen, so daß in den Flächen und an den Anschlüssen keine Risse entstehen. Aufhängeeisen sind in erforderlicher Zahl und Stärke anzubringen. Für den Putzkern ist [[Haarmörtel]] zu verwenden. Im übrigen gelten die Bestimmungen für Wand- und Deckenputze sinngemäß.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* DIN ATV 18350 &amp;#039;&amp;#039;Putz- und Stuckarbeiten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* DIN EN 13658 &amp;#039;&amp;#039;Putzträger und Putzprofile aus Metall – Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren – Teil 1: Innenputze. Teil 2: Außenputze.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Binder, Fritz Schaumann, Meinrad Haas, Karl Läpple: &amp;#039;&amp;#039;Stukkateur-Handbuch. Die Gipserfibel.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Th. Schäfer, Hannover 1996, ISBN 3-88746-087-1, S. 9 und S. 115–144.&amp;lt;!-- Reprint von: Paul Binder, Fritz Schaumann: &amp;#039;&amp;#039;Die Gipserfibel.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Selbstverlag, Stuttgart 1954. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rainer Franz, Eugen Schwarz, Markus Weißert: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar ATV DIN 18350 und 18299. Putz und Stuckarbeiten.&amp;#039;&amp;#039; 12. Auflage. Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8348-0409-9.&lt;br /&gt;
* Valentin Gillet, Wilko Potgeter: &amp;#039;&amp;#039;Theaterdecken an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Zimmerei und Rabitz im Dachraum des Schauspielhauses Pfauen in Zürich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[INSITU (Zeitschrift)|INSITU]]&amp;#039;&amp;#039;, 2020/2, S. 269–284.&lt;br /&gt;
* Karl Lade, Adolf Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Putz, Stuck, Rabitz. Ein Handbuch für das Gewerbe.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Julius Hoffmann, Stuttgart 1936; {{OCLC|250602383}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.baufachinformation.de/publikationen.jsp?s=Rabitzdecke Literatur]&lt;br /&gt;
* [http://liv-stuck-sachsen.de/?content=home Landesinnungsverband für das Stukateurhandwerk – Freistaat Sachsen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Bauwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Putz nach Material]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuckatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Staff (building material)]]&lt;br /&gt;
[[fr:Staff (matériau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
</feed>