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	<title>Rabbiner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abraham Geiger by Lesser Ury.jpg|mini|[[Lesser Ury]]: [[Abraham Geiger]], bedeutender deutscher Rabbiner des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jonah Sievers.jpg|mini|[[Jonah Sievers]], Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands (2009)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rabbiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Funktionsträger in der [[Jüdische Religion|jüdischen Religion]]. Seine Hauptaufgabe ist es, die [[Tora]] zu lehren. Die Grundform des Rabbiners entwickelte sich in der [[Pharisäer]]- und [[Talmud]]-Ära, als sich gelehrte Lehrer versammelten, um die schriftlichen und mündlichen Gesetze des Judentums zu kodifizieren. Der erste Weise, für den die [[Mischna]] den Titel eines Rabbi verwendet,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liste der Mischnatraktate#Ordnung Toharot סֵדֶר טְהָרוֹת (Reinigungen)|Mischna, Traktat Kelim]] 17,16.&amp;lt;/ref&amp;gt; war [[Jochanan ben Sakkai]], ein Gelehrter des 1. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den verschiedenen jüdischen Glaubensrichtungen gibt es unterschiedliche Anforderungen an die rabbinische [[Semicha]] ({{heS|סְמִיכָה&amp;amp;lrm;|Auflegen (der Hände)}}) und große Meinungsverschiedenheiten darüber, wer als Rabbiner anerkannt wird. So gibt es im [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] und im [[Ultraorthodoxes Judentum|ultraorthodoxen Judentum]] keine Rabbinerinnen. Das [[Konservatives Judentum|konservative Judentum]] hingegen lässt Frauen aus [[Halacha|halachischen]] Gründen als [[Rabbinerin]]nen zu, das [[Liberales Judentum|Reformjudentum]] aus ethischen Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
=== Rabbiner ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von {{heS|רב&amp;amp;lrm;|Rav}} (groß, viel, bedeutend, bedeutender Mann, Herr) her. Der Plural dieses Wortes lautet {{heS|רבים&amp;amp;lrm;|Rabbim}}, in der spezifischen Bedeutung „Rabbiner“ jedoch {{he|רבנים&amp;amp;lrm;|Rabbanim}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Aschkenasim|aschkenasischen]] Hebräisch und dem [[Jiddisch]]en wird das Wort in der Einzahl &amp;#039;&amp;#039;Row&amp;#039;&amp;#039; und in der Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;Rabbonim&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Aramäische Sprachen|Aramäische]] kennt die Form &amp;#039;&amp;#039;Rabbuni&amp;#039;&amp;#039; (Meister, Lehrer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Formen gehen auf die semitischen Wurzeln ({{heS|רבב&amp;amp;lrm;|r(a)b(a)b}} und {{heS|רבה&amp;amp;lrm;|r(a)b(a)h|de=viel sein, groß sein}}) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Rebbetzin]] wird im aschkenasischen Judentum die Ehefrau des Rabbiners bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chacham ===&lt;br /&gt;
Als Bezeichnung [[Sephardim|sephardischer]] Rabbiner ist das Nomen ({{heS|חכם&amp;amp;lrm;|[[Chacham]]|de=Weiser}}) gebräuchlich. Da im Arabischen {{arF|الرب&amp;amp;lrm;|DMG=ar-Rabb|de=der Herr}} einer der Ehrentitel Allahs ist, nutzen Juden in überwiegend islamischen Ländern fast nur diese Bezeichnung. Chacham ist auch allgemein im Judentum ein Wort der Ehrbezeugung für Gelehrte, v.&amp;amp;nbsp;a. des Talmuds (siehe [[Isaak Bernays]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chassan ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Karäer]]n ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chassan&amp;#039;&amp;#039; üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rabbi ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rabbi (Gelehrter)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rabbi ({{heS|רַבִּי&amp;amp;lrm;|mein Meister, mein Lehrer}}) werden seit dem [[Altertum]], vom Zeitalter der [[Mischna]] bis ins Mittelalter, [[Judentum|jüdische]] Gelehrte bezeichnet, die die Vorschriften der [[Tora]] auslegen. Der deutsche Plural dazu lautet &amp;#039;&amp;#039;Rabbis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rabbinen&amp;#039;&amp;#039;. Normalerweise wird dieses Wort ohne Artikel verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Artikel wird nur gebraucht, wenn „Rabbi“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rabbi&amp;#039;&amp;#039; war auch ein Ehrentitel von Personen, die eine besondere [[Tora]]-Gelehrsamkeit besaßen. Auch [[Jesus von Nazaret]] wird im griechischsprachigen [[Neues Testament|Neuen Testament]] oft als &amp;#039;&amp;#039;Rabbi&amp;#039;&amp;#039; angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwandt mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Rabbi&amp;#039;&amp;#039; sind die jiddischen Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Rebbe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Reb&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Rebbe&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den Anführer einer [[Chassidismus|chassidischen]] Gemeinschaft (siehe [[Admor]]). Dieser Titel vererbt sich vom Vater auf den Sohn. Mit &amp;#039;&amp;#039;Reb&amp;#039;&amp;#039; wird ein Mann ehrenvoll zur Lesung der Tora aufgerufen. Im Alltag ist es durchaus üblich, jeden frommen Juden mit Reb anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Rabbiner in der jüdischen Überlieferung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kraków -cmentarz remuh,,,.jpg|mini|[[Moses Isserles]]’ [[Mazewa|Grabstein]] auf dem [[Alter Jüdischer Friedhof (Krakau)|Alten jüdischen Friedhof in Krakau]], mit der Inschrift: &amp;#039;&amp;#039;„von Moses bis Moses gab es keinen wie Moses“&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonderer [[Ständegesellschaft|Stand]] sind Rabbiner (seit [[Martin Luther|Luther]] in den meisten deutschen [[Bibel]]n als [[Schriftgelehrter|Schriftgelehrte]] bezeichnet) biblisch erstmals in der Zeit nach dem [[Babylonisches Exil|babylonischen Exil]] in [[Buch Esra|Esra]] 7,6.11 genannt, dort wird der Priester [[Esra (Person)|Esra]] als ein mit dem Gesetz [[Mose]]s erfahrener &amp;#039;&amp;#039;Gelehrter der Schrift&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Nach jüdischer Überlieferung hat Esra das mosaische Gesetz, das beim Untergang Jerusalems 586 v.&amp;amp;nbsp;Chr. verbrannt sein soll und nur noch mündlich weitergegeben wurde, neu aufgeschrieben. Die Aufgaben der Gelehrten in seiner Tradition waren Auslegung der [[Tora]] und der konkrete Praxisbezug jüdischer Lehre im Alltag. Daraus hervorgegangen ist später die [[Pharisäer]]bewegung, die schließlich das [[Rabbinisches Judentum|rabbinische Judentum]] begründete. Auch Frauen erhielten rabbinische Titel.&lt;br /&gt;
[[Asenath Barzani]] (1590–1670) aus Mosul im Osmanischen Reich war eine der ersten Frauen, die den Titel Tanna’it (Lehrerin, Meisterin) erhielt. Auch die drei Töchter [[Raschi]]s galten und wirkten als rabbinische Lehrerinnen und [[Talmud]]-Kommentatorinnen, siehe auch [[Tosefta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben eines Rabbiners ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Advertising card for Chocolat Poulain.jpg|mini|Rabbiner leitet eine jüdische Hochzeitszeremonie, Frankreich, um 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rabi with kids.JPG|mini|Ein Rabbiner beim Religionsunterricht, 2004]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins [[Mittelalter]] durften Rabbiner mit der Tora kein Einkommen erzielen, deshalb arbeiteten sie in Europa ehrenamtlich. So hatte beispielsweise der bekannte Torakommentator [[Raschi]] (1040–1105) einen Brotberuf: Er besaß einen Weinberg. [[Maimonides]] (&amp;#039;&amp;#039;Rambam&amp;#039;&amp;#039;, 1138–1204), war Arzt. Erst im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde dies nach ständiger Ausweitung der Anforderungen schließlich aufgegeben. Selbst danach arbeiteten offenbar viele Rabbiner vorwiegend als [[Chasan (Kantor)|Vorbeter]].&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben eines Rabbiners zählt heute die [[Religion|religiöse]] Lehre, und als [[Talmud]]kenner kommt ihm die Entscheidung in religiösen Fragen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] Gemeinden betet der Vorbeter ({{heS|שליח ציבור&amp;amp;lrm;}}, Schliach Tzibur, {{heS|חַזָּן&amp;amp;lrm;}}, [[Chasan (Kantor)|Chasan]]) zusammen mit der Gemeinde der Betenden immer zum [[Toraschrein]] ({{heS|אָרוֹן הָקׄדֶש&amp;amp;lrm;}}  Aron ha-Kodesch, der heilige Schrein) gerichtet, d.&amp;amp;nbsp;h. Richtung [[Jerusalem]] mit der [[Klagemauer]], als Gleiche unter Gleichen vor [[HaSchem]]. Dagegen leiten in [[Liberales Judentum|liberalen Gemeinden]] Reform-Rabbiner oder Kantoren oft stark gekürzte [[Schabbat]]- und Festtagsgottesdienste und wenden sich dabei teilweise auch der Gemeinde zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede jüdische Gemeinde unterhält eine Reihe religiöser Einrichtungen, um ein Leben gemäß den jüdischen Vorschriften zu ermöglichen. Es ist Aufgabe der Rabbiner, sicherzustellen, dass diese Einrichtungen im Einklang mit dem jüdischen Gesetz arbeiten. Beispiele wären die jüdische Schlachtung ([[Schächten|Schechita]], ({{heS|שחט&amp;amp;lrm;|šacḥaṭ|de=schlachten}})) und die jüdischen Speisegesetze ([[Jüdische Speisegesetze|Kaschrut]], {{heS|כַּשְרוּת&amp;amp;lrm;}}) in Geschäften und Restaurants sicherzustellen. Sie überwachen das Ritualbad ([[Mikwe]], {{heS|מִקְוֶה&amp;amp;lrm;}}), die Grundschule ([[Cheder]], {{heS|חֶדֶר&amp;amp;lrm;}}), die Sabbatgrenzen ([[Eruv]], {{heS|עירוב&amp;amp;lrm;}}) und die Bestattungsgesellschaft ([[Chewra Kadischa]], {{heS|חֶבְרָא קַדִישָא&amp;amp;lrm;}}). In der heutigen Zeit werden Rabbiner, die sich auf diese Art der Supervision spezialisiert haben, als [[Maschgiach]] ({{heS|משגיח&amp;amp;lrm;}}) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein orthodoxer Rabbiner ist kein [[Kohanim|Cohen]], dem besondere religiöse Aufgaben alleine zustünden. Deshalb kann im Grunde auch jedes dazu befähigte Mitglied einer jüdischen Gemeinde den [[Gottesdienst]] leiten, vorbeten, [[Alijah laTorah|aus der Tora vorlesen]] usw. In manchen Gemeinden haben jedoch nur Rabbiner die dazu erforderlichen Kenntnisse.&lt;br /&gt;
Aufgabe eines Rabbiners ist auch die Betreuung der und die Sorge für die Gemeindemitglieder und für Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen, beispielsweise Anwärter auf eine [[Konversion (Judentum)|Konversion]], {{heS|גר&amp;amp;lrm;|Ger}} (männlich), beziehungsweise {{heS|גיורת&amp;amp;lrm;|Gijoret}} (weiblich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Jüdische Diaspora|Diaspora]] ist der Rabbiner für seine Gemeinde häufig auch [[Richter]] in zivilen Angelegenheiten. Der jüdischen Gemeinschaft war es – und ist es in gewissem Sinne bis zum heutigen Tag – unter [[Verbannung|Bannandrohung]] untersagt, internen Streit vor ein weltliches Gericht zu bringen. Dafür stehen Rabbinatsgerichte ([[Beth Din]], {{heS|בית דין&amp;amp;lrm;|Gerichtshof}}) zur Verfügung, eine [[Halachisch|halachische]] (jüdisch-rechtliche) Instanz, welche aus mindestens drei Rabbinatsrichtern besteht. Zu Zeiten, da in Israel noch ausschließlich nach jüdischem Recht gerichtet wurde, konnte je nach Fall die Zusammensetzung auf bis zu 71 Richter anwachsen. In heutiger Zeit erfüllt ein Beth Din insbesondere folgende Aufgaben:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ordonline.de/der-beit-din-aufgabe-und-funktion/ Der Beit Din – Aufgabe und Funktion], [[Orthodoxe Rabbinerkonferenz]] Deutschland (ORD). Abgerufen am 6. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gittin (Mischnatraktat)|Gittin]] ({{heS|גיטין&amp;amp;lrm;}}) – Durchführung religiöser Scheidungen&lt;br /&gt;
* [[Konversion (Judentum)|Gijur]] ({{heS|גיור&amp;amp;lrm;}}) – Durchführung von Übertritten zum Judentum&lt;br /&gt;
* [[Halacha|Din Tora]] ({{heS|דין תורה&amp;amp;lrm;}}) – Behandeln jüdischer Rechtsfälle&lt;br /&gt;
* [[Wer ist Jude?|Birur Jahadut]] ({{heS|בירור יהדות&amp;amp;lrm;}}) – Klärung des jüdischen Status im Zweifelsfall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Gemeinden wird aufgrund seiner Vorbildfunktion von einem Rabbiner erwartet, dass er verheiratet ist und Kinder hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/fh-0802-7.htm &amp;#039;&amp;#039;Muss ein Rabbiner verheiratet sein?&amp;#039;&amp;#039;]. In: „Frag’ den Rabbi“, www.hagalil.com (abgerufen am 12. April 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Ländern bieten [[Militärrabbiner]] religiöse Dienstleistungen für jüdische Soldaten an. Feldrabbiner war die frühere Bezeichnung für Rabbiner in der [[Militärseelsorge]]. Feldrabbiner wurden unter anderem in den Streitkräften [[Österreich-Ungarn]]s und des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreiches]] eingesetzt. Militärrabbiner tragen die Verantwortung für die Durchführung oder Koordinierung von Gottesdiensten, die Überwachung der [[Jüdische Speisegesetze|koscheren]] Küche und die Aufrechterhaltung des [[Synagoge]]nbetriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Israel]] führen sie auch [[Chuppa|Heiratszeremonien]] ({{heS|חוּפָּה&amp;amp;lrm;|Chuppa}}) und die [[Brit Mila]] ({{heS|ברית מילה&amp;amp;lrm;|Bund der Beschneidung}}) durch. Das Militärrabbinat überwacht die rechtliche und religiöse Bestätigung von Ehen und Scheidungen von Soldaten während ihres Militärdienstes. Ebenso ist es für die Beisetzung von Soldaten gemäß den religiösen Vorschriften verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haskala ==&lt;br /&gt;
Orthodoxe Rabbiner wurden und werden in einer Talmudhochschule, einer [[Jeschiwa]] oder einem orthodoxen Rabbinerseminar ausgebildet. Im Zuge der [[Haskala]], der jüdischen [[Aufklärung]], werden Rabbiner im  [[Liberales Judentum|liberalen Judentum]] in eigenen [[Rabbinerseminar]]en ausgebildet. [[Salomo Juda Rapoport]] (1790–1867) begründete die historisch-kritische Methode, wendete sie zur [[Exegese]] auf das talmudisch-rabbinische Schrifttum an und lieferte grundlegende Arbeiten. Die Anfänge des liberalen Judentums (auch Progressives Judentum oder, besonders in Nordamerika, Reformjudentum) liegen im Deutschland des 19. Jahrhunderts und gehen auf die [[Exegese|Auslegungen]] der Rabbiner [[Abraham Geiger]], [[Samuel Holdheim]], [[David Einhorn (Rabbiner)|David Einhorn]] und anderer zurück. Die weltweit erste Rabbinerin war [[Regina Jonas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rabbiner-Ausbildung in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Heutzutage bildet ein [[Bachelor]]studium in Jüdischen Studien die Grundlagen für angehende Rabbiner. Es umfasst eine wissenschaftliche Ausbildung in [[Jüdische Religion|Religion]], [[Kultur]] und Literatur des Judentums in [[Rabbinische Literatur|Geschichte]] und [[Moderne hebräische Literatur|Gegenwart]] sowie in der [[Geschichte der Juden|Geschichte des jüdischen Volkes]]. Dazu kommt eine Sprachausbildung in [[Hebräische Sprache|Hebräisch]]. Es werden Methoden gelehrt, die zu eigenständiger Recherche und Problemlösung sowie zur Arbeit mit hebräischsprachigen Quellen, insbesondere Thora und [[Talmud]], befähigen. Im anschließenden [[Master]]studium werden die Kenntnisse insbesondere in jüdischer Religionspraxis und [[Halacha|Rechtsgelehrsamkeit]] vertieft. Insgesamt dauert die Ausbildung in der Regel fünf bis sieben Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/archiv/74189.pdf Rabbiner/in Die Ausbildung im Überblick], Berufe.net. Abgerufen am 8. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels der [[Semicha]] erfolgt die formelle Einsetzung als Rabbiner. Durch die Semicha wird die Berechtigung zugesprochen, gültige Entscheidungen in Fragen des Religionsgesetzes, der [[Halacha]], zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orthodoxer Rabbiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Samson Raphael Hirsch. E. Singer (Xylographische Anstalt) (FL12173338).crop.jpg|mini|Samson Raphael Hisch, Begründer der Abspaltung Austrittsorthodoxie]]&lt;br /&gt;
Bis 1939 gab es in [[Berlin]] mit dem von [[Esriel Hildesheimer]] 1873 gegründeten [[Rabbinerseminar zu Berlin]] und in [[Breslau]] mit dem [[Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau|Jüdisch-Theologischen Seminar]] zwei wissenschaftlich orientierte orthodoxe Ausbildungsstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 gründete die [[Ronald S. Lauder Foundation]] im Rahmen ihrer dortigen Jeschiwa das &amp;#039;&amp;#039;Rabbinerseminar zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, das die Tradition orthodoxer Rabbinerausbildung in Berlin wieder aufnehmen will. Die ersten Absolventen – Avraham Radbil und [[Zsolt Balla]] – wurden am 2. Juni 2009 in der Münchner [[Synagoge]] [[Jüdisches Zentrum München|Ohel Jakob]] [[Semicha|ordiniert]]. Die [[Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg]] hat einen Studiengang für das Rabbinat, das „binnendifferenziert“ auf verschiedene jüdische [[Denomination (Religion)|Denominationen]] orientiert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reform-Rabbiner ===&lt;br /&gt;
Bis 1939 gab es in [[Berlin]] die reformierte wissenschaftlich orientierte [[Hochschule für die Wissenschaft des Judentums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1999 gegründete [[Abraham Geiger Kolleg]] ist ein An-Institut der [[Universität Potsdam]] und die erste entsprechende Neugründung in Kontinentaleuropa nach der Schoa. Es ist nach Abraham Geiger, einem wichtigen Vertreter des liberalen Judentums in Deutschland, benannt und wurde von den Rabbinern [[Walter Jacob (Rabbiner)|Walter Jacob]] und [[Walter Homolka]] ins Leben gerufen. Am 14. September 2006 wurden in der [[Neue Synagoge (Dresden)|Neuen Synagoge Dresden]] die ersten Reform-Absolventen [[Semicha|ordiniert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Rabbiner (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Raschi]] (Rabbenu Schlomo ben Jizchak) wirkte in Nordfrankreich. Seine Tanach- und Talmudkommentare haben große Wirkung erlangt. Im Gegensatz zu den Kollegen im sephardischen Judentum hatten seine Anhänger jedoch keine philosophische Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maimonides]], auch bekannt als RaMBaM (dem Akronym seines Namens: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;abbenu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;osche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;en &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aimon) galt für Jahrzehnte als geistiges Haupt der [[Sepharden]] und als einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten überhaupt. Er gilt als bedeutender Gelehrter des Mittelalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rabbinerinnen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Rabbinerin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laura Janner-Klausner interfaith 2015.jpg|mini|[[Laura Janner-Klausner]] (2015), ehemalige Oberrabbinerin des Reformjudentums im Vereinigten Königreich ]]&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* [[Asenath Barzani]], (1590–1670 in [[Amediye]], [[Kurdistan]]) auch Leiterin der Jeschiwa in [[Mosul]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne ===&lt;br /&gt;
* [[Regina Jonas]] (1902–1944), Berlin&lt;br /&gt;
* [[Sally Priesand]] (* 1946), USA&lt;br /&gt;
* [[Bea Wyler]] (* 1951), Schweiz&lt;br /&gt;
* [[Laura Janner-Klausner]] (* 1963), Vereinigtes Königreich&lt;br /&gt;
* [[Antje Yael Deusel]] (* 1960), Bamberg&lt;br /&gt;
* [[Elisa Klapheck]] (* 1962) Frankfurt/Main, zuvor Amsterdam, Vorstand der [[Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland]] (ARK) sowie assoziiertes Mitglied des Rabbinic Board von „Liberal Judaism“ in London. 1999 „Bet Debora“ – historisch erste „Tagung europäischer Rabbinerinnen, Kantorinnen und rabbinisch gelehrter Jüdinnen und Juden“ in Berlin, (gemeinsam mit Lara Dämmig und Rachel Monika Herweg)&lt;br /&gt;
* [[Gesa Ederberg]] (* 1968), Berlin&lt;br /&gt;
* [[Angela Warnick Buchdahl]] (* 1972), New York&lt;br /&gt;
* [[Alina Treiger]] (* 1979), Oldenburg und Delmenhorst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Angela Warnick Buchdahl]] ist die erste asiatische Amerikanerin, die zum Rabbiner geweiht wurde. 2011 wurde sie von Newsweek und dem Daily Beast als eine der „einflussreichsten Rabbiner Amerikas“ erwähnt und 2012 von der Daily Beast als eine der „50 einflussreichsten Rabbiner Amerikas“ bezeichnet. Bei &amp;#039;&amp;#039;Forward 50&amp;#039;&amp;#039; war sie 2014 unter den &amp;#039;&amp;#039;Top Five&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://forward.com/series/forward-50/2014/angela-buchdahl/ Forward50 2014 Angela Buchdahl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Forward 50 ist eine Liste amerikanischer Juden, die national den größten Einfluss hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://forward.com/specials/forward-50-2014/|title=Forward 50 2014: Could This Be the Year of the Jewish Woman? |date=2014-11-06|work=The Forward|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juli 2014 trat Angela Buchdahl die Nachfolge von Peter Rubinstein als Oberrabbiner der [[Central Synagogue (Manhattan)]] an. Die Zentralsynagoge hat über 7.000 Mitglieder, ein Stiftungskapital von über 30 Millionen US-Dollar und etwa 100 Vollzeitbeschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buchdahl führt in der Zentralsynagoge interreligiöse Hochzeiten für Paare durch, die bekundeten, dass sie sich „verpflichtet haben, einen jüdischen Haushalt zu gründen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2019 zählte die &amp;#039;&amp;#039;Jewish Telegraphic Agency&amp;#039;&amp;#039; sie zu den Juden, die die 2010er Jahre definierten, und erklärte: „Die Wahl von Buchdahl, den pensionierten Rabbi Peter Rubinstein zu ersetzen, hat eine Frau und eine farbige Jüdin zu einer Position von praktisch beispielloser Bedeutung in der jüdischen Welt erhoben und machte Buchdahl zu einem starken Symbol für das sich wandelnde Gesicht des amerikanischen Judentums.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jta.org/2019/12/27/culture/the-jews-who-defined-the-2010s |titel=The Jews who defined the 2010s |abruf=2021-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Rabbinerin}} Anfänge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ReginaJonas1.jpg|mini|Im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] wurde Regina Jonas 1935 zur weltweit ersten Reform-Rabbinerin ordiniert]]&lt;br /&gt;
Die erste ordinierte Rabbinerin war die in mehreren Berliner Synagogen und auch nach ihrer Deportation im Ghetto Theresienstadt wirkende Berlinerin [[Regina Jonas]], die 1935 durch den [[Offenbach am Main|Offenbacher]] Reform-Rabbiner [[Max Dienemann]] ordiniert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Rachel Monika Herweg: {{Webarchiv |url=http://www.hagalil.com/buch/campus/jonas.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Regina Jonas (1902–1944)&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20101209005114}}. Hagalil.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klapheck, Elisa |Titel=Regina Jonas 1902–1944 |Sammelwerk=[[Jewish Women’s Archive]] |Datum= |Online=http://jwa.org/encyclopedia/article/jonas-regina |Abruf=2021-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurde sie in [[Auschwitz]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Rabbinerin in den USA war [[Sally Priesand|Sally Jane Priesand]], die 1972 am [[Hebrew Union College]] in [[Cincinnati]] ordiniert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pamela S. Nadell |url=http://jwa.org/encyclopedia/article/priesand-sally-jane |titel=Sally Jane Priesand |hrsg=Jewish Women’s Archive |sprache=en |abruf=2019-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1985 wurde Rabbi [[Julie Schwartz]] die erste [[Militärrabbiner]]in in der [[United States Navy|US Navy]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seymour “Sy” Brody, {{Webarchiv|url=http://seymourbrody.com/rabbis/brody_chaplains.pdf |wayback=20160429043809 |text=Rabbis as Chaplains in America’s Military: A Tradition of Service, Dedication and Bravery |archiv-bot=2024-04-21 15:25:35 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 5. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Floriane Chinsky 4.jpg|mini|Die erste französische, 2005 in Belgien ordinierte Rabbanit [[Floriane Chinsky]] mit [[Tefillin]] und [[Tallit]].]]&lt;br /&gt;
Erst seit den 1970er Jahren werden Frauen in größerer Zahl zu Rabbinerinnen ordiniert. Das [[Hebrew Union College]] – Jewish Institute of Religion spielte hierbei eine Vorreiterrolle. Heutzutage werden weibliche Rabbiner in allen Zweigen des progressiven Judentums ordiniert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=http://jwa.org/encyclopedia/article/jonas-regina | title=Regina Jonas &amp;amp;#124; Jewish Women’s Archive | publisher=Jwa.org | accessdate=7. April 2019 | language=en | archiveurl=https://web.archive.org/web/20120417184904/http://jwa.org/encyclopedia/article/jonas-regina | archivedate= 17. April 2012 | df=mdy-all}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während im orthodoxen Judentum die Frauen nicht Rabbiner werden können. Die orthodoxe jüdische Tradition besagt, dass das Rabbinat ein Privileg der Männer sei. Die zunehmende Forderung,  in orthodoxen [[Jeschiwa]]s Frauen als rabbinische Studenten zuzulassen, hat zu einem breiten Widerstand der orthodoxen Rabbinate geführt. In den letzten zwanzig Jahren hat das orthodoxe Judentum jedoch begonnen, Aufgaben  für Frauen als halachische Gerichtsberater und Gemeindebeauftragte zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er Jahren erhielten in den USA auch einige Frauen eine äquivalente [[Orthodoxes Judentum|modern-orthodoxe]] Ordination, ohne dass sie jedoch die entsprechenden Funktionen in orthodoxen jüdischen Gemeinden wahrnehmen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rachel Barenblat: [http://www.religiondispatches.org/archive/sexandgender/2340/sara_hurwitz%E2%80%99s_%E2%80%98rabba%E2%80%99_title_sparks_orthodox_jewish_condemnation &amp;#039;&amp;#039;Sara Hurwitz’s ‘Rabba’ Title Sparks Orthodox Jewish Condemnation&amp;#039;&amp;#039;]. In: Religion Dispatches, 10. März 2010 (englisch) (abgerufen am 13. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2009 wurde [[Sara Hurwitz]] vom modern-orthodoxen Rabbiner [[Avi Weiss]], dem Begründer der „Offenen Orthodoxie“ &amp;#039;&amp;#039;(Open Orthodoxy)&amp;#039;&amp;#039;, als &amp;#039;&amp;#039;Maharat&amp;#039;&amp;#039; in [[New York City|New York]] ordiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hir.org/forms_2008/Complete_Sara_Hurwitz.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Responsa Regarding Women’s Roles in Religious Leadership&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ordination&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120225162418}} (hebräisch und englisch PDF-Datei 2,13&amp;amp;nbsp;MB) (abgerufen am 13. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in der modern-orthodoxen Gemeinde „Hebrew Institute of Riverdale“ in der Funktion eines Rabbiners tätig. Ihr Titel &amp;#039;&amp;#039;Maharat&amp;#039;&amp;#039; ist ein sonst nicht gebräuchliches hebräisches [[Akronym]] von &amp;#039;&amp;#039;manhiga hilchatit ruchanit toranit&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: [[Halacha|halachisches]], spirituelles und Tora-Oberhaupt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swissjews.ch/pdf/de/factsheet/SIG_Factsheet_Stellung_der_Frau_de.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stellung der jüdischen Frau&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei 150&amp;amp;nbsp;kB) SIG FACTSHEET, 3. März 2010 (abgerufen am 13. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seit Februar 2010 trägt sie als erste modern-orthodoxe Rabbinerin den Titel &amp;#039;&amp;#039;Rabba&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.jewishjournal.com/morethodoxy/item/maharat_to_rabba_39100127/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Mahara’t to Rabba&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20101111001430}}. In: Jewish Journal.com, 27. Januar 2010 (englisch) (abgerufen am 13. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; was innerhalb der jüdischen Orthodoxie und [[Ultraorthodoxes Judentum|Ultraorthodoxie]] heftige Kritik hervorgerufen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Orbach: [https://www.thejewishstar.com/stories/RCA-Rabbi-Weiss-agree-Todah-no-Rabba,1560 &amp;#039;&amp;#039;RCA, Rabbi Weiss agree: Todah, no Rabba. Past the edge of Orthodoxy? Hurwitz will retain ‘rabba’ title for now others to be called ’mahara”t’&amp;#039;&amp;#039;]. In: The Jewish Star, 5. März 2010/20. Adar 5770 (englisch) (abgerufen am 13. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 wurde [[Alina Treiger]] als erste Frau in Deutschland nach Regina Jonas durch das [[Abraham Geiger Kolleg]] zur Rabbinerin ordiniert. 2011 folgte [[Antje Yael Deusel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grammatikalisch korrekte, hebräische weibliche Parallele zum maskulinen Titel &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner&amp;#039;&amp;#039; ist Rabbanit ({{heS|רבנית&amp;amp;lrm;}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Sara Hurwitz: &amp;#039;&amp;#039;Rabbanit Reclaimed.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;JOFA Journal.&amp;#039;&amp;#039; VI, 1, 2006, S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilweise wird eine feminisierte Form von Rav ({{heS|רב&amp;amp;lrm;}}) als Titel &amp;#039;&amp;#039;Rabba&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|רבה&amp;amp;lrm;}}) verwendet. Einige verwenden eine andere Variante, &amp;#039;&amp;#039;Rabet&amp;#039;&amp;#039;, für einen weiblichen Rabbiner. (Eine &amp;#039;&amp;#039;Rebbetzin&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Aschkenasim]] üblich) oder eine &amp;#039;&amp;#039;Rabbanit&amp;#039;&amp;#039; (unter [[Sephardim]] verwendet) ist der offizielle „Titel“ für die Ehefrau eines orthodoxen Rabbiners).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland (ARK) ist ein Zusammenschluss liberaler, Masorti- oder offen-traditioneller Rabbiner und Rabbinerinnen. Sie wurde 2005 in Braunschweig als Reaktion auf die Gründung der [[Orthodoxe Rabbinerkonferenz]] und aufgrund struktureller Veränderungen des Judentums in Deutschland seit den 1990er-Jahren gegründet. Diese bestehen vor allem in der Erstarkung und Neugründung entsprechender Gemeinden des liberalen, Reform- und konservativen Judentums und im Bedürfnis einer vollberechtigten Mitgliedschaft von Frauen. Aktuell (Juni 2018) hat sie 29 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ARK vereinigt auch die Rabbiner und Rabbinerinnen der Union progressiver Juden in Deutschland. Diese erkennt ihrerseits die Zuständigkeit des Bet Din der ARK in jüdisch-religionsgesetzlichen Fragen an. Der ehemalige Dachverband Deutsche Rabbinerkonferenz mit der Orthodoxen Rabbinerkonferenz (ORD) ist spätestens seit März 2015 nicht mehr existent und nicht mehr belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbiner der orthodoxen Bewegung [[Chabad Lubavitch|Chabad Lubawitsch]] haben als eigene Rabbinerkonferenz den [[Deutscher Rabbinerrat|Deutschen Rabbinerrat]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/juedischesleben/329224/orthodoxes-judentum-in-deutschland bpb.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslegung ==&lt;br /&gt;
Die Auslegung der Texte erfolgt auch heute noch in einer sehr großen Bandbreite, vom liberalen Judentum bis zu den [[Satmar]]er [[Chassidismus|Chassiden]], deren Regeln [[Deborah Feldman]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Unorthodox – The Scandalous Rejection of My Hasidic Roots.&amp;#039;&amp;#039; Simon and Schuster, New York 2012, ISBN 978-1-4391-8700-5. &amp;#039;&amp;#039;Unorthodox.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung Christian Ruzicska. Secession Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-905951-79-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; in ihrem auch verfilmten Buch &amp;#039;&amp;#039;Unorthodox&amp;#039;&amp;#039; beschrieben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haskala wird von Vertretern der Orthodoxie abgelehnt, weshalb Reformrabbiner von den orthodoxen Rabbinern nicht anerkannt werden. Beispielsweise erlauben Reformrabbiner am [[Schabbat]] das Autofahren zur Synagoge, wogegen das orthodoxe Judentum dies verbietet, da die Zündung des Motors als – verbotenes – „Feuermachen“ im Motorraum gilt. Das orthodoxe Judentum empfiehlt Juden, die weit von der Synagoge entfernt wohnen, das Beten zu Hause und das Treffen der Freunde in der Synagoge am Sonntag, wenn wieder Auto gefahren werden darf. Für orthodoxe Rabbiner gelten sogenannte [[Vaterjuden]] wie [[Theodor W. Adorno]] als nicht jüdisch. Sie werden auch vom Staat Israel nicht als jüdisch anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hierarchie ==&lt;br /&gt;
Im Judentum gibt es kein [[Papsttum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Henry G. Brandt|Henry Brandt]], Rabbiner [[Jaron Engelmayer]] |url=https://www.juedische-allgemeine.de/religion/brauchen-wir-ein-oberrabbinat/ |titel=Brauchen wir ein Oberrabbinat? |werk=[[Jüdische Allgemeine]] |datum=2014-05-05 |sprache=de |abruf=2025-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter orthodoxen Rabbinern wird diskutiert, ob der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ober- oder Großrabbiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eines Landes oder einer Gemeinde als jeweils höchste religiöse Instanz anzuerkennen ist. Als Erbe der britischen Mandatszeit gibt es zum Beispiel für den Staat [[Israel]] ein Großrabbinat. Es besteht heute aus zwei Mitgliedern:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rischon leZion&amp;#039;&amp;#039;, Oberhaupt der [[Sephardim]];&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rav ha-Raschi&amp;#039;&amp;#039;, [[Aschkenasim|aschkenasischer]] Oberrabbiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Oberrabbinern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Admor|Wunderrabbi]]&lt;br /&gt;
* [[Liste rabbinischer Akronyme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rabbinische Gutachten über die Verträglichkeit der freien Forschung mit dem Rabbineramte.&amp;#039;&amp;#039; Zwei Bände. Freund, Breslau 1842–1843.&lt;br /&gt;
* Simon Schwarzfuchs: &amp;#039;&amp;#039;Etudes sur l’origine et le développement du rabbinat au Moyen Age.&amp;#039;&amp;#039; Durlacher, Paris 1957, {{ISSN|0560-5296}} &lt;br /&gt;
* Gerd A. Wewers: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnis und Geheimhaltung im rabbinischen Judentum.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-005858-8.&lt;br /&gt;
* Moses Braunschweiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehrer der Mischnah. Ihr Leben und Wirken. Für Schule und Haus nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; (1890) 3. neubearbeitete Auflage, Morascha, Basel / Zürich 1993 &lt;br /&gt;
* Simon Schwarzfuchs: &amp;#039;&amp;#039;A Concise History of the Rabbinate.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell, Oxford 1993, ISBN 0-631-16132-5.&lt;br /&gt;
* [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das aschkenasische Rabbinat. Studien über Glaube und Schicksal.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 1995, ISBN 3-926893-52-4.&lt;br /&gt;
* [[Adin Steinsaltz]]: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten aus dem Talmud.&amp;#039;&amp;#039; Morascha, Basel / Zürich 1996, {{DNB|948021454}}.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Brämer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner und Vorstand. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Deutschland und Österreich 1808–1871.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1999, ISBN 3-205-99112-5.&lt;br /&gt;
* [[Carsten L. Wilke]]: &amp;#039;&amp;#039;„Den Talmud und den Kant“. Rabbinerausbildung an der Schwelle zur Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11950-1.&lt;br /&gt;
* Julius Carlebach, [[Michael Brocke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und grosspolnischen Ländern 1781–1871.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Carsten L. Wilke. Saur, München 2006, ISBN 3-598-24870-9.&lt;br /&gt;
* Julius Carlebach, Michael Brocke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Katrin Nele Jansen, Jörg H. Fehrs, Valentina Wiedner. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-24874-0.&lt;br /&gt;
* [[Walter Homolka]]: &amp;#039;&amp;#039;Der moderne Rabbiner. Ein Rollenbild im Wandel.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich, Berlin 2012, ISBN 978-3-942271-62-2.&lt;br /&gt;
* Antje Yael Deusel, [[Rocco Thiede]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reginas Erbinnen. Rabbinerinnen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich, Leipzig 2021, ISBN 978-3-95565-427-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Rabbiner}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rabbis|Rabbiner|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.abraham-geiger-kolleg.de/ Abraham-Geiger-Kolleg] an der Universität Potsdam, offizielle Website (englisch) (internationales Rabbinerseminar des liberalen Judentums)&lt;br /&gt;
* [http://www.rabbinerseminar.de/ (Hildesheimersches) Rabbinerseminar zu Berlin] (orthodoxes Rabbinerseminar in Deutschland)&lt;br /&gt;
* [http://www.hfjs.eu/studium/studiengaenge/studieng.html Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg, Studiengänge]&lt;br /&gt;
* [http://www.ordonline.de/ Orthodoxe Rabbinerkonferenz]&lt;br /&gt;
* [http://www.allgemeine-rabbinerkonferenz.de/ Allgemeine Rabbinerkonferenz]&lt;br /&gt;
* [https://rabbinerrat.de/ Deutscher Rabbinerrat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176751-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Titel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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