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	<title>Rabbi Jischmael - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:37:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rabbi_Jischmael&amp;diff=880100&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: doppelten Link entfernt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2026-03-09T18:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelten Link entfernt, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rabbi Jischmael&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Jischmael ben Elischa&amp;#039;&amp;#039;; {{heS|רַבִּי יִשְׁמָעÈל בֶּן אֱלִישָׁע}}; geboren um [[70]]; gestorben um [[135]]) war ein führender [[Tannaim|Tannait]] der jüngeren Gruppe der zweiten Generation. Er ist als namengebender Begründer einer exegetischen Schule (&amp;#039;&amp;#039;Debe Rabbi Jischmael&amp;#039;&amp;#039;) und als methodischer Gegenspieler von [[Rabbi Akiva]] eine der zentralen Säulen der rabbinischen Hermeneutik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rabbi Jischmael stammte möglicherweise aus einer [[Kohanim|priesterlichen Familie]] (vgl. tHal I,10). Nach der Überlieferung wurde er als Kind von den Römern gefangen genommen und von [[Jehoschua ben Chananja]] freigekauft. Er war ein Schüler von [[Nechunja ben haQana]]. Sein Lebensmittelpunkt war vorwiegend Kfar Asis (Kefar Aziz) in Süd[[judäa]], an der Grenze zu [[Edom]]. Er wirkte zudem in den Gelehrtenzentren von [[Jawne (Stadt)|Jawne]] und [[Usha (Galiläa)|Uscha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hermeneutik ===&lt;br /&gt;
Jischmael gilt in der Bibelauslegung als der rationale Antipode zu Rabbi Akiva. Während Akiva auch kleinste stilistische Eigenheiten und Buchstaben deutete, vertrat Jischmael den Grundsatz „Die Tora redet in der Sprache der Menschen“ ({{lang|he|דיברה תורה כלשון בני אדם}}, &amp;#039;&amp;#039;dibrah torah ki-laschon bene adam&amp;#039;&amp;#039;; [[Sifre]] Num 112). Damit lehnte er die von Rabbi Akiva praktizierte Methode ab, sprachliche Besonderheiten (wie Partikel oder Buchstabenverdoppelungen) als Träger neuer Halachot zu deuten. Während Akiva die „Einschließung und Ausschließung“ (&amp;#039;&amp;#039;ribbui u-mi’ut&amp;#039;&amp;#039;) betonte, bevorzugte Jischmael das Prinzip der „Allgemeinheit und Besonderheit“ (&amp;#039;&amp;#039;kelal u-ferat&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 13 Middot ===&lt;br /&gt;
Traditionell werden ihm die [[13 Middot|dreizehn Auslegungsregeln]] zugeschrieben (überliefert in der Einleitung zur [[Sifra]]), die eine Erweiterung der sieben Regeln [[Hillel]]s darstellen. Diese Regeln stehen im Judentum in höchstem Ansehen und sind Teil des täglichen [[Schacharit|Morgengebets]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichtlichkeit der Zuschreibung an Jischmael ist jedoch kritisch zu betrachten. Stilistische Analysen deuten darauf hin, dass die Liste in der Sifra ein redaktionelles Produkt ist. Jischmael selbst verwendet in den ihm sicher zugeschriebenen Texten nur einen Bruchteil dieser Regeln (vor allem &amp;#039;&amp;#039;a fortiori&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;gezera schawa&amp;#039;&amp;#039;). Die Zahl 13 ist traditionell; sachlich lassen sich auch 16 Regeln unterscheiden. Besonders die 13. Regel („Zwei Schriftverse widersprechen einander, bis ein dritter Vers entscheidet“) gilt als spezifische Innovation seiner Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Halachische Positionen ===&lt;br /&gt;
In der Halacha vertrat er oft pragmatische Lösungen, insbesondere zum Schutz von [[Kriegswitwe]]n. Bekannt ist seine Position, im Falle von Lebensgefahr ([[Pikuach Nefesch]]) unter Umständen sogar den formalen [[Götzendienst]] zu erlauben, um das Leben zu retten (bSanhedrin 74a).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
Zu seinen bedeutendsten Schülern (der dritten Generation) zählen [[Joschija (Tannait)|Rabbi Joschija]], [[Jonatan (Tannait)|Rabbi Jonatan]], [[Abba Chanin]] (Chanan), zeitweise auch [[Rabbi Meir]], der später zu Akiva überwechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke der Schule Jischmaels ==&lt;br /&gt;
In der klassischen Judaistik (nach [[David Hoffmann (Rabbiner)|David Hoffmann]]) werden die halachischen Midraschim nach Schulen eingeteilt. Jischmael werden dabei zugeordnet: Die &amp;#039;&amp;#039;[[Mechilta]] de-Rabbi Jischmael&amp;#039;&amp;#039; (zu Exodus), das &amp;#039;&amp;#039;[[Sifre]] zu Numeri&amp;#039;&amp;#039; (SifBem), sowie Teile des Sifre zu Deuteronomium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Forschung (u.&amp;amp;nbsp;a. Ch. Albeck, G. G. Porton) relativiert diese strikte Zuordnung teilweise als eine spätere „amoräische Konstruktion“. Die Unterschiede liegen oft primär in der technischen Terminologie (z. B. nutzt Jischmaels Schule &amp;#039;&amp;#039;maggid&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;melammed&amp;#039;&amp;#039;), was jedoch eher auf die Redaktoren als auf die historischen Personen zurückgeführt wird. Beide „Schulen“ nutzen zudem häufig Methoden der jeweils anderen Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mystik ==&lt;br /&gt;
In der späteren [[Hechalot-Literatur]] (z. B. &amp;#039;&amp;#039;Hekhalot Rabbati&amp;#039;&amp;#039;) wird Jischmael zur zentralen Heldenfigur und zum Visionär, der in den Himmel aufsteigt. Diese Texte bezeichnen ihn oft als „Hohepriester“ (Kohen Gadol). Die Forschung trennt zwischen dem historischen Tannaiten und dieser mystischen Kunstfigur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moses Auerbach Mechilta 1905 Titel.jpg|mini|hochkant|[[Moses Auerbach]], Dissertation Straßburg 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Israel Konovitz: &amp;#039;&amp;#039;Tannaitic Symposia. Complete Collected Sayings, in Halakha and Aggadah, in the Talmudic and Midrashic Literature&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände; Jerusalem 1967–1969 (hebräisch); vor allem Band 3, S. 261–367&lt;br /&gt;
* G. G. Porton: &amp;#039;&amp;#039;The Artificial Dispute: Ishmael and Aqiva&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift M. Smith&amp;#039;&amp;#039;; Leiden: Brill, 1975; S. 18–29&lt;br /&gt;
* G. G. Porton: &amp;#039;&amp;#039;The Traditions of Rabbi Ishmael&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände; Leiden: Brill, 1976–1979&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629235539/http://www.bautz.de/bbkl/i/Ismael.shtml |band=2|spalten=1385-1387|autor=Thomas Uecker|artikel=Ismael ben Elischa}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Stemberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in Talmud und Midrasch&amp;#039;&amp;#039;. 10. Auflage. C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62289-2, S. 32f., 87, 91.&lt;br /&gt;
* Azzan Yadin: &amp;#039;&amp;#039;Scripture as Logos: Rabbi Ishmael and the Origins of Midrash.&amp;#039;&amp;#039; University Press of Pennsylvania, Philadelphia 2004, ISBN 978-0-8122-3791-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.daat.ac.il/encyclopedia/value.asp?id1=2848 Artikel „ישמעאל בן אלישע“ in Da&amp;#039;at, der &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädia Jehudit&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=280&amp;amp;letter=I&amp;amp;search=Ishmael%20ben%20Elisha Artikel „ISHMAEL B. ELISHA“ in der Jewish Encyclopedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=316880025|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-08|REMARK=evtl. {{GND|129759775}}, ist aber mit [[Jischmael ben Elischa ha-Kohen Gadol]] verknüpft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jischmael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tannait]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 2. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rabbi Jischmael &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rabbi Jischmael ben Elischa; vollständiger Name Rabbi Jischmael ben Elischa, hebräischer Name רַבִּי יִשְׁמָעֵאל בֶּן אֱלִישָׁע&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Tannait&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 70&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 135&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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