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	<title>Raßnitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-16T14:08:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Ortsteil in Sachsen-Anhalt. Für die Ortschaft in der Steiermark siehe [[Raßnitz (Gemeinde Kobenz)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Schkopau&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/23/28.99/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/5/37.99/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-ST&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 92 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1226&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-schkopau.de/de/rassnitz.html |titel=Ortsteil Raßnitz |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Schkopau |abruf=2025-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2004-08-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 06258&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 034605&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Rassnitz in Schkopau.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Raßnitz in Schkopau&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Raßnitz Weiße Elster.jpg|mini|hochkant|Weiße Elster bei Raßnitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michaelis Kirche Raßnitz Weßmar.jpg|mini|hochkant|Michaelis-Kirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raßnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Schkopau]] im [[Saalekreis]] in [[Sachsen-Anhalt]]. Zu Raßnitz gehören die Orte [[Weßmar]] und Pritschöna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Nahverkehr ==&lt;br /&gt;
Raßnitz liegt östlich des Hauptortes Schkopau, südöstlich der Stadt [[Halle (Saale)]] und westlich der [[Sachsen|sächsischen]] Stadt [[Schkeuditz]] (Landkreis Nordsachsen). Südlich des Dorfes befindet sich an der Stelle eines ehemaligen [[Braunkohletagebau]]s der [[Raßnitzer See]]. Zwischen See und Ort verläuft die [[Weiße Elster]] mit dem asphaltierten [[Elster-Radweg|Radweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Raßnitz gehören [[Weßmar]] und Pritschöna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im öffentlichen Nahverkehr ist Raßnitz über Buslinien des [[Omnibusbetrieb Saalekreis|OBS]] und der [[Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt|PNVG]] erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gegend um Raßnitz war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Etwas nördlich des heutigen Ortes befand sich der um 1800 v. Chr. errichtete und im 19. Jahrhundert abgetragene [[Bornhöck]], einer der größten und bedeutendsten [[Grabhügel]] der [[Frühe Bronzezeit|frühbronzezeitlichen]] [[Aunjetitzer Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raßnitz wurde erstmals in der Chronik des Bischofs [[Thietmar von Merseburg]] erwähnt: Am 8. November (dem 25. Oktober heutigen Kalenders) 1015 habe er von Erzbischof [[Gero von Magdeburg]] u.&amp;amp;nbsp;a. das Dorf &amp;#039;&amp;#039;Rosneci&amp;#039;&amp;#039; erhalten. Es war bis zur Gebietsreform 1950 eigenständig, bekam dann die Ortsteile Weßmar im Osten und Pritschöna im Westen zugeordnet. Raßnitz ist Bestandteil der Einheitsgemeinde [[Schkopau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weßmar war einst Pfarrdorf ([[St.-Michaelis-Kirche (Weßmar)|Sankt-Michaelis-Kirche]]) und gehörte von 1091 bis Ende des 16. Jh. den Mönchen des Merseburger Petersklosters. Im Zuge der [[Reformation]] wurde der Besitz säkularisiert und lag bis 1945 ([[Bodenreform in Deutschland|Bodenreform]]) in den Händen von Adelsfamilien (u.&amp;amp;nbsp;a. von Kitzschern, von der Oelsnitz, von der Schulenburg, von Grünberg). Das größere Raßnitz galt als eingepfarrt. Weßmar und Raßnitz gehörten bis 1815 zum [[Hochstift Merseburg|hochstiftlich-merseburgischen]] [[Amt Schkeuditz]], das seit 1561 unter [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischer]] Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum [[Sekundogenitur]]-Fürstentum [[Sachsen-Merseburg]] gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S.&amp;amp;nbsp;84&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Pest]]-Epidemien 1597, 1610/11, 1630 und 1633 kam es 1636 und 1643 zu (wahrscheinlich) [[Typhus]]-Epidemien, eingeschleppt durch Soldaten des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]]. Zu vermuten, aber noch unbewiesen ist, dass sie am 10. März 1636 Raßnitz in Brand steckten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pritschöna dagegen gehörte zum [[Saalkreis]] des [[Erzstift Magdeburg|Erzstifts Magdeburg]]. Der Ort stand unter adliger Gerichtsbarkeit, teilweise gehörte der auch der Theologischen Fakultät in Halle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=y-9CAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;lpg=PA128&amp;amp;dq=Geographie+f%C3%BCr+alles+St%C3%A4nde+Amt+Petersberg&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=sKoBw2logE&amp;amp;sig=b07FEKTmEYQJGRfPkDgTBk_9m5A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q_CEVfjMCYvlUqzBm4gG&amp;amp;ved=0CCEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Geographie%20f%C3%BCr%20alles%20St%C3%A4nde%20Amt%20Petersberg&amp;amp;f=false Erwähnung der Orte im Buch &amp;quot;Geographie für alle Stände&amp;quot;, S.129 und 131]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1680 kam Pritschöna zum [[Herzogtum Magdeburg]] unter [[Brandenburg-Preußen|brandenburg-preußischer]] Herrschaft. Mit dem [[Frieden von Tilsit]] wurde Pritschöna im Jahr 1807 dem [[Königreich Westphalen]] angegliedert und dem [[Distrikt Halle]] im [[Departement der Saale]] zugeordnet. Der Ort gehörte zum [[Kanton Dieskau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.willmanns.ch/pdf/koenigreich%20westphalen/k%20westphalen/8_Das_Saale-Departement.pdf Beschreibung des Saale-Departements]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es wurden Raßnitz und Weßmar mit dem Westteil des Amts Schkeuditz im Jahr 1815 an Preußen abgetreten. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurden Raßnitz, Weßmar und Pritschöna im Jahr 1816 dem [[Regierungsbezirk Merseburg]] der preußischen [[Provinz Sachsen]] angeschlossen. Dabei wurden Raßnitz und Weßmar dem [[Landkreis Merseburg|Kreis Merseburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/merseburg.htm |titel=Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900 | offline=2025-07-31 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20240706051437if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/merseburg.htm | archiv-datum=2024-07-06| abruf=2025-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Pritschöna dem Saalkreis zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm |titel=Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900 | offline=2025-08-30 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20241109163909if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm | archiv-datum=2024-11-09 | abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten Kreisreform in der DDR wurden am 1. Juli 1950 Weßmar und Pritschöna nach Raßnitz eingemeindet. Letzteres wechselte dadurch in den Kreis Merseburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Raßnitz |val=object_1053573 |abruf=2025-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der zweiten Kreisreform in der DDR kam Raßnitz im Jahr 1952 zum [[Kreis Merseburg]] im [[Bezirk Halle]], der 1994 im [[Landkreis Merseburg-Querfurt]] und 2007 zum [[Saalekreis]] kam. Am 1. August 2004 wurde Raßnitz mit seinen Ortsteilen nach Schkopau eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Turm-Raßnitz.jpg|mini|hochkant|Aussichtsturm am Raßnitzer See]]&lt;br /&gt;
Da unter Raßnitz [[Braunkohle]] liegt, wurde bereits nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] deren Abbau nördlich des Dorfes geplant, was jedoch durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] unterblieb. 1959 bis 68 wurde die [[Weiße Elster]] verlegt (der nördliche Deich ist nun Radweg zwischen [[Leipzig]] und [[Halle (Saale)|Halle]]), woraufhin von 1971 bis 73 der [[Tagebau]] Merseburg-Ost südlich von Raßnitz erschlossen wurde. Bis 1991 förderte man rund 116 Millionen Tonnen [[Salzkohle]]; ebenso viel [[Abraum (Bergbau)|Abraum]] wurde bewegt. Durch die erfolgte Flutung der Tagebau-Hälften, Sanierung und Renaturierung entstanden der [[Wallendorfer See]] und der [[Raßnitzer See]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1959 befindet sich auf einem Gelände nördlich des Dorfes eine [[Justizvollzugsanstalt]]. Nach einem 2002 fertiggestellten Neubau ist auf diesem Gelände nun die [[Jugendanstalt Raßnitz]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mann von Pritschöna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Im Siedlungsbereich [[Weßmar]] befindet sich das Denkmal [[St.-Michaelis-Kirche (Weßmar)|Sankt-Michaelis-Kirche]], eine reich geschmückte barocke Dorfkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Werner Stiller]] (1947–2016), der als [[Oberleutnant]] der [[Hauptverwaltung&amp;amp;nbsp;A]] 1979 in den Westen flüchtete, wurde in Weßmar geboren. Er war die zentrale Figur einer der spektakulärsten Spionage-Affären im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Claus (1856–1937), geboren in Pritschöna, späterer [[Stabstrompeter]] und Ober-[[Musikmeister]] der Badischen [[Dragoner]] in [[Mülhausen]]/Elsass und Träger diverser Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Ortsbürgermeisterin ist Dana Ewald (Stand 2015). Es besteht ein Bürgerbüro als Außenstelle der Gemeindeverwaltung Schkopau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-schkopau.de/de/rasznitz.html Raßnitz auf den Seiten der Gemeinde Schkopau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Schkopau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7857479-1|VIAF=248809913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rassnitz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Saalekreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schkopau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Weißen Elster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1015]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2004]]&lt;/div&gt;</summary>
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