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	<title>R v Brown - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:45:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R_v_Brown&amp;diff=611262&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: /* Sachverhalt und Vorinstanzen */</title>
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		<updated>2026-02-02T18:51:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sachverhalt und Vorinstanzen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gerichtsentscheidung (England und Wales)&lt;br /&gt;
| name        = R v Brown&lt;br /&gt;
| fundstellen = (1993) 1 AC 212; (1993) 2 WLR 556; (1993) 2 All ER 75; (1993) 97 Cr App R 44; (1993) 157 JP 337; (1993) 157 JPN 233; (1993) 143 NLJ 399&lt;br /&gt;
| gericht     = House of Lords&lt;br /&gt;
| datum = 11. März 1993&lt;br /&gt;
| vollstname = Regina v Anthony Joseph Brown&lt;br /&gt;
| sachverhalt = &lt;br /&gt;
| vorinstanzen = &lt;br /&gt;
| entscheidung = &lt;br /&gt;
| ratio = &lt;br /&gt;
| mehrheitsmeinung = Lord Templeman, Lord Jauncey, Lord Lowry&lt;br /&gt;
| zustimmend = &lt;br /&gt;
| dissens = [[Michael Mustill, Baron Mustill|Lord Mustill]], Lord Slynn&lt;br /&gt;
| gesetzpräzedenz = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Abkürzungen/Gesetze und Recht#R|R]] [[Abkürzungen/Gesetze und Recht#V|v]] Brown&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1994) 1 AC 212 ist eine Entscheidung des [[House of Lords]] aus dem Jahre 1993, bei dem [[Homosexualität|homosexuelle]] [[BDSM]]ler wegen der Ausübung einvernehmlicher sadomasochistischer Praktiken nach [[Strafrecht (England und Wales)|englischem Strafrecht]] verurteilt wurden. Das Verfahren führte zu einem Grundsatzurteil des [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Operation Spanner&amp;#039;&amp;#039; wurde zufällig ausgewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=How do police operations get their names? |Sammelwerk=BBC |Datum=2008-03-25 |Online=http://news.bbc.co.uk/1/hi/magazine/7288489.stm |Abruf=2015-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachverhalt und Vorinstanzen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1987 gab es eine Razzia der Sonderkommission „Spanner“, bei der auch Videofilme mit einvernehmlichem, homosexuellem BDSM beschlagnahmt wurden. Darauf verurteilte der [[Court of Appeal (England und Wales)|Court of Appeal]] im Dezember 1990 16 Angeklagte, die auf Rat ihrer Anwälte auf &amp;#039;&amp;#039;schuldig&amp;#039;&amp;#039; plädierten. Die Ausführenden wurden wegen [[Grievous bodily harm]] (GBH) nach Sektion 20&amp;lt;ref&amp;gt;{{Section|20|db=ukpga|year=Vict/24-25|chapter=100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Offences against the Person Act 1861]] (OAPA 1861) und &amp;#039;&amp;#039;assault occasioning actual bodily harm&amp;#039;&amp;#039; nach Sektion 47&amp;lt;ref&amp;gt;{{Section|47|db=ukpga|year=Vict/24-25|chapter=100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des OAPA 1861 bestraft, die sogenannten Bottoms, denen die Verletzungen zugefügt wurden, wegen [[Beihilfe (Strafrecht der Vereinigten Königreichs)|Beihilfe]]. Die Strafen bewegten sich von Geldstrafen über Bewährungsstrafen bis zu Gefängnisstrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|BDSM-Rollen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entscheidung des House of Lords ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[House of Lords]]&amp;#039;&amp;#039; wies den &amp;#039;&amp;#039;[[appeal]]&amp;#039;&amp;#039; zurück und hielt die Entscheidung des &amp;#039;&amp;#039;[[Court of Appeal (England und Wales)|Court of Appeal]]&amp;#039;&amp;#039; mit einer Mehrheit von drei zu zwei Stimmen aufrecht. Lord Tempelman führte für die Mehrheitsmeinung an:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=The violence of sado-masochistic encounters involves the indulgence of cruelty by sadists and the degradation of victims. […] Society is entitled and bound to protect itself against a cult of violence.&lt;br /&gt;
Pleasure derived from the infliction of pain is an evil thing. Cruelty is uncivilised.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Lord Templeman&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Die Gewalttaten sadomasochistischer Begegnungen beinhalten, sich sadistischer Grausamkeit und der Herabsetzung der Opfer zu überantworten. […] Die Gesellschaft ist berechtigt und verpflichtet, sich selbst gegen einen Kult der Gewalt zu verteidigen. Freude, die sich daraus speist, anderen Schmerz beizubringen, ist von Übel. Grausamkeit ist unzivilisiert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Mustill, Baron Mustill|Lord Mustill]] entgegnete dem für die abweichenden Lords:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] the issue before the House is not whether the appellants&amp;#039; conduct is morally right, but whether it is properly charged under the Act of 1861. When proposing that the conduct is not rightly so charged I do not invite your Lordships&amp;#039; House to endorse it as morally acceptable. […] What I do say is that these are questions of private morality; that the standards by which they fall to be judged are not those of the criminal law; and that if these standards are to be upheld the individual must enforce them upon himself according to his own moral standards, […]&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Lord Mustill&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=[…] es nicht Aufgabe des &amp;#039;&amp;#039;House&amp;#039;&amp;#039; zu entscheiden, ob das Handeln des Appellanten moralisch richtig ist, sondern ob es zu Recht nach dem Gesetz von 1861 angeklagt ist. Wenn ich vorschlage, dass das Handeln unberechtigterweise angeklagt ist, lade ich Eure Lordschaften nicht ein, es für moralisch hinnehmbar zu befinden. […] Was ich tatsächlich sage ist, dass diese Fragen solche der privaten Sittlichkeit sind, dass der Gradmesser, an dem sie zu messen sind, nicht derjenige des Strafrechts ist; und dass – wenn man diesen Maßstab gewahrt wissen will – der Einzelne ihn seinen eigenen moralischen Maßstäben gemäß durchsetzen muss, […]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
1995 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Spanner Trust&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Diese Stiftung diente ursprünglich zur Unterstützung des Gerichtsverfahrens vor dem [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte]]; nach 1997 betreibt die Stiftung generell Lobbyarbeit für BDSM und die Änderung der Gesetze in Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 1997 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in &amp;#039;&amp;#039;[[Laskey, Jaggard and Brown v. the United Kingdom]]&amp;#039;&amp;#039; (1997), dass jeder Staat eigene Gesetze gegen Körperverletzung erlassen darf, unabhängig davon, ob die Körperverletzung einvernehmlich ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess führte dazu, dass sich sowohl im europäischen als auch im amerikanischen Raum Sadomasochisten zunehmend vernetzten. Gerade in Bezug auf BDSM-relevante Berichterstattung entstanden in der Folge mehrere neue Strukturen. Das zunächst auf Englisch verfasste Urteil wurde in Teilen der deutschen Subkultur zunächst als europaweites Verbot von SM missverstanden. Als Reaktion auf diese Probleme bei der Kommunikation innerhalb der Subkultur wurde die Nachrichten-Mailingliste „Schlagworte“ gegründet. In England entstand im Laufe des Verfahrens die Organisation &amp;#039;&amp;#039;SM Pride&amp;#039;&amp;#039;, um zukünftig die Interessen von Sadomasochisten und anderen sexuellen Minderheiten besser schützen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei der Verhafteten starben durch [[Suizid]], mehrere verloren ihre Arbeit. In acht Fällen wurden Gefängnisstrafen bis zu viereinhalb Jahren ausgesprochen. Nach dem Urteil kam es in Großbritannien zu Razzien bei privaten BDSM-Partys und in -Bars.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Anne-Marie Cusac: &amp;#039;&amp;#039;Profile of a sex radical – lesbian, sadomasochist author [[Pat Califia]]&amp;#039;&amp;#039;, The Progressive, Oktober 1996, online unter: {{Webarchiv | url=http://findarticles.com/p/articles/mi_m1295/is_n10_v60/ai_18710719/pg_5 | wayback=20080228064804 | text=Profile of a sex radical}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SM-Filmkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Preaching to the Perverted]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine Parodie darauf und Kritik am Spanner-Urteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2007 nutzte die britische Regierung die Entscheidung, um auch Bild- und Filmmaterial, das entsprechendes einvernehmliches Verhalten unter Erwachsenen darstellt, im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Criminal Justice And Immigration Bill&amp;#039;&amp;#039; als „extreme Pornographie“ zu kriminalisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. House of Commons: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.publications.parliament.uk/pa/cm200607/cmbills/130/en/07130x-n.htm#index_link_206 Criminal Justice And Immigration Bill]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* 1997: [[Preaching to the Perverted]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Weait, Matthew: &amp;#039;Fleshing it Out&amp;#039; in Lionel Bently und Leo Flynn &amp;#039;&amp;#039;Law and the Senses: Sensational Jurisprudence (Law &amp;amp; Social Theory)&amp;#039;&amp;#039;, Pluto Press, London, 1996, ISBN 0-7453-1068-0.&lt;br /&gt;
* Der Spiegel: &amp;#039;GB: Zutiefst krank&amp;#039;, (50/1992) – 7. Dezember 1992, online unter [https://www.spiegel.de/politik/zutiefst-krank-a-746c9b5e-0002-0001-0000-000013691729 Großbritannien – Zutiefst krank, spiegel.de].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bailii.org/uk/cases/UKHL/1992/7.html | wayback=20120110053145 | text=Urteilstext}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.spannertrust.org/ The Spanner Trust] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bc.edu/bc_org/avp/law/lwsch/journals/bclawr/42_2/01_TXT.htm | wayback=20110805202129 | text=&amp;#039;&amp;#039;Sex is not a sport, Consent and Violence in Criminal law&amp;#039;&amp;#039;}} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bmezine.com/news/people/A10101/spanner/ | wayback=20090205183202 | text=Fazit eines der Betroffenen}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.spannertrust.org/documents/eurofinal.asp Urteil des Europäischen Gerichtshofs] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (England und Wales)|Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lederszene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Case law (England und Wales)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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