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	<title>RREEMM-Modell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T19:56:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=RREEMM-Modell&amp;diff=712922&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:8071:886:C700:7894:5D19:C711:75D1: /* Weblinks */ Einziger Weblink ist offenbar eine Schmähkritik auf einer dubiosen Wordpressseite ohne wissenschaftliche Grundlage.</title>
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		<updated>2023-12-22T12:39:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Einziger Weblink ist offenbar eine Schmähkritik auf einer dubiosen Wordpressseite ohne wissenschaftliche Grundlage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;RREEMM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Modell ergänzt das Menschenmodell des klassischen [[Homo oeconomicus]] um die Beschränkungen durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Conditio humana]]&amp;#039;&amp;#039;, die natürlichen Vorgaben, denen alles Handeln unterworfen ist. Das [[Akronym]] „RREEMM“ steht für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esourceful-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;estricted-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;valuating-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;xpecting-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aximizing-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;an&amp;#039;&amp;#039;; selten wird die Version &amp;#039;&amp;#039;RREEM&amp;#039;&amp;#039; ohne „man“ im Akronym verwendet. Das [[Modell]] wurde von dem deutsch-niederländischen [[Soziologe]]n [[Siegwart Lindenberg]] entwickelt und ist der Grundkonzeption des &amp;quot;REMM&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esourceful-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;valuative-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aximizing-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Model&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) von [[Michael C. Jensen]] und William H. Meckling verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modell des &amp;#039;&amp;#039;Homo oeconomicus&amp;#039;&amp;#039; als Ausgangspunkt ==&lt;br /&gt;
Das Modell des &amp;#039;&amp;#039;Homo oeconomicus&amp;#039;&amp;#039; wird in den Wirtschaftswissenschaften und auch in der Rational Choice Theory ([[Theorie der rationalen Entscheidung]]) für [[sozialwissenschaft]]liche Theoriebildung genutzt. Es handelt sich um ein rein [[Analytik|analytisches]] [[Modell]], welches keine Aussagen über das &amp;#039;&amp;#039;wahre&amp;#039;&amp;#039; Wesen des Menschen macht. Der Homo oeconomicus wird definiert als ein Akteur, der [[Rationalität|rational]] handelt, seinen individuellen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] maximiert, seine [[Präferenzordnung]] kennt und widerspruchsfrei nach Wichtigkeit geordnet hat, über alle notwendigen Informationen verfügt und Zeit hat diese auszuwerten, um die für ihn (und seine &amp;#039;Liebsten&amp;#039;) vorteilhafteste Entscheidung zu treffen. Mit diesem Modell können soziale Phänomene untersucht werden, die unter Situationsbedingungen stattfinden, in denen Menschen sich annähernd folgenorientiert verhalten, z.&amp;amp;nbsp;B. an der [[Börse]], auf dem [[Markt]] oder in der [[Arbeit (Philosophie)|Arbeitswelt]]. In den allermeisten Situationen (z.&amp;amp;nbsp;B. Wahlentscheidung) ist dieses Modell jedoch unangemessen, um menschliches Handeln zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusätzliche Bedingungen durch die Conditio humana ==&lt;br /&gt;
Um eine allgemeine [[Handlungstheorie (Soziologie)|Handlungstheorie]] zu erhalten, muss das stark vereinfachende Homo oeconomicus-Modell um reale, [[sozialpsychologie|sozialpsychologische]] Annahmen ergänzt werden. Hierzu zählen die Annahmen über die &amp;#039;&amp;#039;Conditio humana&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. das Beachten einschränkender Bedingungen für menschliche Handlungsoptionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben &amp;#039;&amp;#039;natürlichen&amp;#039;&amp;#039; Restriktionen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. physische und psychische Fähigkeiten, begrenzte Lebenszeit oder auch [[Grundbedürfnis]]se wie [[Ernährung des Menschen|Nahrung]], [[Wohnung|Obdach]], [[Arbeit (Philosophie)#Zweck und Ziel der Arbeit|Arbeit]] etc., beinhaltet die Conditio humana auch &amp;#039;&amp;#039;soziale Beschränkungen&amp;#039;&amp;#039;. Der Mensch ist als soziales Wesen auf die [[Gemeinschaft]] angewiesen, welche ihn vor äußeren Bedrohungen zu schützen vermag und ihm für die Auswahl aus der Unübersichtlichkeit der Handlungsmöglichkeiten Kriterien bietet ([[Sitte]], [[Moral]], [[Tradition]], [[Rechtsnorm]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist es plausibel, den realen Akteuren zwei Basisbedürfnisse zuzuschreiben, die die Handlungen des Akteurs im Sinne der &amp;#039;&amp;#039;[[Nutzenfunktion (Mikroökonomie)|Erwartungsnutzentheorie]]&amp;#039;&amp;#039; leiten: &amp;#039;&amp;#039;Wohlergehen&amp;#039;&amp;#039; in physischer wie psychischer Hinsicht und &amp;#039;&amp;#039;soziale [[Anerkennung]]&amp;#039;&amp;#039;. Soziale Anerkennung kann in [[Feudalgesellschaft]]en durch [[Ehre]], in [[Agrargesellschaft]]en über [[Landfläche|Land]] und in [[Kapitalismus|kapitalistischen]] Gesellschaften über materiellen Wohlstand erlangt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Erwartungsnutzentheorie hat der Mensch auch Kosten der Informationsbeschaffung, -aufnahme und -bewertung. Diese Kosten wird er nur aufwenden, wenn er sich durch bessere [[Information]]en Vorteile verspricht. Meist wird man unter den Bedingungen der Conditio humana – wie z.&amp;amp;nbsp;B. Zeit- und Geldknappheit – nur die überschaubaren, kurzfristigen Folgen für sich selbst abschätzen, um die eigenen Handlungsoptionen zu erkennen und entsprechend zu entscheiden. Eine widerspruchsfreie Ordnung der eigenen Interessen und somit eine &amp;#039;echt&amp;#039; [[Rationalität|rational]]e Entscheidung ist unter den Bedingungen der &amp;#039;&amp;#039;Conditio humana&amp;#039;&amp;#039; im Allgemeinen nicht gegeben. Angesichts der in der Realität immer knappen [[Ressource]]n ist ein solches, primär am Eigennutz orientiertes Verhalten, die evolutionär erfolgreiche Strategie. &amp;#039;&amp;#039;Kollektive soziale Phänomene&amp;#039;&amp;#039; sind unter diesem Menschenmodell das Produkt zumeist &amp;#039;&amp;#039;nicht-beabsichtigter&amp;#039;&amp;#039; Folgen des nur kurzfristig und kurzsichtig am Eigennutz orientierten menschlichen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== RREEMM als „realistischeres“ Modell des &amp;#039;&amp;#039;Homo oeconomicus&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Unter Berücksichtigung dieser Umweltbedingungen des menschlichen Lebens ergibt sich Lindenbergs RREEMM-Modell. Dieser modellierte individuelle Akteur (&amp;#039;&amp;#039;man&amp;#039;&amp;#039;) ist in seinen Handlungsmöglichkeiten Einschränkungen unterworfen (&amp;#039;&amp;#039;restricted&amp;#039;&amp;#039;), hat aber eigene Handlungsressourcen und weiß diese findig zu nutzen (&amp;#039;&amp;#039;resourceful&amp;#039;&amp;#039;). Er kann nicht von den ihm unbekannten &amp;#039;objektiven&amp;#039; Begebenheiten ausgehen, sondern ist auf eine subjektive Schätzung angewiesen (&amp;#039;&amp;#039;expecting&amp;#039;&amp;#039;), um die Handlungsoptionen im Hinblick auf seine eigentlichen Ziele zu bewerten (&amp;#039;&amp;#039;evaluating&amp;#039;&amp;#039;), und sich dann so zu entscheiden, dass sein erwartbarer Gesamtnutzen maximiert wird (&amp;#039;&amp;#039;maximizing&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein RREEMM wird also in eine Entscheidung nur so viel Zeit und Geld investieren, wie sich aufgrund der Wichtigkeit der anstehenden Entscheidung lohnt. In der Regel wird er daher Entscheidungshilfen wie Rechtsnormen und Tradition befolgen oder auch die Meinung von als vertrauenswürdig eingeschätzten „Experten“, da nonkonformes Verhalten zumeist Kosten ([[Sanktion]]en) nach sich zieht. Allerdings ist ein RREEMM durchaus in der Lage, Handlungsrestriktionen zu umgehen, wenn er sich dadurch Vorteile verspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegwart Lindenberg (1985): &amp;#039;&amp;#039;An assessment of the new political economy: Its potential for the social sciences and for sociology in particular&amp;#039;&amp;#039;. In Sociological Theory, Vol. 3, S. 99–114&lt;br /&gt;
* G. Endruweit, G. Trommsdorff: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Stuttgart 2002.&lt;br /&gt;
* Hartmut Esser: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie – Allgemeine Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Frankfurt/New York 1999.&lt;br /&gt;
* Bruno S. Frey: &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie ist Sozialwissenschaft – Die Anwendung der Ökonomie auf neue Gebiete&amp;#039;&amp;#039;. München 1990.&lt;br /&gt;
* W. Fuchs-Heinritz, R. Lautmann, O. Rammstedt, H. Wienhold: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Soziologie&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Opladen 1994.&lt;br /&gt;
* Annette Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Bedingungen gerechten Handelns&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie der rationalen Entscheidung]]&lt;/div&gt;</summary>
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