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	<title>ROPiT - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Man77: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2026-02-28T15:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ropit flag.png|mini|175px|Flagge der ROPiT ab 1898]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arkas.png|mini|175px|Nikolai Arkas, erster Direktor der ROPiT]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Акция АО РОПиТ.jpg|mini|175px|ROPiT-Aktie im Nennwert von 500&amp;amp;nbsp;Rubel, St. Petersburg 1901]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Russische Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Русское общество пароходства и торговли|Russkoje obschtschestwo parochodstwa i torgowli}}, abgekürzt {{lang|ru|РОПиТ|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ROPiT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, englisch &amp;#039;&amp;#039;Russian Steam Navigation and Trading Company&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Russian S.N.Co.&amp;#039;&amp;#039;) war eine 1856 gegründete, börsennotierte Schifffahrtsgesellschaft im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] mit Hauptsitz in [[Odessa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung 1856 und Aufschwung bis 1914 ===&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft wurde im Jahr 1856 nach Beendigung des [[Krimkrieg]]es von dem  [[Flügeladjutant]]en und [[Kapitän zur See|Kapitän 1. Ranges]] [[Nikolai Andrejewitsch Arkas]] und dem [[Unternehmer]] [[Nikolai Alexandrowitsch Nowosselski]] gegründet. Ziel war die Wiederaufnahme und der Ausbau der russischen Handelsschifffahrt im [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] und im [[Mittelmeer]]. Die Gründung der Gesellschaft, deren Satzung durch Dekret Kaiser [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] am 3. August 1856 genehmigt worden war, erfolgte unter maßgeblicher Beteiligung der russischen Regierung, die auch den [[Kapitän zur See|Kapitän 1.&amp;amp;nbsp;Ranges]] [[Nikolai Andrejewitsch Arkas|Nikolai Arkas]] ({{lang|ru|Николай Андреевич Аркас}})&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche zu seiner Biografie die [[:ru:Аркас, Николай Андреевич|russische Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zum ersten Direktor des Unternehmens ernannte. Die Regierung bestimmte auch die Hälfte der Mitglieder des Verwaltungsrates. Sie gewährte der Gesellschaft auch ein [[Kredit|Darlehen]] mit einer Laufzeit von zwanzig Jahren. Die Aktien der Gesellschaft wurden an der Börse in [[St. Petersburg]] gehandelt, wo sich im [[Newski-Prospekt]] 45 neben Odessa&amp;lt;ref&amp;gt;Das repräsentative Kontorgebäude des ROPiT in Odessa, das einen ganzen Block zwischen der Lansheronowski und der Deribasowskistraße umfasste, ist auf der Webseite [http://ros-vos.net/history/ropit/2/ ROPiT auf Fotografien] (russ.) abgebildet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein weiterer Sitz der Gesellschaft befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre nach seiner Gründung hatte das Unternehmen 35 Schiffe, die auf englischen und französischen Werften gebaut worden waren und auf 12 Routen 123.000 Passagiere und 4.000.000 Pfund Fracht transportierten. 1858 konnte die Gesellschaft damit einen Gewinn 746.000 [[Rubel#19. Jahrhundert|Rubel]] erwirtschaften. Im selben Jahr konnte mit dem [[Königreich Sardinien]] ein Vertrag über die Nutzung des Hafens von [[Villefranche-sur-Mer]] mit einer Laufzeit von 25 Jahren abgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=9B02EFD61131EE34BC4052DFB7678383649FDE &amp;#039;&amp;#039;The Villafranca Affair&amp;#039;&amp;#039;] in: The New York Times, 18. November 1858&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:CP Odessa ROPIT exposition.jpg|mini|175px|Pavilion der ROPiT auf der Allrussischen Ausstellung für Industrie, Landwirtschaft und Kunst (Odessa 1910)]]&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1869 bediente die ROPiT mit einer Flotte von 63 Schiffen und 38 [[Schute (Schiffstyp)|Schuten]] regelmäßig 14&amp;amp;nbsp;in- und 6&amp;amp;nbsp;ausländische 20 Destinationen, darunter die Länder Ägypten und Frankreich. Einer der Kapitäne war [[Woldemar Wybrand Scheltinga]]. Die Gesellschaft hatte sich zur führenden Reederei im Handel mit der Türkei entwickelt, die aus Russland vor allem Kerosin, Getreide, Alkohol, Metallprodukte und Textilien transportierte und dorthin Kaffee, Tabak, Rosinen, Nüsse und eine Vielzahl von exotischen Waren brachte. Die Gesellschaft übernahm auch den Transport und Rücktransport von Ausstellungsgütern für die [[Weltausstellung 1873|Wiener Weltausstellung 1873]] und gewährte dafür sogar Kostenfreiheit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wiener Weltausstellungs-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 20. November 1872 ([http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wwz&amp;amp;datum=18721120&amp;amp;seite=6&amp;amp;zoom=33&amp;amp;query=%22Russische%22%2B%22Gesellschaft%22%2B%22f%C3%BCr%22%2B%22Dampfschifffahrt%22%2B%22odessa%22&amp;amp;provider=ENP&amp;amp;ref=anno-search ANNO Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1901 war die Flotte der Gesellschaft auf 72 Dampfschiffe angewachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=9B01E4DD153FE433A25751C2A9649D946097D6CF &amp;#039;&amp;#039;The Russian Mercantile Marine&amp;#039;&amp;#039;] in: The New York Times, 22. Dezember 1901&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der kommerziellen Fracht beförderte die ROPiT im Regierungsauftrag auch Post und Kuriere sowie teilweise Truppen und militärische Ausrüstungsgegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 50-jährigen Jubiläum am 21. Mai 1907 prägte die Gesellschaft eine Medaille aus Bronze, die auf dem Avers unter den Jahreszahlen 1857 und 1907 ein Doppel-Porträt der Zaren [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] und [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolaus II.]] und dem Revers unter anderen die Flaggen Russlands und der Gesellschaft über einem auf dem Meer fahrenden Schiff zeigen. Die von A.A. Grilliches (Junior)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Künstler Abraham Awenirowtsch Griliches wurde 1849 in Vilnius geboren und starb 1912 in Sankt Petersburg. Er war als Medailleur und Steinschneider tätig. Sein Vater war der Medailleur Awenir Grigorjewitsch Griliches.&amp;lt;/ref&amp;gt; gestaltete Medaille wiegt 124,36 g und hat einen Durchmesser von 70&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche die Abbildung der Medaille auf der Webseite [http://ros-vos.net/history/ropit/ Russland und der christliche Osten] (russisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter sind mehrere Jetons der Gesellschaft aus Weißmetall zum Bezahlen an Bord auf den internationalen Linien bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem eigenen Pavillon, der von A.N. Klepinin entworfen wurde, nahm die ROPiT 1910 an der Allrussische Ausstellung für Industrie, Landwirtschaft und Kunst in Odessa teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche die russische Wikipedia zur [[:ru:Одесская выставка (1910)|Ausstellung in Odessa]] und der Biografie von [[:ru:Клепинин, Андрей Николаевич|A.N. Klepinin]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im Ersten Weltkrieg, Nachkriegszeit und Ende der Gesellschaft 1932 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ROPiT Speisekarte Oktober 1916.jpg|mini|125px|&amp;lt;small&amp;gt;Speisekarte von Oktober 1916 für die als Hilfsschiff der Marine eingesetzte SS &amp;#039;&amp;#039;Zesarewitsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
==== Einsatz von Schiffen im Ersten Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] konnten aufgrund der Kampfhandlungen auf den Meeren die Handelsschiffe der Gesellschaft ihre ursprünglichen Routen nicht mehr befahren, was auch auf die meisten Schiffe der anderen europäischen Reedereien zutraf. Der ROPiT konnte lediglich im östlichen Teil des Schwarzen Meeres den Schiffsbetrieb aufrechterhalten. Mehrere Schiffe mussten nach behördlicher Anordnung zur Unterstützung der Kriegsflotte als Truppentransport-, Versorgungs- sowie als [[Lazarettschiff]]e bereitgestellt werden. Zu den Truppentransportschiffen gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. die 1889 durch [[Swan Hunter#Aufstieg|Richardson &amp;amp; Co.]] in Newcastle an die Hamburger [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|HAPAG]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Russia&amp;#039;&amp;#039; abgelieferte und 1899 vom ROPiT erworbene &amp;#039;&amp;#039;Odessa&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Webseite [http://www.messageries-maritimes.org/odessa.html messageries-maritimes].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die 1901 durch [[Ansaldo]] in Genua für die [[Navigazione Generale Italiana]] gebaute &amp;#039;&amp;#039;Lombardia&amp;#039;&amp;#039; – ein Schwesterschiff von SS &amp;#039;&amp;#039;Afon&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Webseite [http://www.messageries-maritimes.org/affon.html messageries-maritimes].&amp;lt;/ref&amp;gt; – und die 1911 vom ROPiT erworbene &amp;#039;&amp;#039;Jerousalim&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Webseite [http://www.messageries-maritimes.org/jerusalem.html messageries-maritimes].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Webseite [http://consalbar.over-blog.com/article-paquebot-le-jerusalem-1924-87936032.html Timbres, enveloppes, cartes postales et tout support d&amp;#039;histoire postale]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dabei erlitten die Schiffe des ROPiT erhebliche Beschädigungen. 12&amp;amp;nbsp;sanken nach Angriffen deutscher U-Boote und nach [[Seemine|Minenexplosionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flucht der ROPiT-Direktion nach Frankreich ====&lt;br /&gt;
Während des sich anschließenden [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkriegs]] gerieten viele Schiffe der Gesellschaft in die Hand verschiedener im Schwarzen Meer operierender [[Weiße Armee|weißgardistischer]] Einheiten. 1918 floh die Direktion der Gesellschaft nach Paris, während die von ihr gleichzeitig auf den Weg gebrachten Schiffe im Hafen von [[Marseille]] festmachten. Ein Teil von ihnen musste allerdings verkauft werden, um vorhandene Schulden zu begleichen. Nachdem Frankreich am 28. Oktober 1924 durch Depeschenaustausch die [[Sowjetunion]] offiziell anerkannt hatte, führte die Direktion zur Rettung des in ihrer Hand verbliebenen Teils der Flotte eine Eintragung der Gesellschaft nach französischem Recht als „Compagnie Russe de Navigation et de Commerce“, also analog der ursprünglichen Firmierung in Russland, herbei. Zwar klagte die Sowjetunion auf Herausgabe der von Odessa nach Marseille evakuierten Schiffe vor dem Marseiller Handelsgericht (Tribunal de Commerce), weil diese im Eigentum der nationalisierten sowjetischen Reederei stünden. Die Klageabweisung wurde jedoch 1926 in zweiter Instanz vom Appellationsgericht in Aix (Cour d’appel d’Aix-en-Provence) bestätigt – die Entscheidung wurde dann 1928 auch höchstrichterlich durch den [[Kassationshof (Frankreich)|Kassationshof in Paris]] aufrechterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Haager Akademie für Völkerrecht|Académie de droit international de La Haye]]: &amp;#039;&amp;#039;Recueil Des Cours 1931&amp;#039;&amp;#039;, Tome 35 de la collection, S. 549 ff. ([https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6130851b/f562.item.texteImage online] [französ.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basis der weiteren Tätigkeit des ROPiT in Frankreich waren im Jahr 1925 noch 11&amp;amp;nbsp;Schiffe mit dem Heimathafen Marseille; sie fuhren nun unter französischer Flagge. Dazu gehörten die: &amp;#039;&amp;#039;Cesarevitch Georgij&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Afon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bestujev&amp;#039;&amp;#039; (ex: &amp;#039;&amp;#039;Großfürst Konstantin&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Jerousalim&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mouravjef-Apostol&amp;#039;&amp;#039; (ex &amp;#039;&amp;#039;Großfürstin Xenia&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Odessa&amp;#039;&amp;#039; (II), &amp;#039;&amp;#039;Tigre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Euphrate&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Trouvor&amp;#039;&amp;#039; (II), &amp;#039;&amp;#039;Aju-Dag&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Chersones&amp;#039;&amp;#039; (II). 1926 schloss sich ihnen noch die &amp;#039;&amp;#039;Askold&amp;#039;&amp;#039; an. Die Schiffe hatten meistens russische Besatzungen, und so behielten sie im Sprachgebrauch an Bord auch ihre russischen Namen. 14 Schiffe der Gesellschaft in Frankreich wurden zwischen 1924 und 1926 zur Verschrottung an ausländische Unternehmen verkauft.&lt;br /&gt;
Da sich der Wettbewerb in der Handelsschifffahrt aber ständig verschärfte, was zu einer zunehmenden Verschuldung der Reederei führte, mussten später nach und nach auch die restlichen 12&amp;amp;nbsp;Schiffe verkauft werden. Das Schicksal der einzelnen Schiffe gestaltete sich wie folgt: Verschrottet bzw. zum Schrottwert verkauft wurden 1927 die &amp;#039;&amp;#039;Cesarevitch Georgij&amp;#039;&amp;#039;, 1928 die &amp;#039;&amp;#039;Afon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aju-Dag&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Askold&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bestujev&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mouravjef-Apostol&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Odessa&amp;#039;&amp;#039; (II), 1930 die &amp;#039;&amp;#039;Jerousalim&amp;#039;&amp;#039; sowie 1931 die &amp;#039;&amp;#039;Tigre&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Trouvor&amp;#039;&amp;#039; (II). Lediglich die &amp;#039;&amp;#039;Chersones&amp;#039;&amp;#039; (II) wurde 1929 an eine schwedische Reederei verkauft und erst 1955 in [[Ystad]] verschrottet. Schließlich endete mit der Versteigerung der &amp;#039;&amp;#039;Euphrate&amp;#039;&amp;#039; im März 1932 zum Schrottwert die 75-jährige Geschichte des ROPiT, der – was die französische Gesellschaft anlangte – durch die politische Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg von seinem ursprünglichen Heimatland getrennt war.&amp;lt;ref&amp;gt;J. N. Trifonow, B. W. Lematschko: &amp;#039;&amp;#039;Russische Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel. 1856–1932&amp;#039;&amp;#039;. St. Petersburg 2009, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Reorganisation der Handelsflotte im Schwarzen Meer in der Sowjetunion ====&lt;br /&gt;
Die während und im Ergebnis des Bürgerkriegs in den Machtbereich Sowjetrusslands gelangten Schnelldampfer wurden Staatseigentum. Nachdem die Sowjetregierung die vollständige Kontrolle über die Schwarzmeerküste erlangt hatte, begann sie, die Handelsflotte wiederherzustellen, wobei sie auf nur noch 5 % der vor dem Krieg vorhandenen Handelsschiffe zurückgreifen konnte. Am 13. Juni 1922 gründete der Sowjet für Arbeit und Verteidigung der Republik das staatliche Schifffahrtsunternehmen „Schwarzmeer-Asowsches Meer-Dampfschifffahrt“ (Черноморское-Азовское пароходство), dem u.&amp;amp;nbsp;a. die &amp;#039;&amp;#039;Babuschka&amp;#039;&amp;#039; (1870), verschrottet 1926 in [[Kertsch]]&amp;lt;ref&amp;gt;W. W. Jarowoi: ROPiT. Historische Aufstellung des Schiffsbestands von 1856–1932, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder die &amp;#039;&amp;#039;Tschitscherin&amp;#039;&amp;#039; (1903, ex „Prinzessin Eugenia Oldenburgskaja“)&amp;lt;ref&amp;gt;W. W. Jarowoi: ROPiT. Historische Aufstellung des Schiffsbestands von 1856–1932, S. 242&amp;lt;/ref&amp;gt; zur weiteren Verwendung zugeordnet wurden.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|ROPiT 1909 Advertizement ships 1.jpg|240|ROPiT 1909 Advertizement ships 2.jpg|123|Liste der Schiffe des ROPiT im Jahre 1909&amp;lt;ref name=&amp;quot;ROPiT 1909&amp;quot;&amp;gt;Compagnie Russe de Navigation à Vapeur et de Commerce: Ohne Titel [Fahrplanheft 1909], o. O&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schiffe der ROPiT ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperator Aleksander II&amp;#039;&amp;#039; (Император Александр II) (1858)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weliki Knjas Konstantin&amp;#039;&amp;#039; (Великий Князь Константин) (1858)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oleg&amp;#039;&amp;#039; (Олег) (1859)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lasar&amp;#039;&amp;#039; (Лазар) (1863)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rostow&amp;#039;&amp;#039; (Ростов) (1867)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperatriza Maria&amp;#039;&amp;#039; (Императрица Мария) (1877)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chuanpu&amp;#039;&amp;#039; (Хуанпу) (1882)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zar&amp;#039;&amp;#039; (Царь) (1883)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Swet&amp;#039;&amp;#039; (Свет) (1815)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lutsch&amp;#039;&amp;#039; (Луч) (1886)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Odessa&amp;#039;&amp;#039; (Одесса) (1889)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weliki Knjas Aleksei&amp;#039;&amp;#039; (Великий Князь Алексей) (1890)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blesk&amp;#039;&amp;#039; (Блеск) (1890)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weliki Knjas Konstantin&amp;#039;&amp;#039; (Великий Князь Константин) (II) (1890)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weliki Knjas Konstantin&amp;#039;&amp;#039; (Великий Князь Константин) (III) (1890)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Swjatoi Nikolai&amp;#039;&amp;#039; (Святой Николай) (1893)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Koroljewa Olga&amp;#039;&amp;#039; (Королева Ольга) (1893)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperator Nikolai II.&amp;#039;&amp;#039; (Император Николай II) (1895)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tschtyr Dag&amp;#039;&amp;#039;(Чатыр Даг) (1896)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diana&amp;#039;&amp;#039; (Диана) (1899)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tschichatschjow&amp;#039;&amp;#039; (Чихачёв) (1892)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alton&amp;#039;&amp;#039; (Алтон) (1901)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meteor&amp;#039;&amp;#039; (Метеор) (1901)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chersones&amp;#039;&amp;#039; (Херсонес) (1903)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ewrat&amp;#039;&amp;#039; (Евфрат) (1906)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Metschta&amp;#039;&amp;#039; (Мечта) (1884)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prinzessa Jewgenija Oldenburgskaja&amp;#039;&amp;#039; (Принцесса Евгения Ольденбургская) (1903)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperator Nikolai I.&amp;#039;&amp;#039; (Император Николай I) (1913)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperatriza Jekaterine II.&amp;#039;&amp;#039; (Императрица Екатерина II)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperator Aleksander III&amp;#039;&amp;#039; (Император Александр III)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperator Pjotr Weliki&amp;#039;&amp;#039; (Император Пётр Великий)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zar Michail Fjodorowitsch&amp;#039;&amp;#039; (Царь Михаил Фёдорович) (1914)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zesarewitsch Aleksei Nikolajewitsch&amp;#039;&amp;#039; (Цесаревич Алексей Николаевич) (1914)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Ship Velikiy Knyaz Konstantin 2.jpg|SS „Weliki Knjas Konstantin“ (&amp;#039;&amp;#039;Великий Князь Константин / [[Konstantin Nikolajewitsch Romanow|Großfürst Konstantin]]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche zu den Daten dieses, als zweites bei der ROPiT in Dienst gestellten Schiffs die [[:ru:Великий князь Константин (минный транспорт)|russische Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 ShipNicolayI.jpg|SS „Imperator Nikolai I.“ (&amp;#039;&amp;#039;Император Николай I / Zar Nikolaus I.&amp;#039;&amp;#039;) (1913)&lt;br /&gt;
 Hospital ship Imperator Pyotr Velikiy.jpg|SS „Imperator Pjotr Weliki“ (&amp;#039;&amp;#039;Император Пётр Великий / Zar [[Peter der Große]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 TsesarevichAlekseiNikolaevich1914-1916.jpg|SS „Zesarewitsch Aleksei Nikolajewitsch“ (&amp;#039;&amp;#039;Цесаревич Алексей Николаевич / Zarewitsch [[Alexei Nikolajewitsch Romanow]]&amp;#039;&amp;#039;) (1914)&lt;br /&gt;
 ROPiT 1909 Advertizement deck plans 1.jpg|Deckspläne von SS „Zar“ (1883) und SS „Tschichatschjow“ (1892)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ROPiT 1909&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 ROPiT 1909 Advertizement deck plans 2.jpg|Decksplan von SS „Koroljewa Olga“ (1893) und SS „Imperator Nikolai II.“ (1895)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ROPiT 1909&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fahrplan ROPiT Alexandria.jpg|mini|175px|Fahrplan der Linien „Odessa-Alexandria“ (Baedeker: &amp;#039;&amp;#039;Rußland&amp;#039;&amp;#039;, 1912, S. LXIX)]]&lt;br /&gt;
== Passagierfahrten ==&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft bot auch Passagierfahrten an. Für die Saison 1907 sind z.&amp;amp;nbsp;B. wöchentliche Dienste auf den Routen „Konstantinopel-Smyrna-Piräus-Alexandria, Konstantinopel-Odessa“ – alle vierzehn Tage wurden zusätzlich die bulgarischen Häfen [[Burgas]] und [[Varna]] angelaufen – und „Konstantinopel-[[Sewastopol]]“ belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Reisebücher. &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelmeer&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1907, Vorsatz: „Dampferverbindungen im Mittelmeer 1907“, S. VIII&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1914 betrieb die ROPiT dann eine direkte Linie von Odessa über Konstantinopel bis Alexandria sowie eine Rundlinie und eine „Makedonische Linie“ dorthin. Auch reine Schwarzmeerkurse wurden angeboten. So führten wöchentlich wechselnd die „Bulgarisch-Anatolische Linie“ von Odessa über u.&amp;amp;nbsp;a. Burgas, Konstantinopel und Trapezunt nach [[Batumi|Batum]] und die „Anatolische Linie“ von Konstantinopel nach Batum.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Baedeker-Reiseführer|Baedekers]] Konstantinopel und Kleinasien&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Karl Baedeker, Leipzig 1914, Vorbemerkungen: „Dampfer-Übersicht“, S. LXIX f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ROPiT Postkarte Jerusalem-Wien 1899 Av.jpg|mini|175px|Postkarte, befördert 1899 von Jerusalem über die ROPiT-Agentur in Jaffa nach Wien&amp;lt;ref&amp;gt;Die Karte ist frankiert mit zwei&amp;amp;nbsp;2-Kopeken-Marken „Восточная корреспонденція“.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Russian Post Office Mont Athos-20 para.jpg|mini|100px|20 [[Para (Währungseinheit)#Türkischer Para|Para]] Sonderbriefmarke zum 50-jährigen Bestehen der ROPiT mit Aufdruck &amp;#039;&amp;#039;[[Athos|Mont-Athos]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postdienst ==&lt;br /&gt;
=== ROPiT-Agenturen ===&lt;br /&gt;
Die ROPiT unterhielt einen [[Post]]dienst mit [[Agentur]]en in einer Reihe von vorwiegend [[Seehafen|Hafenstädten]] des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] (nach den damals üblichen Namen, zunächst in [[Konstantinopel]], [[İnebolu|Ineboli]], [[Sinop]]e, [[Samsun]], [[Tirebolu|Tireboli]], [[Ordu (Provinz)|Ordu]], [[Giresun|Kerasunde]], [[Trabzon|Trapezunt]], [[Rize]]h, [[Izmir|Smyrna]], [[Chios (Stadt)|Chios]], [[İskenderun|Alexandrette]], [[Latakia]], [[Beirut]], [[Tel Aviv-Jaffa|Jaffa]], [[Jerusalem]], [[Mytilini|Metelin]], [[Thessaloniki|Saloniki]], sowie an den [[Dardanellen]] und am [[Athos|Berg Athos]]).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Frankaturzwecken gab die Gesellschaft zwischen 1865 und 1868 drei [[Briefmarke]]nausgaben in osmanischer Währung heraus, die jeweils zwei Marken umfassten (zu 10&amp;amp;nbsp;[[Para (Währungseinheit)#Türkischer Para|Para]] und zu 2&amp;amp;nbsp;[[Piaster]]/[[Türkische Lira#Geschichte|Kuruş]]) und mit &amp;#039;&amp;#039;R.O.P.i T.&amp;#039;&amp;#039; beschriftet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russische Staatspost ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1868 wurde der Postdienst durch die [[Potschta Rossii|Russische Staatspost]] übernommen. Die Postbeförderung blieb jedoch weiterhin in den Händen der ROPiT. Die in den Folgejahren bis zum Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] herausgegebene größere Anzahl von Briefmarken der „Russischen Post in der [[Levante]]“, wie sie im deutschen Sprachraum genannt wird, trägt keine Hinweise auf die ROPiT mehr. Es handelte sich anfangs um Marken mit der Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Wostotschnaja korrespondenzija&amp;#039;&amp;#039; (russ. {{lang|ru|Восточная корреспонденція}}, „Levantinische Korrespondenz“), ab 1900 um normale Briefmarken des [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reiches]] mit [[Aufdruck (Philatelie)|Aufdrucken]] von Wertangaben in osmanischer Währung. Davon ausgenommen ist ein [[Sondermarke]]nsatz zum 50-jährigen Bestehen der Gesellschaft 1907. Diese Marken kommen später auch mit zusätzlichen Aufdrucken des Verwendungsortes in französischer Sprache vor.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 1. Oktober 1914, einen knappen Monat vor [[Erster Weltkrieg|Kriegseintritt]] des Osmanischen Reiches, wurden die Postämter geschlossen und die Postbeförderung durch die ROPiT dementsprechend eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Michel Rußland-Spezial-Katalog 2005/2006 |Verlag=Schwaneberger |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=3-87858-386-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schiffbau ==&lt;br /&gt;
Neben der Handelsschifffahrt betätigte sich die Gesellschaft auch auf dem Gebiet des Schiffbaus. Auf den Werften der Gesellschaft wurden beispielsweise die drei Kanonenboote &amp;#039;&amp;#039;[[Kubanez]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Uralez (Schiff)|Uralez]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Terez]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Kaiserlich Russische Marine|Kaiserlich Russischen Marine]] gebaut. In Kriegszeiten wurde ein Teil der Schiffe der Gesellschaft als Hilfsschiffe der russischen Marine eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flagge der Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Bereits die 1858 eingeführte erste Flagge der Gesellschaft zeigte auf dem blauen Feld der [[Flagge Russlands|russischen Trikolore]] das [[Staatswappen des Russischen Reiches]] mit [[Doppeladler]] und Brustschild. Ab dem 1. Januar 1898 führte die Gesellschaft eine durch den russischen Kaiser und das Marineministerium gestattete neue Flagge, die im oberen, weißen Feld der [[Trikolore]] links eine goldene russische Kaiserkrone und rechts ein goldenes [[Posthorn]] trug.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://www.vexillographia.ru/russia/empirve1.htm &amp;#039;&amp;#039;Ведомственные флаги Российской империи (часть 2)&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniformen von 1899 ==&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 1899 wurden neue Uniformen für den Dienst auf Schiffen des ROPiT eingeführt. Für Offiziere bestand die Paradeuniform aus einem Mantel und einer schwarzen Hose. Die samtenen [[Kragenspiegel]] trugen einen Anker und darüber Sterne, wobei der Kapitän drei goldene, der Oberassistent und der Chefmechaniker jeweils zwei goldene, der 2.&amp;amp;nbsp;Assistent und der 1.&amp;amp;nbsp;Mechaniker jeweils zwei silberne Sterne erhielt. Die Kragenspiegel des 3.&amp;amp;nbsp;Assistenten, des 2.&amp;amp;nbsp;Mechanikers und der Navigationsschüler blieben ohne Sterne.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Matrosen trugen die übliche Uniform mit Marinemuster: blaues Flanell und weiße Uniformhemden, schwarze Hosen und quer gestreifte Hemden. Blaue Kragen und Manschetten aus weißen Hemden waren in doppeltes weißes Geflecht gehüllt. Die Buchstaben „R.O.P.T.“ waren auf die Brust des Flanellhemdes gestickt. Die Matrosenmützen hatten keinen Schirm und waren oben mit einer weißen Kante und einem schwarzen Band versehen. Der Name des Schiffs und die Initialen der Firma waren in Gold auf dem Band in der Form „R.O. [Schiffsname] P.T.“ gedruckt. Auf den Mützen befanden sich keine Kokarden. Eine Besonderheit der Matrosenuniform war der farbige sog. [[Kummerbund]] in ROPiT-Rot.&amp;lt;br /&amp;gt; Die Winteruniformen wurden aus schwarzem Stoff, die Sommeruniformen aus weißem Leinen genäht. Die Knöpfe unterschieden sich bei den Uniformen der Offiziere und der Mannschaft. Die nachfolgenden Abbildungen vermitteln einen Eindruck der Uniformoptik.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben basieren auf dem Zeitschriftenartikel von К. С. Васильев: &amp;#039;&amp;#039;Форма одежды команд судов РОПИТ и КВЖД образца 1899 г.&amp;#039;&amp;#039; Петербургский коллекционер (журнал), СПб. 2019. — № 1 (110). — С. 109—112 (K. S. Vasiliev: &amp;#039;&amp;#039;Die Uniform der Besatzungen der Schiffe des ROPIT und der КВЖД von 1899&amp;#039;&amp;#039; (russisch), Der Petersburger Sammler (Zeitschrift), St. Petersburg 2019, Nr. 1/2019 (110), S. 109–112.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Uniformen des Schiffsdienstes des ROPiT (Auswahl)&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1899ropt-3.png|[[Paradeuniform|Parade]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Kommandierender (1)&amp;lt;br /&amp;gt;Inspektor der Seefahrts&amp;amp;shy;abteilung (2)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Dienst:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Leitender Mechaniker (3)&amp;lt;br /&amp;gt;Bootsmann  (4)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
1899ropt-4.png|Dienst:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;2. Mechaniker (1)&amp;lt;br /&amp;gt;Matrose (2)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
1899ropt-2.png|[[Schulterklappen]] und Kragenspiegel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Inspektor der Seefahrtsabteilung (1)&amp;lt;br /&amp;gt;Kapitän (2), Oberassistent (3)&amp;lt;br /&amp;gt;Leitender Mechaniker (4), 2.&amp;amp;nbsp;Assistent (5)&amp;lt;br /&amp;gt;1.&amp;amp;nbsp;Mechaniker (6), 3.&amp;amp;nbsp;Assistent (7)&amp;lt;br /&amp;gt;2.&amp;amp;nbsp;Mechaniker (8)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
1899ropt-1.png|[[Kokarde (Abzeichen)|Kokarde]] (1a)&amp;lt;br /&amp;gt;Uniformknopf:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Offiziere (1b)&amp;lt;br /&amp;gt;Mannschaft (1c)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Agenturen, Fahrkarten, Werbematerialien, Reiseführer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ROPiT 1909 Advertizement Frontcover.jpg|mini|200px|Fahrplanheft des ROPiT für das Jahr 1909, Vorderumschlag &amp;lt;small&amp;gt;(203&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;243&amp;amp;nbsp;mm)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die 40seitige Broschüre – aufgrund der Faltbarkeit trägt jede Seite zwei Nummern – gibt den potentiellen Passagieren ein umfassendes Informationsmaterial über den ROPiT an die Hand, mit dem genaue Angaben zu dem Führungspersonal, dem Schiffsbestand, den befahrenen Linien nebst Fahrplänen und Tarifen, den Beförderungsbedingungen und den Vertretungen im In- und Ausland geliefert werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|ROPiT Reiseführer 1902 1.jpg|95|ROPiT Reiseführer 1902 2.jpg|95|Reiseführer des ROPiT, Ausgabe 1902, Vorderumschlag und Titelblatt &amp;lt;small&amp;gt;(130&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;230&amp;amp;nbsp;mm)&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Werbung für den ÖL Odessa.jpg|mini|95px|Inserat für den Österr. Lloyd im Reiseführer von 1902 (oben) und die Gebrüder Krestownikow &amp;lt;small&amp;gt;(130&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;230&amp;amp;nbsp;mm)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausweislich eines Fahrplanhefts von 1909&amp;lt;ref&amp;gt;Compagnie Russe de Navigation à Vapeur et de Commerce: &amp;#039;&amp;#039;Ohne Titel&amp;#039;&amp;#039; [Fahrplanheft 1909], o.&amp;amp;nbsp;O., 38 S., gefaltet (französ.)&amp;lt;/ref&amp;gt; konnten Passagiere in vielen europäischen Hauptstädten Passagebillets bei großen Reisebüros erwerben, so unter anderen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- im Deutschen Reich beim Reisebüro der [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|Hamburg–Amerika-Linie]] in Berlin, Unter den Linden 8, und bei A. L. Mende in Dresden, Sidonienstr. 7,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- in Österreich-Ungarn beim Internationalen Reisebüro [[Gottfried Schenker|Schenker &amp;amp; Compagnie]] in Wien, Schottenring 3, und beim Reisebüro „Courier“ von Nagel u. Wortmann in Wien (I.), Operngasse 6, sowie beim Bureau Central de Voyages des Chemins de fer de l&amp;#039;Etat Hongrois in Budapest, Vigadótér 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- in Belgien bei der [[Compagnie Internationale des Wagons-Lits]] et des Grands Express Européens in Bruxelles, 29, rue Ducale,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- in Großbritannien bei [[Thomas Cook and Son|Thos, Cook &amp;amp; Son]] in London (E.C.) Ludgate Circus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die meisten Kooperationspartner unterhielt der ROPiT in Paris. Dort waren um die Jahrhundertwende allein vier Büros mit dem Fahrkartenverkauf beauftragt, u.&amp;amp;nbsp;a. Les Grands Voyages G. Le Bourgeois &amp;amp; C-ie (38, Boulevard des Italiens) und Agence Lubin (36, Boulevard Haussmann). Aufgrund der Routenführung nach Ägypten war dort als Agent für die Gesellschaft das Büro G.S. Alschewsky tätig.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch die ehemalige [[Lehnkering|Lehnkering &amp;amp; Cie. AG]] vertrat in Deutschland die Interessen des ROPiT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schiffsfahrkarte für die III. Klasse von Odessa nach Jaffa ist auf der russischen Webseite „Organisation des Postdienstes im Nahen Osten. Historisch-kulturologischer Aspekt“ abgebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Postdienst ROPiT&amp;quot;&amp;gt;Vergleiche die Website [https://stamps.ru/blog/organizaciya-pochtovoy-sluzhby-na-blizhnem-vostoke Organisation des Postdiensts im Nahen Osten. Historisch-kulturologischer Aspekt].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gesellschaft wurden auch Reiseführer mit zusätzlichen Informationen auch über die Destinationen der ROPiT herausgegeben, um so die Bedürfnisse der Passagiere zu befriedigen und gleichzeitig Werbung für potenzielle Kunden zu machen. Hier knüpfte die Gesellschaft an ähnliche Projekte anderer großer Reedereien, wie des [[Lloyd’s Reiseführer|Österreichischen Lloyd]] in Triest, an. Um die Jahrhundertwende, mindestens bis 1914&amp;lt;ref name=&amp;quot;Postdienst ROPiT&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Ausgabe von 1914 ist im [https://buyabook.ru/wa-data/public/shop/products/81/42/14281/images/19188/19188.970.jpg Internet] abgebildet. Durch den Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war der weitere Linienverkehr der Gesellschaft wie bei den anderen europäischen Reedereien, deren Sitzländer Kriegspartei waren, zum Erliegen gekommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, erschien wohl in jährlichen Auflagen – 1902 war die sechste erreicht (siehe Abb.), was einen Beginn der Ausgaben im Jahre 1897 nahelegt – ein zuletzt fast 500-seitiger, illustrierter Reiseführer für die Krim, den Kaukasus und den Nahen Osten (Konstantinopel, Kairo); es sind auch französischsprachige Ausgaben bekannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Beispiel liefert der 1902 unter der Redaktion von N.N. Lender von Baron E.E. Steiger herausgegebene und nur 25&amp;amp;nbsp;Kopeken teure&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgrund des im Vergleich zu Reiseführern anderer Verleger ([[Baedeker-Reiseführer|Baedeker]], Österreichischer Lloyd) für vergleichbare Reiseziele verwendeten minderwertigen Druckpapiers ist davon auszugehen, dass der Reiseführer nur für den aktuellen Gebrauch verwendet und danach weggeworfen werden sollte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reiseführer neben Beschreibungen der titelgebenden Orte in Russland und im Nahen Osten in einem gesondert nummerierten Teil ausführliche Informationen zur Flotte, den Agenten und Korrespondenten der Gesellschaft sowie zu den Reisebedingungen, Fahrplänen und Tarifen für Passagiere und Gepäck. Illustrierend sind dazu 2&amp;amp;nbsp;Karten für die Ostsee, das Schwarze Meer nebst östlichem Mittelmeer sowie für Italien und die französische Riviera beigegeben. Ergänzt wird die Broschüre durch Hinweise zu den Post- und Telegrafiebestimmungen sowie den Währungsverhältnissen in den ausländischen Reisezielen. Dem redaktionellen Teil vor- und nachgesetzt sind ca. 40&amp;amp;nbsp;Inserate, wie von dem berühmten Goldschmied [[Peter Carl Fabergé|Fabergé]], dem Agenten des [[Österreichischer Lloyd|Österreichischen Lloyd]] in Odessa zu den Lloydlinien Odessa-Triest und Odessa-Alexandria – hier stand der ROPiT in direkter Konkurrenz –, dem von zwei Deutschen in Wladiwostok gegründeten Handelshaus [[Kunst und Albers]], dem Verleger der &amp;#039;&amp;#039;[[Nowoje wremja]]&amp;#039;&amp;#039; [[Alexei Sergejewitsch Suworin]] oder der russischen [[Schuckert &amp;amp; Co.|Schuckert]]-Niederlassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der russische Künstler [[Boris Wassiljewitsch Sworykin]] gestaltete 1914 für die Gesellschaft ein Werbeheft im Postkartenformat mit Fahrplänen und Abbildungen von Schiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ю. Н. Трифонов, Б. В. Лемачко: &amp;#039;&amp;#039;Русское общество пароходства и торговли. 1856-1932 годы&amp;#039;&amp;#039;. Санкт-Петербург 2009 (J. N. Trifonow, B. W. Lematschko: &amp;#039;&amp;#039;Russische Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel. 1856–1932&amp;#039;&amp;#039;. St. Petersburg 2009)&lt;br /&gt;
* В. В. Яровой: &amp;#039;&amp;#039;Русское общество пароходства и торговли. Историчөский список судового состава 1856–1932 гг&amp;#039;&amp;#039;. Издательство ФЛП Карпөнков О.И., Одесса 2017 (W. W. Jarowoi: &amp;#039;&amp;#039;ROPiT. Historische Aufstellung des Schiffsbestands von 1856–1932&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;РОПиТ и Черноморский флот&amp;#039;&amp;#039;, Морской флот №3, 2007 (&amp;#039;&amp;#039;ROPiT und die Schwarzmeerflotte&amp;#039;&amp;#039;), Morskoi flot Nr. 3) (russisch)&lt;br /&gt;
* Русское Общество Пароходства и Торговли: &amp;#039;&amp;#039;Путеводитель по Крыму, Кавкасу и Востоку (Константинополь – Каиръ). Под рөдакціей Путника (Н.Н. Лендера)&amp;#039;&amp;#039;. Одесса 1902 (deutsch: Reiseführer für die Krim, den Kaukasus und den Osten (Konstantinopel – Kairo))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://ros-vos.net/history/ropit/2/ ROPiT auf Fotografien] (russ.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=10025146-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ropit}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Reederei (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Werft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Sankt Petersburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werft (Russland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Man77</name></author>
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