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	<title>Rüsttag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T23:51:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCsttag&amp;diff=1148219&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-17T10:10:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rüsttag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griechisch]] παρασκευή &amp;#039;&amp;#039;paraskeuḗ&amp;#039;&amp;#039; „Zurüstung, Herrichtung, Rüsttag, Freitag“) ist der Vortag eines [[Judentum|jüdischen]] Fests oder Feiertags, an dem dieser vorbereitet wird und an dem man sich besinnlich auf diesen einstellt. Der Begriff „Rüsttag“ ist im deutschsprachigen [[Judentum]] eher ungebräuchlich und in erster Linie durch seine [[Christentum|christliche]] Verwendung im [[Neues Testament|Neuen Testament]] bekannt. Der [[Karfreitag|Todestag]] [[Jesus von Nazaret|Jesu von Nazaret]] fiel nach den [[Evangelium (Buch)|Evangelien]] auf einen Rüsttag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es keinen wissenschaftlichen Konsens über das genaue Datum des [[Karfreitag|Todestages Jesu]] gibt, kann man allgemein vermuten, dass seine [[Todesstrafe]] am oder um das [[Pessach]]-Fest (14. oder 15. [[Nisan (Monat)|Nisan]]) juristisch vollstreckt wurde, während der Statthalterschaft von [[Pontius Pilatus]], der zwischen 26 und 36 n. Chr. in [[Judäa]] regierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lémonon 1981 29–32&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |last=Lémonon |first=J.P. |title=Pilate et le gouvernement de la Judée: textes et monuments, Études bibliques |publisher=Gabalda |location=Paris |year=1981 |pages=29–32 |language=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach übereinstimmender Aussage aller vier Evangelien starb Jesus an einem Freitag ({{B|Mk|15|42}}, {{B|Mt|27|62}}, {{B|Lk|23|54}}, {{B|Joh|19|31–42}}). Strittig ist allerdings, ob dieser Freitag der Rüsttag des Pessach-Fests war (14. Nissan, Tag der Schlachtung der Pessachlämmer, [[Johannesevangelium]]) oder der Freitag des Todes Jesu auf den ersten Tag des Pessach-Festes fiel (15. Nissan, [[synoptische Evangelien]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Theißen und Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, 3. Aufl. 2001, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erev&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|ערב&amp;amp;lrm;}}; [[Aramäische Sprachen|aram.]] &amp;#039;&amp;#039;aruvta&amp;#039;&amp;#039;; beide „Abend“ jeweils in der Zusammensetzung mit Festtagen) ist im Judentum die Bezeichnung für den Vorabend eines [[Liste jüdischer Feste|jüdischen Festes oder Feiertags]],&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch/erev (abgerufen am 30. Januar 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt; denn im jüdischen Kalender beginnt der neue Tag am Abend und nicht erst um Mitternacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Verwendung durch Luther ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Rüsttag&amp;#039;&amp;#039; ist wohl durch [[Martin Luther]] mit der Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache eingeführt oder zumindest bekannt gemacht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jacob und Wilhelm Grimm, &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, achter Band, Hirzel, Leipzig 1893, S. 1552.&amp;lt;/ref&amp;gt; Luther suchte einen passenden Ausdruck für das [[Bibelgriechisch|bibelgriechische]] &amp;#039;&amp;#039;paraskeue&amp;#039;&amp;#039; (griechisch παρασκευή, wörtlich „Zurüstung“), mit dem in der griechischen Fassung des Neuen Testaments die Vorbereitung eines jüdischen Festtags am Vortag gemeint ist. Der griechische Begriff wird aber auch in jüdischen zeitgenössischen Quellen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Flavius Josephus]] ([[Jüdische Altertümer]] 16,163), verwendet, so dass es sich nicht um einen spezifisch christlichen Sprachgebrauch handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Paraskeue&amp;#039;&amp;#039; (Παρασκευή) als Vortag des &amp;#039;&amp;#039;Sabbato&amp;#039;&amp;#039; (Σάββατο, „Samstag“) ist darüber hinaus bis heute der im Griechischen gebräuchliche Name für den Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erev und Aruvta ===&lt;br /&gt;
Das hebräische &amp;#039;&amp;#039;Erev&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|ערב}} „Abend“) und [[Aramäische Sprache|aramäische]] &amp;#039;&amp;#039;Aruvta&amp;#039;&amp;#039; bedeuten [[Abend]] und jeweils in Zusammensetzung mit Festtagen „Vorabend“. &amp;#039;&amp;#039;Erev Schabbat&amp;#039;&amp;#039; (alternativ &amp;#039;&amp;#039;Erew Schabbat&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Erev Jom Tow&amp;#039;&amp;#039; bedeutet also Vorabend des Sabbat bzw. Festes.&amp;lt;ref name=Lohse&amp;gt;„Erew - „Abend“, gebräuchlich im Sinne von Vorabend, etwa des Schabbat oder eines Festtages; umgangssprachlich der einem Schabbat oder Festtag vorhergehende Tag.“ {{cite book|last=Lohse|first=Mauricio Manuel Dessauer, Ulrich Michael|title=Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten - und nicht zu fragen wagten|year=2006|publisher=Pelican Pub.|location=Fehmarn|isbn=9783934522138|pages=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. in der Schreibweise Erew [[Ignaz Bernstein|Ignatz Bernstein]], &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Sprichwörter und Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, J. Kauffmann, 2. Aufl., Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1908, S. 20; Georg Herlitz und Bruno Kirschner, &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdisches Lexikon]]. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Jüdischer Verlag 1927, Nachdruck der ersten Auflage Athenäum Verlag 1987, Bd. 2, S. 460 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist damit im [[Judentum]] der Kalendertag, an dessen Abend der [[Sabbat]] oder ein [[Jüdische Feste|Jüdisches Fest]] beginnt. Am Vorabend wird der Festtag vorbereitet. Zu beachten ist dabei, dass nach jüdischem Kalender der neue Tag bereits mit dem Sonnenuntergang und nicht erst ca. sechs Stunden später um Mitternacht beginnt: Aus Abend und Morgen wird der erste Tag {{Bibel|Gen|1|5}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn der Begriff „Rüsttag“ von Luther in die deutsche Sprache des Christentums eingeführt worden ist, so war er im deutschsprachigen Judentum vor dem [[Holocaust]] bekannt. Schon in dem 1927 unter Mitarbeit von über 250 jüdischen Gelehrten und Schriftstellern herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Jüdischen Lexikon&amp;#039;&amp;#039; wird der Begriff erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In manchen Verbindungen, wie &amp;#039;&amp;#039;Erew schabbat&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erew jom tow&amp;#039;&amp;#039;, bedeutet Erew Rüsttag des Sabbats bzw Festes...|Jüdisches Lexikon, 1927&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Herlitz und Bruno Kirschner, &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Jüdischer Verlag 1927, Nachdruck der ersten Auflage Athenäum Verlag 1987, Band 2, S. 460 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitungen der jüdischen Festtage ==&lt;br /&gt;
=== Vortag des Schabbat ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schabbat}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Shabbat Challos.jpg|miniatur|Challot für [[Sabbat]] werden bereitgestellt]]&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;Erev Schabbat&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|עֶרֶב שַׁבָּת}}), also Freitags bis zum Anbruch des Abends, wird der von Gott gesegnete und geheiligte Ruhetag Schabbat {{Bibel|Gen|2|2f}} in jüdischen Haushalten vorbereitet. Der Vortag des Sabbats spielt eine wichtige Rolle für die Einstimmung auf den Sabbat.&amp;lt;ref&amp;gt;Berel Wein, &amp;#039;&amp;#039;Besondere Zeit. Was der Freitagnachmittag zur Atmosphäre des Schabbats beiträgt&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Allgemeine&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Mai 2008 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es werden alle Dinge erledigt, die zu tun am Schabbat verboten sind. Dazu gehört zum Beispiel das Kochen und Warmhalten der festlichen Speisen oder die Reinigung des Hauses, die Reinigung der Familienmitglieder und das Anlegen neuer sauberer Kleidung. Der Festtagstisch wird feierlich bereitet, die Kerzen und die [[Challa|Challot]], die zwei Brote, und der [[Kiddusch]]-Wein werden bereitgestellt. Auch auf Reisen treffen Juden Vorbereitungen zum anstehenden Sabbat. Zum Zeichen, dass der Sabbat naht, ertönen in [[Jerusalem]] am Freitagnachmittag Signale in der ganzen Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Wohnung wird gerichtet wie zu einem Fest, alle Geräte werden geputzt, und der Tisch wird weiß gedeckt. Man badet und zieht möglichst von Kopf bis Fuß frische Kleidung an. Man tut Geld und was man sonst in den Taschen hat, heraus und bereitet sich in jeder Weise auf den Schabbat vor, an dem nicht gehastet und nicht gearbeitet wird, an dem kein Geschäft und keine Alltagssorge existiert.|Leo Hirsch&amp;lt;ref&amp;gt;Leo Hirsch, &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Glaubenswelt&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vortag des Pessach ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Pessach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag vor Pessach sollen alle Erstgeborenen fasten und sich daran erinnern, dass die israelitischen Erstgeborenen gerettet wurden, während die ägyptischen Erstgeborenen getötet wurden {{Bibel|Ex|12|29}}. Die Vorzeit des Pessachfestes ist eine geschäftige Zeit, die der Vorbereitung für die Festtage dient, von denen nur der erste und der letzte Pessachtag Hauptfeiertage sind, an denen jegliche Werktagsarbeit vermieden wird. Am &amp;#039;&amp;#039;Erev Pessach&amp;#039;&amp;#039; findet der [[Seder]]abend statt. Im Christentum ist die Sederfeier zu Pessach als letztes Herren- oder [[Abendmahl Jesu|Abendmahl]] neutestamentlich tradiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bedeutung bis zur Tempelzerstörung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Jerusalemer Tempel.jpg|miniatur|Der [[Jerusalemer Tempel]] vor der Zerstörung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Jerusalemer Tempel]]s, bis zu dessen Zerstörung im Jahre [[70]], wurde freitags ab 15.00 Uhr aus dem Tempel und außerhalb der [[Altstadt (Jerusalem)|Stadt]] aus den [[Synagoge]]n mit [[Trompete]]n oder [[Schofar|Hörnern]] geblasen. Nach dem ersten Signal hörte die Feldarbeit auf, nach dem zweiten wurden in der Stadt die Geschäfte und Werkstätten geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber noch immer steht Gewärmtes auf dem Herd und stehen Kochtöpfe auf dem Herd. Hat er begonnen, das dritte Hornsignal zu blasen, so wird weggenommen, was wegzunehmen ist, warm gestellt, was warm zu stellen ist und angezündet, was anzuzünden ist. Dann hält er inne, solange wie es braucht, einen kleinen Fisch zu braten, oder solange wie es braucht, um ein Teigstück in den Ofen zu kleben. Dann bläst er, dann trillert er, dann bläst er. Dann beginnt man den Schabbat.|Talmud, Schabbat&amp;lt;ref&amp;gt;Schabbat 35 b; Reinhold Mayer, &amp;#039;&amp;#039;Der babylonische Talmud&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 569&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem sechsten Signal mussten alle Vorkehrungen zum Sabbat getroffen sein. Jeder Hausvater versammelte sich nun mit seiner Familie am Tisch und begann den Sabbat mit einem Gebet. Am Rüsttag war auch der Wechsel der so genannten Wöchner im Tempel, denn der Tempeldienst der Priester betrug eine Woche. Alle diensthabenden Priester versammelten sich hier, die abgehenden um alles zu reinigen und zu ordnen, die neu antretenden, um die [[Schaubrote]] zu backen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierer’s Universal-Lexikon, Band 14, S. 627&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Vorbereitungshandlungen speziell für das Pessachfest gehörte es, die Schlachttiere für den Sederabend zu besorgen {{Bibel|Ex|12|6}}. Am Nachmittag des Vortages zu Pessach wurden die Pessachlämmer geschlachtet ([[Jubiläenbuch]] 49,10; [[Mischna]] mPes 5,1). Nach [[Flavius Josephus]] erfolgte dies in der neunten bis elften Stunde ([[Jüdischer Krieg (Flavius Josephus)|Bellum Iudaicum]] VI 423, man teilte den Tag zwischen Sonnenaufgang gegen 6 Uhr und Sonnenuntergang gegen 18 Uhr entsprechend der Sonnenuhr in zwölf Stunden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der neutestamentliche Rüsttag ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Mathis Gothart Grünewald 007.jpg|miniatur|hochkant|An einem Rüsttag „hauchte er den Geist aus“.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Rüsttag kommt im Neuen Testament je einmal bei den Synoptikern ({{B|Mt|27|62}}, {{B|Mk|15|42}}, {{B|Lk|23|54}}) und dreimal bei Johannes ({{B|Joh|19|14}}, {{B|Joh|19|31}}, {{B|Joh|19|42}}) vor. Nach allen vier [[Evangelium (Buch)|Evangelien]] ist [[Jesus von Nazaret]] an dem Rüsttag zu einem [[Sabbat]] [[Kreuzigung|gekreuzigt]] worden und gestorben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. [...] Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging [[Josef von Arimathäa]], ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu [[Pontius Pilatus|Pilatus]] und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten.|{{B|Mk|15|37-42}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Synoptische Evangelien|synoptischen Evangelien]] fand das letzte [[Abendmahl Jesu|Abendmahl]] an einem Sederabend statt {{Bibel|Mk|14|12}} und Jesus starb am 15. Nisan. Nach dem [[Johannesevangelium]] fand das letzte Abendmahl vor dem Pessachfest statt ({{B|Joh|13|1}}), und der Todestag Jesu war sowohl der Rüsttag zu einem Sabbat {{Bibel|Joh|19|31}} als auch der Rüsttag zu Pessach und damit der 14. Nisan ({{B|Joh|18|28}}, {{B|Joh|19|14}}). Ob Johannes damit Jesu Tod als Tod eines Pessachlammes beschreiben wollte, lässt sich aus den vorhandenen Indizien nicht eindeutig belegen,&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Schlund: &amp;#039;&amp;#039;Deutungen des Todes Jesu im Rahmen der Pesach-Tradition&amp;#039;&amp;#039;, in: Jörg Frey, Jens Schröter (Hrsg.), Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament, Tübingen 2007, S. 406&amp;lt;/ref&amp;gt; im Neuen Testament wird nur im [[1. Brief des Paulus an die Korinther|ersten Korintherbrief des Paulus]] der direkte Vergleich gezogen: &amp;#039;&amp;#039;„Denn auch unser Pessachlamm ist geopfert, das ist Christus“&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|1 Kor|5|7}}. Im Johannesevangelium beginnt der Sederabend und damit der erste Pessachfeiertag also erst, nachdem Jesus bereits gestorben ist. Deshalb wird dort der auf den Rüsttag folgende Tag als ein besonders hoher Feiertag bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf. Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag.|{{B|Joh|19|31}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die griechische Fassung des Textes&amp;lt;ref&amp;gt;οι ουν ιουδαιοι επει παρασκευη ην ινα μη μεινη επι του σταυρου τα σωματα εν τω σαββατω ην γαρ μεγαλη η ημερα εκεινου του σαββατου ηρωτησαν τον πιλατον ινα κατεαγωσιν αυτων τα σκελη και αρθωσιν.&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeutet wörtlich: „als der Tag jenes Sabbats groß war“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung, Fußnote zu Johannes 19, Vers 31&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob das Johannesevangelium mit dieser Hochschätzung des folgenden Tages als Pessach- &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Sabbattages auf zeitgenössischen jüdischen Sprachgebrauch zurückgreift oder den Ausdruck selbst geprägt hat, ist unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Schnelle: &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelium nach Johannes&amp;#039;&amp;#039; = ThHK 4. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 1998, ISBN 3-374-01673-1, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es fehlen dazu jedenfalls Belege aus dem [[Rabbinisches Judentum|rabbinischen Judentum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann L. Strack, Paul Billerbeck: &amp;#039;&amp;#039;[[Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung München 1924, S. 581&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Christentum galt später der „Sabbatum magnum“ oder „Sabbatum sanctum“ als der Tag, an dem Jesus im Grab lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierer’s Universal-Lexikon, Band 14, S. 643&amp;lt;/ref&amp;gt; In mittelalterlichen Urkunden des Rats von Lübeck wird der Sabbatum magnum als „in deme hl. avende der hochtyd tho Paschen“ (1380) und als „up den avent des hl. Paschen“ (1442) bezeichnet. In den Stadtbüchern der Stadt Zürich findet sich dafür die Wendung „an den hohen Samstag“ (1319). Der Begriff [[Karsamstag]] war damals noch nicht gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Browe, &amp;#039;&amp;#039;Die Kommunion an den letzten Kartagen&amp;#039;&amp;#039;, in: Peter Browe, [[Hubertus Lutterbach]], Thomas Flammer, &amp;#039;&amp;#039;Die Eucharistie im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Berlin-Hamburg-Münster, 2003, S. 323&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bibeltext der [[Neue Genfer Übersetzung|Neuen Genfer Übersetzung]]&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Bernstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Sprichwörter und Redensarten.&amp;#039;&amp;#039; J. Kauffmann, 2. Aufl. Frankfurt a.M 1908.&lt;br /&gt;
* [[Brüder Grimm|Jacob und Wilhelm Grimm]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Achter Band, Hirzel, Leipzig 1893.&lt;br /&gt;
* [[Georg Herlitz]] und [[Bruno Kirschner]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdisches Lexikon]]: ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden&amp;#039;&amp;#039;. [[Jüdischer Verlag]] 1927&lt;br /&gt;
* [[Leo Hirsch (Schriftsteller)|Leo Hirsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Glaubenswelt&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsmann, Gütersloh 1966&lt;br /&gt;
* Reinhold Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Der babylonische Talmud&amp;#039;&amp;#039;. München, Goldmann 1963&lt;br /&gt;
* Pierer’s &amp;#039;&amp;#039;Universal-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Altenburg 1857–1865&lt;br /&gt;
* [[Gerd Theißen]], [[Annette Merz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der historische Jesus. Ein Lehrbuch&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl. 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rusttag}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osterdatum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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