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	<title>Rüschegg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCschegg&amp;diff=389281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jag9889: /* Geographie */ WiLi &quot;Kalte Sense&quot;</title>
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		<updated>2025-12-29T21:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geographie: &lt;/span&gt; WiLi &amp;quot;Kalte Sense&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| BILD = Rüschegghügel.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Blick auf den Rüschegg-Hügel mit der Kirche&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Rüschegg 2023.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Rüschegg COA.svg&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-BE&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Bern-Mittelland&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Verwaltungskreis Bern-Mittelland&lt;br /&gt;
| BFS = 0853&lt;br /&gt;
| PLZ = 3153 Rüschegg Gambach&amp;lt;br /&amp;gt;3154 Rüschegg Heubach&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.779981&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 7.393069&lt;br /&gt;
| HÖHE = 890&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 57.38&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.rueschegg.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rüschegg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[berndeutsch]] {{IPA|[ryˈʃek]}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;BONB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Ortsnamenbuch des Kantons Bern]].&amp;#039;&amp;#039; Band I/5: &amp;#039;&amp;#039;Q–Sch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Thomas Franz Schneider. Francke, Tübingen 2017, S.&amp;amp;nbsp;358 ([https://ortsnamenbuch.unibe.ch/web/bookreader/BookReaderBENB_I_5/#page/248/mode/2up Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Bern]]. Sie gehört zum 2010 gebildeten [[Verwaltungskreis Bern-Mittelland]]. Da die Einwohnergemeinde auch die burgerlichen Aufgaben wahrnimmt, ist sie als [[gemischte Gemeinde]] organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Wappenbild     = CHE Rüschegg COA.svg&lt;br /&gt;
|Größe          = 70&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = In Gold eine aus dem linken Obereck wachsende schwarze Löwentatze, eine schrägrechtsgestellte grüne Tanne mit rotem Stamme haltend.&lt;br /&gt;
|Quelle         = &lt;br /&gt;
|Begründung     = Die Löwentatze verweist auf das Wappen des Amtsbezirkes Schwarzenburg, die Tanne symbolisiert den Waldreichtum von Rüschegg. 1941 wurde das [[Gemeindewappen (Schweiz)|Gemeindewappen]] geschaffen und 1945 vom [[Regierungsrat des Kantons Bern|Regierungsrat]] anerkannt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das nördlichste, gleichzeitig am tiefsten gelegene Drittel der Gemeinde umfasst zahlreiche Gehöfte in Streusiedlung sowie die vier Orte &amp;#039;&amp;#039;Gambach, Hirschhorn, Heubach&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rüschegg-Graben&amp;#039;&amp;#039;. Sie liegen um den Rüschegg-Hügel, auf dem die gemeinsame Kirche steht ({{Höhe|937|CH}}). Der ständig bewohnte Gemeindeteil wird durch zahlreiche Bäche entwässert, darunter den Gambach, den Heubach, den Wyssbach und das [[Schwarzwasser (Sense)|Schwarzwasser]]. Der tiefste Punkt liegt bei {{Höhe|714|CH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich schliesst sich der Hügelzug der Egg (Pfyffe {{Höhe|1666|CH}}), Schüpfenfluh ({{Höhe|1720|CH}}) und des Selibühls ({{Höhe|1750|CH}}) an. Dieses Gebiet besitzt keine ständig bewohnten Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südliche Gemeindegrenze bilden die drei Berner [[Alpenvorland|Voralpenberge]] [[Gantrisch]] ({{Höhe|2176|CH}}), [[Bürgle (Berg)|Bürgle]] ({{Höhe|2165|CH}}) und [[Ochsen (Gantrischgebiet)|Ochse]] ({{Höhe|2188|CH}}). Hier entspringt einer der Quellflüsse der [[Sense (Fluss)|Sense]], die [[Kalte Sense]]. Einzige ganzjährig bewohnte Siedlung in diesem Gemeindeteil ist das Kurhaus [[Schwefelberg-Bad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbargemeinden von Westen beginnend im Uhrzeigersinn sind [[Guggisberg]], [[Schwarzenburg BE|Schwarzenburg]], [[Rüeggisberg]],  [[Riggisberg]], [[Därstetten]] und [[Oberwil im Simmental]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet um den Rüschegg-Hügel besteht aus sandsteinreicher [[Molasse]] des [[Tertiär]]s. Die Molasse geht teilweise in [[Konglomerat (Gestein)|Nagelfluh]] über. Höhere Lagen bestehen auch aus [[Moräne]]nmaterial. [[Tektonik|Tektonisch]] zählt das Gebiet zur flachliegenden, subalpinen Molasse des Molassebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südlich anschliessende Hügelzug von Egg, Schüpfenfluh und Selibühl besteht aus sandsteinreichem [[Flysch]]. Es handelt sich um Sedimente der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]]. Tektonisch wird dieser Teil zur so genannten [[Gurnigel]]-[[Tektonische Decke|Decke]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gantrischkette besteht aus [[Kalkstein]], der mit Mergeln und Mergelschiefern durchsetzt ist. Dieser Teil von Rüschegg ist der erdgeschichtlich älteste und gehört dem [[Jura (Geologie)|Jura]] und der Kreide an. Tektonisch gehört die Gantrischkette zu den mittleren [[Penninikum|Penninischen]] Decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Böden ===&lt;br /&gt;
[[Geomorphologie|Geomorphologisch]] gesehen sind grosse Teile der Gemeinde [[Fluviatiles Sediment|fluviale]] Hangflächen. Diese sind durch die letzte Vergletscherung der [[Würm-Kaltzeit|Würmeiszeit]] geprägt. Die Gantrischkette ist [[Karst|verkarstet]]. Es kommen grössere Rutschungen und Sackungen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] bestehen aus [[Braunerde]], modrighumosem [[Gley]] und [[Regosol]]. Diese Böden sind von mässiger bis sehr schlechter landwirtschaftlicher Eignung. Die Gantrischkette ist felsiger, unproduktiver Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demzufolge bietet diese Gegend der westlichen [[Alpenvorland|Voralpen]] wenig Ackerflächen, dafür viel Grünland, ausgedehnte Wälder (40 % der Gemeindefläche), Strauch- und Krautvegetation sowie alpine Rasen. Der [[Nadelbäume|Nadelholzanteil]] der Wälder liegt zwischen 60 % und 80 %, vorwiegend ist die [[Gemeine Fichte|Fichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
Ein [[Findling]] am Wyssbach sowie das Gantrischseeli stehen unter Naturschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schwarzwasser von Heubach bis zur Sackau wurde in das [[Auengebiet von nationaler Bedeutung|Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung]] aufgenommen. Die totale Fläche dieses [[Flussaue|Auengebietes]] beträgt 107 [[Hektar]] (Anteil Gemeinde Rüschegg ca. 25 %). Nicht ganz deckungsgleich besteht ein kantonales &amp;#039;&amp;#039;Waldreservat Teuffengraben/Sackau&amp;#039;&amp;#039; von total 75 Hektar. Das Waldgebiet &amp;#039;&amp;#039;Süftene&amp;#039;&amp;#039; wurde nach dem Orkan &amp;#039;&amp;#039;[[Orkan Lothar|Lothar]]&amp;#039;&amp;#039; (1999) zerstört belassen und unter Schutz gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das [[Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung]] wurden vierzehn [[Moor|Flachmoore]] in Rüschegg mit einer Gesamtfläche von rund 460 Hektar aufgenommen. Ausserdem sind rund 30 Hektar [[Hochmoor]] durch im [[Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung]] inventarisiert. Das gesamte nationale Schutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Moorlandschaft Gurnigel/Gantrisch&amp;#039;&amp;#039; umfasst rund 4500 Hektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gurnigel- und Gantrischgebiet ist im [[Bundesinventar der Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung]] als Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; margin-top:0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#e3e3e3;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1860 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2263 ||1950 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1872&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1870 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2354 ||1960 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1628&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1880 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2340 ||1970 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1346&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1888 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2399 ||1980 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1274&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1900 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2318 ||1990 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1465&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1910 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2400 ||2000 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1628&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1920 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2364 ||2010 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1656&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1930 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2104 ||2022 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1706&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
||1941 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|2062 ||2023 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|1730&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den in Rüschegg heimatberechtigten Personen wohnten im Jahr 1888 noch 37 % (nämlich 1664), hingegen 1950 nur noch 10 % (nämlich 1022) in der Gemeinde selbst. Die starke Bevölkerungsabnahme von fast 50 % zwischen 1910 und Mitte der 1970er-Jahre veranlasste die Gemeinde, verstärkt in Gebäudesanierungen zu investieren. Bundes- und Kantonsbeiträge im Rahmen eines Wohnungssanierungsprogramms für Berggebiete brachten  Unterstützung. Seither wuchs die Bevölkerungszahl der Gemeinde wieder um etwa 30 %. Durch den Zuzug von [[Pendler]]n ist namentlich Heubach stark gewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Die Einwohner sind zu 97 % (2000) deutschsprachig. Die Alteingesessenen verwenden im täglichen Gebrauch eine Variante des [[Berndeutsch]]en, die sehr eng mit dem benachbarten Guggisberger Dialekt verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen und Konfessionen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Rüschegg.jpg|mini|Kirche Rüschegg vom Pfarrhaus aus]]&lt;br /&gt;
84 % (2000) der Einwohner sind [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|evangelisch-reformiert]]. Rüschegg gehörte wohl seit der [[Reformation]] zur [[Kirchgemeinde]] Guggisberg. Bereits 1744 wurde ein Filialfriedhof in Hirschhorn bewilligt. 1809 wurde eine Pfarrhelferei errichtet und 1812/13 durch den Architekten [[Johann Daniel Osterrieth]] die Kirche an prominenter Stelle auf dem Rüschegg-Hügel erbaut. Mit der politischen Trennung von Guggisberg 1860 ging auch die kirchliche Ablösung einher. Die Kirche erhielt 1869 eine [[Orgel]], 1898 einen Kirchturm als Ersatz für den [[Dachreiter]] und wurde 1957 bis 1960 renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere je 6 % (2000) sind [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]] oder ohne Konfession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Rüschegg ist als [[gemischte Gemeinde]] organisiert, das heisst die [[Burgergemeinde]] ist mit der [[Einwohnergemeinde]] vereinigt. Die [[Gemeindeversammlung]] ist oberstes Organ und wird zweimal jährlich einberufen. Sie wählt an der den Verhältniswahlen folgenden Gemeindeversammlung aus den 7 Mitgliedern des [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderates]] den [[Gemeindepräsident]]en sowie aus den gewählten Mitgliedern der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission den Versammlungsleiter. Seit dem 1. Januar 2017 sind Markus Hirschi als Gemeindepräsident und Walter Hertig als Versammlungsleiter gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; margin-top:0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#e3e3e3; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot;| Stimmenanteile bei den Nationalratswahlen&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#e3e3e3;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Partei&lt;br /&gt;
!2003&lt;br /&gt;
!2007&lt;br /&gt;
!2011&lt;br /&gt;
!2015&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2015/nawastat/nawa/action/NAWAInternetActionff49.html?method=read&amp;amp;sprache=d&amp;amp;typ=21&amp;amp;gem=853 &amp;#039;&amp;#039;Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Rüschegg.&amp;#039;&amp;#039;] Kanton Bern, abgerufen am 21. März 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!2019&amp;lt;ref name=&amp;quot;2019-2023&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |url=https://opendata.swiss/de/dataset/eidg-wahlen-2023 |titel=Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv) |werk=opendata.swiss |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!2023&amp;lt;ref name=&amp;quot;2019-2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] || 40 % || 47 % || 44 % || 49,1 % || 47,5 % || 47,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Christlichdemokratische Volkspartei|CVP]]/[[Die Mitte|Mitte]] || – || – || – || 2,7 % || 0,8 % || 13,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] || 20 % || 14 % || 14 % || 13,0 % || 9,4 % || 9,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grüne Partei der Schweiz|Grüne]] || 11 % || 11 % || 8 % || 6,5 % || 7,5 % || 7,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]] || 9 % || 11 % || 6 % || 5,0 % || 5,2 % || 6,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]]/[[Schweizer Demokraten|SD]] || 14 % || 7 % || 4 % || 3,4 % || 3,4 % || 4,1 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bürgerlich-Demokratische Partei|BDP]] || – || – || 13 % || 11,1 % || 13,9 % || –&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat setzt sich aus 3 FDP-, 2 SVP- und 2 unabhängigen Mitgliedern (zusammengefasst unter Uue – unabhängig und engagiert) zusammen (Stand 2024).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rueschegg.ch/wp-content/uploads/2020/11/Ergebnisse_Urnenwahlen_vom_29_11_2020.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Urnenwahlen vom 29. November 2020.&amp;#039;&amp;#039;] Website der Gemeinde Rüschegg, 29. November 2020 (PDF; 34&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rueschegg.ch/gemeinderatsmitglieder/ &amp;#039;&amp;#039;Gemeinderatsmitglieder.&amp;#039;&amp;#039;] Website der Gemeinde Rüshegg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stimmverhalten bei kantonalen und eidgenössischen Vorlagen ist gegenwärtig um einige Prozentpunkte liberaler als in der Nachbargemeinde Guggisberg, ist jedoch gesamthaft gesehen typisch für eine bernische Landgemeinde. Die Stimmbeteiligung bei den Nationalratswahlen betrug 2007 39 %, 2011 44 %, 2015 50,4 %, 2019 49,7 % und 2023 45,6 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sitz der Gemeindeverwaltung ist Hirschhorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist überdurchschnittlich vom Ackerbau und der Viehwirtschaft geprägt, auch wenn der Strukturwandel seit den 1980er-Jahren unübersehbar ist. Rüschegg hat keine Industrie. Einige Gewerbebetriebe der Baubranche (Holzverarbeitung) sind ansässig. Das im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch weit verbreitete [[Korb (Behälter)|Korbflechter]]- und [[Hausierer]]wesen (im Jahr 1900 hatten knapp 300 Rüschegger entsprechende kantonale Bewilligungen), verschwand in der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts völlig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Heubach befinden sich eine Filiale von [[Coop (Schweiz)]] sowie eine Arztpraxis und ein Altersheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüschegg erhält seit 1953 jährlich Zuwendungen aus dem kantonalen Finanzausgleich. 1964 betrug die Steuerkraft pro Kopf nur 28 % des kantonalen Durchschnitts, 1978 war sie immerhin auf knapp 50 % gestiegen. Der Anteil der juristischen Personen am Ertrag der [[Direkte Bundessteuer|direkten Bundessteuer]] beträgt nur 4 % (1997/98). Zum Vergleich: im Kanton Bern liegt der Wert bei 23 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Südlich von Heubach liegen die Feriensiedlungen [[Eywald]] (mit öffentlichem Schwimmbad und Tennisplatz) und [[Gustern]]. Im Gantrischgebiet befindet sich das Kurhaus [[Schwefelberg-Bad]]. Das Grandhotel [[Gurnigelbad]] in der Nachbargemeinde Riggisberg war bis zum Zweiten Weltkrieg als Arbeitgeber wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sommertourismus beschränkt sich meist auf Tagesausflügler, die aus der Agglomeration [[Bern]] zum Wandern anreisen. In Heubach bestand seit 1963 die erste Trockensprungschanze der Schweiz (zu Beginn der 1980er-Jahre abgebrochen) und in Rüschegg-Graben eine Minigolfanlage. Im Winter werden bei genügend Schnee im Eywald,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Thomi |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/wintersport-in-der-krise-kein-schnee-berner-mini-skigebiete-stehen-vor-dem-kollaps |titel=Wintersport in der Krise. Kein Schnee: Berner Mini-Skigebiete stehen vor dem Kollaps |werk=[[Schweizer Radio und Fernsehen|SRF News]] |datum=2024-02-13 |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Selital und beim Kurhaus Schwefelberg-Bad Skilifte betrieben sowie Langlaufloipen markiert. Im Weiler Längeneybad wurde von 2004 bis 2021, in der Regel jährlich und jeweils von April bis Oktober, der [[Seilgarten|Seilpark]] Gantrisch betrieben. Er bot sieben Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade mit Plattformen auf bis zu 36&amp;amp;nbsp;m Höhe an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilpark-gantrisch.ch/ Website des Seilparks Gantrisch], abgerufen am 14. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüschegg ist seit 1974 Mitglied in der Planungsregion Schwarzwasser, die inzwischen in der Planungsregion Gantrisch aufgegangen ist. Diese fördert bewusst den sanften Tourismus in diesem Naherholungsgebiet Berns. Konflikte gab es mit der Schweizer Armee, die im Selibühlgebiet einen Panzerschiessplatz betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Eine Postautolinie vom Bahnhof [[Schwarzenburg BE]] nach [[Riggisberg]] erschliesst seit 1928 die vier Orte um den Rüschegg-Hügel. Die Poststelle wird seit Frühling 2017 als Postagentur in der Coop-Filiale im Heubach geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 machte sich Rüschegg sogar Hoffnung auf eine eigene Bahnstation im Rahmen des Projektes einer Eisenbahnlinie von [[Thun]] nach [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]]. Die Gemeinde beteiligte sich an den Planungskosten, doch wurde das Projekt nicht verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rüschegg&amp;#039;&amp;#039; bedeutet «mit Binsen bestandene Egg», von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;rusch(e)&amp;#039;&amp;#039; bzw. schweizerdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Rüüsch&amp;#039;&amp;#039; «Binse, Sumpfpflanze» und &amp;#039;&amp;#039;eck, egg&amp;#039;&amp;#039; «spitze Kante, Bergrücken». Eine der frühesten Erwähnungen findet sich in einem [[Kartular]] des [[Kloster Rüeggisberg|Klosters Rüeggisberg]] um 1420: &amp;#039;&amp;#039;apud Ru&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;sseg&amp;#039;&amp;#039;. Auf einer [[Karte (Kartografie)|Karte]] taucht Rüschegg erstmals 1577/78 bei [[Thomas Schoepf]] auf, und zwar als &amp;#039;&amp;#039;Rüscheck pagus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BONB&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band VI. Huber, Frauenfeld 1909, Spalte 1480, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Rǖsch II&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/242905 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Guggisberg bildete Rüschegg den oberen Teil der [[Gemeine Herrschaft|Gemeinen Herrschaft]] [[Herrschaft Grasburg|Grasburg]]. Innerhalb Guggisbergs war das bewohnte Gebiet um den Rüschegg-Hügel als &amp;#039;&amp;#039;Schluchtteil&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Dieses verhältnismässig abgelegene Gebiet war [[Allmende|Allmendland]] der Gemeinen Herrschaft und wurde von Bettlern und Landstreichern bewohnt. Die Bettler konnten ihr Vieh auf der Allmend weiden lassen (Bettelordnung von 1676). 1803 kam die Gemeine Herrschaft Grasburg zu Bern und wurde Oberamt (ab 1831 Amtsbezirk) Schwarzenburg genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den [[Jahr ohne Sommer|Hungerjahren 1816/17]] und 1846/47 sowie ungünstigen klimatischen Verhältnissen Ende der 1830er-Jahre verarmte die Gemeinde Guggisberg restlos. Sie war die ärmste Gemeinde im ganzen Kanton Bern. Die Berner Regierung entsandte regelmässig Armenkommissäre. Um die Arbeitslast der überforderten Gemeindeverwaltung zu reduzieren, wurde 1860 die Gemeinde Guggisberg geteilt und aus dem Schluchtteil die Gemeinde Rüschegg gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüschegg blieb auch weiterhin nicht von Unheil verschont: 1892 brannte der Ort Hirschhorn ab, 1931 rutschte ein 65 Hektar grosses Gebiet nach starken Regenfällen ab, 1936 trat der Heubach dreimal kurz nacheinander über die Ufer, und das [[Schwarzwasser (Sense)|Schwarzwasser]] riss eine Brücke mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Rüschegg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulen ===&lt;br /&gt;
Bei der Gemeindeteilung 1860 bestanden je eine Schule in Hirschhorn, Bundsacker (Ortsteil von Heubach) und bei der Kirche Rüschegg. Weitere Schulhäuser entstanden 1881 in Rüschegg-Graben und Äugsten sowie 1893 in Gambach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren die [[Primarschule]]n Hirschhorn (mit Turnhalle) und Bundsacker (seit 1976 mit Kindergarten). Seit 1997 gibt es für die ganze Gemeinde eine zentrale [[Realschule]] im Bundsacker. Die [[Sekundarschule]] wird in Schwarzenburg besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rüschegg-Lied ===&lt;br /&gt;
Der langjährige Lehrer Fritz Stoll komponierte das &amp;#039;&amp;#039;Rüschegg-Lied&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne [[Jodeln|Jodel]] gesungen werden kann. Hier die erste Strophe:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sprache=de-CH|Am Fuess vo üsne Bärge und ob em fyschtre Wald,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ligt üsersch Rüscheggländli, wo’s mir am beschte gfallt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vo üsem schöne Chilchli gseh mir dürs Land dürus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Unterland da grüesst is mengs schöns u stattlechs Huus. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brauchtum ===&lt;br /&gt;
Jeweils im September findet in Riffenmatt (Gemeinde Guggisberg) der Brauch des [[Schafscheid]]s statt, bei dem die gemeinsam auf den Alpweiden gesömmerten Tiere wieder an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Der 1662 erstmals erwähnte Brauch wird mehr und mehr durch einen [[Jahrmarkt]] abgelöst. Der Tag des Schafscheids ist auch in Rüschegg ein lokaler Feiertag und schulfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--CHRONOLOGISCHE Sortierung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Dürrenmatt]] (1849–1908), von Guggisberg, Redaktor, 1868/69 Lehrer in Hirschhorn&lt;br /&gt;
* [[Johann Ulrich Hubschmied]] (1881–1966), Romanist, Germanist, Ortsnamenforscher&lt;br /&gt;
* [[Robert Kohli]] (1896–1977), Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Franz Gertsch]] (1930–2022), Kunstmaler, Ehrenbürger von Rüschegg seit 2006&lt;br /&gt;
* [[Egon Ammann]] (1941–2017), Verleger&lt;br /&gt;
* [[Dodo Hug]] (* 1950), Sängerin und Musikantin&lt;br /&gt;
* [[Erwin Beyeler]] (* 1952), früherer Bundesanwalt&lt;br /&gt;
* Theo Schmid (* 1953), Schauspieler, Autor, Regisseur, Musiker, Imker&lt;br /&gt;
* [[Stefan Riesen]] (* 1973), Triathlet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|482|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der Gemeinde Rüschegg 1860–1960.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Aufl. Gerber, Schwarzenburg 1980, ISBN 3-85699-102-6.&lt;br /&gt;
* Simon Oehrli: &amp;#039;&amp;#039;Schule Bundsacker: Festschrift Basar 1992.&amp;#039;&amp;#039; Rüschegg (Gemeinde) 1992 (behandelt nicht nur das Schulwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rueschegg.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Rüschegg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verwaltungskreis Bern-Mittelland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4742329-8|VIAF=170539698}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruschegg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rüschegg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1860]]&lt;/div&gt;</summary>
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