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	<title>Rümelinbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCmelinbach&amp;diff=1084978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anarabert: Lage</title>
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		<updated>2025-11-23T08:07:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| NAME= &lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= &lt;br /&gt;
| LAGE= {{CHE|WIDTH=25}}&lt;br /&gt;
* {{CH-BL|2=Kanton Basel-Landschaft|WIDTH=15}}&lt;br /&gt;
** [[Bezirk Arlesheim]]&lt;br /&gt;
* {{CH-BS|2=Kanton Basel-Stadt|WIDTH=15}}&lt;br /&gt;
| GKZ= &lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= Rhein&lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= Birsig//Rhein//Nordsee&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
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| LÄNGE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE= 2.4&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-QUELLE= &lt;br /&gt;
| QUELLE= Ableitung aus dem Birsig, historisch beim &amp;#039;&amp;#039;Binningerschutz&amp;#039;&amp;#039;; heute bei der &amp;#039;&amp;#039;Weihermatt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
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| QUELLSCHÜTTUNG= &lt;br /&gt;
| QUELLSCHÜTTUNG-REIHE= &lt;br /&gt;
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| QUELLE_LAT_GRAD= 47.54091&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 7.57604&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= CH-BS&lt;br /&gt;
| QUELLE_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-MÜNDUNG= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= in den Birsig, historisch hinter der Sattelgasse und hinter der Hutgasse; heute Ableitung durch den Zoo Basel&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= &lt;br /&gt;
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| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 47.55825&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 7.58739&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= CH-BS&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_AUFLÖSUNG= &lt;br /&gt;
| BILD = Rümelinbach 01.jpg&lt;br /&gt;
| BILD-BREITE = &lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG = Rümelinbach in der Schutzmatten&lt;br /&gt;
| NOAUTOKAT = ja&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rümelinbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;kleiner-, oberer-, hinterer Birsig&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Steinenbach&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein im 12. und Anfang 13. Jahrhundert angelegter [[Kanal (Wasserbau)|Kanal]]. Dieser liegt zwischen [[Binningen]] im [[Kanton Basel-Landschaft]] und der Stadt [[Basel]] im [[Kanton Basel-Stadt]] in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Der Rümelinbach wird bei der Baslerstrasse in Binningen, zwischen dem [[Schloss Binningen (Schweiz)|Schloss]] und der Einmündung der Weihermattstrasse, vom [[Birsig]] abgenommen. In einem separaten Kanal wird er linksseitig, parallel zu einem für die Birsig erstellten etwa 280 Meter langen geschlossenen Bauwerk (Kanal aus Beton), geführt. Nach der Postgasse, beim [[Abenteuerspielplatz#Robinsonspielplatz|Robinsonspielplatz]], treten die beiden [[Gewässer]] wieder ans Tageslicht. Der Rümelinbach fliesst offen durch das Gebiet Schutzmatten (ehemalige Spitalmatten) in Richtung [[Dorenbach]] und Bachletten. Auf dieser Ebene am Ausgang des Birsigtals, wurde der [[Zoo Basel|Zoologische Garten Basel]] erstellt. Der Rümelinbach durchquert den Zolli seit 1874. Teils offen, teils überdeckt je nach Gestaltung der Anlage. Er speist die diversen Wasserbecken, wird für die Reinigung des Parks und der Tiere, für die Bewässerung der Pflanzen und Tränkung der Tiere genutzt. Unter dem Platz beim Zolli Haupteingang wird der Rümelinbach wieder in den Birsig abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnern nur noch der Rümelinbachweg und das Steinenbachgässlein daran, dass der Rümelinbach einst ihnen folgend durch die Stadt Basel floss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Bis Anfang 15. Jahrhundert wurden die Namen &amp;#039;&amp;#039;kleiner-, oberer-, hinterer Birsig,&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Steinenbach&amp;#039;&amp;#039; verwendet, dann begann sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Rümelinbach&amp;#039;&amp;#039; durchzusetzen. Dass der Grund für die Namensänderung die Inbetriebnahme einer [[Wassermühle|Getreidemühle]] eines Müllers [[Rümelinsmühle (Basel)|Rümelin]] sein könnte ist naheliegend. Wann Rümelin seine Mühle erbaute ist jedoch nicht überliefert. Seine Mühle war im 13. Jahrhundert die einzige Getreidemühle innerhalb der [[Basler Stadtmauer]]. Rümelin versorgte Anwohner und Backstuben mit Getreidemehl. [[Mehl]] war für die Herstellung des Grundnahrungsmittels [[Brot]] und anderer Backwaren unerlässlich. Dies könnte die Obrigkeit der Stadt dazu bewogen haben in Anerkennung seiner Dienste zum Wohle der Einwohner den Kanal in &amp;#039;&amp;#039;Rümelinbach&amp;#039;&amp;#039; umzubenennen. Wie lange Müller Rümelin seine Mühle betrieben hatte und ob er diese Ehrung erlebte ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urkundlich belegt ist, dass im Jahre 1362 der [[Edelknecht]] Gregorius von Lörrach einen &amp;#039;&amp;#039;Drittel seiner Hofstatt genannt Rümelinsmühle&amp;#039;&amp;#039; an die Nonnen des [[Museum Kleines Klingental#Kloster und Klosterkirche|Klosters Klingental]] verkaufte. Am Rümelinsplatz Nr. 1 hat das Gebäude der einstigen Mühle etwa 725 Jahre gestanden, bis es 1957 abgebrochen und durch ein Geschäftshaus mit Ladenlokal ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Birsig Wuhr ZB BL 28 5.jpg|mini|Birsig-Wuhr, im Staubecken ist der Abzweig des Rümelinbach ersichtlich, um 1940]]&lt;br /&gt;
Der Ursprung des damals als &amp;#039;&amp;#039;kleiner Birsig&amp;#039;&amp;#039; benannten Kanals geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Eine erste Wasserentnahme aus dem Birsig wird bereits im Jahre 1193 erwähnt. Ein Hugo zur Walke betrieb die „Walkmühle“&amp;lt;ref&amp;gt;R. Wackernagel: [[:Datei:Wackernagel Geschichte der Stadt Basel Band 2,1.pdf|Geschichte der Stadt Basel]], Kapitel 2 „Das Stadtreglenemt“, 8. Buch, Band 2/1, Basel, 1911, ab Seite 271&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine [[Tuchwalker|Tuchwalke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie beim [[St. Alban-Teich]] war auch hier beabsichtigt [[Gewerbe]]betriebe in die Stadt Basel zu locken. Dieselbe Aufgabe wurde dem im minderen Basel&amp;lt;ref&amp;gt;«minder» bedeutet «klein» – also im kleinen Basel, heute [[Kleinbasel]]&amp;lt;/ref&amp;gt; errichteten [[Riehenteich]] zu Grunde gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 13. Jahrhunderts wurde im Birsig beim Binningerschutz ein [[Wuhr]] errichtet. Aus dem Staubecken konnte das Wasser für den als &amp;#039;&amp;#039;kleiner Birsig&amp;#039;&amp;#039; benannten Kanal abgeleitet werden. Er wurde durch die Spitalmatten und das Gebiet [[Basel-Bachletten|Bachletten]] bei der [[Basler Stadtmauer|Steinenschanze]] in die Stadt Basel geleitet. Seit 1206 floss er durch das Steinenbachgässlein, kreuzte den inneren Stadtgraben beim [[Kohlenberg (Basel)|Kohlenberg]] und folgte der Stützmauer des St. Leonhardsstiftes. Weiter ging es hinter den Häusern am [[Barfüsserplatz]] entlang. Der Leonhardsberg wurde gekreuzt. Unter den linksseitigen Häusern im Gerbergässlein verlief der Kanal bis zur Mühle des Müllers Rümelin. Nach dem Münzgässlein mündete der Kanal über zwei Arme, der Erste hinter der Hutgasse und der Zweite hinter der Sattelgasse&amp;lt;ref&amp;gt;Basler Bauten: [http://basler-bauten.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=191:ruemelinbach&amp;amp;catid=55&amp;amp;Itemid=139 Rümelinbach]. Abgerufen am 1. August 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; beim [[Marktplatz (Basel)|Marktplatz]] wieder in den Birsig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rümelinbach NEG 8586.jpg|mini|Rümelinbach am Pelikanweg in Basel, ca. 1938]]&lt;br /&gt;
Seit seiner Erstellung wurde der &amp;#039;&amp;#039;kleine Birsig&amp;#039;&amp;#039;, der spätere &amp;#039;&amp;#039;Rümelinbach&amp;#039;&amp;#039;, jahrhundertelang als Gewerbekanal genutzt. Vor der Stadt diente er der Landwirtschaft. In Stadtnähe und den neuen Gebieten in der Stadt entstanden diverse Mühlen und Stampfen. Viele Handwerker wie [[Färben|Färber]], [[Gerben|Gerber]], [[Schleifer]], [[Waffenschmied]]e ([[Panzermacher|Sarwürker]]), [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]], auch [[Bader]], liessen sich am Kanal nieder. Es entstanden Betriebe für die Herstellung von [[Schwarzpulver|Pulver]], [[Ölmühle|Öl]], [[Lohmühle|Lohe]], [[Tuch]] oder [[Tabak]]. Die [[Feuerwehr]] bezog für Brandbekämpfung, oder Abschwemmen von [[Abfall|Unrat]] Wasser aus dem Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre Wohnhäuser bezogen immer mehr Liegenschaftsbesitzer über Runsen (Wasserrinnen) Wasser aus dem Kanal. Seit 1874 leitet auch der Zoo Basel das benötigte [[Wasser]] für Tiere, Reinigungen und Wasserbecken ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Korporation ==&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Wassernutzungsberechtigten (Lehensberechtigten) stieg stark an. So gründeten sie 1459 die &amp;#039;&amp;#039;Korporation der Wasserinteressenten des Rümelinbachs&amp;#039;&amp;#039;. Zwischen 1460 und 1534 stieg die Anzahl der Nutzungsberechtigten von 185 auf 218 an. Im 17. Jahrhundert gingen die gesamten Verwaltungsarbeiten an das Wasseramt über. Dieses sollte die Erteilung der Konzessionen, Betreuung alter Wasserrechte, Aufteilung der Kosten auf die Lehensinhaber, sowie das Organisieren und Kontrollieren von Instandstellungsarbeiten usw., betreuen. Das Wasseramt führte auch die Rechnung. 1789 wurde das Wasseramt verstaatlicht und 1834 dem Bauamt unterstellt. 1866 wurden über 340 Wassernutzer betreut. Bis auf das Amt des Wassermeisters wurde das Wasseramt 1874 aufgelöst. Die Anzahl der Wassernutzungs- und Lehensberechtigten war rückläufig. Die anfallenden Kosten für Unterhalts- und Reparaturarbeiten mussten auf immer weniger Nutzer aufgeteilt werden, was jeweils zu Auseinandersetzungen führte. Das Amt des Wassermeisters wurde 1914 an den Strasseninspektor delegiert. Dieser war dem städtischen Bauamt (heute: Baudepartement) unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Korporation waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch drei Firmen vertreten. 1937 und 1938 entstanden an dem Wuhr erneut schwere Schäden durch Hochwasser. Die zu erwartende Kostenbeteiligung erachtete ein Mitglied der Korporation als zu hoch im Verhältnis zum Nutzen und schied aus. 1957 wurde die Korporation aufgelöst. Der Einwohnergemeinde, vertreten durch das Baudepartement, wurden die Rechte und Pflichten übertragen&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv der Stadt-Basel: [https://web.archive.org/web/20180321194329/https://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=264349 Korporation der Wasserinteressenten des Rümelinbach] Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben. Abgerufen am 1. August 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. Einziger Nutzer des Wassers aus dem Rümelinbach war nur noch der Zoologische Garten und dies seit 183 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Um- und Rückbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rümelinbach 03.jpg|mini|Hochwasser-Stauwehr]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rümelinbach 04.jpg|mini|Ableitung vor dem Hochwasser-Stauwehr in den Birsig]]&lt;br /&gt;
In den Jahren 1674 bis 1677 sollte der [[Dorenbach]] ab dem [[Allschwiler Weiher]] in einem neu angelegten Kanal, welcher der Kantonsgrenze Basel-Stadt und Basel-Landschaft folgt, in den Birsig entwässert werden. Im Gebiet Schutzmatten, im Margarethental, ergab sich eine niveaugleiche Kreuzung mit dem Rümelinbach. Der Dorenbach wurde durch einen [[Düker]] abgesenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 wurde an der Lage des heutigen [[Bahnhof Basel SBB|Centralbahnhofs]] ein neuer Gemeinschaftsbahnhof der [[Schweizerische Centralbahn|Schweizerischen Centralbahn]] (SCB) und der &amp;#039;&amp;#039;Compagnie du chemin de fer de Strasbourg à Bâle&amp;#039;&amp;#039; erstellt. Dies erforderte eine Verlegung der Gleise der [[Bahnstrecke Strasbourg–Basel]] (StB) vom [[Birsigviadukt]] weiter südwestlich zum [[Dorenbachviadukt]]. Hier musste der Rümelinbach die Gleise durch einen Düker unterqueren. Der nun nicht mehr benötigte Bahnviadukt wurde zur weiteren Nutzung an den Strassenverkehr abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Binningerschutz bis zur Stadtmauer war der Rümelinbach ein offenes Fliessgewässer. In der Innenstadt musste er teilweise aus Platzgründen oder Verlegung unter Gebäuden eingedolt werden. Offen floss er durch das Steinenbachgässlein. Im Gerbergässlein und der Münzgasse musste er teilweise eingedolt werden. Über die offenen Fliessgewässer in Städten wurde Unrat, Abwässer und Fäkalien der [[Toilette|Abtritte]] entsorgt, so auch über den Rümelinbach und den nahen Birsig. Diese Missstände begünstigten die Verbreitung der im Juli bis Oktober 1855 in Basel umgehenden Cholera asiatica. Erst die Typhus-Epidemie in den Jahren 1865 und 1866 veranlasste die Obrigkeit der Stadt, sich Gedanken über die Ursachen und deren Beseitigung zu machen. Die umgesetzten Versuche erbrachten jedoch nicht den erhofften Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die staatliche Behörde, das Bauamt, begann ab 1875 weitere Teilstücke des Rümelinbachs einzudolen. Im selben Jahr wurde der Grundstein für das [[IWB|Gas- und Wasserwerk Basel]] gelegt. Dies hatte zur Folge, dass die Anzahl der Wassernutzer am Rümelinbach stark zurückging. Die Liegenschaftsbesitzer bemühten sich um sauberes, aufbereitetes Wasser des Stadtwerkes. Dieser Wandel hatte zur Folge, dass 1905 der Rümelinbach ab dem Zoologischen Garten in die Innenstadt stillgelegt werden konnte. Unter dem Haupteingang des Zollis wurde der Rümelinbach in einem unterirdischen Kanal in den Birsig abgeleitet. Die nun noch offenen, nicht mehr benötigten Kanalteile in der Stadt wurden bis 1957 komplett eingedolt und wo erforderlich zurückgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die immer wieder anfallenden hohen Reparaturkosten an der Wuhr durch Hochwasser und die dadurch entstehenden Versorgungsprobleme im Zolli lösten 1957 Umbauarbeiten aus, die 1961 abgeschlossen werden konnten. Das Staubecken wurde abgelassen und das Wuhr aus dem Birsig entfernt. Von der Weihermattstrasse bis zum Robinsonspielplatz wurde links der Baslerstrasse je ein 280 Meter langer Kanal für Birsig und Rümelinbach erstellt. Diese Kanäle weisen unterschiedliche Gefälle auf. Der Rümelinbach etwa 0,2 %, der Birsig etwa 1,1 %. Durch den Gefällsunterschied konnte die Höhe des ehemaligen Staubeckens erreicht werden. Somit konnte der Rümelinbach wieder in seinem angestammten Bachbett zum Zolli fliessen. Beim Austritt der beiden Gewässer aus den Kanälen wurde in den Rümelinbach ein [[Wehr (Wasserbau)|Stauwehr]] eingebaut. Über dieses kann bei Hochwasser zu viel anfallendes Wasser direkt wieder in den Birsig abgeleitet werden. Dadurch kann der Zolli vor Überschwemmungen geschützt werden. Bei [[Niedrigwasser]] im Birsig kann über das Stauwehr der Wasserabfluss zum Zolli reguliert werden, um den Fischbestand im Birsig nicht zu gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1996 und 1997 konnte die [[Baselland Transport|BLT]] die zwischen den Haltestellen Binningen Oberdorf und bis nach Binningen Schloss bestehende Einspurstrecke der ehemaligen [[Birsigthalbahn-Gesellschaft|BTB]] auf Doppelspur ausbauen&amp;lt;ref&amp;gt;Tram Basel: [https://www.g-st.ch/trambasel/bvb_blt/htmlsite/hst_binnoberdorf.html Haltestelle: Binningen Oberdorf]. Abgerufen am 15. August 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das bestehende Gleis in der Baslerstrasse wurde ausgebaut und die neuen Gleise über den Kanal von Birsig und Rümelinbach verlegt. Dadurch konnte die Strasse entlastet und die ab Basel bestehende Doppelspurstrecke um etwa 400 Meter verlängert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eduard Schweizer: &amp;#039;&amp;#039;Die Wasserrechte am Rümelinbach. Teil 2&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1922/1922_0491.html Basler Jahrbuch 1922, S. 253–291].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* altbasel.ch: [https://altbasel.ch/haushof/ruemelins_muehle.html Die Rümelinsmühle]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20180321194329/https://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=264349 Korporation der Wasserinteressenten des Rümelinbach, 1850–1957.] Staatsarchiv Basel-Stadt&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Daniel Bruckner]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Versuch einer Beschreibung historischer und natürlicher Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel&lt;br /&gt;
   |Band=IV&lt;br /&gt;
   |Datum=1749&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Der so genannte Schutz&lt;br /&gt;
   |Seiten=346–348&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=_O4OAAAAQAAJ |Seite=346}}}}&lt;br /&gt;
* Mühlenfreunde.ch: [https://muehlenfreunde.ch/de/medien-archive/ Archiv Mühlenbriefe] (Mühlenbrief 11 anklicken lädt ein pdf) ab S 9. Abgerufen am 1. August 2021&lt;br /&gt;
* [http://www.basler-bauten.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=191:ruemelinbach&amp;amp;catid=55:gewaesser&amp;amp;Itemid=86 Rümelinbach] auf der Website &amp;#039;&amp;#039;Basler Bauten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rumelinbach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Rhein|KRümelinbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Basel-Landschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Kanton Basel-Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Kanton Basel-Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Kanton Basel-Landschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anarabert</name></author>
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