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	<title>Rügen Radio - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:59:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCgen_Radio&amp;diff=185410&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Känguru1890: Revert - Belegpflicht beachten</title>
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		<updated>2025-09-08T17:52:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:BEL&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:BEL (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Belegpflicht&lt;/a&gt; beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Rufzeichen]]: DHS / Y5M) war eine [[Küstenfunkstelle]] in [[Deutschland]]. Sie hatte ihre Betriebszentrale im Ort [[Glowe]], die [[Sendeanlage]] befand sich im Ort [[Lohme]] auf der Insel [[Rügen]] und eine ihrer Aufgaben war die Verbreitung von [[Sturmwarnung]]en und [[Seewetter]]berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; im Zusammenhang mit der Verbreitung von [[Sturmwarnung]]en und [[Seewetter]]berichten für die [[Ostsee]] und [[Nordsee]]. In: [[Deutsches Hydrografisches Institut]] (Hrsg.): Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Wetter und Warnfunk.&amp;#039;&amp;#039; (1963–2006) – bibliografischer Nachweis beginnend in 1963 unter {{DNB|455497435}} sowie alle Ausgaben unter {{DNB|013297384}} &amp;lt;/ref&amp;gt;  Größere öffentliche Bekanntheit erlangte die Küstenfunkstelle mit der ab 1977 ausgestrahlten Fernsehserie [[Zur See]] in Folge 5 &amp;#039;&amp;#039;Ruf an Rügenradio&amp;#039;&amp;#039;, in welcher von dem Lehr- und Frachtschiff &amp;#039;&amp;#039;[[J. G. Fichte (Schiff)|J. G. Fichte]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Seereederei Rostock|Deutschen Seereederei]] aus der Kontakt zu einer der [[Universitätsmedizin Rostock|Rostocker Universitätskliniken]] für das für Patienten aus der Berufsgruppe der [[Seeleute]] bedeutsame [[Medico-Gespräch]] hergestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; mit Hinweis auf [[Medico-Gespräch]].  In: Erno Wiebeck (Hrsg. und Mitautor), Wolfgang Althoff u.&amp;amp;nbsp;a. [[Mitautor]]en: &amp;#039;&amp;#039;BI Taschenlexikon Lexikon Schiffbau Schiffahrt.&amp;#039;&amp;#039; , [[Bibliografisches Institut]] Leipzig, 1. Aufl. 1980 – {{DNB|810117851}} sowie 2. Aufl. 1982, Seite 254 - {{DNB|203548515}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sendeanlage Rügen Radio Lohme.jpg|mini|Ehemalige Sendeanlage in Lohme]]&lt;br /&gt;
== Die Anfänge ==&lt;br /&gt;
Durch das stetige Anwachsen der [[Seeschifffahrt]] zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde funktechnische Betreuung der [[Schiff]]e auch in der [[Ostsee]] dringend erforderlich. Hauptaufgabe sollten Funkwache und [[Funkverkehr]] zur Sicherung des menschlichen Lebens auf See sein. Am 11.&amp;amp;nbsp;September 1911 wurde deshalb in [[Swinemünde]] eine Küstenfunkstelle in Betrieb genommen. Sie wurde „Küstenfunkstelle Swinemünde“ (gleichzeitig der Name für den Anruf im Sprechfunkverkehr) benannt und als Rufzeichen &amp;#039;&amp;#039;(internationales Unterscheidungssignal und sozusagen als „Kurzname“ im Morse-Funkverkehr)&amp;#039;&amp;#039; wurden ihr die Buchstaben &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DAS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1930 bis 1932 ==&lt;br /&gt;
Ab 1930 wurde der Bau einer leistungsfähigeren Küstenfunkstelle notwendig. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Standortänderung vorgenommen, um mit der Küstenfunkstelle mehr in das [[Mittelpunkt|Zentrum]] des zu versorgenden Seegebietes zu kommen. Wegen der begünstigenden Abstrahlvorzugsrichtung war ein Standort im Norden der Insel Rügen günstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elektrische Feldstärke|Feldstärkemessungen]] ergaben, dass der günstigste Punkt für die Errichtung einer Funkempfangsstelle der Ort Glowe am Anfang der [[Schaabe]] und für die Errichtung der Funksendestelle der in östlicher Richtung 10&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernt liegende Ort Lohme auf der [[Halbinsel]] [[Jasmund]] bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ist zu bemerken, dass damals an Funkverkehr auf [[Mittelwelle]] und auf [[Grenzwelle]] gedacht war. Das reichte aus, um die gesamte [[Schifffahrt]] im Gebiet der mittleren und südlichen Ostsee zu versorgen. Weiter entfernte Seegebiete waren durch andere Küstenfunkstellen angebunden. Damals begann man gerade erst die [[Kurzwelle]] für die Überbrückung großer Entfernungen zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funkempfangsstelle wurde etwa 400 Meter vor dem östlichen Ortseingang von Glowe errichtet. Die Funksendestelle wurde auf dem südlich von Lohme liegenden Hügel, dem „Teufelsberg“, erbaut. Die neuerrichtete Küstenfunkstelle erhielt die Bezeichnung „Küstenfunkstelle Rügen Radio“, behielt aber als „Andenken“ an den bisherigen Standort Swinemünde das Rufzeichen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DAS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1932 wurden Personal und technische Einrichtungen von Swinemünde zu den neuen Standorten auf Rügen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; in das Funkwesen der [[Kriegsmarine]] integriert. Unter anderem wurde berichtet, dass von Glowe [[Fernmeldeaufklärung]] (Abhören und Entschlüsseln gegnerischer Funkverbindungen) in Richtung [[Nordatlantik]] erfolgt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde der Betrieb eingestellt. Zwei Tage vor dem Eintreffen der [[Rote Armee|Roten Armee]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; gesprengt. Übrig blieb ein Wohnhaus direkt an der Straße.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Nach anderen Aussagen wurde &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; kurz nach Kriegsende gesprengt, weil nach den Bestimmungen des [[Potsdamer Abkommen]]s militärisch genutzte (Funk-)Anlagen zu vernichten waren. (Diese Aussage erscheint mir völlig abwegig, denn im Westen wurde nichts dergleichen gesprengt. Scheint Fehlinfo zu sein. Wer das bestätigen kann, kann den Block hier ja dann vollständig herausnehmen. Ich lasse ihn sicherheitshalber noch drin --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte einarbeiten&lt;br /&gt;
Zusatz !!!!&lt;br /&gt;
Aufgabe der Küstenfunkstelle: Es wurden durch den Funkbeobachtungsdienst (B-Dienst) feindlicher Funkverkehr aus Richtung Nordatlantik und dem Nordmeer abgehört und decodiert. Diese wurden dann für die Angriffe der U-Boot-Waffe auf Geleitzüge verwendet. Eine Gegenschaltstelle befand sich in Kirkenes. Bei schlechten Wetterbedingungen wurde diese mit einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Thema Sprengung: Die Funkstelle wurde nicht durch die Angehörigen der Kriegsmarine gesprengt. Die Sprengung erfolgte erst nach dem Abrücken der B-Dienst Funker. Mein Vater, Peter Buß, war als erster Funkbeobachter bis zuletzt auf der Empfangsstelle Glowe stationiert. Es wurden nur die Funkmasten gesprengt. Am 6. oder am 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 verließen die Marinesoldaten von Saßnitz aus die Insel Rügen über die Ostsee in Richtung Westen. Einer von Ihnen blieb auf der Insel und wurde später wieder in der Funkstelle der DDR eingesetzt. Name ist mir bekannt und der Sohn bestätigt mir meine Angaben über die Sprengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbleib der Soldaten&lt;br /&gt;
Die Marinesoldaten wurden in Großenbrode (Schlewig-Holstein) in einem Kriegsgefangenen-Lager registiert. Mein Vater lebte noch bis 2004 in Ostfriesland. Nach dem Ende der DDR nahm er Kontakt zu Rügen Radio auf. Leider erzählte man nichts über seinen alten Kameraden, der zu dem Zeitpunkt noch lebte, obwohl mein Vater sich nach dem alten Kameraden in meiner Anwesenheit erkundigte. Sein Sohn schrieb mich 2010 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erinnerung an die Obergefreiten Hans Hellmich,Gehard Gavenus, Peter Buß und alle ehemaligen Kriegsmarine Funker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Richtigkeit der Angaben : Uwe Buß, Oldenburg&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== 1945 bis zur „Wende“ ==&lt;br /&gt;
Im Zuge des allmählichen Aufbaus der [[Volkseigentum|volkseigenen]] Fischwirtschaft entstand in [[Sassnitz]] auf Rügen eine [[Kutter (Bootstyp)|Kutterflotte]]. Zu deren Lenkung und zur Betreuung der Menschen auf See konnte auf eine funktechnische [[Nachrichtenübertragung]] nicht verzichtet werden. Das [[VEB Fischfang Saßnitz|Fischkombinat]] nahm deshalb ab Ende 1948 Verhandlungen mit der damaligen Hauptverwaltung Funkwesen auf. Diese erklärte sich bereit, eine neue Küstenfunkstelle zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiederaufbau der zerstörten Küstenfunkstelle erfolgte unter Leitung der [[Oberpostdirektion]] [[Schwerin]] durch das [[Telegrafenbauamt]] [[Stralsund]]. Sie nahm am 22. September 1949 um 03:00&amp;amp;nbsp;Uhr morgens zunächst von Lohme aus den [[Telefonie]]-Funkverkehr mit den ersten beiden Kuttern der Fischfangflotte Sassnitz auf. Das Rufzeichen der neuen Küstenfunkstelle wurde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DHS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Hochseefischereiflotte der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], die Ausdehnung der Fanggebiete bis zur [[Nordsee]], später bis zum [[Europäisches Nordmeer|Nordmeer]] und zur [[Barentssee]], erforderten eine Erweiterung der technischen Anlagen von &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; sowie die räumliche Trennung der Funksende- und Funkempfangsstelle, um den Empfang der leistungsschwachen Schiffssender nicht durch die eigene starke Aussendung zu beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sendestelle blieb in Lohme, während die Empfangsstelle in Glowe zunächst in einigen Räumen eines Wohnhauses untergebracht wurde. Das Gebäude der Funkempfangsstelle wurde, in Anlehnung an den alten Stil, wiedererrichtet und 1953 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur aktuellen Information der [[Seemann|Seeleute]] wurde 1953 mit der Aussendung einer sogenannten „Schiffspresse“ begonnen. Sie erschien täglich mit Neuestem aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport. In der Ferne hatten diese Neuigkeiten aus der Heimat einen hohen Stellenwert bei den Besatzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1957/1958 wurden Nachrichtenverbindungen von &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; zu Schiffen der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] auf allen [[Ozean]]en hergestellt. Ab 1958 wurden auch erste Seefunkgespräche auf [[Kurzwelle]] durchgeführt. Ende 1964 waren es rund 480&amp;amp;nbsp;Seefunkstellen &amp;#039;&amp;#039;(das ist die im Zusammenhang mit dem Seefunkdienst übliche Bezeichnung für ein Schiff)&amp;#039;&amp;#039; der DDR, die über &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; mit der Heimat Verbindung halten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Handels- und Fischereiflotte der DDR und das verstärkte Anlaufen der Häfen durch fremde Schiffe machten eine erneute Nachrüstung der technischen und betrieblichen Anlagen dieser Küstenfunkstelle notwendig. Diese Erweiterungen wurden vorwiegend 1965 und 1966 realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aufgabenausweitung kam auf &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; zu, als durch den [[Sechstagekrieg]] im [[Naher Osten|Nahen Osten]] der [[Sueskanal|Suezkanal]] geschlossen wurde. Die erheblich weiteren Seewege um das [[Kap der Guten Hoffnung]] herum und durch den [[Panamakanal]] wurden erforderlich und mussten funktechnisch sichergestellt werden. Im Jahr 1967 wurde Funkverkehr mit inzwischen ungefähr 560&amp;amp;nbsp;Schiffen der DDR abgewickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1968 wurde ein [[Dispatcher]]platz für Kurzwellen-[[Telegrafie]] eingerichtet, um den zugenommenen Fernverkehr effektiver koordinieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisher verwendeten [[Richtantenne|Richt]]-Empfangsantennen waren etliche Jahre vorher definiert für die damals befahrenen Seegebiete geplant und gebaut worden. Inzwischen wurden außerdem viele andere Gebiete befahren. Und eine ordentliche Küstenfunkstelle musste auf allen Seefunk-Kurzwellen-Frequenzen und in alle Richtungen mit Richtantennen „hören“ können. Ab 1972 wurde daher ein System von acht [[Antennentechnik|V-Antennen]] (je eine für 45&amp;amp;nbsp;Grad Öffnungswinkel) an einem einzigen Mast eingesetzt. Dieser „V-Stern“ hat sich bis zum Ende des Kurzwellenverkehrs von &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; gut bewährt. Neben den Vorteilen durch die stabilere Funkverbindung wurde dadurch auch der Aufwand für die Instandhaltung des Antennenparks stark reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde die DDR politisch anerkannt, in die [[Vereinte Nationen|UNO]] aufgenommen, trat dem [[Weltpostverein]] und dem [[Internationale Fernmeldeunion|Internationalen Fernmeldeverein]] bei. Das blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeit von &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039;. Die Küstenfunkstelle der DDR erhielt auch für [[Reederei]]en „nichtsozialistischer“ Staaten Bedeutung. Nun „durfte“ Telegramm- und Gesprächsverkehr auch über &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; geführt werden. Die [[Erlös]]e aus diesem Funkverkehr stiegen innerhalb eines Jahres (von 1973 bis 1974) um 50&amp;amp;nbsp;[[Prozent]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1970er Jahre erhielt die DDR neue Rufzeichen für ihre Funkstellen, nämlich die Rufzeichenreihe Y2A … Y9Z. Das war konsequent, denn die [[Vollzugsordnung für den Funkdienst]] legte fest, dass die Staatszugehörigkeit einer Funkstelle aus ihrem Rufzeichen (erstes und zweites Zeichen) erkennbar sein soll. Bis dahin gab es keine erkennbaren Unterschiede bei der Zuteilung der Rufzeichen. &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; erhielt nun das Rufzeichen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Y5M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwendezeit und das Ende von Rügen Radio ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Letzter Rügen-Radio-Sendemast in Lohme.jpg|miniatur|Der letzte Sendemast in Lohme wird abgebaut]]&lt;br /&gt;
Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik kehrte &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; zum alten Rufzeichen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DHS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1990 erfolgte der [[Deutsche Wiedervereinigung|Beitritt]] der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Damit entstand, was den Küstenfunkdienst anging, die folgende Situation: Im westlichen Norddeutschland gab es die sehr gut ausgerüsteten Küstenfunkstellen [[Norddeich Radio]], [[Kiel Radio]] und [[Elbe-Weser Radio]], die zur [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]] gehörten. Die Deutsche Bundespost war ungleich leistungsfähiger als die [[Deutsche Post (DDR)|Deutsche Post der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kiel Radio&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Elbe-Weser Radio&amp;#039;&amp;#039; arbeiteten bereits im Nahbereich, d.&amp;amp;nbsp;h. mit Schiffen in der Nord- und Ostsee. &amp;#039;&amp;#039;Norddeich Radio&amp;#039;&amp;#039; führte zudem außer im Nahbereich auch Kurzwellen-Weitverkehr mit Schiffen auf allen Weltmeeren durch. Hinzu kam, dass die Küstenfunkstellen in den [[Alte Bundesländer|alten Bundesländern]] nicht mehr voll ausgelastet waren, weil ein zunehmender Teil des Funkverkehrs im küstennahen Bereich über die [[Mobilfunk]]netze abgewickelt wurde, ein ebenfalls zunehmender Teil des Funkverkehrs mit fernen Schiffen über [[Inmarsat|Satellitenverbindungen]] lief sowie immer weniger deutsche Besatzungsmitglieder zur See fuhren, und damit auch der private Funkverkehr über deutsche Küstenfunkstellen zurückging. Deshalb lag es nahe, den Weitverkehr (auf Kurzwelle) allein nur noch bei &amp;#039;&amp;#039;Norddeich Radio&amp;#039;&amp;#039; zu konzentrieren. &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; stellte den Weitverkehr ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funkempfangsstelle Glowe wurde zwar noch einmal technisch neu ausgestattet und übernahm sogar für wenige Jahre den gesamten deutschen UKW-Küstenfunkdienst in der Ostsee, während &amp;#039;&amp;#039;Kiel Radio&amp;#039;&amp;#039; geschlossen wurde. Weil der Küstenfunkverkehr aber immer weiter zurückging, auch die Dienste auf Mittel- und Grenzwelle sich nicht mehr lohnten und für die Sicherheit der Schifffahrt entbehrlich wurden, stellte 1998 &amp;#039;&amp;#039;Rügen Radio&amp;#039;&amp;#039; den Küstenfunkdienst vollständig ein. Der UKW-Küstenfunkdienst wurde vorerst bei &amp;#039;&amp;#039;Norddeich Radio&amp;#039;&amp;#039; konzentriert, bis auch dieses aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte der bis dahin das Ortsbild von Lohme prägenden Sendemasten wurde am 4. April 2018 abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Dieser Text basiert auf den Erinnerungen von Georg Fiege, ehemaliger Amtsleiter von Rügen-Radio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|270473556}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fdeiters.de/ Private Homepage zum Küstenfunk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=54/34/17/N |EW=13/29/3/E |type=landmark |region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rugen Radio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sendeanlage in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küstenfunkstelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schifffahrt (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glowe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Lohme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telekommunikation (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Känguru1890</name></author>
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