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	<title>Rübenau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCbenau&amp;diff=2132300&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Commonscat)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%BCbenau&amp;diff=2132300&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-22T18:07:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Commonscat)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Rübenau&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Große Kreisstadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Marienberg&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/35/55.49/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/18/12.79/O&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-SN&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 675 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 610&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 780&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 840&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;EWZ_2025&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.marienberg.de/leben-in-marienberg/stadtportrait/zahlen-fakten |titel=Zahlen &amp;amp; Fakten |abruf=2025-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2025-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1994-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Hirtstein (Gemeinde)|Hirtstein]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 09496&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 037366&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20060924015DR Rübenau (Marienberg) Ortslage mit Kirche.jpg|mini|Dorfmitte mit Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Rübenau (Holz).jpg|mini|hochkant|Ortswappen Rübenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rübenau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Sachsen|sächsischen]] Stadt [[Marienberg]] im [[Erzgebirgskreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Rübenau ist ein weitverzweigtes Dorf an der südlichen Grenze Sachsens zu [[Tschechien]]. Rundum von Wäldern umgeben, liegt es in einer Höhe von 610&amp;amp;nbsp;m bis {{Höhe|780|DE-HN|link=1}} auf dem Erzgebirgskamm. Das 7,74&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; große Dorf besteht aus den ehemals eigenständigen Ortschaften Rübenau, Obernatzschung, Niedernatzschung sowie Einsiedel-Sensenhammer und darin den Häusergruppen Einsiedler Straße, Flügel, Gasse, Grund, Hammerweg, Heidehäuser, Hirschberg, Hradschin, Krähwinkel, Kriegwald, Lochmühle, Maiberg, Neunhäuser, Strohhübel, Wasserhäuser und Ziegengasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgedehnte Waldgebiete, auf deutscher Seite der „Kriegwald“ und auf tschechischer Seite die ehemaligen „Rothenhauser Waldungen“&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Gabriela Maria Theresia von Rottenhan (1784–1863) heiratete 1806 Georg Graf von Buquoy (1781–1851) und brachte die Herrschaften Rothenhaus (böhmisches Erzgebirge), Preßnitz und Schloss Hauenstein in die Ehe ein; das begründete die Linie Buquoy-Rottenhan.&amp;lt;/ref&amp;gt;, riegeln den Ort auf deutscher Seite gegenüber seinen Nachbarorten ab. Etwa 2,5&amp;amp;nbsp;Kilometer nordöstlich liegt der {{Höhe|842|DE-NN}} hohe [[Steinhübel (Sachsen)|Steinhübel]]. Südlich und östlich der Ortslage verläuft die [[Natzschung (Fluss)|Natzschung]], die hier die Grenze zu Tschechien bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf gehört zu den sächsischen Streusiedlungen in den erzgebirgischen Kammlagen mit meist weit auseinander liegender Bebauung. Laut dem Bodenrichtwertsystem Boris liegt der [[Bodenrichtwert]] meist zwischen 0,44 und 0,66.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bodenrichtwerte-boris.de/ &amp;#039;&amp;#039;Suche nach Rübernau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;BORIS-D Bodenrichtwertinformationssystem für Deutschland,&amp;#039;&amp;#039; ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Bundesländer, abgerufen am 12. Februar 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es grenzt auf drei Seiten an Tschechien, zumeist ohne Wald sowie dem ehemals deutschen Dorf [[Kalek]] (Kallich) und dessen Ortsteilen [[Jindřichova Ves]] (Heinrichsdorf) und [[Načetín (Kalek)|Načetín]] (Natschung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltungstechnisch gehört Rübenau seit dem 1. Januar 1994 zusammen mit [[Kühnhaide (Marienberg)|Kühnhaide]], [[Reitzenhain (Marienberg)|Reitzenhain]] und [[Satzung (Marienberg)|Satzung]] zur Gemeinde [[Hirtstein (Gemeinde)|Hirtstein]]. Seit dem 1. Januar 2003 ist das Dorf im Zuge der [[Liste der Eingemeindungen in die Stadt Marienberg|Eingemeindungen]] ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Marienberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ort führt die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen ab der S 200#S 216|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;216]] Reitzenhain – Olbernhau. Etwa in der Ortsmitte zweigt von ihr die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen ab der S 200#S 217|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;217]] nach Ansprung ab, die an der [[Bundesstraße 171]] endet. Seit Anfang 2008 ist die Grenzbrücke nach [[Kalek]] (Kallich) für den PKW-Verkehr freigegeben. Der Übergang nach [[Načetín (Kalek)|Načetín]] (Natschung) ist für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=&lt;br /&gt;
 | NORD=[[Ansprung]]&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=[[Kühnhaide (Marienberg)|Kühnhaide]]&lt;br /&gt;
 | OST=[[Rothenthal]]&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=[[Načetín (Kalek)|Načetín (Natschung)]]&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=[[Kalek|Kalek (Kallich)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Liesel 05-09-2010 Kirche Rübenau 01.jpg|mini|Die „Heilig-Geist-Kirche“ mit angeschlossenem Friedhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rübenau, Heiliggeist-Kirche.jpg|mini|hochkant|Die Kirche von Südwesten aus gesehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlass der Holzordnung des Kurfürsten [[August (Sachsen)|August von Sachsen]] von 1560, erreichten die Baumrodungen auch die Kammlagen des Erzgebirges. Auf den Stockräumen entstanden neue Dörfer. Die Gründung von Rübenau als eine der entlegensten Ansiedlungen geschah noch etwas später. Bis 1595 war in historischen Schriften dreimal nur vom fischreichen Bach &amp;#039;&amp;#039;Rübenaw&amp;#039;&amp;#039; ([[Slawische Sprachen|slawisch]] &amp;#039;&amp;#039;ryba&amp;#039;&amp;#039; ‚Fisch‘) die Rede, auch &amp;#039;&amp;#039;Riebenau oder Riebenaw&amp;#039;&amp;#039; geschrieben. Eine Karte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Sächsisches Hauptstaatsarchiv (SHStA) Dresden, 12884 Karten, Risse, Bilder, Nr. Schr R, F 003, Bl 98, Bl. 98 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des kursächsischen Landvermessers [[Matthias Oeder]] von 1580 zeigt, wie wenig erschlossen diese Flur damals noch ist. Es sind erst sieben Gebäude eingetragen: zwei im Ortsteil Einsiedel, wo Christoph Gneuss und Hans Steinhard einen Sensenhammer und ein Wohnhaus errichten durften, ein Forsthaus auf der alten [[Jirkov|Görkauer]] Straße, ein Haus mit Brettmühle auf böhmischer Seite, zwei Gebäude an der [[Chomutov|Komotauer]] Straße und ungefähr in der heutigen Dorfmitte das „Lehn Haus“ (Lohnhaus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor Rübenau entstand, hatten schon einige Holzfäller und Köhler in der waldreichen Gegend ihre bescheidenen Hütten errichtet. Als sich aber immer mehr Menschen hier ansiedelten, hielt es die kurfürstliche Obrigkeit für angezeigt, der Gegend „uffm Walde“ einen Namen zu geben. Man benannte sie einfach nach dem Bach, der dort zu Tal floss. Im Jahr 1595 ist im Amts-Erbbuch von [[Amt Lauterstein|Lauterstein]] auf Blatt 194&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=SHStA Dresden, Loc. 40086 Ambts Lauterstein Erb-Buch 1595, Bl. 194 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Gründungsurkunde von Rübenau zu finden. Seitdem existiert das Dorf Rübenau offiziell. Die Jahreszahl 1595 wird auch im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hov.isgv.de/R%C3%BCbenau |titel=Rübenau |werk=hov.isgv.de |sprache=de |abruf=2025-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es noch keine Ortschaft Rübenau gab, begann die erste namentlich verbürgte Besiedlung ab 1580 mit dem Müller und Bäcker Georg Müller aus [[Olbernhau]], dessen dortige Mühle abgebrannt war. In der Nähe des Baches Rybenaw durfte er nach mehreren Bittbriefen mit kurfürstlicher Erlaubnis abgeholzten Waldboden [[Urbarmachung|urbar]] machen, eine kleine hölzerne [[Mahlmühle]] und einen Backofen errichten, einen Mühlgraben anlegen, sich Vieh anschaffen, Getreide anbauen und Brot backen. 1590 zerbrach sein [[Wasserrad|Mühlrad]]. Weil er kein Geld, aber Zinsschulden im Amt Lauterstein hatte, war er gezwungen, seine Mühle an den ihm bekannten Jonas Oehmichen zu verkaufen. &amp;#039;&amp;#039;„Der Möller uf der Ribenau gestorben“,&amp;#039;&amp;#039; ist 1591 im Sterberegister der benachbarten Stadt [[Zöblitz]] zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ökonomisch und sozial hatten von 1591 bis weit ins 19. Jahrhundert die wechselnden Besitzer des Rübenauer Gutes als [[Gutsherrschaft|Guts]]- und [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherren]] eine beherrschende Rolle inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
1595 bis 1856 [[Amt Lauterstein]], 1856 Gerichtsamt Zöblitz, 1875 [[Amtshauptmannschaft Marienberg]], 1952 [[Kreis Marienberg]], 1994 zur Landgemeinde [[Hirtstein (Gemeinde)|Hirtstein]] im [[Mittlerer Erzgebirgskreis|Mittleren Erzgebirgskreis]], seit 1. Januar 2003 ein Ortsteil der Stadt [[Marienberg]]. Seit 2008 gehören all Ortsteile zum [[Erzgebirgskreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Die Häuser „uffm Walde“ (ab 1595 Rübenau) und der Ortsteil Einsiedel (ab 1875 Einsiedel-Sensenhammer) waren bis 1607 Teil der [[Parochie]] [[Zöblitz]]. Die dortigen [[Kirchenbuch]]eintragungen beginnen 1577. 1607 wurde in Rübenau eine erste kleine hölzerne evangelische „[[Heilig-Geist-Kirche]]“ eingeweiht. Die zweite Heilig-Geist-Kirche, eine [[Barock]]kirche mit großem [[Dachreiter]], wurde 1714 geweiht. Rund 140 Jahre (bis 1853) blieb Rübenau eine [[Filialkirche]] der Parochie Kühnhaide. Einsiedel-Sensenhammer wurde 1752 u. 1930 eingepfarrt, Nieder- und Obernatzschung 1840 und 1930. Seit 1853 ist Rübenau mit den Ortsteilen Niedernatzschung, Obernatzschung und Einsiedel-Sensenhammer eine eigenständige Kirchgemeinde. 1887 erhielt die Kirche als Ersatz eine neue Orgel, gebaut von [[Carl Eduard Schubert]] mit 12 Registern. Seit 2006 gehört die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Rübenau dem 2021 erweiterten Evangelisch-Lutherischen Kirchspiel Olbernhau an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Schon 1608 erhielt Rübenau neben seiner ersten Kirche ein Pfarrhaus, das zugleich Schulhaus war. Theophilus Schumann, der erste Pfarrer, war auch für den Schulunterricht verantwortlich. 1835 wurde in [[Bildungsgeschichte Sachsens|Sachsen]] die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Mit dem Bevölkerungswachstum entstanden vier weitere Schulen: 1866 im Ortsteil Obernatzschung, 1875 in Einsiedel-Sensenhammer, 1903 die Hauptschule Am Maiberg 4 sowie 1927 die Bergschule. In den Zeiten der DDR wurden alle Schulkinder bis zur 8. Klasse in dem Schulgebäude am Maiberg unterrichtet. Das Schulhaus wurde in den 1990er Jahren saniert, 2018 abgerissen und an gleicher Stelle ein Mehrzweckgebäude errichtet. Seit den 1990er Jahren besuchen die Rübenauer Kinder die Grundschule im Nachbarort Kühnhaide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzindustrie bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Ab 1560 befahl Kurfürst August, das Holz der ausgedehnten Wälder um Rübenau durch Rodungen, Flößen und [[Holzkohle|die Erzeugung von Holzkohle]] für den Freiberger Silberbergbau zu nutzen. [[Waldarbeit]], [[Köhler]]ei und [[Flößerei]] wurden im Raum Rübenau die ehemals am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten. Eine Brettmühle gab es im Ort schon im 17. Jahrhundert und später über lange Zeit mehrere davon, außerdem eine Holzwarenfirma mit einem reichhaltigen Sortiment. Nach 1900 existierten mehrere Sägewerke mit Holzhandlungen, eine [[Drechsler|Holzdreherei]] mit Dampfbetrieb, zwei [[Federmappe|Federkastenfabriken]] und eine [[Holzstoff|Holzschleiferei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach dem Zweiten Weltkrieg Benzin knapp war, kamen Autos auf, die mit [[Holzgas]] fuhren. Sie brauchten etwa 30 % Holzkohle. Daher nahm die Köhlerei noch einmal einen gewissen Aufschwung. Auch im Wald von Rübenau gab es wieder einen [[Kohlenmeiler]]. Der größte Prozentsatz der dort gebrannten Holzkohle ging in Maschinenfabriken wie auch Eisen- und Stahlgießereien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallindustrie und Schmiedehandwerk bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Ab 1556 wurde in Einsiedel, dem späteren Ortsteil Einsiedel-Sensenhammer, eine [[Eisenhütte]] betrieben. Ab 1690 gab es mitten im Dorf ein Hammerwerk, in dem Wasserrohre, Gewehre, Sensen, Ketten, Löffel und Nägel geschmiedet wurden. Im rauen Bergklima konnten sich die Familien mit ihren kleinen Bauernwirtschaften vom Bodenertrag allein nur schlecht ernähren und suchten deshalb zusätzliche Existenzmöglichkeiten. Das [[Nagelschmied|Nagelschmiede-]]Handwerk erreichte eine so hohe Blüte, dass Rübenau als „Dorf der Nagelschmiede“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Waltraud Krannich |Titel=„Herrenhaus und Hütten“, S. 224 – 239 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt wurde. 1860 bis 1874 übten 400 Männer dieses Handwerk aus. Als man Nägel zunehmend industriell herstellte, ging diese Zeit zu Ende. Im 20. Jahrhundert gab es im Ort eine Nagelfabrik, die über 70 Jahre bestand und erst in den 1990er Jahren ihre Türen schloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
Rübenau gehörte nicht zu den bekannten Bergwerksorten, doch wurde auch hier jahrhundertelang [[Bergbau]] betrieben. Um 1591 brachte die Fundgrube Buchen und Glückseliger Windbruch gute Ausbeute. Sie war vermutlich das bedeutendste Zinnbergwerk, das Rübenau je hatte. Der bis etwa 1870 betriebene Bergbau brachte alles in allem nur wenig ein. Der Abbau von Kupfer-, Zinn- und Eisenerz, von Hornstein, Kalkstein und Quarz hatte zwar einigen Erfolg, insgesamt blieb die Ausbeute jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft und Tourismus seit 1945 ===&lt;br /&gt;
Ab 1949 begannen in der [[DDR]] in allen Bereichen grundlegende Umstrukturierungen. Vor allem durch Neubau und teilweise auch durch Verstaatlichung und Enteignungen nahmen [[Volkseigener Betrieb|volkseigene Betriebe]] (VEB) ihre Tätigkeit auf, darunter eine Holzschleiferei, ein Holzbauunternehmen, [[Narva (Leuchtmittel)|NARVA]]-Formplast, ein Fensterbau, eine Knopffabrik, eine schon in den 1920er Jahren entstandene Nagelfabrik, eine Handschuh-Strickwarenfabrik (Zweigwerk des „VEB Polar“ aus [[Karl-Marx-Stadt]]), in der viele Frauen Arbeit fanden, sowie eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG). Nach der politischen und ökonomischen Wende von 1990 wurden all diese Betriebe geschlossen. Aktuell gibt es nur noch wenige Gewerbebetriebe in Rübenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR war Rübenau ein [[Staatlich anerkannter Erholungsort|staatlich anerkannter Luftkurort]]. 1971 hatte der Ort 1463 Einwohner, doch weit über 2000 Touristen. Auswärtige Betriebe hatten hier ihre Ferienheime und Kinderferienlager. Nach 1990 wurden sie aufgelöst. Die Anzahl der Feriengäste sank dramatisch und bedeutete eine erhebliche wirtschaftliche Einbuße für Rübenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Rübenau führen der mittelschwere [[Kammweg Erzgebirge–Vogtland|Kammweg Erzgebirge-Vogtland]] und der europäische [[Europäischer Fernwanderweg E3|Fernwanderweg E3]] vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Einwohnerzahl ==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{HOV|Rübenau|Rübenau}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marienberg.de/stadtportraet/geografie/ortsteile/ Ortsteile der Stadt Marienberg auf marienberg.de], abgerufen am 21. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1595 || 1 Mühle, 2 [[Hufe]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1764 || 80 [[Häusler]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1834 || 1.723&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || 2.483&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 || 2.380&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || 2.127&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || 2.019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 1.916&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 || 2.070&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || 1.986&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 || 1.633&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 || 1.223&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2001 || 1.130&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007 || 1.067&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 999&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Reichmann]] (* 1951), Bildhauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|9|537|bis=539|Rübenau}}&lt;br /&gt;
* Ernst Johannes Künzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Parochie Rübenau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg.&amp;#039;&amp;#039; Strauch Verlag, Leipzig 1908, Sp. 653–672, {{URN|nbn:de:bsz:14-db-id2502327158}} ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/12089/331/0/ Digitalisat] der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|SLUB]]).&lt;br /&gt;
* {{BKD|5|27|30|Rübenau}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|43|173–178|Lemma=Rübenau, Kreis Marienberg}} {{DNB|860326675}}.&lt;br /&gt;
* Kurt Ihle: &amp;#039;&amp;#039;Chronik eines erzgebirgischen Grenzdorfes.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag des Verfassers, Marienberg 1999 ([https://opac.k10plus.de/DB=2.299/PPNSET?PPN=1446428648&amp;amp;PRS=HOL&amp;amp;INDEXSET=21 Titelaufnahme] – [[Südwestdeutscher Bibliotheksverbund#K10plus|K10plu]]).&lt;br /&gt;
* Waltraud Krannich: &amp;#039;&amp;#039;Flehentlich mit seinem Weibe. Die Besiedlung des Erzgebirgskamms am Beispiel von Rübenau. [Nach historischen Handschriften erzählt].&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. BoD – Books on Demand, Norderstedt 2023, ISBN 978-3-7583-0679-2 (198 S.).&lt;br /&gt;
* Waltraud Krannich: &amp;#039;&amp;#039;Herrenhaus und Hütten. Sächsische Dörfer am Erzgebirgskamm von 1700 bis 1900 am Beispiel von Rübenau.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7448-3008-9 (448 S.).&lt;br /&gt;
* A. Beckert: &amp;#039;&amp;#039;Rübenau im Erzgebirge: Die Schule 1903–2018.&amp;#039;&amp;#039; Stadtarchiv Marienberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rübenau (Erzgebirge)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib |GND=1070636487 |NAME=Rübenau}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Rübenau|Rübenau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.marienberg.de/ortsteile/ruebenau/ &amp;#039;&amp;#039;Rübenau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;marienberg.de.&amp;#039;&amp;#039; Stadt [[Marienberg]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ruebenau.de/geschichte.html &amp;#039;&amp;#039;Rübenau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;ruebenau.de&amp;#039;&amp;#039; (private Website, u.&amp;amp;nbsp;a. zur Geschichte)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://www.kirchspiel-olbernhau.de/kirchenfuehrung-ruebenau.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichtliches zur „Heilig-Geist-Kirche“ Rübenau.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20121130013154}} In: &amp;#039;&amp;#039;kirchspiel-olbernhau.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://kirchspiel-olbernhau.de/ruebenau/ &amp;#039;&amp;#039;Heilig-Geist-Kirche zu Rübenau. Friedhof.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;kirchspiel-olbernhau.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{HOV|Einsiedel,_Sensenhammer|Einsiedel-Sensenhammer}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Gasse,_die|Gasse}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Hradschin|Hradschin}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Natzschung,_Nieder-_u._Ober-|Nieder- und Obernatzschung}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
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