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	<title>Röste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:33:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6ste&amp;diff=418480&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altkatholik62: Gelöschtes entlinkt</title>
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		<updated>2025-09-15T08:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gelöschtes entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanfstengel.jpg|miniatur|Hanfstängel mit Fasern und holzigem Innenbereich]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rösten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Rotten&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Röthen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rätze&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man einen der Arbeitsgänge zum Gewinnen von [[Pflanzenfaser]]n beim [[Nutzhanf]], [[Gemeiner Lein|Flachs]], [[Jute]] und anderen Bastfaserpflanzen durch den [[Faseraufschluss]]. Beim Röstprozess werden die [[Pektine]] im [[Sprossachse|Pflanzenstängel]] aufgelöst. Dieser ‚Pflanzenleim‘ verbindet die [[Zellulosefaser]]n der Pflanze. In anschließenden Prozessen ([[Brechen (Faserpflanzen)|Brechen]], [[Schwingen (Faserpflanzen)|Schwingen]], [[Hechel]]n) werden gröbere Fasern mechanisch in feinere aufgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Rösten&amp;#039;&amp;#039; hat seinen Ursprung in &amp;#039;&amp;#039;rotten&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. verfaulen, ‚rot‘ werden (Rot bezeichnete ursprünglich einen eher bräunlichen Farbton). Der Prozess gibt den Fasern die typische graubraune bis flachsblonde Farbe, während ungerösteter Flachs (Grünflachs) gelblich wird und schlechter verarbeitet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Röste ==&lt;br /&gt;
[[Datei:09-12-14 Hanfverarbeitung Hecheln.png|miniatur|Die Röste als Schritt bei der textilen Aufbereitung von Hanffasern.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flax field Fecamp 01.JPG|miniatur|Tauröste in Frankreich.]]&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tauröste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feldröste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, werden die geschnittenen oder gerauften Pflanzenstängel auf dem Feld oder einer Wiese ausgelegt. Die Taubildung begünstigt die Entwicklung von Mikroorganismen (vor allem Bakterien), die die Pektine auflösen. Dieser Vorgang dauert mehrere Wochen. Er ist ökologisch günstig, da die ausgelösten Bestandteile in den Boden übergehen und bei einer erneuten Bepflanzung des Feldes weniger gedüngt werden muss. Die Tauröste ist aber ebenso risikoreich, da die gesamte Faser-Ernte durch übermäßigen Regenfall zerstört werden kann. Trotz allem ist sie das wichtigste Verfahren bei der Produktion von Flachsfasern ([[Flachsfaser|Leinen]]).&lt;br /&gt;
[[Datei:Keutschach Sankt Nikolai Brechlgrube 09022007 15.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Brechlgrube]]&amp;#039;&amp;#039; (zur kaltröste) in [[St. Nikolai (Gemeinde Keutschach am See)|St. Nikolai bei Keutschach]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserröste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in offenen Gewässern, in Wasserbecken ([[Flachsrotte]]) oder Tanks durchgeführt. Die Pflanzen liegen dabei entweder mehrere Tage in warmem Wasser (Warmwasserröste) oder zwei bis drei Wochen in kaltem Wasser (Kaltwasserröste). Diese Form der Röste belastet stärker die Gewässer, ist aber wegen des geringeren Zeitaufwandes oft wirtschaftlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Röste ==&lt;br /&gt;
Bei der chemischen Röste wird das Pektin unter Zuhilfenahme von Chemikalien und unter Hitzeeinwirkung gelöst. Eingesetzt werden hierfür z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schwefelsäure]], [[Natriumhydroxid]] oder [[Chlorkalk]]. Das Verfahren ist äußerst schnell (halbe Stunde im Vergleich zu mehreren Tagen bei der Warmwasserröste) und gut zu kontrollieren. Allerdings ist es sehr kostenintensiv und die Fasern werden dabei stark beansprucht. Daher konnte sich dieses Verfahren bisher nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physikalischer Aufschluss ==&lt;br /&gt;
Neben der biologischen und der chemischen Röste besteht auch die Möglichkeit, die Fasern physikalisch durch einen [[Dampfdruckaufschluss]] (&amp;#039;&amp;#039;steam explosion&amp;#039;&amp;#039;) oder durch einen Aufschluss mittels [[Ultraschall]] zu vereinzeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Naturfaserlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Fachverlag, Frankfurt/Main 2001; S. 165, ISBN 3-87150-638-9&lt;br /&gt;
* Hanna Heidt: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Staffort 2003, Seite 159ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flax retting|Flachsröste}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Flachsrösten oder Rotten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Weib, Oder Compendiöse Bibliothek alles Wissenswürdigsten über weibliche Bestimmung und Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;, Heft II, Abschnitt VII &amp;#039;&amp;#039;Frauenzimmer-Oekonomie und Technologie&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel 1 &amp;#039;&amp;#039;Die gesammte Flachswirthschaft&amp;#039;&amp;#039;, Artikel 12. Gebauer, Eisenach und Halle 1796, S.&amp;amp;nbsp;37–40 ([https://books.google.lv/books?id=JiRCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;lpg=PA37 Digitalisat] bei [[Google Books]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roste, Hanfroste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfahren (Spinnstoffaufbereitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanf als Faserpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altkatholik62</name></author>
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