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	<title>Rösberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6sberg&amp;diff=655934&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6sberg&amp;diff=655934&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T07:01:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Rösberg&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Bornheim (Rheinland)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Bornheim&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/46/03/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 06/55/05/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 155&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1478&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2019-08-02&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bornheim.de/freizeit-tourismus/stadt-geschichte/bornheim-in-zahlen/ |titel=Einwohner in den einzelnen Ortschaften |kommentar=Einwohnerzahlen: Stand 2. August 2019 |abruf=2020-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 53332&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02227&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Bornheim-Roesberg-Ort-008.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Altes Fachwerk&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Rösberg &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Bornheim (Rheinland)|Bornheim]] im [[Rheinland]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Rösberg 001x.jpg|mini|Rösberg, Luftaufnahme (2016)]]&lt;br /&gt;
{{TOC limit|3}}&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Rösberg liegt am oberen Rand des Osthangs der [[Ville (Rheinland)|Ville]] in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Stadtteilen [[Merten (Bornheim)|Merten]] und [[Hemmerich]], die mit Rösberg durch die alte Heerstraße von Bonn nach Aachen verbunden sind. Es gehört zu der Kulturlandschaft [[Vorgebirge (Rheinland)|Vorgebirge]]. In Rösberg entspringt der [[Mühlenbach (Dickopsbach)|Mühlenbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Claudius 1007 20060709.jpg|mini|Silber-Denar des Claudius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römerzeit ===&lt;br /&gt;
Die zahlreich in Rösberg geborgenen [[Artefakt (Archäologie)|Artefakte]] lassen auf eine ausgedehnte Ansiedlung in [[Römisches Reich|römischer]] Zeit schließen. Beispielsweise entstammen die im Ort gefundenen Münzen mit dem Abbild des [[Claudius]] und die des [[Gratian]] aus der Zeit zwischen 41 und 385 nach Christus.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn&amp;#039;&amp;#039;. S. 329, unter Verweis auf: Maassen i. d. Ann. H. V. N. XXXVII. S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wurde nachweislich Material dieser Zeit beim späteren Bau der Kirche und der Burganlage verwandt. In einem östlich von Rösberg gelegenen Garten auf dem Altenberg, zwischen [[Merten (Bornheim)|Merten]] und [[Kardorf (Bornheim)|Kardorf]], wurden römische [[Gründung (Bauwesen)|Fundamente]] freigelegt und seitlich dieser Stelle, in einer [[Backstein|Ziegelgrube]] Gräber der gleichen Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clemen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Clemen |Titel=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz |Sammelwerk=Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn |Band=5 |Verlag=Verlag Schwann |Ort=Düsseldorf |Datum=1981 |ISBN=3-590-32113-X |Seiten=329 ff. |Kommentar=Nachdruck |JahrEA=1905}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1067 wird durch den damaligen [[Liste der Bischöfe von Köln|Erzbischof von Köln]], [[Anno&amp;amp;nbsp;II.]] in einer [[Dotation]]s-Urkunde (Ausstattung mit Einkünften und Gütern) der Name „Ruethenesbergh“ erwähnt. Er übertrug 1067 dem von ihm gegründeten Stift [[St. Georg (Köln)|St. Georg]] in [[Köln]] Besitzungen und Rechte, darunter die Kirche zu Rösberg (Ruethenesbergh) mit dem gesamten [[Zehnt]]en. Zudem bestimmte Anno, dass der jeweilige [[Propst]] des Stiftes auch Pfarrer zu Rösberg sein sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Oediger: &amp;#039;&amp;#039;Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. Düsseldorf 1978, Nr. 970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Entwicklung das 12. Jahrhundert betreffend, insbesondere die Herkunft und der Übergang der [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] Rösberg in den Besitz der [[Grafen von Are|von Are]], ist ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Maaßen, dem sich Clemen angeschlossen hat, vermutet als erste Besitzer eine Familie von Rodesberg. Durch Heirat mit einer Tochter von Rodesberg könnte der Besitz an die Grafen von Neuenahr gekommen sein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits 1194 war Rösberg in Arer Besitz, als Graf Gerhard von Are-Nürburg dazu übergegangen war, von den dort vorbei ziehenden Kaufleuten unrechtmäßig [[Wegzoll]] zu erheben. Veranlasst durch ständige Klagen zog ihn Kaiser [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrich]] zur Rechenschaft und ließ Gerhard vor anwesenden Fürsten und Herren geloben, die Zollerhebung einzustellen. In der Folge gelangte Rösberg durch [[Realteilung|Erbteilung]] in den Besitz der jüngeren Neuenahrer Linie, in deren Besitz es sich im 14. Jahrhundert befand.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Bader: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Grafen von Are bis zur Hochstadenschen Schenkung 1246.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1979. S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 14. Jahrhundert kam es zwischen Gumpert von Neuenahr und seinem [[Lehnsherr]]en, dem 1370 zum neuen Erzbischof und Landesherren ernannten [[Friedrich III. von Saarwerden|Friedrich]] zu einer [[Fehde]], in deren Verlauf im Jahr 1371 die Burg Rösberg zerstört wurde. Erst 1393 wurde Rösberg, nun an den Grafen [[Gumprecht&amp;amp;nbsp;I. von Neuenahr]] (* um 1370; † vor 1413) gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn.&amp;#039;&amp;#039; S. 331, unter Verweis auf: Ennen in: i. d. Ann. H. V. N. XXIII. S. 54, und Lacomblet, UB, III. Nr. 989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf von Neuenahr.jpg|mini|hochkant|Adolf von Neuenahr]]&lt;br /&gt;
1561 belehnte Erzbischof und Kurfürst [[Johann Gebhard von Mansfeld]] den Grafen [[Hermann von Neuenahr der Jüngere|Hermann von Neuenahr]], einen Anhänger der [[Reformation|lutherischen Lehre]], mit Rösberg. Er war an der Wahl des Erzbischofs [[Gebhard I. von Waldburg|Gebhard Truchsess von Waldburg]] maßgeblich beteiligt. Ihm war Graf [[Adolf von Neuenahr]] gefolgt, der im [[Truchsessischer Krieg|Kölnischen Krieg]] auf Seiten des Erzbischofs und Kurfürsten stand. Als Graf Adolf kinderlos gestorben war, verpfändete seine Gemahlin Walburgis die Herrschaft Rösberg für 12.000 [[Goldgulden]] an die Gebrüder Wilhelm und Johann Kettler.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Hörold: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden des Archivs von Burg Rösberg.&amp;#039;&amp;#039; Inventare nichtstaatlicher Archive 26. Köln 1981. Einleitung Seite 3 unter Berufung auf Chr. Maaßen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfarreien des Dekanates Hersel.&amp;#039;&amp;#039; 1885.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese gaben jedoch schon im Jahr 1603 das Lehen nach der Einlösung an den [[Koadjutor]] [[Ferdinand von Bayern (1577–1650)|Ferdinand]] zurück. Von ihm kam es als Verpfändung an den Grafen [[Adam von Schwarzenberg|Schwarzenberg]] und von diesem im Jahr 1605 an das [[St. Mariä Himmelfahrt (Köln)|Kölner Jesuitenkollegium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1623 ging die Herrschaft Rösberg an die aus Bayern ins Rheinland eingewanderte Familie des Obristjägermeister Gaudenz [[Weichs (Adelsgeschlecht)|von und zu Weichs]]. Die Eheleute von und zu Weichs hatten mit Zustimmung des Kurfürsten Ferdinand die Herrschaft und das Dorf Rösberg mit allen Einkünften vom Rektor und dem Kolleg der [[Jesuiten|Gesellschaft Jesu]] eingelöst, wobei von Gaudenz eine Zahlung von 12.000 [[Goldgulden]] und weiteren 2376 Gulden für zurückliegende Baukosten zu leisten war. Abschließend erhielten sie die Herrschaft als Pfandverschreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weichs wurde 1629 wegen seiner Verdienste durch Kurfürst [[Ferdinand von Bayern (1577–1650)|Ferdinand von Bayern]] die Herrlichkeit Rösberg mit diversen [[Privileg]]ien (Recht über Leben und Tod etc.) als Lehen übertragen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clemen&amp;quot; /&amp;gt; in die die Belehnung seiner Erben eingeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 wurde Gaudenz von Weichs und seine Nachkommen durch Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] in den [[Reichsfreiherr]]enstand erhoben. Er nannte sich dann Freiherr von und zu Weichs, Herr zu Rösberg und Weyer. Zusätzlich erhielt er das Prädikat [[Hochwohlgeboren|Wohlgeboren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alte Burg und neues Schloss ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Rösberg}}&lt;br /&gt;
Die Burg Rösberg war Sitz der ältesten [[Dynast]]en auf den Hängen des [[Vorgebirge (Rheinland)|Vorgebirges]]. In der Geschichte der Burg waren Zerstörung und Aufbau einander gefolgt. So war die alte neben der Kirche in der Dorfmitte stehende Burg der Neuenahrer auch zur Mitte des 17. Jahrhunderts in verwüstetem ruinösem Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn&amp;#039;&amp;#039;, S. 331, vergl. Urkunden 1669 bei Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfarreien des Dekanates Hersel&amp;#039;&amp;#039;. S. 202, Anm. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferdinand [[Weichs (Adelsgeschlecht)|von Weichs]] erbaute zunächst ein neues Burghaus an der Kirche, und der Freiherr Ferdinand Joseph von Weichs entschloss sich zum Bau eines prachtvollen außerhalb der Ortschaft gelegenen Schlosses. Das unter Verwendung von Materialien der alten Burg errichtete neue Gebäude entstand nördlich von Rösberg und wurde 1731 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Die Anlage im 18., 19. und 21. Jahrhundert&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schloss Rösberg 1731.jpg|Schloss Rösberg, getuschte Zeichnung von 1731&lt;br /&gt;
Rosberg-Sammlung Duncker (5413253).jpg|Schloss Rösberg, Lithografie 19. Jahrhundert, Sammlung Alexander Duncker&lt;br /&gt;
Bornheim-Roesberg-Burg-006.JPG|Heutiger Südflügel&lt;br /&gt;
Bornheim-Roesberg-Burg-PA300083.JPG|Herrenhaus nach dem Umbau zur Wohnanlage&lt;br /&gt;
Bornheim-Rösberg, Schloss Rösberg.JPG|Schloss Rösberg, Ansicht der Gesamtanlage&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss Rösberg war nun eine Anlage mit freiliegendem Herrenhaus, dem eine breite Terrasse vorgelagert war. Es wurde von symmetrisch angeordneten Wirtschaftsgebäuden flankiert, die wie zunächst auch das Herrenhaus zweigeschossig errichtet worden waren. Sie wurden durch einfache [[Lisene]]n gegliedert und waren aber wie das Herrenhaus mit [[Mansarddach|Mansarddächern]] versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Gebäude waren aus [[Backstein]]&amp;amp;shy;mauerwerk errichtet worden, wobei das Herrenhaus seine Gliederung durch [[Haustein]] erhielt. Seine Ecken waren gerundet, und einfache Lisenen sowie horizontal geführte Bänder gliederten die Wandflächen. Das Herrenhaus erhielt zu Hofseite einen auflockernden [[Risalit]] und zur Terrasse hin einen dreiseitigen Ausbau. Das Hausinnere hatte in der Mittelachse eine große Halle, der sich zur Linken eine aufsteigende Freitreppe anschloss. Sie mündete im Obergeschoss in einem großen sechsseitigen Saal, der sich in den weiteren Etagen wiederholte. Im obersten Geschoss befand sich ein mit [[Louis-seize]]-Schränken ausgestatteter Bibliothekssaal.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bornheim-Roesberg-Burg-105b.jpg|mini|hochkant|Wappen derer von Weichs und [[Velbrück (Adelsgeschlecht)|von Velbrück]] zu Garath]]&lt;br /&gt;
An der westlichen Frontseite waren gekrönte Pfeiler aus Haustein errichtet worden, zwischen denen ein mächtiges schmiedeeisernes Gittertor den Hauptzugang der Anlage bildete. Die Schmiedearbeit verzierte das Tor mit dem [[Allianzwappen]] der von Weichs sowie dem derer [[Velbrück (Adelsgeschlecht)|von Velbrück]] zu Garath.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clemen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Herrschaft Rösberg ===&lt;br /&gt;
Mit der Besetzung und der Einverleibung des Rheinlandes während der [[Franzosenzeit]] änderten sich in dem nun zum [[Kanton Brühl]] gehörenden Rösberg die Rechtsverhältnisse. Die Burgherren behielten zwar ihren Besitz, die Lehnsherrschaft mit ihren sonstigen Privilegien war jedoch endgültig verloren. Die von Weichs konnten nach der französischen Herrschaft wieder uneingeschränkt über ihr repräsentatives Anwesen verfügen. Das mit Blick in das Rheintal zunächst zweigeschossig erbaute Herrenhaus wurde nach einem Brand im Jahr 1833 um ein Stockwerk erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Markus (Rösberg) (2).jpg|mini|hochkant|Kirche St. Markus in Rösberg]]&lt;br /&gt;
In der Kapelle neben dem alten Friedhof sind die Burgherren begraben. Auch die Freiherrn von Weichs wurden dort bis 1859 bestattet. Seitdem ist die [[Grablege]] auf dem alten Friedhof um die Kirche.&lt;br /&gt;
Der letzte der Weichs war [[Maximilian von Weichs|Maximilian Maria Joseph Karl Gabriel Lamoral Reichsfreiherr von und zu Weichs an der Glon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrkirche St. Markus ===&lt;br /&gt;
Die Kirche zu Rösberg wurde als „aecclesia in Ruethenberch“ im Jahr 1067 unter den Besitzungen des Kölner Stiftes St. Georg angeführt. Sie fand um 1300 erneute Erwähnung im Steuerverzeichnis des [[Liber valoris]],&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn.&amp;#039;&amp;#039; S. 329, unter Verweis auf: „Binterim u. Moorem“, E. K. I, S. 386.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde dann aber 1370/71 wohl wie die ihr anliegende Burg zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz nach diesen Ereignissen soll ein Neubau erfolgt sein, der bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts bestand. 1707 wurde ein dritter Kirchbau begonnen, der 1710 eingeweiht werden konnte. Zum Bau der neuen Kirche, die wiederum dem heiligen Markus und der heiligen Agnes geweiht war, konnte von der Bausubstanz der Vorgängerin lediglich der Unterbau (möglicherweise der ursprüngliche Burgfried) des Turmes einbezogen werden. Zudem wurden auch die [[Glocke]]n der alten Kirche übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Mitte des Dorfes gelegene Pfarrkirche entstand als ein flacher [[Saalkirche|Saalbau]]. In das in einer halbrunden [[Apsis]] im Osten endende Bauwerk war der westliche Turm mit einbezogen worden. Die Seiten des [[Tonnengewölbe|tonnengewölbten]] [[Kirchenschiff]]es erhielten je vier Rundbogenfenster, die die Wappen des Kurfürsten [[Joseph Clemens von Bayern|Joseph Clemens]] und mehrere der von Weichs sowie anderer adliger Stifter wie die der [[Hompesch (Adelsgeschlecht)|von Hompesch]] zu Bolheim zeigten. Der über dem [[Satteldach]] der Kirche aufstrebende vierseitige Turm erhielt einen schlanken achtseitigen [[Helm (Architektur)|Helm]]. Die inmitten des Kirchhofs gelegene schlicht verputzte Kirche hatte an der Südseite ein [[Barock|barockes]] kleines Eingangsportal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glockenturm trägt das nach den Pfarrpatronen benannte Geläut. Die Markusglocke von 1556 und die Agnesglocke von 1649 haben folgende Inschriften:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;S. MARKUS HEISCHEN ICH, ZO DENSTE GOTS ROIFEN ICH, DU SÖNDER BEKER DICH, SO GEIET DEIR GOT SEIN EWIGE RICH… DERICH VAN COELLEN GOIS MICH A. 1556&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;S. AGNES HEISCHEN ICH, DIE TOTTEN BELUDEN ICH, ZUM DIENST GOTTES DEI LEBENDIGEN RUFFEN ICH, O SUNDER BEKIR DICH, SO GIBT DIR GOTT DAS EWIG REICH…FERDINAND VON WEIX, HERR ZU ROESBERG, BENEDICTUS ESCH, PASTOR, DIONYSIOS FLORKIN, SCHULTES, 1649&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Glocke aus dem Jahr 1804 wurde 1809 umgegossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clemen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
In 1933 stimmten in Rösberg 60 % der Wahlberechtigten für die NSDAP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] waren in allen Rösberger Betrieben und Bauernhöfen Zwangsarbeiter eingesetzt. Als ein Bürger den NSDAP-Ortsgruppenleiter aufforderte, die Zwangsarbeiter anständig zu behandeln, beendete dieser den Protest mit der Drohung, er werde dafür sorgen, dass der Sohn dieses Mannes nach Russland einberufen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde in der Nacht zum 27. Februar 1941 durch englische Phosphorbomben bis auf die Außenmauern zerstört. Das Mobiliar und viele Kunstschätze gingen verloren. Das Schloss konnte aber wieder aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian von Weichs]] wurde von Hitler am 1. Februar 1943 zum Generalfeldmarschall ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Ernst: Das Schloss, der Krieg und „Jüdde Jina“. General-Anzeiger Bonn, 4./5. April 2026, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rösberg nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Ab Mai 1947 musste sich Weichs im [[Prozess Generäle in Südosteuropa]] zusammen mit elf Generalfeldmarschällen und Generalen der Wehrmacht wegen Kriegsverbrechen in den besetzten Ländern Jugoslawien, Albanien und Griechenland verantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbe des Freiherrn von und zu Weichs verkaufte Prinz zu [[Sayn-Wittgenstein]] in den 1990er Jahren den Baukomplex des Schlosses. Durch Restaurierung und Umbau der Wirtschaftsgebäude entstanden Eigentumswohnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Tourne: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit in Rösberg&amp;#039;&amp;#039;, Eigenverlag. Anforderung per E-Mail: Peter.Tourne@t-online.de &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur und Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel| Liste der Baudenkmäler in Rösberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche]] St. Markus mit [[barock]]em Innenausbau&lt;br /&gt;
* Die ehemalige Burganlage wandelte sich im Lauf der Geschichte zu einem Schloss&lt;br /&gt;
* [[Wasserturm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bornheim-Roesberg-Ort-001.jpg|Blick von der Schlossallee&lt;br /&gt;
Bornheim-Roesberg-Ort-006.JPG|Friedhofsmauer&lt;br /&gt;
Bornheim-Roesberg-Ort-010.JPG|Öffentlicher Brunnen&lt;br /&gt;
Wasserturm Bornheim-Rösberg.jpg|Wasserturm Bornheim-Rösberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft und Infrastruktur ===&lt;br /&gt;
In Rösberg gibt es keine Geschäfte mehr. Auch das Restaurant Markusstube schloss seine Pforten.&lt;br /&gt;
Im alten Trimbornhof wurde ein Kinderbuchantiquariat mit angeschlossenem Café eingerichtet, das auch von außerhalb Rösbergs Kundschaft anzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vereine ====&lt;br /&gt;
Rösberg hat folgende Vereine.&lt;br /&gt;
* TTC Rösberg 1968 e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Damenkomitee Leckere Mäus’chen Rösberg&lt;br /&gt;
* MGV Concordia Rösberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Rösberg ist über eine Buslinie der [[Regionalverkehr Köln|RVK]] mit den Nachbarorten verbunden. Die nächsten [[Autobahn (Deutschland)|Autobahnanschlussstellen]] befinden sich in [[Wesseling]] und Bornheim (beide [[Bundesautobahn 555|A&amp;amp;nbsp;555]]), sowie in [[Swisttal]]-[[Heimerzheim]] ([[Bundesautobahn 61|A&amp;amp;nbsp;61]]). Die [[Stadtbahn]]linie&amp;amp;nbsp;18 auf der Strecke der [[Vorgebirgsbahn]] ist in Merten in etwa 2&amp;amp;nbsp;km Entfernung zu erreichen, die [[Regionalbahn]] in [[Sechtem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Maximilian von Weichs]] (1881–1954), Generalfeldmarschall des Heeres der Wehrmacht&lt;br /&gt;
* [[Günter Lamprecht]] (1930–2022), Schauspieler, wohnte in der restaurierten Burg Rösberg&lt;br /&gt;
* [[Claudia Amm]] (* 1948), Schauspielerin, wohnt in der restaurierten Burg Rösberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Clemen]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 5. In: &amp;#039;&amp;#039; Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schwann, Düsseldorf 1905, Nachdruck 1981, ISBN 3-590-32113-X.&lt;br /&gt;
* Horst Bursch: &amp;#039;&amp;#039;Rösberg, Aus der Heimatchronik des Vorgebirgsdorfes&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1983.&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Rösberg |Blatt=514 |zlb=143}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften der Stadt Bornheim (Rheinland)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104171-9|VIAF=242570268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rosberg}}&lt;br /&gt;
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