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	<title>Römische Reichskirche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Tolanor am 27. März 2026 um 19:29 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;römische Reichskirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der historischen Forschung die [[Christentum|christliche]] [[Kirche (Organisation)|Kirche]] im [[spätantike]]n [[Römisches Reich|Römischen Reich]] sowie im [[frühmittelalter]]lichen [[Byzantinisches Reich|Oströmischen/Byzantinischen Reich]] bezeichnet, die sich durch eine enge ideelle, institutionelle und personelle Verbindung zwischen dem Christentum dieser Zeit und dem politischen Herrschaftssystem des Reiches ausbildete. Aus ihr gingen u. a. die heutige [[römisch-katholische Kirche]] und die [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] des Ostens hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konstantin der Große]] war der erste römische Kaiser, der das Christentum offiziell privilegierte, was einen Wendepunkt in der Geschichte der [[Christianisierung des Römischen Reiches]] darstellt. Schon 313 hatte er in der [[Mailänder Vereinbarung]] (oft fälschlich als „Toleranzedikt“ bezeichnet) gemeinsam mit Kaiser [[Licinius]] erklärt, den Christen und allen Bürgern des Reiches fortan volle Religionsfreiheit gewähren zu wollen. In der Folgezeit förderte er das Christentum weiter und sorgte damit für die nach ihm benannte [[konstantinische Wende]] in der römischen Religionspolitik. Nach seinem Tod 337 setzten seine Söhne, besonders [[Constantius II.]], die Förderung des Christentums und damit auch die Benachteiligung des Heidentums fort. Constantius II. mischte sich bereits aktiv in die kirchenpolitischen Angelegenheiten und Kontroversen seiner Zeit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pedro Barceló]]: &amp;#039;&amp;#039;Constantius II. und seine Zeit. Die Anfänge des Staatskirchentums&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-94046-4; [[Steffen Diefenbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Constantius II. und die „Reichskirche“ – ein Beitrag zum Verhältnis von kaiserlicher Kirchenpolitik und politischer Integration im 4. Jh&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Millennium (Zeitschrift)|Millennium]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 2012, S. 59–121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Schritt zur römischen Reichskirche war schließlich das Edikt &amp;#039;&amp;#039;[[cunctos populos]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 380, das den römisch-alexandrinischen trinitarischen Glauben zur offiziellen Religion des Römischen Reichs erklärte, um die innerchristlichen Streitigkeiten zu beenden, und das Edikt von 391, in dem [[Theodosius I.]] die heidnischen Kulte verbot. Damit war die [[römisch-katholische Kirche]] endgültig zur Reichskirche geworden. Nach heutiger Sicht vieler Forscher war es jedoch erst [[Justinian I.]], der in der Mitte des 6. Jahrhunderts im Römischen Reich das Christentum tatsächlich gegen das Heidentum durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Christentum hatte damit die politische Funktion als Bindeglied zwischen den Teilen des Weltreiches übernommen, die zuvor von der [[Römische Religion|römischen Religion]] wahrgenommen wurde. Die Zuwendung zur christlichen Religion wurde Bürgerpflicht. Der römische Kaiser sah seinerseits die Förderung einer einheitlichen Kirche als seine Pflicht an, da er in der Reichskirche die Kraft gegen eine weitere Zersplitterung des Reiches sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge waren unter anderem die kaiserliche Einberufung von [[Konzil]]ien, kaiserliche Einflussnahme auf [[Dogma|Dogmen]] sowie die Stärkung der Autorität der [[Bischof|Bischöfe]]. Insbesondere letzteres führte dazu, dass auch nach dem [[Untergang des Römischen Reiches|Zusammenbruch des weströmischen Reiches]] eine weitgehend intakte Rechts- und Verwaltungsstruktur in Gestalt der römischen Kirche erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fortfall der weströmischen Mitkaiser waren die römischen Kaiser in Konstantinopel wieder die einzigen legitimen Herrscher auf ehemals römischem Gebiet, was auch die Position der Päpste in Rom gegenüber ihrem Mitpatriarchen zu Konstantinopel schwächte. Nach dem Ende der Einheit des Reiches setzte Papst [[Gelasius I.]] Kaiser [[Anastasios I.]] Ende des 5. Jahrhunderts die [[Zwei-Schwerter-Theorie]] entgegen, und spätestens durch die Trennung von der [[Byzantinischer Ritus|oströmischen Kirche]] ([[Morgenländisches Schisma]] [[1054]]) war sowohl die Einheit des Reichsgebietes als auch die Einheit von Kirche und Staat endgültig vorüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Karl Baus]], [[Eugen Ewig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. Erster Halbband: Die Kirche von Nikaia bis Chalkedon&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;. Band II,1). Herder, Freiburg/Basel/Wien 1973 (Sonderausgabe 1985, Nachdruck 1999: ISBN 3-451-20454-1).&lt;br /&gt;
* Karl Baus, [[Hans-Georg Beck]], [[Eugen Ewig]], [[Hermann Josef Vogt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. Zweiter Halbband: Die Kirche in Ost und West von Chalkedon bis zum Frühmittelalter (451–700)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band II,2). Herder, Freiburg/Basel/Wien 1975 (Sonderausgabe 1985, Nachdruck 1999: ISBN 3-451-20454-1).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Dassmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte II/1. Konstantinische Wende und spätantike Reichskirche&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studienbücher Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Band II,1). W. Kohlhammer, Stuttgart 1996.&lt;br /&gt;
* Ernst Dassmann: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte II/2. Theologie und innerkirchliches Leben bis zum Ausgang der Spätantike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studienbücher Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Band II,2). W. Kohlhammer, Stuttgart 1999.&lt;br /&gt;
* [[Peter Gemeinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Christentums in der Spätantike&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2022.&lt;br /&gt;
* [[Richard Klein (Historiker)|Richard Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Verhältnis von Staat und Kirche in der Spätantike&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2008.&lt;br /&gt;
* [[Jan-Markus Kötter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach der kirchlichen Ordnung. Gedanken zu grundlegenden Funktionsweisen der spätantiken Reichskirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 298, 2014, S. 1–28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum und Politik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Reich in der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (Römisches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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