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	<title>Römische Kunst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6mische_Kunst&amp;diff=229966&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28192-52: Glass of the Caesars</title>
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		<updated>2025-10-09T19:39:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Glass of the Caesars&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rom vesta tempel.jpg|mini|Reste des [[Tempel der Vesta (Forum Romanum)|Tempels der Vesta]] am [[Forum Romanum]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;römische Kunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine besondere, von den [[Römisches Reich|Römern]] geschaffene, schließlich eigenständige, künstlerische Ausdrucksweise, die zunächst aus der Assimilation vieler Kunstformen anderer Völker rund um das Mittelmeer entstanden ist. Sie hatte ihren Höhepunkt von der Zeit um Christi Geburt bis 400 Jahre danach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;römische Kunst&amp;#039;&amp;#039; entstand auf der Grundlage der bodenständigen Kultur der Bewohner des westlichen [[Mittelmeerraum]]es, der eher kunstarmen und nüchternen Kultur der (indogermanischen) [[Italiker]], die im 2. Jahrtausend v. Chr. eingewandert waren und schließlich der [[Etrusker]], deren [[Etruskische Kunst|Kultur]] von den Griechen beeinflusst war und von den Römern weitgehend übernommen wurde. Als Vorbilder für alle Bereiche der römischen Kunst dienten die [[griechische Architektur]], [[Griechische Vasenmalerei|Malerei]] und [[Plastik (Kunst)|Plastik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Römische Kultur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Römische Architektur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römische Architektur erschien lange Zeit als Kopie der griechischen Architektur. Erst am Ende der [[Römische Republik|Republik]] entwickelte sie sich eigenständig und bereicherte den römischen Mittelmeerraum um zahlreiche Bautypen:&lt;br /&gt;
* [[Thermen]] – Badehaus mit Kuppel über dem Wasserbecken.&lt;br /&gt;
* [[Tempel]] – als rechteckiger Bau eine Abart griechischer Tempel, jedoch nicht richtungslos, sondern axial ausgerichtet, mit Freitreppe und &amp;#039;&amp;#039;Säulenvorhalle&amp;#039;&amp;#039; auf der Frontseite. Rundtempel wie das Pantheon wurden in Gewölbebauweise errichtet.&lt;br /&gt;
* [[Theater der römischen Antike|Theater]] – meist als [[Amphitheater]] mit [[Kreuzgewölbe]]n angelegt (griech. amphi = zwei).&lt;br /&gt;
* [[Triumphbogen]] – ein kurzes Tonnengewölbe war mit (konstruktiv unnötigen) Säulen und [[Architrav]]en verkleidet.&lt;br /&gt;
* [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] – sie diente als Gerichts- bzw. Markthalle und besitzt ein erhöhtes [[Kirchenschiff#Mittelschiff und Seitenschiffe|Mittelschiff]] mit 2 oder 4 [[Seitenschiff]]en, die durch Säulenreihen voneinander getrennt waren, sowie eine halbkreisförmige [[Apsis]]. Das basilikale System wurde später auch für Kirchenbauten verwendet.&lt;br /&gt;
* Ingenieurbauten – Brücken, [[Aquädukt]]e (Wasserleitungen), [[Viadukt]]e, Befestigungen, Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem das im 2. Jahrhundert v. Chr. eingeführte &amp;#039;&amp;#039;Gussmauerwerk&amp;#039;&amp;#039;, bei dem nur die äußeren Wandschalen gemauert waren, und der Kern mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Römischen Beton&amp;#039;&amp;#039;, einem Gemenge von [[Mörtel]] und [[Bruchstein]] mit der lateinischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;opus caementitium&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;opus&amp;#039;&amp;#039; für Werk bzw. Bauwerk und &amp;#039;&amp;#039;caementitium&amp;#039;&amp;#039; für [[Zuschlagstoff]] bzw. Bruchstein) ausgegossen wurde, verschaffte der antiken Baukunst schier unbegrenzte Möglichkeiten nicht nur für Ingenieurbauten. So konnten bisher unerreichbarer Hochbau, Mehrstöckigkeit, beliebige Wandgliederungen sowie weitgespannte Tonnengewölbe und Kuppeln für große Räume ohne Innenstützen realisiert werden. Komplexe wie die Kaiserthermen ([[Caracalla-Thermen]] und [[Diokletiansthermen]]), Paläste, Villen sowie der Kuppelbau des [[Pantheon (Rom)|Pantheon]] wären ohne diese Technik nicht denkbar. Die Verwendung von [[Marmor]] verlor aufgrund der neugewonnenen architektonischen Freiheit im Laufe der Zeit an Bedeutung. Auch Wohnhäuser ([[Römisches Haus]], [[Atriumhaus]], [[Insula]], [[Villa rustica]], [[Villa urbana]]) waren oft mit Fresken oder Figurenschmuck ausgestattet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konstruktion und Gestaltung ===&lt;br /&gt;
Von Bauwerken aus der älteren Zeit ist nur wenig bekannt. Die großen öffentlichen Bauwerke bestanden aus Quadern, die ohne Mörtelverband gefügt wurden; daneben bediente man sich für die Privathäuser einer Konstruktion aus Holz und Luftziegeln. Bis gegen Ende der Republik hielt man am [[Lehmziegel]]bau fest. An seine Stelle trat im letzten vorchristlichen Jahrhundert der [[Backstein]]bau zusammen mit [[Marmor]] oder auch bemaltem [[Stuck]] als Wandverkleidung. Das römische Haus mit der bis dahin üblichen axialen Abfolge von Eingang, [[Atrium (Architektur)|Atrium]], [[Tablinum]] und umgebenden Wohnräumen wurde ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. um griechische [[Peristyl]]e, [[Exedra|Exedren]], [[Loggia|Loggien]] und etliche andere Dekorationselemente (z. B. Plastiken, Brunnen, Steintische, Wandmalereien, Gartenbepflanzungen) erweitert, die – erstmals in der Antike – eine romantisch gestimmte Komposition bildeten. Bei Villen und Palästen befriedigten bauliche und optische Verbindungen in die umgebende Landschaft das Verlangen nach räumlicher Weite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den Privathäusern, so entfaltete sich der Luxus in immer größeren Ausmaß auch in den öffentlichen Bauten. Stilistisch schloss diese Periode an die [[hellenistisch]]e Architektur an, jedoch freier ausgestaltet, hin zu einer eigenständigen Bogen- und Gewölbekonstruktion mit [[Bogen (Architektur)#Rundbogen oder Halbkreisbogen|Rundbögen]], [[Etrusker|etruskischen]] [[Tonnengewölbe]]n bzw. [[Kreuzgratgewölbe]]n sowie gewaltigen [[Kuppel]]n; die des [[Pantheon (Rom)|Pantheon]] in Rom erreichte einen Durchmesser von 43&amp;amp;nbsp;m. Neben den Bogen und Kuppeln behielt man wegen der dekorativen Wirkung die griechischen Säulen, Gebälke und Giebel bei, bildete jedoch das Alte um, erweiterte es und schuf ohne Rücksicht auf die stilistische Geschlossenheit neue Elemente wie zum Beispiel das [[Kompositkapitell]]. Bediente man sich bei der Konstruktion vorzugsweise etruskischer Elemente (Gewölbe), so war die das Äußere sehr von der griechischen Architektur beeinflusst. [[Säule]]n dienten oft nur als [[Fassade]]ngestaltung oder als [[Vorsatzschale|Verblendung]]. Die &amp;#039;&amp;#039;toskanische Säule&amp;#039;&amp;#039; war eine kürzere Form der [[Dorer|dorischen]], das &amp;#039;&amp;#039;Kompositkapitell&amp;#039;&amp;#039; vereinte [[Korinthische Ordnung|korinthische]] und [[Ionische Ordnung|ionische]] Elemente. Weitere typische Kennzeichen der römischen Baukunst waren die &amp;#039;&amp;#039;Halbsäulen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wandpfeiler&amp;#039;&amp;#039; ([[Pilaster]]), &amp;#039;&amp;#039;Säulenbogen&amp;#039;&amp;#039; und Pfeiler-[[Arkade]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Bauwerke und Anlagen ===&lt;br /&gt;
[[Augustus]] leitete mit der Umgestaltung des damals noch freien [[Campus Martius]] zu einer architektonischen Prachtanlage eine Periode großer Bauprojekte ein. Es folgten die Kaiserpaläste auf dem [[Palatin (Rom)|Palatin]] ([[Domus Tiberiana]]); [[Nero]]s Name steht für die gewaltige Anlage des [[Goldenes Haus|Goldenen Hauses]] und für den nach dem Brand durchgeführte Neubau der Stadt. In die Zeit von [[Titus]] fällt die Erbauung des [[Kolosseum]]s, in die [[Domitian]]s der Neubau des Palastkomplexes auf dem Palatin ([[Domus Flavia]], [[Domus Augustana]]). Unter [[Trajan]] entstand das nach ihm benannte Forum mit seiner aufrecht stehenden Säule als Mittelpunkt. [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] schuf Anlagen in und außerhalb der Stadt, unter denen die [[Villa Adriana]] bei [[Tivoli (Latium)|Tibur]] mit Nachahmungen berühmter griechischer und ägyptischer Gebäude, die ausgedehnteste ist. Die Bauten des [[Antoninus Pius]] und [[Marc Aurel]] schließen die Blüte der römischen Architektur ab. Jedoch auch unter den Nachfolgern hört die Baulust nicht auf, wofür die Riesenanlage der [[Caracalla-Thermen]] und andere große Bauten, namentlich in den östlichen Provinzen, Zeugnisse sind. Ab der Zeit des [[Diokletian]] behielt die römische Architektur zwar ihr technisches Niveau aufrecht, gestalterisch setzte jedoch ein Niedergang ein, der sich, wie zum Beispiel beim [[Konstantinsbogen]], in dem zunehmenden Rückgriff auf bereits vorhandenes ausdrückte. Die gleiche Tendenz zeigt die sich entwickelnde christliche Baukunst in dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitaus die meisten der erhaltenen Bauwerke sind Nutzbauten, in denen die römische Architektur ihre Hauptleistungen erbrachte, während der Tempelbau zurücktrat. Die Tempel sind in der Regel rechteckige Gebäude, die aus dem von Säulen umgebenen, offenen [[Pronaos]] und der geschlossenen [[Cella]] bestehen. Neben den rechteckigen gibt es auch Rundtempel ([[Pantheon (Rom)|Pantheon]], [[Tempel der Vesta (Forum Romanum)|Vestatempel]] und [[Tempel des Hercules Victor (Rom)|Tempel des Hercules Victor]] in Rom, [[Tempel der Vesta (Tivoli)|Vestatempel]] in der Stadt [[Tivoli (Latium)|Tivoli]]). Nur Hadrians [[Tempel der Venus und der Roma]] an der [[Via Sacra]] in Rom zeigt äußerlich die Form eines griechischen richtungslosen Baus mit Ringhalle und mehrstufig umlaufendem Unterbau. Der römische Tempel ist dagegen eindeutig axial ausgerichtet. An der Frontseite führt eine breite [[Freitreppe]] auf ein Podium mit einer Säulenvorhalle; dahinter befindet sich die nur nach vorn geöffnete Cella. An den Flanken und der Rückseite des Tempels gab es meist nur Halbsäulen. Die Formen und Verhältnisse des Bauwerkes orientieren sich an der Wahl der Säulenordnung (dorisch-toskanisch, ionisch, korinthisch). Am häufigsten wurde die [[Korinthische Ordnung]] verwendet, deren künstlerische Ausgestaltung sich an Beispielen aus verschiedensten Zeiten ([[Mars-Ultor-Tempel]], Säulen vom [[Aedes Castoris]] und vom [[Tempel des Vespasian und des Titus]] am [[Forum Romanum]], [[Tempel des Antoninus Pius und der Faustina]] u. a.) studieren lässt. Für den Gesamteindruck des Ganzen war das reiche, in Marmor, Granit oder bemaltem Stuck gestaltete Äußere und Innere von ausschlaggebender Bedeutung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;100&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Vue maquette de Gismondi, J.-P. Dalbéra.jpg|Modell des antiken Rom&lt;br /&gt;
 Forum romanum 6k (5760x2097).jpg|Überreste des [[Forum Romanum]], Rom &lt;br /&gt;
 KolosseumNorden.jpg|[[Kolosseum]], Rom&lt;br /&gt;
 Pantheon - panoramio (11).jpg|[[Pantheon (Rom)|Pantheon]], Rom&lt;br /&gt;
 Arch of Constantine (4226257344).jpg|[[Konstantinsbogen]], Rom&lt;br /&gt;
 Nîmes, Centre ville.jpg|[[Amphitheater von Nîmes]]&lt;br /&gt;
 MaisonCarrée.jpeg|[[Maison Carrée]], Nîmes&lt;br /&gt;
 Pont du Gard BLS.jpg|[[Pont du Gard]], römisches [[Aquädukt]] in Südfrankreich&lt;br /&gt;
 Ancient Roman theater (Palmyra).jpg|Bühne des römischen Theaters in [[Palmyra]], Syrien&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Malerei ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Römische Wandmalerei}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Boscoreale fresco woman kithara.jpg|mini|Fresko aus einer Villa in [[Boscoreale]]]]&lt;br /&gt;
Griechische Maler sind in früher Zeit nicht nur nach [[Etrurien]], sondern auch nach Rom gelangt. So haben [[Damophilos (Maler)|Damophilos]] und [[Gorgasos (Maler)|Gorgasos]] den 493 v. Chr. gebauten [[Ceres (Mythologie)#Tempel der Ceres in Rom|Tempel der Ceres]] mit Wandmalereien geschmückt. Auch aus den folgenden Jahrhunderten ist das Wirken einzelner griechischer Maler in Rom überliefert. Weil jedoch keine Werke aus dieser Zeit erhalten sind, ist über den Einfluss ihrer Kunst auf die einheimischen Maler nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlorene Tafelbilder ===&lt;br /&gt;
Anders gestalteten sich die Verhältnisse von der Zeit an, als Rom durch seine Kriege im Orient mit der griechischen Kultur unmittelbar in Berührung kam. Wie schon bei den plastischen Werken, so schmückte sich Rom nun auch mit den Meisterwerken der größten griechischen Maler. Schon für das 3. Jahrhundert vor Christus sind [[Tafelbild (Malerei)|Tafelbilder]] bezeugt, die auf [[Römischer Triumph|Triumphzügen]] mitgeführt und öffentlich aufgestellt wurden. Nach den vorhandenen Beschreibungen handelte es sich dabei hauptsächlich um volkstümliche Historienmalereien, die von den Triumphen der Feldherren berichteten, die gewonnenen Schlachten schilderten und die eroberten Länder beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel- und Leinwandbilder sind ganz verloren, so dass die heutige Kenntnis der römischen Malerei auf den dekorativen Wandmalereien aus Rom und besonders auf den von der Ascheschicht konservierten Fresken aus den vom [[Vesuv]] verschütteten Städten wie [[Pompeji]] und [[Herculaneum]] beruht. Sicher befinden sich darunter auch Kopien älterer Tafelbilder, jedoch ließen sich mit dieser Technik weder das [[Kolorit]] noch die Einzelheiten originalgetreu wiedergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dekorative Wandmalerei ===&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich für die dekorative Malerei auf großen Wandflächen ein neuer Stil. Die ganze Mauer wurde in unterschiedlich verzierte Abschnitte unterteilt. Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Erste Stil&amp;#039;&amp;#039; begnügte sich damit, farbige Marmorverkleidungen zu imitieren. Im &amp;#039;&amp;#039;Zweiten Stil&amp;#039;&amp;#039; der römischen Malerei kamen Architekturdarstellungen mit Säulen, Gebälk und [[Fries]]en hinzu, in die man Szenen nach berühmten Vorbildern einfügte. Dieser Architekturstil war im 1. Jahrhundert v. Chr. sehr beliebt, und die Maler steigerten seine Wirkung im Verlauf dieser Entwicklung durch Illusionsmalerei in Form von Scheinfenstern, mit denen sie dem Betrachter die Aussicht auf Landschaften bzw. zeitgenössische Gartenanlagen vorgaukelten.&lt;br /&gt;
[[Datei:NileMosaicOfPalestrina.jpg|mini|hochkant|Das Mosaik &amp;#039;&amp;#039;[[Nilmosaik von Palestrina|Überschwemmung des Nils]]&amp;#039;&amp;#039; aus Praeneste]]&lt;br /&gt;
Gleichzeitig entstand ein weiterer Stil, der die Wand als Oberfläche behandelte, statt sie zu durchbrechen. In jedem breiten Wandfeld wurde in der Mitte entweder eine kleine Landschaft oder häufiger eine graziöse Figur, [[Amazonen]] oder Angehörige des Volksstammes der [[Arimaspen]], dargestellt. Ihre harmonischen Linien verbinden sich mit phantastischen Architekturelementen, unwirkliche Säulen, Fahnen und Vorhänge, die das Feld begrenzen. Je nach Größe der architektonischen Komposition unterscheidet man heute einen &amp;#039;&amp;#039;Dritten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vierten Stil&amp;#039;&amp;#039;. Das [[Goldenes Haus|Goldene Haus]] des [[Nero]] war mit Gemälden des &amp;#039;&amp;#039;Dritten Stils&amp;#039;&amp;#039; und flachen Stuckreliefs geschmückt. Die Künstler der Renaissance bewunderten die graziösen Figuren, die sie [[Groteske]]n nannten, weil man sie in unterirdischen Gewölben (grotta) entdeckt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich [[Proportionslehre|Proportionen]], [[Relief|Plastizität]] (Licht und Schatten), [[Perspektive]] (Fluchtpunkt) und [[Verbläuungsprinzip]] ([[Raumwahrnehmung#Luftperspektive|räumliche Tiefe]]) besaß die römische Malerei bereits eine hohe Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 200 und 700 nach Christus begann die frühchristliche Kunst im weströmischen Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mosaiken ===&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung römischer Villen und Paläste gehörte auch das [[Mosaik]], das [[Sulla]] nach seinen Feldzügen in Griechenland als spezielle Gattung der Maltechnik in Rom bekannt gemacht hatte. Die Technik, aus vielen kleinen Stein- oder Glasstücken, auch Teilen von Papier oder Stoffen, Muster oder Bilder entstehen zu lassen, erreichte ab dem 1. und 2. Jahrhundert ihre höchste Blüte. Mit der Freskenmalerei verwandte dekorative Elemente und figürliche Darstellungen breiteten sich anfänglich teppichgleich auf Fußböden, später auch an Decken und Wänden aus. Die Zahl der Motive war nahezu unbegrenzt; so finden sich Szenen aus der griechischen Mythologie, aus dem römischen Alltag, oder auch Darstellungen historischer Ereignisse wie zum Beispiel die [[Alexandermosaik|Alexanderschlacht]] in [[Pompeji]], andere gibt es in [[Delos]]. Besonders reizvoll sind die farbenfrohen Landschafts- und Naturdarstellungen aus &amp;#039;&amp;#039;Pompeji&amp;#039;&amp;#039; und [[Praeneste]]. In der [[Villa Romana del Casale]] auf Sizilien, die von einer Schlammlawine begraben und dadurch erhalten wurde, haben sich zahlreiche hochwertige Mosaiken, umgeben von der originalen Architektur, gefunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Herakles and Telephos Louvre MR219.jpg|mini|hochkant|[[Herakles]] und [[Telephos]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Bildhauerei ==&lt;br /&gt;
Die meisten der in römischer Zeit entstandenen freiplastischen Werke sind mehr oder weniger freie Kopien griechischer Originale. Eigenständige Leistungen der römischen Kunst sind am Ende der [[Römische Republik|Republik]] entstandene [[Statue]]n und [[Porträtbüste]]n. Sie unterscheiden sich von den griechischen durch ihre natürliche, das reale Leben nüchtern auffassende Wiedergabe der Wirklichkeit; die damit verbundene Individualisierung erreichte ihren Höhepunkt unter [[Augustus]]. Dank dieser Wirklichkeitsnähe liefern sogar einige Büsten möglicherweise Hinweise auf Krankheitsbilder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birk Engmann |Titel=Neurologic diseases in ancient Roman sculpture busts |Sammelwerk=Neurology: Clinical Practice |Band=3 |Nummer=6 |Datum=2013-12-01 |ISSN=2163-0402 |DOI=10.1212/CPJ.0b013e3182a78f02 |PMC=6082362 |PMID=30107014 |Seiten=539–541 |Online=https://cp.neurology.org/lookup/doi/10.1212/CPJ.0b013e3182a78f02 |Abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Bildwerke ===&lt;br /&gt;
Neben dem privaten Porträtwerk war es in [[Rom]] schon früh üblich, Standbilder verdienter Männer öffentlich aufzustellen. Statuen und Büsten der Kaiser wurden in unzähliger Menge hergestellt, wobei das Schwergewicht naturgemäß auf einer idealisierenden Gestaltungsweise lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die schlichte Individualisierung hatte ihren Platz; in solchen Bildniswerken wurden Kaiser in der Friedenstracht, der [[Toga]], oder in der Kriegsrüstung, häufig auch zu Pferd oder auf dem [[Triumphwagen]] dargestellt. Das schönste erhaltene Werk dieser Art ist die Marmorstatue des Augustus im [[Vatikanstadt|Vatikan]]. Auch die berühmte Reiterstatue des [[Marc Aurel]] auf der &amp;#039;&amp;#039;Piazza del Campidoglio&amp;#039;&amp;#039; in Rom gehört in diese Kategorie. Im Zuge der immer deutlicher herausgearbeiteten individuellen Merkmale sind im 3. Jahrhundert schließlich Charakterbildnisse entstanden, die auch eine Verzerrung des Ausdrucks nicht scheuen ([[Caracalla]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Reliefs ===&lt;br /&gt;
Auch beim historischen, die römischen Siege verherrlichenden [[Relief]] an öffentlichen Denkmälern, an [[Triumphbogen|Triumphbögen]] und [[Säule]]n findet die späthellenistische Kunst auf römischem Boden eine selbständige Fortentwicklung. Das betrifft sowohl die Inhalte der Darstellung, als auch den Stil, für den die starke Erhebung des Reliefs, die Menge und Gedrängtheit der Figuren, die Bewegtheit der Komposition sowie das Einfügen landschaftlicher Motive charakteristisch sind.&lt;br /&gt;
[[Datei:Relief Kolumna Trajana2.jpg|mini|Relief an der [[Trajanssäule]]]]&lt;br /&gt;
Den Übergang zeigt das im 1. Jahrhundert errichtete, zweistöckige [[Kenotaph]] der [[Julier]] in [[Saint-Rémy-de-Provence]] (Südfrankreich) mit seinen großen Kampfdarstellungen; es ist das einzige erhaltene Werk dieser Art aus der Zeit des Augustus. Ihm folgen die Reliefs am Triumphbogen des [[Titus]] mit den Darstellungen der [[Apotheose]] des Kaisers und des Triumphes über [[Judäa]]. Dann die [[Trajanssäule]] am [[Forum Romanum]], deren spiralartig um den ganzen Schaft sich hinziehenden Reliefs in einer Darstellung von 2500 Figuren den Sieg des Kaisers über die [[Daker]] feiern. Eine ähnlich figurenreiche Schilderung, die sich auf die [[Markomannenkriege]] bezieht und die wegen der realistisch treuen Wiedergabe der germanischen Völkerschaften interessant ist, schmückt die [[Mark-Aurel-Säule]] auf der &amp;#039;&amp;#039;Piazza Colonna&amp;#039;&amp;#039; in Rom. Das letzte, größere selbständige Werk dieser Art, der Triumphbogen des [[Septimius Severus]] mit den Szenen aus den Kriegszügen am [[Euphrat]] und [[Tigris]], stammt aus dem Jahr 203. Schon hier zeigen sich in der Überfrachtung und Leblosigkeit der Darstellung die Spuren des beginnenden Verfalles, der in der Folgezeit rasch fortschreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Private Bildwerke ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den öffentlichen Monumenten, die die geschichtlichen Ereignisse verewigen, tritt das National-Römische in den privaten Bildwerken vor allem in der späteren Kaiserzeit stark zurück. Unter ihnen überwiegen, wenigstens der Zahl nach, die [[Grabdenkmal|Grabdenkmäler]]. In den massenhaft erhaltenen [[Sarkophag]]en zeigt sich die große Produktivität der Kunst auch noch im 3. Jahrhundert. Die meisten dieser Sarkophage sind jedoch künstlerisch und handwerklich von eher mittelmäßiger Qualität, und nur relativ selten finden sich kunstvoll und sorgfältig ausgeführte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlungen ==&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Sammlungen römischer Skulptur, Mosaiken und Malerei gehören:&lt;br /&gt;
* [[Vatikanische Museen]], insbesondere Museo Chiaramonti und Museo Pio-Clementino&lt;br /&gt;
* [[Kapitolinische Museen]], Rom&lt;br /&gt;
* [[Museo Nazionale Romano]], Rom (5 Standorte)&lt;br /&gt;
* [[Archäologisches Nationalmuseum Neapel]], mit Fundstücken aus den beiden Großgrabungen in [[Pompeji]] und [[Herkulaneum]]&lt;br /&gt;
* [[Louvre]], Paris: Römische Antikensammlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* [[Römisch-Germanisches Museum]], Köln&lt;br /&gt;
* [[Rheinisches Landesmuseum Trier|Rheinisches Landesmuseum]], Trier &lt;br /&gt;
* [[Glyptothek (München)|Glyptothek]], München: römische Skulpturen&lt;br /&gt;
* [[Antikensammlung Berlin]]: römische Sammlung im [[Altes Museum|Alten Museum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(chronologisch sortiert)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pierre Grimal]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Droemersche Verlagsanstalt, München/Zürich 1961.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kähler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Welt. Rom und sein Imperium.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 1979.&lt;br /&gt;
* [[Donald B. Harden]], [[Hansgerd Hellenkemper]], [[Kenneth Painter]], [[David Whitehouse (Archäologe)|David Whitehouse]]: &amp;#039;&amp;#039;Glass of the Caesars&amp;#039;&amp;#039;. Olivetti, Mailand 1987; deutsch &amp;#039;&amp;#039;Glas der Caesaren&amp;#039;&amp;#039;. Olivetti, Mailand 1987.&lt;br /&gt;
* [[Otto J. Brendel]]: &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena to the Study of Roman Art.&amp;#039;&amp;#039; New Haven/London 1979; deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Was ist römische Kunst?&amp;#039;&amp;#039;, Köln 1990.&lt;br /&gt;
* Nancy H. Ramage, Andrew Ramage: &amp;#039;&amp;#039;Römische Kunst. Von Romulus zu Konstantin.&amp;#039;&amp;#039; Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 1999, ISBN 3-8290-1720-0.&lt;br /&gt;
* [[Paul Zanker]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Kunst.&amp;#039;&amp;#039; München 2007, ISBN 978-3-406-54688-4.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Wohlmayr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Kunst. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 2011, ISBN 978-3-8053-3838-7. [zugleich Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-20110-5 und ISBN 978-3-534-25707-2]&lt;br /&gt;
* [[Bernard Andreae]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Kunst von Augustus bis Constantin.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4191-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Kunst| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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