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	<title>Röhrda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T15:31:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6hrda&amp;diff=1377207&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Verwaltungsgeschichte im Überblick */ tk</title>
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		<updated>2026-03-12T21:28:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwaltungsgeschichte im Überblick: &lt;/span&gt; tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Röhrda&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = [[Ringgau (Gemeinde)|Ringgau]]&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/6/9/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/3/30/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Hessen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 279 &amp;lt;!-- Quelle: mapcoordinates.net --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 271&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 344&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 10.81&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 639&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwo2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1972-04-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Netratal]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 37296&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05659&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung =&lt;br /&gt;
| Bild                   = Röhrda Winter.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Röhrda im Winter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Röhrda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Ringgau (Gemeinde)|Ringgau]] im [[Nordhessen|nordhessischen]] [[Werra-Meißner-Kreis]]. Der Ort ist das nach Einwohnerzahl das zweitgrößte Dorf der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Röhrda ist ein geschlossenes Dorf mit regellosen Grundrissmerkmalen und geringer Siedlungsdichte. Es liegt im westlichen Teil der [[Hochebene]] [[Ringgau]], am südlichen Hang des Tals der [[Netra (Fluss)|Netra]], wo von Süden kommend, der Aschen- und der Martinsborn münden. Die Kirche befindet sich neben einem Gutshof am Westrand des Dorfes auf einer Anhöhe. Im Norden und Westen und entlang der Ringgaustraße im Osten gibt es Jüngere Besiedlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Das Gebiet des Ortsteils besteht aus der Gemarkung Röhrda im Norden des Gemeindegebiets mit einer Fläche von 1081 [[Hektar]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/062212 |titel=Gemarkung Röhrda |werk=GEOindex |abruf=2025-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, davon sind 437 Hektar Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; In der Gemarkung liegen die folgenden aktuellen bzw. historischen Siedlungsplätze:&lt;br /&gt;
* [[Burg Röhrda]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL |ID=7587 |titel=Burg Röhrda, Werra-Meißner-Kreis |datum=2018-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wüstung Hanrod&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL |ID=6036 |titel=Hanrod, Werra-Meißner-Kreis |datum=2024-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lochmühle&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL |ID=6326 |titel=Lochmühle, Werra-Meißner-Kreis |datum=2023-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Haus Renderoth&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL |ID=6726 |titel=Renderoth, Werra-Meißner-Kreis |datum=2024-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rittergut in Röhrda&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=BG |ID=77587 |titel=Rittergut in Röhrda, Gemeinde Ringgau |datum=2024-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortslage befindet sich auf 271 bis {{Höhe|344|DE-NHN}} und der höchste Punkt der Gemarkung ist die 488 Meter hohe Schieferstein im Nordosten der Gemarkung. An den Ortsteil Röhrda grenzen, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, die [[Wehretal]]er Ortsteile [[Reichensachsen]] und [[Langenhain (Wehretal)|Langenhain]] sowie die Gemeinde [[Weißenborn (Hessen)|Weißenborn]], im Osten Ringgau-[[Netra]], im Süden Ringgau-[[Grandenborn]] und im Westen Ringgau-[[Datterode]]. Am nördlichen Ortsrand verläuft die [[Bundesstraße 7]], die nach Nordwesten über Dattenrode zur Anschlussstelle Ringgau der [[Autobahn 44|A 44]] und nach Südwesten über Netra und Rittmannshausen in die thüringische Stadt [[Creuzburg]] an der [[Werra]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RöhrdaKirche02.JPG|mini|Blick auf die [[Evangelische Kirche Röhrda|Wehrkirche]]]]&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Röhrda war eine der ersten Siedlungen im Ringgau. Die Siedlungsgründung wurde von zwei Wasserquellen begünstigt. Röhrda wird in einer (gefälschten) Urkunde aus dem [[Kloster Lippoldsberg]] von 1089 zum ersten Mal erwähnt. Die Siedlung muss aber älter sein, da früher zwei Kirchen nebeneinander bestanden, die Pfarrkirche Peter und Paul und die Martinskirche, von denen heute nur noch Mauerreste der Martinskirche zu sehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort war zweigeteilt. Eine Hälfte gehörte der Familie der [[Boyneburg (Adelsgeschlecht)|Herren von Boyneburg]], von deren Anteil die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Landgrafen von Hessen-Kassel]] im Jahr 1650 eine Hälfte kauften. Erst 1803 konnte der Kurfürst von Hessen-Kassel auch den restlichen Teil in Besitz nehmen und später in Privatbesitz überführen. Unter dem Namen „Meierei“ ist der Boyneburgische Besitz noch nachweisbar. Die andere Dorfhälfte war ein kurpfälzisches Lehen der Herren von [[Falken (Treffurt)|Falken]], und so wurde das Dorf bereits um 1350 genannt. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts ging dieser Anteil an die Herren [[Schloss Herda|von Herda]] über. 1654 erwarb Lucas von Siegel das Rittergut für etwa 30 Jahre. Danach ging der Besitz an die Herren von [[Meysenbug (Adelsgeschlecht)|Meysenbug]] über. 1780 erwarb ein Herr von Castell das Gut, der es wiederum 1836 verkaufte an Johannes Rexerodt, den Großvater des [[Raiffeisen]]-Mitbegründers. Seine Nachkommen haben es noch heute in Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1530 wurde bei einem Dorfbrand der halbe Ort zerstört, während die Wehrkirche mit dem Fachwerkaufsatz sowie Reste des ehemals befestigten Kirchhofs erhalten blieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OG&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ringgau.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=238765 |titel=Ortsteil Röhrda |werk=Webauftritt der Gemeinde ringgau |abruf=2025-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;siehe auch [[Burg Röhrda]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Als „Mengedorf“, in dem die Landgrafen von Hessen-Kassel und die Herren von Boyneburg Besitzungen hatten, gehörte der Ort seit 1654 zum landgräflichen [[Amt Bischhausen]]. Faktisch waren die Ortsherrschaft und [[Gerichtsbarkeit]] zwischen einem [[Kurpfalz|kurpfälzischen]] und einem von Hessen an die Boyneburger ausgegebenen Teil geteilt. 1745 stellt sich die Herrschaft im Dorf wie folgt dar: Landgraf von Hessen 2, Landgraf von Rotenburg 22 Untertanen, die von Meysenbug 40, der von Boyneburg-Laudenbach zu Wichmannshausen 32 und die von Boyneburg zu Netra 6 [[Hintersasse]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1821 gehörte Röhrda zum [[Kreis Eschwege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Röhrda nach der Gebietsreform&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] [[Gemeindefusion|fusionierten]] die bis dahin [[selbstständige Gemeinde]] Röhrda am 1. April 1972 mit dem Nachbargemeinde [[Datterode]] freiwillig zur neuen Gemeinde [[Netratal]]. Diese wurde schon zwei Jahre später, am 1. Januar 1974, kraft [[Landesgesetz]] mit der Gemeinde Ringgau [[Gemeindefusion|zusammengeschlossen]] und bildete die [[Großgemeinde]] Ringgau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=388–389}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Netra. Für alle nach Ringgau eingegliederten Gemeinden wurden [[Ortsbezirk]]e gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/8/5/8/0/Hauptsatzung_2020_1.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Ringgau |format=PDF;&amp;amp;nbsp;105&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2025-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Wettbewerb [[Unser Dorf hat Zukunft|„Unser Dorf soll schöner werden“]] bekam Röhrda 1989 eine Auszeichnung in Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Röhrda angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1141: Gau Neter (&amp;#039;&amp;#039;in pago, qui dicitur Nedere, circa flumen Naderaha&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* vor 1567: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Landgrafschaft Hessen]], [[Niederhessen|Niederfürstentum]], [[Gericht Boyneburg]]&lt;br /&gt;
* ab 1567: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]], [[Niederhessen|Niederfürstentum]], Gericht Boyneburg&lt;br /&gt;
* ab 1654:  Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]], [[Amt Bischhausen]], Gericht Boyneburg&lt;br /&gt;
* ab 1709: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]], Amt Bischhausen&lt;br /&gt;
* 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, [[Kurfürstentum Hessen]], Amt Bischhausen&lt;br /&gt;
* 1807–1813: [[Königreich Westphalen]], [[Departement der Werra]], [[Distrikt Eschwege]], Kanton Reichensachsen&lt;br /&gt;
* ab 1814: Kurfürstentum Hessen, Amt Bischhausen&lt;br /&gt;
* ab 1818: Kurfürstentum Hessen, [[Amt Netra]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=wvdCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA263 &amp;#039;&amp;#039;Amt Netra.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten: aus den besten Quellen bearbeitet : mit Charten und Plänen&amp;#039;&amp;#039;, Landes-Industrie-Comptoir, 1821.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, [[Provinz Niederhessen]], [[Kreis Eschwege]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend&amp;#039;&amp;#039;, Anlage: &amp;#039;&amp;#039;Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken.&amp;#039;&amp;#039; Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10510384?page=223 (&amp;#039;&amp;#039;kurhess&amp;#039;&amp;#039; GS 1821) S.&amp;amp;nbsp;73.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung von Justiz ([[Justizamt Netra]]) und Verwaltung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1848: Kurfürstentum Hessen, [[Bezirk Eschwege]]&lt;br /&gt;
* ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Königreich Preußen]], [[Provinz Hessen-Nassau]], [[Hessen-Nassau#Regierungsbezirk Kassel|Regierungsbezirk Kassel]], [[Landkreis Eschwege]]&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Freistaat Preußen]], Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Kurhessen]], [[Landkreis Eschwege]]&lt;br /&gt;
* ab 1945: Deutsches Reich, [[Amerikanische Besatzungszone]], [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Kassel]], Landkreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Gemeinde [[Netratal]]&lt;br /&gt;
* ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, [[Werra-Meißner-Kreis]], Gemeinde Ringau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
Die [[Gerichtsbarkeit]] über Röhrda wurde im Mittelalter durch das Gericht Boyneburg ausgeübt. Nach langen Rechtstreirigkeitden zwischen der [[Boineburg|Herren von Boyneburg]] kam es 1449 zu einem Vergleich, und ab 1460 hielten die von Boyneburg die Burg und den dazu gehörigen ehemaligen Reichsbesitz als landgräflich-hessisches Erblehen. Mit dem Aussterben der Herren von [[Boyneburg-Hohenstein]] 1792 ging das Gericht an das Kurfürstentum Hessen, die es dem Amt Bischhausen zuschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Zuständigkeit entwickelte sich wie folgt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1807–1813: [[Friedensgericht]] [[Netra]] im [[Königreich Westphalen]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Weitere Gerichte siehe [[Justizwesen im Königreich Westphalen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1814–1818: Amt Bischhausen&lt;br /&gt;
* 1919: Amt Netra&lt;br /&gt;
* 1822: [[Justizamt Netra]] erste Instanz, zweite Instanz [[Obergericht für die Provinz Niederhessen]]&lt;br /&gt;
* 1867: [[Amtsgericht Netra]] (nach der [[Preußische Annexionen 1866|Annexion durch Preußen]]), zweite Instanz [[Kreisgericht Kassel]]&lt;br /&gt;
* 1879: Amtsgericht Netra erste Instanz (durch das [[Reichsjustizgesetze]]), zweite Instanz [[Landgericht Kassel]]&lt;br /&gt;
* 1939: [[Amtsgericht Eschwege]], zweite Instanz [[Landgericht Kassel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühlen in Röhrda ===&lt;br /&gt;
Von den beiden Quellen Aschenborn und Martinsborn wurden sechs Mühlen betrieben.&lt;br /&gt;
Insgesamt hatte Röhrda acht Mühlen:&lt;br /&gt;
Ober-, Loch-, Jost-, Unter-, Wins-, Anger-, Schlag- und Luxmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Röhrda 684 Einwohner. Darunter waren 3 (= 0,4 %)  Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 108 Einwohner unter 18 Jahren, 273 waren zwischen 18 und 49, 168 zwischen 50 und 64 und 132 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einwohner lebten in 273 Haushalten. Davon waren 54 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 81 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 111 Paare mit Kindern, sowie 21 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 9 [[Wohngemeinschaft]]en. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 153 Haushaltungen leben keine Senioren/.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
* 1585: 84 [[Hausgesess|Haushaltungen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1745: 359 Einwohner in 104 Haushaltungen. Gewerbe: ein Schreiner, ein [[Küfer|Bender]], 2 [[Stellmacher|Wagner]], 2 Schmiede, 5 Schneider, 3 Metzger, 2 Zimmerleute, 8 Müller, ein Brauer, 32 Leineweber und Garnhändler, ein Schweinetreiber, 4 Branntweinbrenner und [[Gastwirt|Schenker]], 42 Tagelöhner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Röhrda |width=450|float=none|maxEinwohner=940&lt;br /&gt;
|625|660|663|638|628|657|581|615|620|611|654|629|699|718|925|943|868|800|793&lt;br /&gt;
|vor1834=&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,845)(1980,-1)(1987,727)(2000,-1)(2011,684)(2022,639)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 619 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 99,84 %), ein [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] (= 0,13 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 747 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 93,38 %), 47 katholische (= 5,88 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Kirchengebäude&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um 1089 gibt es eine Pfarrkirche und Kapelle. Die heutige Pfarrkirche ist ein [[Gotik|spätgotischer]] Bau mit dem 1508 erbauten Westturm. Von der ehemaligen Martinskirche ist lediglich die westliche Giebelwand erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Bekenntniswechsel&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste evangelische Pfarrer war Johann Uderer, der vor 1526–1545 wirkte. Unter [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|hessen-darmstädtischer]] Herrschaft von 1627 bis 1628 fand ein Bekenntniswechsel von [[Reformierte Kirchen|evangelisch-reformiert]] nach [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherisch]] statt; danach war die Gemeinde wieder reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Pfarrzugehörigkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Kirchenpatronat]] hatte ursprünglich Graf Heinrich von Nordheim inne. Um 1090 gelangte es an das [[Kloster Lippoldsberg]]. In der Reformationszeit ging es an die Landgrafen von Hessen über.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1585 gehören die Höfe Harmuthshausen und Lautenbach zum [[Kirchspiel]] Röhrda.&lt;br /&gt;
* Mit der Aufhebung der Pfarrstelle 1981 gelangte Röhrda als Vikariatsgemeinde an die Kirchengemeinde Datterode, mit der sie das Kirchspiel Datterode-Röhrda bildete.&lt;br /&gt;
* Heute ist Röhrda Teil der „Evangelischen Kirchengemeinde Datterode-Röhrda“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ringgau.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=238434 &amp;#039;&amp;#039;Ev. Kirchengemeinden Datterode-Röhrda.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Ringgau.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Für Röhrda besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Röhrda) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 72,98 %. Alle Kandidaten gehörten der „Freien Wählergemeinschaft Roehrda“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-ks.ekom21cdn.de/2021-03-14/06636010/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_366_Ortsbezirk_Röhrda.html |titel=Ortsbeiratswahl Röhrda |werk=Votemanager |hrsg=Gemeinde Ringgau |abruf=2025-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Georg Schädel zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ringgau.de/seite/609605/ris.html#/councilservice/group/view/9 |titel=Ortsbeirat Röhrda |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Ringgau |abruf=2025-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Söhne und Töchter des Dorfes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wiskemann]] (1810–1875), Philologe, Abgeordneter des Kurhessischen Kommunallandtags Kassel&lt;br /&gt;
* [[Georg Karl Rexerodt]] (1851–1928), Gutsbesitzer, Unternehmer, Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Holzapfel]] (1944–2022), hessischer Kultusminister und Mitglied des Landtags&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Ringgau-Röhrda |GND=3008012-5}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Röhrda |GND=3008011-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ringgau.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=238765 &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Röhrda&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Ringau.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=6777| titel=Röhrda, Werra-Meißner-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=6777| titel=Röhrda, Werra-Meißner-Kreis| datum=2016-01-25}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=26 |seiten=58 und 112 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2021-02 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027061845/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=60 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwo2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heimatverein-datterode.de/ |titel=Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Ringgau am 31.12.2022 - ausschließlich Hauptwohnungen: |hrsg=Heimatverein Datterode e. V. |abruf=2024-07-11}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Ringgau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=3008012-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rohrda}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Werra-Meißner-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ringgau, Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Werra-Meißner-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1089]]&lt;/div&gt;</summary>
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