<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=R%C3%B6derwirtschaft</id>
	<title>Röderwirtschaft - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=R%C3%B6derwirtschaft"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6derwirtschaft&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T22:35:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6derwirtschaft&amp;diff=328369&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%B6derwirtschaft&amp;diff=328369&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-10T13:09:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Röderwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Rodung]]), auch Röderlandbetrieb, ist eine regionale Bezeichnung für eine historische Form des [[Waldfeldbau]]s, mit abwechselnder Acker- und Waldnutzung, als [[Niederwald]]betrieb. Der Ausdruck ist bezeugt zum Beispiel im Moselland, in Luxemburg, im Spessart. In anderen Landschaften waren abweichende Bezeichnungen für dasselbe Anbausystem oder sehr ähnliche Systeme üblich, so [[Hauberg]] im [[Siegerland]], [[Rottwirtschaft]] im linksrheinischen [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]], [[Reutbergwirtschaft]] im [[Schwarzwald]]. Unter dem Namen [[Schiffelwirtschaft]] in Eifel und Hunsrück wurde Ackerbau mit Ginster abgewechselt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Suchomel&amp;quot;&amp;gt;Christian Suchomel, Werner Konold, Timea Helfrich: Niederwald. Handbuch Naturschutz und Landschaftspflege XIII-1.1. 27. Ergänzungslieferung 01/13: 1-24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wird von Beil 1842 als „Röderlandbetrieb mit holzigen Forstunkräutern“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses System der Flächenbewirtschaftung wird in Lehr- und Handbüchern des Forstwesens bis ins 19. Jahrhundert beschrieben. Vor allem aufgrund veränderter rechtlicher Vorschriften und Grundlagen kam sie dann (in Mitteleuropa) außer Gebrauch und geriet weitgehend in Vergessenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konold&amp;quot;&amp;gt;Werner Konold: Feldholzanbau im kurzen Umtrieb: ein Rückblick in die Geschichte. Kapitel 2 in: M. Veste und C. Böhm (Hrsg.), Agrarholz – Schnellwachsende Bäume in der Landwirtschaft. Springer Verlag 2018, ISBN 978-3-662-49930-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Wie die verwandten Bewirtschaftungssysteme der Niederwaldwirtschaft beruhte die Röderwirtschaft auf [[Brandfeldbau]]. Der Niederwald wurde auf den Stock gesetzt und das Holz genutzt, meist als [[Brennholz]] oder zur Gewinnung von [[Holzkohle]]. Das auf der Fläche verbliebene Reisig wurde angezündet, um mit der Asche den Boden kurzzeitig zu düngen. Anschließend konnte einige Jahre lang anspruchslosere Feldfrüchte, etwa Roggen oder Hafer, aber auch Kartoffeln oder [[Buchweizen]], angebaut werden, bis die Nährstoffvorräte aus der Asche aufgebraucht waren. Manchmal wurden die Flächen anschließend eine Zeitlang beweidet, bis ein neuer Niederwald aufkam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Suchomel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Werner Konold|Konold]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konold&amp;quot; /&amp;gt; macht auf die Beschreibung in einem Werk des Forstwissenschaftlers Anton Beil von 1842 aufmerksam.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Beil: Die Feldholzzucht in Belgien, England und dem nördlichen Frankreich. Nach eigner Anschauung beschrieben. Verlag von Ferdinand Boselli, Frankfurt am Main 1842. Kapitel V: Der Röderlandbetrieb.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach sei die Röderwirtschaft geeignet auf armen Böden, wenn nicht genug Dünger zur Verfügung steht. Er beschreibt die Urbarmachung von [[Heide (Landschaft)|Heiden]] in Belgien mittels Röderwirtschaft: Zunächst wurde die Heide tief gepfügt und in gewölbte Beete zerteilt, zwischen denen Gräben gezogen wurden. Dann wurde in den umgebrochenen Boden ein Gemisch aus Hafer und Nadelholzsamen ausgesät. Am besten geeignet sei die [[Waldkiefer]]. Alternativ konnten junge Sämlinge gepflanzt werden. Die [[Umtriebszeit]] lag zwischen 10 und 40 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röderwirtschaft, zumal mit kurzer Umtriebszeit, vermindert das Nährstoffkapital des Standorts, da viele&amp;lt;!-- wohl vor allem N und K--&amp;gt; [[Nährstoff (Pflanze)|Nährstoffe]], die in der pflanzlichen [[Biomasse]] oder im [[Humus]] festgelegt waren, nach dem Brennen ausgewaschen werden und verloren gehen. Die Forstwirte versuchten daher, die Wirtschaft zumindest zu regulieren, besser durch rationelle moderne Forstwirtschaft mit ihrer Trennung von Wald und Ackerland zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Vonhausen: Die Raubwirtschaft in den Waldungen. J.D. Sauerländer’s Verlag, Frankfurt am Main 1867, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts wurde diese Art der Nutzung praktisch überall eingestellt; bis dahin war sie, gerade in den ärmeren Landstrichen, zur Versorgung der Bevölkerung einfach notwendig gewesen. Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es immer wieder Verbotsversuche, die meist erfolglos blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roderwirtschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Land- und Forstwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
	</entry>
</feed>