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	<title>Río Magdalena - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;M Huhn: aufgrund der Verlinkung zum Lemma hier entbehrlicher Zusatz; zudem blieb unklar, worauf sich der Titel bezog</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=R%C3%ADo_Magdalena&amp;diff=459723&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-07T17:04:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aufgrund der Verlinkung zum Lemma hier entbehrlicher Zusatz; zudem blieb unklar, worauf sich der Titel bezog&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
|NAME= Río Magdalena&lt;br /&gt;
|SORTNAME= Magdalena&lt;br /&gt;
|LAGE= {{COL}}&lt;br /&gt;
|FLUSSSYSTEM= Río Magdalena&lt;br /&gt;
|ABFLUSSWEG= Karibisches Meer&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET= 257438&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET-SUFFIX= (nach anderen Quellen: 263.858&amp;amp;nbsp;km²)&lt;br /&gt;
|LÄNGE= 1612&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-LÄNGE= &amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|LÄNGE-SUFFIX= (nach anderen Quellen: 1538&amp;amp;nbsp;km)&lt;br /&gt;
|PEGEL1= //257438////7232///&lt;br /&gt;
|PEGEL1-REIHE= &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-PEGEL1= &amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BEZEICHNUNG-QUELLE= Quellsee&lt;br /&gt;
|QUELLE= Laguna Magdalena&lt;br /&gt;
|QUELLHÖHE-PREFIX= ca.&lt;br /&gt;
|QUELLHÖHE= 3450&lt;br /&gt;
|QUELLE_LAT_GRAD= 1.935057&lt;br /&gt;
|QUELLE_LONG_GRAD= -76.608573&lt;br /&gt;
|QUELLE_REGION= CO-HUI&lt;br /&gt;
|MÜNDUNG= Hauptarm bei [[Barranquilla]] ins [[Karibisches Meer|Karibische Meer]]&lt;br /&gt;
|MÜNDUNGSHÖHE= 0&lt;br /&gt;
|MÜNDUNG_LAT_GRAD= 11.102609889983302&lt;br /&gt;
|MÜNDUNG_LONG_GRAD= -74.85139846801758&lt;br /&gt;
|MÜNDUNG_REGION= CO-ATL/CO-MAG&lt;br /&gt;
|LINKE NEBENFLÜSSE= [[Río Páez]], [[Río Saldaña]], [[Río Quali]], [[Río Nare]], [[Río Cauca]], [[Río San Jorge]]&lt;br /&gt;
|RECHTE NEBENFLÜSSE= [[Río Bogotá]], [[Río Carare]], [[Río Sogamoso]], [[Río Cesar]]&lt;br /&gt;
|STAUSEEN= [[Betania-Talsperre]]&lt;br /&gt;
|GROSSSTÄDTE= [[Neiva]], [[Girardot (Kolumbien)|Girardot]], [[Barrancabermeja]], [[Magangué]], [[Soledad (Kolumbien)|Soledad]], [[Barranquilla]]&lt;br /&gt;
|MITTELSTÄDTE= [[Flandes]], [[Honda (Kolumbien)|Honda]], [[La Dorada]], [[Puerto Boyacá]], [[Puerto Berrío]], [[San Pablo (Bolívar)|San Pablo]], [[El Banco]], [[Mompós]], [[Plato (Kolumbien)|Plato]]&lt;br /&gt;
|KLEINSTÄDTE= [[San Agustín (Kolumbien)|San Agustín]], [[Natagaima]], [[Purificación]], [[Puerto Salgar]], [[Puerto Wilches]], [[Santa Ana (Kolumbien)|Santa Ana]], [[Calamar (Bolívar)|Calamar]], [[Sitionuevo]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDEN= &lt;br /&gt;
|SCHIFFBAR= bis [[Honda (Kolumbien)|Honda]], oberhalb weitere 240&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
|ANMERKUNGEN= &lt;br /&gt;
|KARTE= Rio Magdalena map.png&lt;br /&gt;
|KARTE-BESCHREIBUNG= Verlauf des Río Magdalena (blau)&lt;br /&gt;
|BILD= Rio Magdalena.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG= Río Magdalena&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Río Magdalena&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Magdalenenstrom, Magdalena)&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Fluss]] mit 1612&amp;amp;nbsp;km Länge im Westen von [[Kolumbien]] in [[Südamerika]].&lt;br /&gt;
Sein Einzugsgebiet beträgt 263.858 km² und ist damit in etwa so groß wie das des [[Rhein]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Der Name des Stromes hat mit seiner Entdeckung durch die spanischen Eroberer zu tun. Sein Entdecker, [[Rodrigo de Bastidas]], und seine Männer landeten am 1. April 1501 mit ihren Schiffen an der Mündung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://fs03eja1.cormagdalena.com.co/nuevaweb/conozcanos/rio.htm |wayback=20110808163322 |text=Nuestro Rio |archiv-bot=2019-05-11 08:40:37 InternetArchiveBot }} (spanisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt;Terra X - Die Geister vom Fluß der Gräber, ZDF/ZDF E., 2004, S. 8–33&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wie es damals üblich war, benannten sie die Flüsse und Orte nach einem [[Heilige]]n. Die Tagesheilige am 1. April war [[Maria Magdalena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namen und Beinamen ===&lt;br /&gt;
Der volle Name des Río Magdalena heißt: &amp;#039;&amp;#039;Río Grande de la Santa Magdalena&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt aus dem [[Spanische Sprache|Spanischen]] heißt das „Großer Fluss der Heiligen (Maria) Magdalena“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Indianer]] hatten dem Fluss verschiedene Namen gegeben. Die [[Kariben]]-Indianer am Unterlauf nannten den Río Magdalena &amp;#039;&amp;#039;Caripuana&amp;#039;&amp;#039;, was übersetzt „Großes Wasser“ bedeutet.&lt;br /&gt;
Einige Indianervölker am Oberlauf nannten ihren Teil &amp;#039;&amp;#039;Guacacallo&amp;#039;&amp;#039; für „Fluss der Gräber“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/reise/kolumbien-land-mit-zukunft-1.3320288-2 &amp;#039;&amp;#039;Schönheit auf den zweiten Blick, dann aber umso betörender&amp;#039;&amp;#039;]. sueddeutsche.de. Abruf am 10. Januar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso ist der Name &amp;#039;&amp;#039;Yauma&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Yuma&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Freund des Flusses&amp;#039;&amp;#039; überliefert, daher auch der Name Rio Yuma.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://polinizaciones.blogspot.com/2008/02/las-abejas-y-las-garzas-bees-and-storks.html Las abejas y las garzas bees and storks] (spanisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
==== Quelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Rio Magdalena Delta landsat.jpg|mini|300px|Satellitenaufnahme der Mündung. Die Sedimentfahne reicht, deutlich erkennbar, kilometerweit ins Meer hinein. Im Osten (dunkle Bucht) befindet sich die Ciénaga Grande.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Río Magdalena entspringt in der Zentralkordillere an dem Gebirgsknoten von Las Papas im [[Departamento del Huila]]. Der knapp 40&amp;amp;nbsp;km westlich der Kleinstadt [[San Agustín (Kolumbien)|San Agustín]] etwa {{Höhe|3450}} hoch gelegene Bergsee Laguna del Buey (auch Laguna Magdalena genannt) bildet seinen Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verlauf ====&lt;br /&gt;
Der gesamte untere Lauf des Río Magdalena durchschneidet die so genannte [[Tiefebene des Río Magdalena]], die im Osten bis zur [[Sierra Nevada de Santa Marta]] und im Westen bis an die [[Karibik]] ([[Región Caribe]]) reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Río Magdalena entspringt in der Zentralkordillere und ist dort von erloschenen [[Vulkan]]en umgeben, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alto del Purutal]] oder [[Cerro de la Pelota]]. Danach fließt der Fluss nach Osten durch die [[Archäologie|archäologische]] Zone [[San Agustín (Kultur)|San Agustín]]. Dort wurden einige Meter große Statuen aus Stein entdeckt, deren Ursprung ein Rätsel ist. Der Strom ist an der engsten Stelle nur 1,7 m breit. Anschließend fließt der Magdalena nach Norden in die Ebene, die die Zentralkordilleren von den Ostkordilleren trennt. So teilt er praktisch das Gebirge. Der Strom fließt nach Norden durch Städte wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Neiva]] oder [[Barrancabermeja]]. Nahe [[El Banco]] verlässt der Magdalenenstrom den Gebirgsraum und es kommt zum Zusammentreffen mit seinem größten Nebenfluss, dem [[Río Cauca]]. Von dort fließt er nach Nordwesten. Zuletzt fließt er nach Norden und bei [[Barranquilla]] in das [[Karibisches Meer|Karibische Meer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mündung ====&lt;br /&gt;
Vom 11. Breitengrad an bei Barranquilla beginnt der Río Magdalena, sich in mehrere [[Mündungsarm]]e zu teilen und ein großes [[Mündungsdelta]] zu bilden. Hier befinden sich Inseln, die mit [[Primärwald|primärem]] [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwald]] bedeckt sind und starken Überschwemmungen ausgesetzt sind. In den 1930ern wurde die Mündung ausgebaut und nun befindet sich Barranquilla direkt an der Mündung. Das Süßwasser des Río Magdalena macht sich noch kilometerweit nach der Mündung im [[Karibisches Meer|Karibischen Meer]] bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nebenflüsse ====&lt;br /&gt;
Der größte Zufluss des Río Magdalena ist der [[Río Cauca]]. Während oberhalb von Honda der Fluss nur kleine Zuflüsse aufnimmt, weil sein Tal eine geringe Breite hat, empfängt er weiter unten bedeutendere, wie den [[Río Carare]], den [[Río Sogamoso]] und den [[Río Cesar]] von Osten und den [[Río Quali]], den [[Río Nare]] und den Río Cauca von Westen. Der Río Magdalena empfängt den Río Cauca durch den [[Brazo de Loba]]. Oberhalb von Honda gibt es kleine Zuflüsse wie den [[Río Sombrerillos]] oder den [[Río Matanzas]] von Osten und den [[Río Mazamorras]] im Westen. Insgesamt hat der Río Magdalena tausende Nebenflüsse, wovon die meisten jedoch relativ klein sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kanäle ====&lt;br /&gt;
Von den einzelnen Kanälen war früher der nach [[Cartagena (Kolumbien)|Cartagena]] führende [[Canal del Dique]] der wichtigste. Dieser zweigt 110&amp;amp;nbsp;km oberhalb der Mündung bei der Stadt [[Calamar (Bolívar)|Calamar]] nach Westen ab. Der 114&amp;amp;nbsp;km lange Kanal zur [[Bahía de Cartagena]] wurde 1514 von einheimischen Sklaven unter der Leitung der spanischen Konquistadoren errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt; Der mittlere Abfluss beträgt 299&amp;amp;nbsp;m³/s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erhielt die größte Bedeutung der gegen Norden führende Kanal, der unterhalb von Sabanilla in das Antillenmeer mündet.&lt;br /&gt;
An seiner Mündung liegt eine gefährliche [[Flachküste#Barre und Priel|Barre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrologie ===&lt;br /&gt;
Das [[Einzugsgebiet]] des Río Magdalena umfasst eine Fläche von 257.438&amp;amp;nbsp;km² (nach anderen Quellen: 263.858&amp;amp;nbsp;km²).&amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt; Der mittlere Abfluss liegt bei 7232&amp;amp;nbsp;m³/s. Die jährliche Sedimentfracht beträgt 144 Millionen Tonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ctenolucius hujeta 2.jpg|miniatur|Der [[Amerikanische Hechtsalmler|Hechtsalmler]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ctenolucius hujeta]]&amp;#039;&amp;#039; ist im Río Magdalena zu Hause.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gs displayingmale1.jpg|miniatur|Der [[Rothauben-Erdfresser]] (&amp;#039;&amp;#039;Geophagus steindachneri&amp;#039;&amp;#039;), ebenfalls ein Bewohner des Río Magdalena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fauna des Río Magdalena unterscheidet sich stark von der anderer südamerikanischer Flüsse. Einige typische Fischfamilien wie die [[Sägesalmler]], die [[Wolfssalmler]] und die [[Helogeninae]] fehlen völlig, ebenso alle südamerikanischen, primären Süßwasserfische, die nicht zur Überordnung [[Ostariophysi]] gehören, sowie der [[Zitteraal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fischfauna des Río Magdalena hat mehr Ähnlichkeit mit den Süßwasserfaunen auf der Pazifikseite [[Panama]]s und der kolumbianischer und ecuadorianischer Flüsse, die in den Pazifik münden sowie mit der Fauna des [[Río Atrato]], teilweise auch mit der des [[Maracaibo-See]]s. Typische Vertreter dieser Fauna sind die beiden Arten der [[Amerikanische Hechtsalmler|Hechtsalmler]]gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Ctenolucius]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Barbensalmler]]gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Ichthyoelephas]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Echte Salmler|Echten Salmler]] &amp;#039;&amp;#039;[[Argopleura]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Gephyrocharax]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die [[Harnischwels]]gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Charidolus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Crossoloricaria]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Dasyloricaria]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Priapichthys]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Gruppe der [[Lebendgebärende Zahnkarpfen|Lebendgebärenden Zahnkarpfen]]. Eine ähnliche Faunenverwandtschaft und -verteilung zeigen die Süßwasserschnecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Petru Banaescu: &amp;#039;&amp;#039;Zoogeography of Fresh Waters&amp;#039;&amp;#039;. Seite 1227–1230, AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen [[Knorpelfische]] des Río Magdalena sind der [[Süßwasserstechrochen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Potamotrygon magdalenae]]&amp;#039;&amp;#039; und der [[Gewöhnlicher Sägefisch|Gewöhnliche Sägefisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Pristis pristis&amp;#039;&amp;#039;), eigentlich ein Meeresbewohner, aber oft auch in Flüssen anzutreffen. Insgesamt wurden für den Río Magdalena 122 Fischarten festgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fishbase]] {{Webarchiv|url=http://filaman.uni-kiel.de/trophiceco/FishEcoList.php?ve_code=74 |wayback=20151222160345 |text=Species in Magdalena |archiv-bot=2019-05-11 08:40:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fluss kommen zwei Krokodilarten vor, das [[Spitzkrokodil]] und der [[Krokodilkaiman]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Indigene Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
Am Unterlauf lebten früher die Könige von Malambo.&lt;br /&gt;
In diesem Gebiet waren die [[Kariben]] angesiedelt, ein Volk, dem [[Kannibalismus]] nachgesagt wurde und von dessen Namen sich vielleicht das Wort &amp;#039;&amp;#039;Kannibalismus&amp;#039;&amp;#039; herleitet.&lt;br /&gt;
Die [[Kogi]] leben in der [[Sierra Nevada de Santa Marta]], einem Gebirge nahe der Mündung. Direkt am Unterlauf lebt seit Jahrzehnten nahezu keine indigene Bevölkerung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Oberlauf lebt noch heute ein Teil der indigenen Bevölkerung Kolumbiens. Hierzu zählen die [[Andaquíes]], die in den Urwäldern besonders im [[Amazonasbecken]] leben. Weiter südlich leben die [[Uitoto]]. Deren Vorfahren gelten einigen Forschern als die Erbauer der mysteriösen Steinskulpturen von San Agustín. Ab etwa 1200 bis 1540 lebten am Oberlauf auch die [[Muisca]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== San Agustín  – Archäologie-Zone ===&lt;br /&gt;
Die berühmte [[Archäologie]]-Zone [[San Agustín (Kolumbien)|San Agustín]] wurde 1857 vom Italiener [[Agostino Codazzi]] entdeckt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sah Dutzende von Steinskulpturen. Diese [[Skulptur]]en sind mehrere Meter groß und bilden Menschen ab, z.&amp;amp;nbsp;B. einen Priester mit einer Schlange oder einen Ballspieler. Zu den bekanntesten Forschern, die dort nach solchen Skulpturen suchten, gehörten die Deutschen [[Eduard Seler]] und [[Konrad Theodor Preuß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orte am Fluss ===&lt;br /&gt;
Im Einzugsgebiet (mit Nebenflüssen) des Río Magdalena leben etwa 80 % der gesamten kolumbianischen Bevölkerung. Die größte Stadt am Fluss ist [[Barranquilla]] in der Nähe der Mündung des Río Magdalena am Karibischen Meer. Barranquilla ist auch der bedeutendste Seehafen Kolumbiens. Die Stadt hat mit der [[Agglomeration]] 1,3 Millionen Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geonames.org/CO/largest-cities-in-colombia.html &amp;#039;&amp;#039;Colombia - Largest Cities&amp;#039;&amp;#039;]. geonames.org. Abruf am 10. Januar 2017 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch andere Städte entlang des Flusses gehören zu den 50 größten Städten des Landes, wie [[Neiva]] mit 348.920 (Platz 15), [[Soledad (Kolumbien)|Soledad]] mit 320.115 (18.), [[Barrancabermeja]] mit 202.167 (27.) und [[Girardot (Kolumbien)|Girardot]] mit 124.520 (40.) Einwohnern. [[La Dorada]] gehört mit 72.000 Einwohnern ebenfalls zu den größeren Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Oberlauf durchfließt der noch kleine Magdalenenstrom mehrere kleine Orte. Die erste große Stadt ist Neiva. Danach kommen erneut kleine Städte, wie [[La Palmita]] oder [[Purificación]], bis dann Girardot folgt. Nach [[Guataquil]] und [[Cambao]] kommt Honda, einer der wichtigsten Flusshäfen des Flusses. Auch für die Schifffahrt hat der Ort eine Bedeutung. Kurz darauf fließt der Río Magdalena durch La Dorada, das über einen Flughafen verfügt. Nun folgen über eine lange Strecke nur kleine Städte, darunter [[Puerto Gutiérrez]], [[Puerto Boyacá]], [[Puerto Olaya]] oder [[Puerto Carare]]. Der Fluss ist nun ein Strom, es folgt Barrancabermeja, eine wichtige Industriestadt. Bis [[Mompós]] gibt es wieder nur kleinere Orte, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[San Pablo (Bolívar)|San Pablo]], [[La Gloria (Kolumbien)|La Gloria]], [[El Banco]] und [[Guamal (Magdalena)|Guamal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Río Magdalena, der bereits den Río Cauca empfing, durchfließt nun die Städte [[Santa Ana (Kolumbien)|Santa Ana]], [[Plato (Kolumbien)|Plato]], [[Calamar (Bolívar)|Calamar]] und [[Salamina (Magdalena)|Salamina]]. Calamar hat einen wichtigen Flusshafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Mündung liegen die Städte [[Sitionuevo]], Soledad und schließlich Barranquilla.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bastidas.JPG|mini|hochkant|Rodrigo de Bastidas, Entdecker des Río Magdalena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spanier [[Rodrigo de Bastidas]] aus [[Sevilla]] erforschte zusammen mit dem [[Kartograf]]en [[Juan de la Cosa]] mit zwei Schiffen 1501 die weitgehend unbekannte nördliche Küste Südamerikas. Vom Osten her kamen sie am 1. April 1501 an die Mündung des „großen Flusses“, des &amp;#039;&amp;#039;Rio Grande de la Santa Magdalena&amp;#039;&amp;#039;. Bastidas und Cosa fuhren nicht flussaufwärts, sondern wandten sich weiter nach Westen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nähere Erkundung wagten erst wieder die [[Portugiesen]]. Im Auftrag der [[Liste der Könige von Portugal|portugiesischen Königin]] [[Johanna von Kastilien]] befuhr [[Jerónimo de Melo]] den Strom flussaufwärts. Dort begegneten sie den legendären Königen von Malambo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gonzalo Jiménez de Quesada]] befuhr den Fluss 1536 mit 600 Mann auf der Suche nach der Quelle des Rio Magdalena.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt; Die Quelle, so glaubte man, befindet sich in dem Goldland [[Piru]]. Gonzalo de Quesada und seine Mannschaft kamen jedoch nur bis nach Barrancabermeja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1539 entstand der erste Flusshafen Kolumbiens auf dem Rio Magdalena nahe der Stadt Guataqui.&lt;br /&gt;
[[Datei:Humboldt reisetagebuch VIIab 220.png|mini|Alexander von Humboldt: Karte im Reisetagebuch, Süden ist in der Karte oben]]&lt;br /&gt;
Während seiner Südamerikareise fuhr der deutsche Forscher [[Alexander von Humboldt]] den Fluss Mitte April bis zum 15. Juni 1801 streckenweise aufwärts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas W. Daum]], &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Humboldt&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-73435-9, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kartierte den Flussverlauf in seinem Tagebuch und erstellte so die erste qualifizierte Karte des Flusses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Rohstoffindustrie ===&lt;br /&gt;
Das Tal des Río Magdalena mit dem des Río Cauca, ist reich an [[Erdöl]] und [[Erdgas]]. Diese Rohstoffe werden gefördert. Viele Großstädte in der Nähe besitzen [[Erdölraffinerie]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Barrancabermeja (Zentrum der Erdölförderung) oder Neiva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barranquilla ist ein bedeutendes Industriezentrum mit [[Aluminium]]-, [[Glas]]- und [[Holz]]industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
Vom Río Magdalena sind etwa 1000 Kilometer, von der karibischen Küste bis zum Binnenhafen [[Honda (Kolumbien)|Honda]], schiffbar und der Hauptverkehrsweg ins Landesinnere von Kolumbien. Nach den [[Stromschnelle]]n bei Honda sind weitere 240 Kilometer schiffbar. Von Neiva (437 m ü. M.) an ist der Fluss schiffbar, doch unterbrechen oberhalb Honda (200 m ü. M.) Katarakte die Schiffbarkeit auf 150 km. [[Dampfschiff]]e befuhren den unteren Magdalena 800 km weit bis Honda und ab 1875 (Dampfer Moltke) auch die oberhalb der Stromschnellen gelegene Strecke bis Neiva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ureinwohner befahren heute noch den Río Magdalena mit Booten namens [[Champán]]. Diese Champánes bestehen aus [[Zedern]]holz und sind 15 bis 20 m lang. Etwa in der Mitte befindet sich ein halbrundes [[Palme|Palmrohrdach]]. Sie werden mit [[Ruder]]n oder [[Stake (Fortbewegung)|Staken]] bewegt. Sie waren vor den Dampfschiffen das einzige Verkehrsmittel auf dem Fluss. Um den ganzen Strom aufwärts mit diesen Booten zu befahren, braucht man fast drei Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Schiffe waren [[Dampfschiff]]e, wie am [[Mississippi River]] im 19. Jahrhundert. Sie wurden vom deutschen Einwanderer [[Johann Bernhard Elbers]] eingeführt. Am 2. Juli 1823 erhielt er das alleinige Recht für die Schifffahrt auf dem Río Magdalena&amp;lt;ref name=&amp;quot;Q1&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Januar des nächsten Jahres fuhr das erste Schiff namens &amp;#039;&amp;#039;Fidelidad&amp;#039;&amp;#039; auf dem Fluss. Wegen des vielen Treibholzes im Wasser mussten die Schaufelräder bei den Schiffen verlegt werden. Die meisten Schiffe sanken jedoch aus verschiedenen Gründen (Motorausfall, [[Tiefgang]] oder das Schiff war zu instabil) und so kamen immer mehr Konkurrenten, die auch das Recht für die Schifffahrt haben wollten. Es kam zu mehreren Prozessen, bis der kolumbianische Präsident [[Simón Bolívar]] die Schifffahrt für Dampfschiffe am 28. Januar 1837 auf dem Strom für frei erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Jacobs (Schriftsteller)|Michael Jacobs]]: &amp;#039;&amp;#039;The Robber of Memories: A River Journey Through Colombia&amp;#039;&amp;#039;. Berkeley : Counterpoint Press, 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Magdalena River|Río Magdalena}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;restrepo_kjerfve2&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url= https://www.researchgate.net/publication/229150791_The_Pacific_and_Caribbean_Rivers_of_Colombia_Water_Discharge_Sediment_Transport_and_Dissolved_Loads | publisher= Hydrochemical Aspects of Major Pacific and Caribbean Rivers of Colombia | title= The Pacific and Caribbean Rivers of Colombia: Water Discharge, Sediment Transport and Dissolved Loads | author= Juan D. Restrepo, Björn Kjerfve | date= 2004-01 | accessdate=2019-03-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Lesenswert|9. Juni 2005|6375939}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4036939-0|VIAF=244532822}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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