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	<title>Quodlibet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T06:53:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quodlibet&amp;diff=683974&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Barock und Klassik */</title>
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		<updated>2026-01-21T16:22:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Barock und Klassik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quodlibet.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Quodlibet&amp;#039;&amp;#039; der [[Goldberg-Variationen]] von [[Johann Sebastian Bach|J.S. Bach]] im [[Erstdruck]] ]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quodlibet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lat.]] ‚wie es beliebt‘) ist ein – meist scherzhaftes – Musikstück, in dem ursprünglich voneinander unabhängige Melodien zu einem gemeinsamen [[Tonsatz]] kombiniert werden. Im Gegensatz zu [[Potpourri (Musik)|Potpourri]] und [[Medley]] werden die Quellmelodien nicht aneinandergereiht, sondern erklingen gleichzeitig. Daher ist das Quodlibet eine [[Polyphonie|polyphone]] und oft [[Kontrapunkt|kontrapunktische]] Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell in der [[Alt-Wiener Volkskomödie]] ist das Quodlibet eine szenische Liedform, bei der klassische Musikelemente mit einfachen, oft banalen Melodien kontrastiert und vermischt werden (→ &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Quodlibet (Alt-Wiener Volkstheater)]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Die ersten mehrstimmigen Vokalkompositionen, die mit absichtlich unzusammenhängender Aneinanderreihung von Text- und Melodiebruchstücken spaßhafte Wirkung hervorbringen wollten, datieren aus dem Jahr 1544 („Guter, selzamer, und künstlicher teutscher Gesang, sonderlich ettliche künstliche Quodlibet“). Die Satztechnik des Quodlibet ist jedoch älter, wie der [[Codex Montpellier (Musikhandschrift)|Codex Montpellier]] (14. Jahrhundert) mit diversen quodlibetartigen Werken belegt. Auch manche Motetten im 13. Jahrhundert weisen quodlibetartige Elemente auf, da in ihnen verschiedene präexistente Melodien kombiniert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dolores Pesce: &amp;#039;&amp;#039;Beyond Glossing: The Old Made New in Mout me fu grief/Robin m&amp;#039;aime/Portare&amp;#039;&amp;#039;. In: Dolores Pesce (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hearing the Motet: Essays on the Motet of the Middle Ages and Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Stanford 1997, S. 28–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Glogauer Liederbuch]] sind drei Quodlibets über &amp;#039;&amp;#039;O rosa bella&amp;#039;&amp;#039; von [[John Dunstable]] (1390–1453) überliefert, wobei der originale &amp;#039;&amp;#039;Cantus&amp;#039;&amp;#039; beibehalten und im Tenor mit Anfängen verschiedener deutscher Volkslieder kontrapunktiert wird. Im ersten Quodlibet werden nicht weniger als 22 Liebeslieder zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance ===&lt;br /&gt;
Als unterhaltsame Singform war das Quodlibet in [[Musik der Renaissance|Renaissance]] und [[Barockmusik|Barock]] sehr beliebt. Erstmals wurde sie von [[Wolfgang Schmeltzl]] (ca. 1505–1564) als Quodlibet bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;(Da trunken sie)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich und Spanien entwickelten sich in der Renaissance eigenständige Formen des Quodlibets: [[Fricassée (Musik)|Fricassée]] und [[Ensalada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock und Klassik ===&lt;br /&gt;
Auch [[Johann Sebastian Bach]] komponierte einige Quodlibets, z.&amp;amp;nbsp;B. BWV 524 zur Hochzeitsfeier von Johann Friedrich oder die Variatio 30 der &amp;#039;&amp;#039;[[Goldberg-Variationen]]&amp;#039;&amp;#039;. In der [[Familie Bach]] sollen bei Zusammenkünften Quodlibets auch [[Improvisation (Musik)|improvisiert]] worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] schrieb 1766 ein &amp;#039;&amp;#039;Galimathias Musicum&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|franz.]] &amp;#039;&amp;#039;[[Galimathias]]&amp;#039;&amp;#039;, sinnloses Geschwätz, Unsinn) betiteltes Quodlibet mit 18 Nummern für Orchester (KV&amp;amp;nbsp;32), worin er bekannte Lieder seiner Zeit nach Art der damals verbreiteten [[Suite (Musik)|Suitenpraxis]] zusammenstellte und zudem mit [[Fuge (Musik)|Fugentechniken]] experimentierte. Er verwendet in der Schlussfuge des Stückes die Melodie des niederländischen Liedes &amp;#039;&amp;#039;[[Het Wilhelmus|Willem van Nassau]]&amp;#039;&amp;#039; als Thema. Anlass war die Installation des Prinzen [[Wilhelm V. (Oranien)|Wilhelm V. von Oranien]] im März in [[Den Haag]], bei der die Familie Mozart anwesend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romantik ===&lt;br /&gt;
[[Carl Maria von Weber]] schrieb ein Quodlibet für 2 Singstimmen und Klavier (op. 54 Nr. 2, 1817) &amp;#039;&amp;#039;So geht es in Schnützelputz-Häusel&amp;#039;&amp;#039; und ein ihm zugeschriebenes Quodlibet als Schauspielmusik für &amp;#039;&amp;#039;Das österreichische Feldlager&amp;#039;&amp;#039; von Heinrich Schmidt (nach [[Friedrich Schiller]]) zur Feier des Sieges in der Schlacht bei Leipzig 1813.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Biedermeier]] wurde das Quodlibet von den Komponisten der [[Alt-Wiener Volkskomödie]] aufgegriffen und vor allem in den Stücken [[Johann Nestroy]]s als szenische Liedfolge adaptiert (siehe [[Quodlibet (Alt-Wiener Volkstheater)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albert Lortzing]] schrieb Quodlibets zu L. Breitensteins &amp;#039;&amp;#039;Der Kapellmeister von Venedig,&amp;#039;&amp;#039; [[Karl Haffner (Dramatiker)|Karl Haffner]]s Zauberposse &amp;#039;&amp;#039;Der verkaufte Schlaf&amp;#039;&amp;#039; (1844) sowie [[Johann Nestroy]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Einen Jux will er sich machen]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Freunde, kommt zu Tische,&amp;#039;&amp;#039; 1842).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Richard Wagner]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Rienzi]]&amp;#039;&amp;#039; gibt es ein Quodlibet im Arrangement von Josef Schantl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Kurt Weill]] gibt es ein Quodlibet op. 9, eine Suite für Orchester aus der Pantomime &amp;#039;&amp;#039;Zaubernacht&amp;#039;&amp;#039; op. 4 (1923).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[John Cage]] gibt es im &amp;#039;&amp;#039;String Quartet in four parts&amp;#039;&amp;#039; ein Quodlibet aus dem Jahr 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Casablanca (Film)|Casablanca]]&amp;#039;&amp;#039; erklingen in einer dramatischen Szene einige Takte des Liedes &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wacht am Rhein]]&amp;#039;&amp;#039; und der Anfang der &amp;#039;&amp;#039;[[Marseillaise]]&amp;#039;&amp;#039; als Quodlibet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Gudewill]]: &amp;#039;&amp;#039;Ursprünge und nationale Aspekte des Quodlibets&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Internationale Gesellschaft für Musikwissenschaft]]: &amp;#039;&amp;#039;Report of the eighth congress, New York 1961&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Papers.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 1961, S. 30–43.&lt;br /&gt;
* Markus Bandur: &amp;#039;&amp;#039;Quodlibet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch der musikalischen Terminologie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;5, hrsg. von [[Hans Heinrich Eggebrecht]] und [[Albrecht Riethmüller]], Schriftleitung Markus Bandur, Steiner, Stuttgart 1991 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070513/images/index.html?fip=193.174.98.30&amp;amp;seite=217&amp;amp;pdfseitex= Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{OeML|Quodlibet|Quodlibet|RF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176739-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Gattung]]&lt;/div&gt;</summary>
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