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	<title>Quirinus Kuhlmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:22:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quirinus_Kuhlmann&amp;diff=84306&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-14031-98: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-28T08:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:QuirinusKuhlmann.jpg|200px|mini|Quirinus Kuhlmann, genannt „Chiliast“ und „Falschprophet“.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch: Culmannus, Kühlmann, Kuhlman (* [[25. Februar]] [[1651]] in [[Breslau]]; † [[4. Oktober]] [[1689]] in [[Moskau]]) war ein deutscher [[Schriftsteller]] und [[Mystiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kuhlmann war der Sohn des Kaufmanns (Harnischmachers?) Quirinus Kuhlmann des Älteren und dessen Ehefrau Rosina, geborene Ludewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Vaterstadt Breslau besuchte er das [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]]. Als kränkliches Kind, das zudem Probleme beim Sprechen hatte, verbrachte er viel Zeit in der wohlausgestatteten Stadtbibliothek. Aus dieser Zeit stammen seine ersten Werke. 1669 spielte er eine Frauenrolle in dem vom Gymnasium jährlich aufgeführten „Alexandrinischen Schauspiel“; dabei erkrankte er schwer; in diese Zeit fallen auch seine ersten Visionen. Für fünf Jahre glaubte er, zwei Engel an seiner Seite zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1670 veröffentlichte Kuhlmann seine &amp;#039;&amp;#039;Entsprossenen teutschen Palmen&amp;#039;&amp;#039;, ein fast ekstatisches Loblied auf die [[Fruchtbringende Gesellschaft]]. Der [[Pegnesischer Blumenorden|Pegnesische Blumenorden]] und mit ihm dessen Präsident [[Sigmund von Birken]], den Kuhlmann verehrt, werden im Folgejahr mit seinen &amp;#039;&amp;#039;Himmlischen Libes-Küssen&amp;#039;&amp;#039; besungen. Aufgrund dieser Sammlung von Sonetten wurde er zum kaiserlichen [[Poeta laureatus]] erhoben und fand einen adligen Gönner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1670 bis 1673 studierte er [[Rechtswissenschaft]]en in [[Jena]]. Weitere Gedichtbände sorgen dafür, dass sich sein Ruhm als Dichter weiter verbreitet. In dieser Zeit beschäftigte er sich aber auch sehr mit religiösen Fragen. Sein Frühwerk ist noch spürbar dem barocken Bildungsideal verhaftet. Mit der Jenaer Zeit beginnt aber auch sein Hauptwerk, &amp;#039;&amp;#039;Der Kühlpsalter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1673 lebte er in [[Leiden (Stadt)|Leiden]]. Dort wandelten sich seine Ansichten radikal. Unter dem Einfluss von [[Jakob Böhme|Jacob Böhme]] schrieb er den &amp;#039;&amp;#039;Neubegeisterten Böhme&amp;#039;&amp;#039; und sagte bald dem Luthertum den Kampf an. Auch der [[Spiritualismus (Theologie)|Schwärmerkönig]] Johannes I. [[Johann Rothe (Geistlicher)|Johann Rothe]] hatte in dieser Zeit großen Einfluss auf Kuhlmann. Wegen seiner öffentlichen Auftritte wurde Kuhlmann aus Leiden ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhlmann ging nach [[Amsterdam]] zu [[Friedrich Breckling]] und [[Johann Georg Gichtel]]. Seine ersten missionarischen Versuche führten ihn im März 1677 nach [[Lübeck]] und [[Hamburg]]. Von dort ging es weiter nach [[London]]. Hier fand er bald einen kleinen Kreis gleichgesinnter Anhänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem er sich vom Luthertum abwandte, entwickelte er seine Lehre der „Kühlmonarchie“. Darin hatte er selbst die Funktion eines neuen Gottessohnes inne (Gott als „Kühlemann“ gegen die [[Hölle]]nhitze des Teufels). Kuhlmanns Ziel war es, die verschiedenen Religionen zu vereinen und damit ein geistliches Reich zu schaffen. Visionäre wie [[Christoph Kotter]], deren Visionen er auf sich selbst bezog, sollten darin als „Kühlfürsten“ figurieren. Ähnliche [[panreligiös]]e Überlegungen fanden sich in dieser Zeit generell zahlreich und im Speziellen bei [[Isaac Newton]] und [[Gottfried Wilhelm Leibniz]], die sich damit aber nicht an die Öffentlichkeit trauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1678 brach Kuhlmann nach Paris auf, um von dort weiter nach [[Konstantinopel]] zu fahren. Der türkische Sultan, dem Kuhlmann eine Ausgabe der Visionen-Kompilation &amp;#039;&amp;#039;Lux e tenebris&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Amos Comenius]] überreichen wollte, war abwesend und konnte ihn daher nicht empfangen. Unverrichteter Dinge musste Kuhlmann die Rückreise antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhlmann ging zurück nach London und heiratete 1682 die Ärztin (?) [[Mary Gould]]. Doch schon nach vierjähriger Ehe starb Mary, die von ihrem Ehemann „Maria Angelica“ (die Englische / Engelhafte) genannt wurde. Weitere Reisen führten Kuhlmann u.&amp;amp;nbsp;a. in die [[Schweiz]], [[nach Troja]] und nach [[Berlin]], eine Reise nach [[Jerusalem]] trat er an, um aber schon nach einer Woche zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner zunehmenden Selbstvergötterung verlor er immer mehr den Rückhalt unter seinen Anhängern. Selbst sein langjähriger Mitstreiter [[Friedrich Breckling]] wandte sich nach und nach von ihm ab. Kuhlmann wartete nach dem Tod seiner Ehefrau, 1686, noch das obligate Trauerjahr ab. 1687 heiratete er [[Esther Michaelis]]. Mit ihr hatte er eine Tochter, die aber schon im Kindesalter starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 versuchte Kuhlmann noch einmal, seine Ideen zu verbreiten und machte sich auf, die Kirche des [[Zarentum Russland|zaristischen Russlands]] zu missionieren. Nach ersten Predigten wurde er vom lutherischen Pastor [[Joachim Meincke]] denunziert. Das hatte zur Folge, dass Kuhlmann &amp;#039;&amp;#039;wegen Aufruhr&amp;#039;&amp;#039; verhaftet und auf grässliche Weise – man brannte ihm glühende Kreuze in den Rücken – gefoltert wurde. Auf Befehl des Patriarchen [[Joachim (Patriarch)|Joachim]] wurde er am 4.&amp;amp;nbsp;Oktober 1689 in Moskau öffentlich als [[Häresie|Ketzer]] [[Scheiterhaufen|lebendig verbrannt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Dichtungen&amp;#039;&amp;#039;.  Potsdam: Hadern, 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entsprossene Teutsche Palmen&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. Robert L. Beare, in: &amp;#039;&amp;#039;Journal of English and Germanic Philology.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 1953, S. 346–371.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Himmlische Libes-Küsse.&amp;#039;&amp;#039; hrsg. Birgit Biehl-Werner. Niemeyer, Tübingen 1971. (Repr. d. Ausg. Jena 1671)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kühlpsalter.&amp;#039;&amp;#039; hrsg. Robert L. Beare. Niemeyer, Tübingen 1971. (Repr. d. Ausg. Amsterdam 1684–86)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neubegeisterter Böhme&amp;#039;&amp;#039;. Literar. Verein, Stuttgart 1995. (Repr. d. Ausg. Leiden 1642)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;D. Funffzehn Gesänge&amp;#039;&amp;#039;. Bear Press, o. O., o. J. (Bayreuth 1992?). (Repr. d. Ausg. Amsterdam 1677)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johann Christoph Adelung]]: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann, ein Fantast.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der menschlichen Narrheit, oder Lebensbeschreibungen berühmter Schwarzkünstler, Goldmacher, Teufelsbanner,...&amp;#039;&amp;#039; Band V, Leipzig 1787, S. 3–90. {{Digitalisat |1=http://books.google.ch/books?id=nGMPAAAAQAAJ}}.&lt;br /&gt;
* Louis M. Berger: &amp;#039;&amp;#039;Dem Leviathan widerstehen&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Versuch über Prophetie, politische Theologie und Martyrium des Quirinus Kuhlmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Louis M. Berger, Hajo Raupach, Alexander Schnickmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben am Ende der Zeiten. Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen der Apokalypse&amp;#039;&amp;#039;. Campus-Verlag, Frankfurt am Main/New York 2021, ISBN 978-3-593-51141-2, S. 101–121.&lt;br /&gt;
* Claus V. Bock: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann als Dichter.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Bern 1957.&lt;br /&gt;
* Walter Dietze: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann. Ketzer und Poet.&amp;#039;&amp;#039; Dimension, Austin TX 1995.&lt;br /&gt;
* P. H. Ditchfield: &amp;#039;&amp;#039;Books Fatal to Their Authors.&amp;#039;&amp;#039; Chap. Fanatics and Freethinkers. Elliot Stock, London 1895, S. 44–48.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Dünnhaupt]]: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Personalbibliographien zu den Drucken des Barock.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Hiersemann, Stuttgart 1991, ISBN 3-7772-9122-6, S. 2444–2462 (Werk- und Literaturverzeichnis)&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|253|255|Kuhlmann, Quirinus|Gerhard Dünnhaupt|11872522X}}&lt;br /&gt;
* Käthe Eschrich: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur geistlichen Lyrik Quirinus Kuhlmanns.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Greifswald 1928.&lt;br /&gt;
* Eva M. Kabisch: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Sprache des „Kühlpsalters“&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. Berlin 1970.&lt;br /&gt;
* Gerhard Köpf: &amp;#039;&amp;#039;Der Kühlmonarch.&amp;#039;&amp;#039; Dimension, Austin TX 1995.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629025819/http://www.bautz.de/bbkl/k/Kuhlmann.shtml |autor=[[C. Detlef G. Müller]]|artikel=Kuhlmann, Quirinus|band=4|spalten=782-788}}&lt;br /&gt;
* Hans Müssle: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. München 1953.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Schmidt-Biggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Erlösung durch Philologie. Der poetische Messianismus Quirinus Kuhlmanns.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Anthony Grafton]] und [[Moshe Idel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Magus: Seine Ursprünge und seine Geschichte in verschiedenen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Akademieverlag 2001, ISBN 3-05-003560-9, S. 107–146.&lt;br /&gt;
* Ralf Schmittem: &amp;#039;&amp;#039;Die Rhetorik des Kühlpsalters von Quirinus Kuhlmann. Dichtung im Kontext biblischer und hermetischer Schreibweisen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Köln 2004.&lt;br /&gt;
* Nikolaj S. Ticharanov: &amp;#039;&amp;#039;Quirinus Kuhlmann, verbrannt in Moskau.&amp;#039;&amp;#039; Kymmel, Riga 1873.&lt;br /&gt;
* {{ADB|17|331|332|Kuhlmann, Quirinus|[[Paul Tschackert]]|ADB:Kuhlmann, Quirinus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11872522X}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004297504}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Kuhlmann,+Quirinus}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pohlw.de/literatur/sadl/barock/kuhlmann.htm Kurzbiographie und Werkübersicht]&lt;br /&gt;
* [http://www.exot-magazin.de/?page_id=412 Quirinus-Kuhlmann-Preis für versehentlich komische Literatur]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article235381956/Reformation-Als-Quirinus-Kuhlmann-in-Moskau-verbrannt-wurde.html Als Quirinus Kuhlmann verbrannt wurde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11872522X|LCCN=n83800028|VIAF=2542408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuhlmann, Quirinus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mystiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Poeta laureatus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Zarentum Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1651]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1689]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuhlmann, Quirinus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Culmannus; Kühlmann; Kuhlman&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1651&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Oktober 1689&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-14031-98</name></author>
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