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	<title>Quintus Sextius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quintus_Sextius&amp;diff=888787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mikythos: /* Identität des Sextius Niger */</title>
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		<updated>2026-02-04T17:26:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Identität des Sextius Niger&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quintus Sextius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein römischer Philosoph und Gründer einer philosophischen Schule. Er lebte im 1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sextius wird auch Quintus Sextius der Ältere (oder der Vater) genannt, denn er hatte einen gleichnamigen Sohn, mit dem er mitunter verwechselt wird. Nach einer späten Quelle, der [[spätantike]]n Chronik des Kirchenvaters [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], erreichte Sextius seine &amp;#039;&amp;#039;[[Akme|akmḗ]]&amp;#039;&amp;#039; (das als Höhepunkt des Lebens aufgefasste Alter von 40 Jahren) im Jahr 1 n. Chr. Dies kann jedoch nicht zutreffen und beruht wohl auf Verwechslung mit dem Sohn, denn der Vater war schon zur Zeit [[Gaius Iulius Caesar|Caesars]] erwachsen. Er lehnte ein Angebot Caesars ab, in den [[Römischer Senat|Senat]] einzutreten und eine senatorische Laufbahn einzuschlagen, und zog es vor, sich der Philosophie zu widmen. [[Seneca]] gibt als Grund an, Sextius sei sich der Unbeständigkeit politischer Erfolge bewusst gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;[[Epistulae morales|Epistulae morales ad Lucilium]]&amp;#039;&amp;#039; 98,13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Plutarch]] berichtet von dieser Entscheidung und erwähnt überdies, Sextius sei in der Anfangszeit seines Lebens als Philosoph in eine so schwere innere Krise geraten, dass er daran dachte, sich das Leben zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;De profectibus in virtute&amp;#039;&amp;#039; 5 (Mor. 77D-E).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Studium begab er sich nach Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 18,274.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später trat er als philosophischer Schriftsteller hervor, wobei er sich der griechischen Sprache bediente. Seneca bezeichnet ihn als einen „scharfsinnigen Mann, der in griechischen Worten, aber nach römischen Sitten philosophiert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;Epistulae morales ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 59,7: &amp;#039;&amp;#039;virum acrem Graecis verbis, Romanis moribus philosophantem&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Werke sind nicht erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sextius gründete die philosophische Schule der „Sextier“ (&amp;#039;&amp;#039;Sextii&amp;#039;&amp;#039;), die von seinem Sohn fortgesetzt wurde, aber zur Zeit Senecas, wie dieser bedauernd feststellte, bereits erloschen war. Er stand der [[Stoa]] nahe und integrierte Gedankengut der [[Pythagoreer]] in seine Lehre. Seine sittliche Haltung wirkt stoisch, doch er legte Wert auf die Feststellung, kein Stoiker zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;Epistulae morales ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 64,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stoischer Denkweise entspricht sein von Seneca überlieferter Ausspruch, [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]], die oberste Gottheit der Römer, vermöge nicht mehr als ein guter Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;Epistulae morales ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 73,12: &amp;#039;&amp;#039;Solebat Sextius dicere Iovem plus non posse quam bonum virum.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Heilmittel gegen den Zorn empfahl er eine Betrachtung des eigenen Spiegelbilds im erzürnten Zustand. Einzelne Elemente seiner Lehre wie die Ablehnung der Fleischkost deuten auf pythagoreischen Einfluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;Epistulae morales ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 108, 17 ff.; &amp;#039;&amp;#039;De ira&amp;#039;&amp;#039; 3,36,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Schule der Sextier gehörten [[Sotion (Lehrer Senecas)|Sotion]], der Lehrer Senecas,&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;Epistulae morales ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 49,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Aulus Cornelius Celsus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Quintilian]], &amp;#039;&amp;#039;Institutio oratoria&amp;#039;&amp;#039; 10,1,124.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Grammatiker [[Lucius Crassicius]] und der Redner und Philosoph [[Papirius Fabianus]], den Seneca bewunderte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Miriam Griffin]]: &amp;#039;&amp;#039;Seneca, a philosopher in politics&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1976, S. 38–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seneca berichtet, dass Quintus Sextius die aus pythagoreischer Tradition stammende Übung der abendlichen Rekapitulation des Tages und Selbstbefragung auszuführen pflegte. Schon [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] kannte diesen Brauch. Die Fragen, die sich Sextius täglich stellte, lauteten: „Welches deiner (charakterlichen) Übel hast du heute geheilt? Welchem Laster hast du widerstanden? In welcher Hinsicht bist du besser (geworden)?“&amp;lt;ref&amp;gt;Seneca, &amp;#039;&amp;#039;De ira&amp;#039;&amp;#039; 36,1-3. Siehe dazu Charles H. Kahn: &amp;#039;&amp;#039;Pythagoras and the Pythagoreans&amp;#039;&amp;#039;, Indianapolis 2001, S. 92 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seneca folgte diesem Vorbild, das er dank seinem Lehrer Sotion kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identität des Sextius Niger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plinius der Ältere|Plinius]]&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius, &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia&amp;#039;&amp;#039; 12–16, 20–30, 32–34.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Pedanios Dioscurides|Dioskurides]] verwendeten eine griechische Schrift &amp;#039;&amp;#039;Perì hýlēs iatrikḗs&amp;#039;&amp;#039; („Über die medizinische Materie“), als deren Verfasser ein [[Sextius Niger]] genannt wird. Dass die Übereinstimmungen dieser beiden Autoren durch Benutzung einer gemeinsamen Quelle zu erklären sind und dass es sich dabei um das Werk des Sextius Niger handelt, zeigte [[Max Wellmann]] 1889 in einer eingehenden Untersuchung.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Wellmann: &amp;#039;&amp;#039;Sextius Niger. Eine Quellenuntersuchung zu Dioscurides.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]]&amp;#039;&amp;#039; 24, 1889, S. 530–569 ([http://www.digizeitschriften.de/main/dms/img/?PPN=PPN509862098_0024&amp;amp;DMDID=dmdlog55 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sextius Niger wird gewöhnlich mit Quintus Sextius – entweder dem Vater oder dem gleichnamigen Sohn – identifiziert, obwohl für keinen der beiden das [[Cognomen]] Niger bezeugt ist. Wellmann war überzeugt, dass es sich bei Niger nur um den Sohn handeln könne; diese Annahme hat auch in der späteren Forschung Zustimmung gefunden, gilt aber nicht als gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Wellmann: &amp;#039;&amp;#039;Sextius Niger. Eine Quellenuntersuchung zu Dioscurides.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hermes&amp;#039;&amp;#039; 24, 1889, S. 530–569, hier: 546; ebenso Italo Lana: &amp;#039;&amp;#039;Sextiorum nova et Romani roboris secta&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rivista di filologia e di istruzione classica&amp;#039;&amp;#039; N.S. Bd. 31, 1953, S. 1–26 und 209–234, hier: S. 8 und Anm. 4 und Miriam Griffin: &amp;#039;&amp;#039;Seneca, a philosopher in politics&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1976, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Omar Di Paola: &amp;#039;&amp;#039;The Philosophical Thought of the School of the Sextii&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Epekeina&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Nr. 1–2, 2014, S. 327–339&lt;br /&gt;
* Leonardo Ferrero: &amp;#039;&amp;#039;Storia del pitagorismo nel mondo romano. Dalle origini alla fine della repubblica&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Edizioni Victrix, Forlì 2008, ISBN 978-88-88646-26-8, S. 326–341&lt;br /&gt;
* Richard Goulet: &amp;#039;&amp;#039;Sextius (Quintus) père.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, CNRS Éditions, Paris 2016, ISBN 978-2-271-08989-2, S. 254–257&lt;br /&gt;
* Italo Lana: &amp;#039;&amp;#039;Sextiorum nova et Romani roboris secta&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rivista di filologia e di istruzione classica&amp;#039;&amp;#039; N.S. Bd. 31, 1953, S. 1–26 und 209–234&lt;br /&gt;
* [[Gregor Maurach]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Philosophie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 3., durchgesehene Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-19129-3, S. 79–83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10240593X|VIAF=52081562}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sextius, Quintus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sextier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sextius, Quintus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Quintus Sextius; Niger, Quintus Sextius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mikythos</name></author>
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