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	<title>Quick-Wert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:30:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quick-Wert&amp;diff=397995&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wofls: 1:0 ist kein Verdünnungsverhältnis, die Verdünnungsverhältnisse sind in der letzten Spalte bereits angegeben, so hoffentlich unmissverständlicher</title>
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		<updated>2024-07-08T09:53:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1:0 ist kein Verdünnungsverhältnis, die Verdünnungsverhältnisse sind in der letzten Spalte bereits angegeben, so hoffentlich unmissverständlicher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fibrin-nach-Thromboplastin.jpg|mini|Blutplasma nach Zugabe von Thromboplastin (Quick-Test). Das entstandene Gel ist stark genug, um eine Stahlkugel zu halten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quick-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach dem US-amerikanischen Arzt [[Armand James Quick]]), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstufenprothrombinzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Heilmeyer]], Herbert Begemann: &amp;#039;&amp;#039;Blut und Blutkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 376–449, hier: S. 387 f. (&amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsmethoden zur Diagnostik der hämorrhagischen Diathesen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Labormedizin|labormedizinischer]] Parameter der Funktionsleistung des [[extrinsisch]]en Systems der [[Blutgerinnung]]. Er kann anhand der gemessenen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thromboplastinzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPZ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|&amp;#039;&amp;#039;prothrombin time&amp;#039;&amp;#039;}}, &amp;#039;&amp;#039;PT&amp;#039;&amp;#039;) bestimmt werden. Laborübergreifend vergleichbar ist die [[International Normalized Ratio]] (INR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Classical blood coagulation pathway-de.svg|mini|350px|Der &amp;#039;&amp;#039;klassische Weg&amp;#039;&amp;#039; der Blutgerinnung. Der Quick-Wert oder die Thromboplastinzeit erfassen den extrinsischen und den gemeinsamen Schenkel der Blutgerinnung, also die Faktoren [[Fibrinogen|I]], [[Thrombin|II]], [[Proaccelerin|V]], [[Stuart-Prower-Faktor|X]] und [[Proconvertin|VII]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Dieser Test erfasst nicht das intrinsische (endogene) System der Blutgerinnung. Beispielsweise weist das Blut von Menschen, die an [[Hämophilie]] (Bluterkrankheit) leiden, einen normalen Quick-Wert auf. Die [[Partielle Thromboplastinzeit]] (aPTT) gibt Aufschluss über die Funktionsleistung des intrinsischen Systems. Die [[Plasmathrombinzeit]] (PTZ) gibt die Gerinnungszeit der gemeinsamen Endstrecke von extrinsischem und intrinsischem Weg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung/Anwendung ==&lt;br /&gt;
Bei vielen Patienten wird [[Medikament|medikamentös]] die Produktion verschiedener [[Gerinnungsfaktoren]] durch &amp;#039;&amp;#039;[[orale Antikoagulation]]&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;etwa mit [[4-Hydroxycumarine|Cumarinen]]&amp;amp;nbsp;– in der Leber gehemmt; damit ist die [[International Normalized Ratio|INR]] (therapeutisch) erhöht. Weiterhin kann ein erhöhter INR-Wert (entspricht einem erniedrigten Quick-Wert) eine Synthesestörung der Gerinnungsfaktoren aufgrund eines Leberschadens (Leberversagen, Leberzirrhose) anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung des Quick-Werts (Quick-Test) ==&lt;br /&gt;
Eine Blutprobe wird, um eine sofortige Gerinnung zu vermeiden, mit [[Citrat]] versetzt, wodurch das für die Gerinnung benötigte [[Calcium]] gebunden wird. Im Labor wird dieses [[Citratblut]] zentrifugiert, die Untersuchung erfolgt aus dem überstehenden  [[Blutplasma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Plasma wird Calcium im Überschuss zugegeben, die Probe auf 37&amp;amp;nbsp;°C erwärmt und [[Gewebefaktor]] (= Tissue-Faktor = (Gewebe-)Thromboplastin) zugesetzt, womit der [[exogen]]e Weg der [[Blutgerinnung]] aktiviert wird. Dann misst man die Zeit bis zum Auftreten von [[Fibrin]]fäden. Bei normaler Blutgerinnung dauert das 11&amp;amp;nbsp;bis 16&amp;amp;nbsp;Sekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis kann der Test folgendermaßen durchgeführt werden: Das Plasma wird in einen fingerhutgroßen Becher gegeben, zusammen mit einer kleinen Stahlkugel. Der Becher steht etwas schief und rotiert, sodass die Stahlkugel durch die Flüssigkeit rollt und sich immer am tiefsten Punkt des Bechers befindet. Dann werden Thromboplastin und Calcium hinzugegeben und es wird die Zeit genommen. Es bilden sich langsam Fibrinfäden, welche die Viskosität der Flüssigkeit verändern: Die Stahlkugel rollt immer schlechter durch die Flüssigkeit, bleibt irgendwann in ihr stecken und dreht sich dann mit dem Becher mit. Eine Lichtschranke am obersten Punkt des Becherbodens registriert dies und stoppt die Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Man misst die Thromboplastinzeit in Sekunden, der Quick-Wert ist aber eine Prozentangabe. Armand James Quick hat nämlich versucht, eine Beziehung zwischen der Thromboplastinzeit und der Menge vorhandener Gerinnungsfaktoren zu finden (das im Laufe des Gerinnungsvorgangs verbrauchte Prothrombin war die Grundlage für den &amp;#039;&amp;#039;Prothrombinverbrauchstest&amp;#039;&amp;#039; nach Quick&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Heilmeyer]], Herbert Begemann: &amp;#039;&amp;#039;Blut und Blutkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 376–449, hier: S. 387.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Zur Erstellung einer Kalibrierkurve nahm er Norm-Plasma ([[Blutplasma]]-Mix von vielen Personen mit normaler Gerinnung) und maß die Thromboplastinzeit dieses Norm-Plasmas in verschiedenen Verdünnungen. Der Quick-Wert (in Prozent) des Blutes des Untersuchten entspricht also der Verdünnung des Norm-Plasmas, die man herstellen müsste, um die gleiche Thromboplastinzeit zu erhalten. Untenstehende Tabelle verdeutlicht das anhand einiger Beispielzahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vergleich Gerinnungstest aPTT Quick TZ mit Faktoren.svg|mini|Der Quick-Test bzw. INR wird aus der Thromboplastinzeit berechnet und wird durch Funktion und Menge der Faktoren I, II, V, X, VII beeinflusst und wird deshalb insbesondere zur Steuerung einer Vitamin-K-Antagonisten-Therapie eingesetzt. Dagegen wird die Partielle Thromboplastinzeit (PTT, englisch &amp;#039;&amp;#039;Partial Thromboplastin Time&amp;#039;&amp;#039;; auch aPTT, &amp;#039;&amp;#039;activated Partial Thromboplastin Time&amp;#039;&amp;#039;) durch Funktion und Menge der Faktoren I, II, V, VIII, IX, X, XI und XII beeinflusst und wird deshalb insbesondere zur Steuerung einer Heparintherapie genutzt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Thromboplastinzeit [s]&lt;br /&gt;
! Norm-Plasma + Verdünnung&lt;br /&gt;
! Quickwert [%]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|1+0 (unverdünnt)&lt;br /&gt;
|100 (1/1)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1+1&lt;br /&gt;
|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;50 (1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|1+2&lt;br /&gt;
|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;33 (1/3)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|1+3&lt;br /&gt;
|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;25 (1/4)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Quickwert von 50 Prozent bedeutet, dass das Plasma der untersuchten Person gleich schnell gerinnt wie ein „Norm-Plasma“, das im Verhältnis 1&amp;amp;thinsp;:&amp;amp;thinsp;1 (auf 50 Prozent der Ursprungskonzentration) verdünnt wurde, wie ein Plasma also, das nur 50 Prozent der „Norm“ an Gerinnungsfaktoren enthält. Das ist nicht gleichbedeutend mit einem Plasma, das halb so schnell gerinnt wie „Norm-Plasma“. Ein Quickwert von 50 Prozent bedeutet damit nicht eine Verdopplung der Gerinnungszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleichbarkeit zwischen Laboren und INR ==&lt;br /&gt;
Weltweit gibt es viele Anbieter von Gerinnungstests (zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Hepatoquick&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Thromborel&amp;#039;&amp;#039; usw.), die nach dem oben genannten Prinzip funktionieren. Diese setzen jedoch verschiedene [[Gewebefaktor|Gewebethromboplastine]] ein, was sich in unterschiedlichen Testergebnissen niederschlägt, sowohl in den Sekunden- als auch in den Prozentangaben. Die Ergebnisse der Tests weichen teils sehr stark voneinander ab. Deshalb sind Quick-Werte von verschiedenen Laboren nicht miteinander vergleichbar. Um eine bessere Vergleichbarkeit bei der Messung der Blutgerinnungszeit zu erreichen, wurde daher von der [[Weltgesundheitsorganisation]] (WHO – &amp;#039;&amp;#039;World Health Organization)&amp;#039;&amp;#039; der [[International Normalized Ratio|INR-Wert]] &amp;#039;&amp;#039;(International Normalized Ratio)&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Jeder Anbieter eines Quick-Gerinnungtests liefert eine Umrechnungsformel mit, anhand derer die Quick-Werte in die INR umgerechnet werden können. Der Quick-Wert wird aber im klinischen Alltag immer noch häufig verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.aerzteblatt.de/pdf/104/21/a1489.pdf Basiswissen Gerinnungslabor.] (PDF; 336&amp;amp;nbsp;kB) &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Ärzteblatt]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Inneren Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labormedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wofls</name></author>
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