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	<title>Querschlag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:42:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Querschlag&amp;diff=699982&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pittimann: /* Einzelnachweise */ Nachweis ergänzt</title>
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		<updated>2024-09-20T07:35:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Nachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Streckenkreuzung Nachtigallstollen.jpg|miniatur|Geradeaus verläuft die [[Richtstrecke]] im LWL-Industriemuseum [[Zeche Nachtigall (Witten)|Zeche Nachtigall]], am Wechsel im Vordergrund geht nach links der Querschlag ab.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Querschlag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein horizontaler [[Grubenbau]], der in der Regel von einer [[Richtstrecke]] aus [[Rechter Winkel|rechtwinklig]] zum Verlauf einer [[Lagerstätte]] [[Streckenauffahrung|aufgefahren]] wird und diese nur punktuell [[Aufschluss (Bergbau)|aufschließt]]. Bedingt durch die geologischen Verhältnisse – [[Streichen (Geologie)|Streichen]] und [[Fallen (Geologie)|Einfallen]] der Gebirgsschichten, die das Nebengestein bilden – verläuft ein Querschlag im [[Steinkohle]]nbergbau rechtwinklig zum Streichen des Nebengesteins.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 9&amp;quot; /&amp;gt; Der Querschlag hat keine direkte Verbindung nach über Tage, im Gegensatz zum [[Stollen (Bergbau)|Stollen]].&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 10&amp;quot; /&amp;gt; Querschläge finden auch als Verbindung zwischen zwei oder mehr getrennten Röhren von [[Tunnel]]n Verwendung.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Flach fallende und massige Lagerstätten können vom [[Schacht (Bergbau)|Schacht]] ausgehend mit [[Vorrichtung (Bergbau)|Vorrichtungsstrecken]] ausgerichtet werden. Bei steil einfallenden Lagerstätten ist dies nicht möglich, sie müssen mittels Querschlägen ausgerichtet werden. Querschläge werden in der Regel im Quergestein annähernd rechtwinklig zur Streichrichtung der Lagerstätte getrieben.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 7&amp;quot; /&amp;gt; Beim Gangerz richtet sich der Querschlag immer nach der Streichrichtung der Lagerstätte und hat daher keinen Bezug zum Streichen des Nebengesteins.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt; Der Abstand und die Lage der einzelnen Querschläge hängen von den örtlich vorhandenen geologischen Gegebenheiten ab. Im Ruhrbergbau variiert der Abstand der einzelnen Querschläge eines Bergwerks von mehreren hundert Metern bis zu 2,5 Kilometer.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt; Bei [[tonnlägig]]en Schächten sind Querschläge in der Regel nicht erforderlich. Sind jedoch noch weitere Lagerstättenteile oberhalb oder unterhalb vorhanden, ist auch bei tonnlägigen Schächten das Auffahren von Querschlägen erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung der Querschläge ==&lt;br /&gt;
Je nach Größe des [[Grubenfeld]]es wird eine unterschiedliche Anzahl von Querschlägen benötigt. In größeren Bergwerken werden vom Schacht ausgehend mehrere &amp;#039;&amp;#039;Hauptquerschläge&amp;#039;&amp;#039; aufgefahren. In den einzelnen Bauabteilungen werden je nach Ausrichtung mehrere Abteilungsquerschläge aufgefahren. Zur [[Bewetterung]] werden &amp;#039;&amp;#039;Wetterquerschläge&amp;#039;&amp;#039; aufgefahren. Zusätzlich gibt es noch &amp;#039;&amp;#039;Sumpfquerschläge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ortsquerschläge&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rohrquerschläge&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; Bei flözartigen Lagerstätten gehen die Querschläge durch den ganzen Gebirgskörper. Um zusätzliche [[Sicherheitspfeiler]] zu sparen, werden die Querschläge auf den unterschiedlichen [[Sohle (Bergbau)|Sohlen]] in derselben [[Seiger]]ebene aufgefahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptquerschläge ===&lt;br /&gt;
Hauptquerschläge verbinden das [[Füllort]] des Schachtes mit den jeweiligen Richtstrecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; Hauptquerschläge haben die gleichen Aufgaben wie der Schacht und können somit als die [[söhlig]]e Fortsetzung des Schachtes betrachtet werden. Da durch die Hauptquerschläge die Hauptwetterströme in das Grubenfeld geführt werden, müssen sie einen genügend großen Querschnitt besitzen. Zur [[Streckenförderung]] werden sie zumindest zweispurig ausgebaut. Sie werden entweder bis zur [[Markscheide (Bergbau)|Markscheide]] oder bis zum letzten [[Bauwürdigkeit (Bergbau)|bauwürdigen]] Flöz geführt. Zur [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserableitung]] werden im Bereich der Stösse [[Rösche|Wasserseigen]] angebracht. Sie werden nur mit einem sehr leichten Ansteigen aufgefahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abteilungsquerschläge ===&lt;br /&gt;
Abteilungsquerschläge teilen das Baufeld in einzelne Abschnitte auf, die Bauabteilungen genannt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; Diese Abteilungsquerschläge werden insbesondere in Lagerstätten mit hohem [[Gebirgsdruck]] oder stark ausgasendem Gebirge verwendet. Insbesondere im Steinkohlenbergbau ist die Aufteilung des Wetterstroms erforderlich, um die Ansammlung von [[Schlagwetter]]n zu minimieren. Bei steiler Lagerung ermöglichen die Abteilungsquerschläge, dass in der jeweiligen Abteilung Nachbarflöze gleichzeitig abgebaut werden können. Da Abteilungsquerschläge jeweils nur eine Flözgruppe zusammenfassen, sind sie in der Regel kürzer als Hauptquerschläge. Sie werden mit einem leichten Ansteigen von 1:200 aufgefahren. Da durch einen Abteilungsquerschlag nur Teilströme der Bewetterung gehen, kann der Querschnitt kleiner als bei Hauptquerschlägen ausfallen. Der Abstand der Abteilungsquerschläge richtet sich nach Länge der jeweiligen Bauabteilungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wetterquerschläge ===&lt;br /&gt;
Wetterquerschläge werden in einem Grubenfeld aufgefahren, um die Wetterführung der einzelnen Betriebe zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt; Die Wetterquerschläge befinden sich in der Regel auf der jeweiligen [[Wettersohle]] des Bergwerks. Durch die Wetterquerschläge werden die [[Abwetter]] der einzelnen Baufelder geleitet. Wetterquerschläge werden entweder neu aufgefahren oder bei länger in Betrieb befindlichen Bergwerken werden die früheren Förderquerschläge als Wetterquerschlag genutzt. Aufgrund der Abbaueinwirkungen und der dadurch entstehenden [[Konvergenz (Bergbau)|Konvergenz]] neigen Wetterquerschläge dazu, stark zusammenzugehen. Damit eine genügend große Abwettermenge durch die Wetterquerschläge geführt werden kann, werden diese bei Bedarf wieder instand gesetzt. Dazu muss das [[Liegendes|Liegende]] [[Senken (Bergbau)|gesenkt]] werden und der defekte [[Streckenausbau]] ersetzt werden. Dabei wird meistens auch der Querschnitt des Querschlags erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; Bei Querschlägen mit geringem Abstand werden zur Verlängerung der streichenden Baulänge die Abbaubetriebe so ausgerichtet, dass zwischen drei Querschlägen befindliche Baulängen auf einmal abgebaut werden. Der mittlere Querschlag dient dabei als Wetterquerschlag. Wenn das Grubenfeld in querschlägiger Richtung langgestreckt ist oder wenn sich der Schacht ziemlich weit an einer Feldesgrenze befindet, werden Wetterquerschläge abgesetzt aufgefahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Querschläge ===&lt;br /&gt;
Sumpfquerschläge dienen dazu, zusammen mit den [[Sumpfstrecke]]n ein [[Strecke (Bergbau)|Streckennetz]] unterhalb der tiefsten Fördersohle zu bilden. Dieses Streckennetz dient dazu, das [[Grubenwasser]] zu sammeln. Durch Rohrquerschläge werden die Steigeleitungen der [[Wasserhaltungsmaschine|Wasserhaltungspumpen]] geführt. Diese Querschläge haben nur einen kleinen Querschnitt. Bei dampfangetriebenen Pumpen wurden auch die Dampfleitungen durch den Rohrquerschlag geführt und die heißen Abwetter des Maschinenraumes abgeführt. Wenn im Bereich des [[Abbau (Bergbau)|Abbaus]] mehrere Betriebe miteinander verbunden werden müssen, werden diese mit Ortsquerschlägen verbunden. Diese Ortsquerschläge sind kleine Querschläge, die auch zur Anbindung an einen gemeinsam genutzten Bremsschacht dienen. Bei der [[Bremsbergförderung]] werden ansteigende Querschläge benötigt. Dies sind Querschläge, die mehr oder weniger rechtwinklig gegen das Schichtfallen aufgefahren werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;Albert Serlo:&amp;#039;&amp;#039; Leitfaden der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. Verlag von Julius Springer, Berlin 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;Fritz Heise, Fritz Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. Verlag von Julius Springer, Berlin 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;Carl Hellmut Fritzsche: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band. 10. Auflage. Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Veith: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;Ernst-Ulrich Reuther: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in den Bergbau.&amp;#039;&amp;#039; Ein Leitfaden der Bergtechnik und Bergwirtschaft. 1. Auflage.  Verlag Glückauf, Essen 1982, ISBN 3-7739-0390-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 6&amp;quot;&amp;gt;[[Herbert Stahl]] (Redaktion), [[Gerhard Geurts]], [[Herbert Ommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe des Erzes.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Die Gruben auf den Gangerzlagerstätten im [[Bensberger Erzrevier|Erzrevier Bensberg]]&amp;#039;&amp;#039;. Köln 2004, ISBN 3-00-014668-7 Glossar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 7&amp;quot;&amp;gt;Emil Stöhr, Emil Treptow: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Bergbaukunde einschließlich der Aufbereitung.&amp;#039;&amp;#039; Verlagsbuchhandlung Spielhagen &amp;amp; Schurich, Wien 1892.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 8&amp;quot;&amp;gt;Dimitrios Kolymbas: &amp;#039;&amp;#039;Geotechnik-Tunnelbau und Tunnelmechanik.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1998, ISBN 3-540-62805-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 9&amp;quot;&amp;gt;[[Walter Bischoff]], Heinz Bramann, [[Westfälische Berggewerkschaftskasse]] Bochum: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Bergbaulexikon.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Verlag Glückauf, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 10&amp;quot;&amp;gt;Ernst-Ulrich Reuther: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band, 12. Auflage, VGE Verlag GmbH, Essen 2010, ISBN 978-3-86797-076-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grubengebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tunnelbauwerke]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pittimann</name></author>
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