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	<title>Quem-quaeritis-Tropus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T11:04:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quem-quaeritis-Tropus&amp;diff=657246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Rezeption */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-04T10:38:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Codex Pray.png|mini|Die Marien am leeren Grab (unten). Darstellung vom Ende des 12. Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quem-quaeritis-Tropus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Visitatio sepulchri:&amp;#039;&amp;#039; ‚Besuch des Grabs‘) ist ein [[dialog]]ischer Text im Rahmen der mittelalterlichen [[Liturgie|Osterliturgie]], ein Frage-Antwort-Spiel zwischen [[Engel]]n und trauernden Frauen (manchmal [[Drei heilige Frauen|Marien]] genannt) am leeren Grab Christi. Vermutlich wurde er im klösterlichen Gottesdienst [[Antiphon (Musik)|antiphonal]] gesungen, also durch eine Teilung der Singenden in zwei oder mehr Gruppen. Er gilt als Keimzelle des [[Mittelalterliches Theater|mittelalterlichen liturgischen Spiels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;Quem quaeritis&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;lat.:&amp;#039;&amp;#039; ‚Wen sucht ihr?‘) beginnt ein neu gedichteter Zusatz ([[Tropus (Gregorianik)|Tropus]]) zum [[Introitus (Gesang)|Introitus]] der [[Ostermesse]]. Erstmals erscheint er in einem Manuskript des [[Kloster St. Gallen|Klosters St. Gallen]] aus dem [[10. Jahrhundert]], breitet sich in den folgenden Jahren über ganz Europa aus und wird in späteren Versionen auch zu umfangreichen [[Geistliches Spiel|geistlichen Spielen]], später zu [[Mysterienspiel]]en in der städtischen Öffentlichkeit erweitert. Der Tropus kommt nicht ausschließlich in der [[Heilige Messe|Messfeier]] vor, sondern auch in der [[Matutin]], einem Teil des klösterlichen Stundengebets. Im Johannesevangelium (18,4 bzw. 18,7) taucht die Frage im Kontext der Festnahme Jesu auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Interrogatio.&amp;#039;&amp;#039; Quem quaeritis in sepulchro, o Christicolae?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Responsio.&amp;#039;&amp;#039; Jesum Nazarenum crucifixum, o caelicolae.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Angeli.&amp;#039;&amp;#039; Non est hic. Surrexit, sicut praedixerat. Ite, nuntiate, quia surrexit de sepulchro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Frage:&amp;#039;&amp;#039; Wen sucht ihr im Grab, ihr Anhängerinnen Christi?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Antwort:&amp;#039;&amp;#039; Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten, ihr Himmelsboten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Engel:&amp;#039;&amp;#039; Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Geht und verkündet, dass er aus dem Grab auferstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liturgischer Kontext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in christlicher Liturgie ist Vergegenwärtigung der Heilsereignisse im Heute der Gläubigen. Eine Überbetonung des &amp;#039;&amp;#039;Quem-queritis&amp;#039;&amp;#039; könnte den irrigen Eindruck erwecken, dass er der Anfang von dieser Vergegenwärtigung sei. Von größerer Bedeutung ist die Erhaltung von Regieanweisungen und Selbstreflexion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Clifford Flanigan |Titel=The Liturgical Context of the &amp;quot;Quem Queritis&amp;quot; Trope |Sammelwerk=Comparative Drama |Band=8 |Nummer=1 |Datum=1974}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Regularis Concordia (Winchester)|Regularis Concordia]]&amp;#039;&amp;#039; der Benediktinermönche von [[Winchester]] um etwa 970 sind Regieanweisungen zum gesungenen Text erhalten. Sie zeigen, dass der Tropus tatsächlich in der Art eines kleinen geistlichen Spiels vorgetragen wurde. Drei Figuren lösen sich aus dem Chor der Mönche und gehen in Richtung Altar auf einen Engel zu, der ihnen die Botschaft von der [[Auferstehung Christi]] übermittelt. Anweisungen nennen das Kreuz Christi und sein Gewand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Gassner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medieval and Tudor Drama.&amp;#039;&amp;#039; Applause, New York 1987, ISBN 0-936839-84-8, S. 37f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch andere Tropus-Texte, etwa den nicht biblischen Hirtendialog mit Hebammen zu Weihnachten. Ein spanischer Tropus zu [[Mariä Aufnahme in den Himmel|Maria Himmelfahrt]] ist aus dem 14. Jahrhundert erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Stevens, [[Richard Rastall]], David Klauser, Jack Sage |Titel=Medieval drama |Band=1 |Verlag=Oxford University Press |Datum=2001 |DOI=10.1093/gmo/9781561592630.article.41996 |Online=http://www.oxfordmusiconline.com/grovemusic/view/10.1093/gmo/9781561592630.001.0001/omo-9781561592630-e-0000041996 |Abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im Laufe des 20. Jahrhunderts stieg der &amp;#039;&amp;#039;Quem-queritis&amp;#039;&amp;#039; zu großer Bedeutung auf, wurde aber von Forschern ab den 1980er Jahren relativiert. [[Karl Young]] gilt als Entdecker des Tropus für die Zwecke der Theaterwissenschaft, aber Young war mit der katholischen Liturgie weniger vertraut. Im Nachhall der Mysterientheologie des [[Odo Casel]] relativierte sich die ehemalige Alleinstellung des Tropus, als mehr und mehr Forschung zur Einsicht gelangten, dass Dialoge in der römischen Liturgie nicht selten sind, und dass alles in der christlichen Liturgie auf Vergegenwärtigung aus ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nils Holger Petersen: &amp;#039;&amp;#039;Les textes polyvalents du Quem quaeritis à Winchester au Xe siècle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue de musicologie.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 86, 2000, {{ISSN|0035-1601}}, S. 105–118.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Quem Quaeritis Tropus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gregorianik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk der religiösen darstellenden Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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