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	<title>Queer Tango - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:57:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Queer_Tango&amp;diff=1975483&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-18T03:31:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tango NEP postcard 1920s.JPG|mini|Zwei tangotanzende Frauen auf einer sowjetischen Postkarte aus den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Queer Tango&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Variante des [[Tango Argentino|Tangos]], bei dem die traditionellen Geschlechterrollen beliebig gewechselt werden können und auch gleichgeschlechtliche Tanzpaare möglich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Mariana Docampo: [http://buenosairestangoqueer.blogspot.com/2009/04/que-es-tango-queer.html &amp;#039;&amp;#039;¿Qué es Tango Queer?&amp;#039;&amp;#039; (spanisch)] bzw. [http://buenosairestangoqueer.blogspot.com/2009/04/what-is-queer-tango.html &amp;#039;&amp;#039;What is queer tango&amp;#039;&amp;#039; (englisch)] In: Blog über die Queer-Tango-Szene in [[Buenos Aires]]. Abgerufen am 20. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Queer]] steht in diesem Zusammenhang nicht nur als Selbstbezeichnung für die [[LGBT]]-Gemeinschaft (vgl. [[Queer-Theorie]]), sondern schließt mit dem Begriff auch heterosexuelle Tanzpaare ein, die die konventionellen Geschlechterrollen ignorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Traditioneller Mann-Frau-Tanz ===&lt;br /&gt;
Im [[Tango vom Rio de la Plata]], einem sinnlichen Paartanz, gibt es einen führenden und einen folgenden Tanzpartner. Traditionell führt der Mann, und die Frau folgt (oft mit geschlossenen Augen). Im Ursprungsgebiet des Tangos, in den Hafenstädten am [[Río de la Plata]], beschreibt man dies mit dem Reim: &amp;#039;&amp;#039;El hombre conduce, la mujer seduce y se luce.&amp;#039;&amp;#039; („Der Mann führt, die Frau verführt und glänzt.“). Mit Tango verbindet man [[Macho|Machismus]], männlichen [[Chauvinismus#Genderspezifischer Chauvinismus|Chauvinismus]] und [[Heterosexualität]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Manuel González: Aufsatz, 2008. Johanna Neundlinger: Diplomarbeit, 2009. Rolf Thum: Essay, 2003. (Siehe [[#Literatur|Literatur]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[[Gender|Geschlecht]], das in den letzten Jahren als soziales Konstrukt entlarvt und unter großen analytischen Anstrengungen in seine diskursiven Bestandteile zerlegt werden konnte, beim Tango wird es wieder Natur. Für einen Abend regieren archaische Instinkte, befiehlt der Körper dem Geist, der Mann der Frau.&lt;br /&gt;
 |Autor=Stefanie Flamm&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Geschlecht wird wieder Natur.&amp;#039;&amp;#039; (Zitiert nach Annette Hartmann.)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Flamm: &amp;#039;&amp;#039;Geschlecht wird wieder Natur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[du (Zeitschrift)|du: Das Kulturmagazin]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 677: &amp;#039;&amp;#039;Tango. Eine Art Sehnsucht.&amp;#039;&amp;#039; November 1997, S.&amp;amp;nbsp;83. (Zitiert nach: Annette Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Doing Tango – Performing Gender.&amp;#039;&amp;#039; Siehe [[#Hartmann|Literatur: Hartmann]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im klassischen Tango ist das Bewegungsrepertoire betont geschlechtsspezifisch festgelegt. Der Frau fallen die „bodenferneren“, dekorativen und anmutigen Elemente des Tanzes zu. Sie „glänzt“ durch kunstvolle Verzierungen, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;boleos&amp;#039;&amp;#039;, und durch weiche, runde und hüftbetonte Bewegungen wie &amp;#039;&amp;#039;ochos&amp;#039;&amp;#039; (die Tänzerin beschreibt mit ihren Füßen eine Acht). Bei einer &amp;#039;&amp;#039;Sentada&amp;#039;&amp;#039; gibt sie gar den Bodenkontakt völlig auf und sitzt auf dem Oberschenkel des Mannes. Der Mann hingegen tanzt „bodennah“. Zu seinem Repertoire gehören die härteren, abrupteren Bewegungen wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;paradas&amp;#039;&amp;#039; (Stopps), &amp;#039;&amp;#039;cortes&amp;#039;&amp;#039; (Unterbrechungen), &amp;#039;&amp;#039;sacadas&amp;#039;&amp;#039; (Wegschleudern des Beins der Partnerin), &amp;#039;&amp;#039;barridas&amp;#039;&amp;#039; (Fußschieber) und &amp;#039;&amp;#039;taconeo&amp;#039;&amp;#039; (Aufstampfen). Er ist für die Stabilität des Paares verantwortlich. Er stützt seine Partnerin bei allen Figuren, in denen sie sich im labilen Gleichgewicht befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Standardtänze festgelegte Schrittfolgen besitzen, wird der &amp;#039;&amp;#039;Tango Argentino&amp;#039;&amp;#039; in völliger Improvisation getanzt; er kennt nur kleine Elemente, die frei kombinierbar sind. Jeder Schritt ist eine neue Entscheidung, und traditionell ist der Mann der [[Choreograph]], der durch eindeutige Körpersprache den Tanz ganz spontan, ohne vorherigen Plan, organisiert. Dieses Wechselspiel heißt im Spanischen &amp;#039;&amp;#039;Marcar y responder&amp;#039;&amp;#039; („Zeichengeben und antworten“).&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Haerter: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen von Eckart Haerter zu: „Raimund Allebrand: Das Frauenbild im Tango: Aufsatz in „Hispanorama: Zeitschrift des Deutschen Spanischlehrerverbandes (DSV)“ 103.2004.“&amp;#039;&amp;#039; Ursprünglich in: &amp;#039;&amp;#039;Hispanorama,&amp;#039;&amp;#039; Heft 106, 2004, {{ISSN|0720-1168}}. Kopie in: [https://www.haerter-tango.de/frauenbild.htm Tango Productions Ulrike &amp;amp; Eckart Haerter], haerter-tango.de. Abgerufen am 12. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne klare Signale &amp;#039;&amp;#039;(marcas)&amp;#039;&amp;#039; von Seiten des Mannes kann die Frau nicht antworten &amp;#039;&amp;#039;(responder)&amp;#039;&amp;#039;, sich nicht entfalten. Diese Führungssignale des Mannes sind als „Einladung“ zu verstehen: folgt die Frau nicht, so muss der geschickte &amp;#039;&amp;#039;Tanguero&amp;#039;&amp;#039; – für Zuschauer unbemerkbar – sofort eine andere Bewegungsfolge vorschlagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eine Frau ist in der Lage, einen Tänzer vollkommen zu blockieren, und jeder noch so gute Tänzer kann mit einer Frau, die ‚nicht folgt‘, wie ein Anfänger aussehen. Man könnte es folgendermaßen darstellen: Der Mann schlägt eine Bewegung vor, und der Frau bleibt es überlassen, ob und wie sie diese ausführt. Ohne ihre Kooperation kann er nicht tanzen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Melina Sedó&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sedo-43&amp;quot;&amp;gt;Melina Sedó: &amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;43. (Siehe [[#Sedo|Literatur: Sedó]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau gleitet rückwärts über die Tanzfläche, der Mann schreitet vorwärts und muss alles im Blick haben, denn er trägt die Verantwortung, seine Partnerin sicher und ohne Zusammenstoß mit anderen Paaren über die Tanzfläche zu führen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Während die Frau die Augen schließen und sich ganz der Musik, dem Tanz und den ‚starken Armen des Mannes‘ hingeben kann, übernimmt der Mann die weniger entspannende Rolle des Schützens und des Aufpassens.&lt;br /&gt;
 |Autor=Johanna Neundlinger&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Der Tango und das Gefühl.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Johanna Neundlinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Tango und das Gefühl.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;60. (Siehe [[#Neundlinger|Literatur: Neundlinger]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Rahmen der [[Milonga#Verhaltenskodex, Aufforderung per Cabeceo|Aufforderungsrituale]] übernimmt der Mann auf traditionellen [[Milonga]]s eine dominierende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tango gilt als erotischer Tanz, bei dem sich aufgrund der ungewohnt großen Nähe eine knisternde sinnlich-flirtende Spannung zwischen Mann und Frau aufbaut. Um dem traditionellen Frauenbild im Tango zu entsprechen, schön auszusehen und verführerisch zu wirken, werfen sich &amp;#039;&amp;#039;Tangueras&amp;#039;&amp;#039;, nicht nur in Shows, sehr oft in gewagte Mode:&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Sartori: &amp;#039;&amp;#039;Tango. Die einende Kraft des tanzenden Eros.&amp;#039;&amp;#039; Bastei-Lübbe, &amp;lt;!--Ort--&amp;gt; 2001, ISBN 978-3-404-70185-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Obwohl er gesellschaftsfähig wurde, hat der Tango seinen erotischen Reiz bewahrt […]. Ein großer schlanker Mann im besten Alter holt eine Frau vom Nebentisch zum Tanzen. Er legt den Arm um sie, sanft und doch bestimmt führt er sie in die Bewegung hinein, die hohen Absätze zeichnen auf den Boden eine unsichtbare Acht. Dann stoppt er sie. Ihr Bein, in schwarzes Netz gehüllt, schiebt sich an seinem Bein entlang, streicht über die graue Hose, spielt ein wenig. Er läßt ihr Zeit für die Verzierung, genießt – dann führt ein Impuls seines Oberkörpers sie in eine neue Schrittfolge.&lt;br /&gt;
 |Autor=Annett Welsch&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Sinnlichkeit und Sucht. Tango Argentino.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welsch&amp;quot;&amp;gt;Annett Welsch: &amp;#039;&amp;#039;Sinnlichkeit und Sucht. Tango Argentino – Wie ein Tanz die Sehnsucht weckt und eine verlorene Erotik zurückbringt.&amp;#039;&amp;#039; In: parapluie, Heft&amp;amp;nbsp;21, Sommer&amp;amp;nbsp;2005. ([https://parapluie.de/archiv/pakt/tango/parapluie-pakt_tango.pdf Volltext (PDF, S.&amp;amp;nbsp;1 und&amp;amp;nbsp;2; 51&amp;amp;nbsp;kB)] auf parapluie.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analyse und Aufbrechen der Geschlechterrollen ===&lt;br /&gt;
Diese konventionellen tangospezifischen Geschlechterrollen zu übernehmen, fällt vielen Frauen und Männern nicht leicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Moderne Frauen haben gelernt, die Verantwortung zu tragen, sich nicht führen zu lassen, selbst kreativ zu sein. […] Aber auch für europäische Männer stellt der Tango eine Herausforderung dar: hier müssen sie zielsicher und selbstbewußt ‚die Richtung vorgeben‘, bestimmend sein, aber auch die Verantwortung tragen. Es liegt nahe, daß vielen dies in einer Gesellschaft, die sagt, daß Männer den Frauen keine ‚Entscheidungen aufzwingen‘ sollen und daß jeder für sich selbst die Verantwortung trägt, schwerfällt.&lt;br /&gt;
 |Autor=Melina Sedó&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sedo-43&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese [[Heteronormativität|heteronormative]] Geschlechterrollenverteilung aufzubrechen, um die [[Geschlechterrolle]]n &amp;#039;&amp;#039;(gender roles)&amp;#039;&amp;#039; im Tanz spielerisch zu hinterfragen und um [[Lesbisch|Lesben]], [[Schwul]]en, [[Bisexualität|Bisexuellen]] und [[Transgender]]n – der [[LGBT]]-Gemeinschaft – eine Heimat im Tango zu geben, entstand in den 1980er Jahren die Idee des &amp;#039;&amp;#039;Queer Tangos&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tangotanzen jenseits der Gender-Grenzen ===&lt;br /&gt;
In der Queer-Tango-Szene werden beim Queer Tango – neben der traditionellen Form – die &amp;#039;&amp;#039;führenden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;folgenden&amp;#039;&amp;#039; Rollen sowohl aus Frau-Frau-, Mann-Mann-, als auch aus Frau-Mann-Tanzpaare gebildet, die sich jenseits der traditionellen [[Klischee]]s bewegen. Dabei tauschen &amp;#039;&amp;#039;Führende&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Folgende&amp;#039;&amp;#039; während einer [[Tanda (Tango)|Tanda]] – manchmal sogar inmitten desselben Tanzes – die Rollen,&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel für Führen und Geführtwerden: &amp;#039;&amp;#039;Los Hermanos Macana&amp;#039;&amp;#039; tanzen die Milonga &amp;#039;&amp;#039;Reliquias Porteñas&amp;#039;&amp;#039; und wechseln mehrmals innerhalb desselben Tanzes die Führungsrolle: [https://www.youtube.com/watch?v=S-mkR-KoPts&amp;amp;feature=related Youtube-Video bei 0:36, 0:45, 1:19, 1:33 und 1:46].&amp;lt;/ref&amp;gt; um bessere [[Gender]]kompetenz, größere innere Achtsamkeit&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Günther Schon |url=https://gleichtanz.de/aktuelles/herzlichen-glueckwunsch-queertangoberlin |titel=Herzlichen Glückwunsch, QueerTangoBerlin! |werk=GleichTanz.de |datum=2016-04-08 |abruf=2024-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und höhere Sensibilität zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundidee der Queer-Tango-Bewegung besteht darin, Tango unabhängig von [[Sexuelle Identität|sexuellen Identitäten]] verstehen zu wollen, wobei [[Heterosexualität|heterosexuelle]] &amp;#039;&amp;#039;Tangueras&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tangueros&amp;#039;&amp;#039; keineswegs ausgegrenzt werden sollen. Sie sind eingeladen, mit dem Rollentausch im Tango zu experimentieren. Dies stellt eine Herausforderung dar, denn der Rollentausch erfordert eine große emotionale und geistige Umstellung, einen &amp;#039;&amp;#039;Mindset-Change&amp;#039;&amp;#039;. Männer lernen, die grazilen Bewegungselemente des traditionell „weiblich“ genannten Repertoires zu tanzen und entwickeln eine schärfere Wahrnehmung für die Feinheiten des Geführtwerdens. Frauen erweitern im Rollentausch ihre tänzerische Kreativität. Sie lernen, choreographisch vorauszudenken und eignen sich die Techniken der führenden Körpersprache an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eine große Umstellung bedeutet auch der ‚Mindset-Change’: Führen heißt bestimmen, jederzeit sicher zu sein, was als nächstes geschehen wird. Für viele Frauen ist dies eine ungewohnte Situation, wenn sie bis dahin im traditionellen Rollenbild der hingebungsvollen, mit geschlossenen Augen folgenden Frau getanzt hat. Doch genau wie die Frauen haben auch Männer, die sich entscheiden, öfter folgen zu wollen, mit der Rollen-Umstellung zu kämpfen: nur körperlich zuhören, anstatt die (sattsam bekannten) Schritte vorwegzunehmen, dabei zugleich den Körper an die weiblicheren Bewegungsmuster (Ochos, Drehungen) zu gewöhnen und bei alledem die Achse so stabil wie möglich zu halten.&lt;br /&gt;
 |Autor=Veronika Fischer&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Leading ladies und folgsame Männer: Wenn Frauen führen …&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Veronika Fischer (La potranca): &amp;#039;&amp;#039;Leading ladies und folgsame Männer: Wenn Frauen führen ….&amp;#039;&amp;#039; In: Tangodanza, [http://www.tangodanza.de/product_info.php/products_id/653/cPath/1/zeitschriften/ausgabe:-4/2008-(nr.36).html Heft&amp;amp;nbsp;36.] 4/2008, S.&amp;amp;nbsp;28–29 (Rubrik Especial). ({{Webarchiv |url=http://www.la-potranca.com/tango-texte/reportagen/leading-ladies---wenn-frauen-fuehren.php |text=Volltext |wayback=20140304173208}} auf la-potranca.com. Abgerufen am 23. Mai 2010.)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Hineinschlüpfen in die jeweils andere Rolle erweitern Frauen und Männer nicht nur ihre tänzerische Kompetenz, sondern sie werden außerdem mit der [[Cross-Gender]]-Problematik konfrontiert und zur Reflexion über das Anliegen der [[Gender Studies|Gender-Forschung]], die Unterscheidung von biologischem Geschlecht und Geschlechterrollenverhalten, angehalten: &amp;#039;&amp;#039;Doing Tango – Performing Gender&amp;#039;&amp;#039;, wie Annette Hartmann (siehe Literatur) diesen geistig-emotionalen Prozess formelhaft auf den Punkt gebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bei einigen kann der Tango dazu dienen, ihre Geschlechterrolle zu finden oder neu zu definieren, andere mag er mit seinen spezifischen Rollenanforderungen verschrecken oder verunsichern.&lt;br /&gt;
 |Autor=Melina Sedó&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Melina Sedó: &amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;44. (Siehe [[#Sedo|Literatur: Sedó]].)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Queer-Tango-Bewegung ==&lt;br /&gt;
Die genaueren Umstände der Entstehung des Tangos als Paartanz liegen im Dunkeln. Beim Rückblick in seine Geschichte leuchten immer wieder Bilder von gleichgeschlechtlichen Tanzpaaren auf. Auch [[Jorge Luis Borges]] vertrat die These, nach der Männer den Tangotanz erfanden und ihn ursprünglich nur als gleichgeschlechtliche Männerpaare untereinander tanzten, oft vor oder in [[Bordell]]en:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der argentinische Dichter Jorge Luis Borges spricht aus, was die Historiker des Tangos wissen: daß der Ursprung des Tanzes in den Bordellen liegt. ‚Es fehlt nicht an zusätzlichen Bestätigungen: die lüsternen Tanzfiguren, die offensichtliche Anzüglichkeit gewisser Titel‘ – &amp;#039;&amp;#039;El choclo&amp;#039;&amp;#039; (der Maiskolben), &amp;#039;&amp;#039;El fierrazo&amp;#039;&amp;#039; (das Schüreisen) – ‚der Umstand, den ich als Kind in Palermo und Jahre später in La Chacarita und in Boedo beobachten konnte: An den Straßenecken tanzten Männer zusammen, weil die Frauen aus dem Volk nicht an einem Schlampenschwof teilnehmen wollten.‘&lt;br /&gt;
 |Autor=Annett Welsch&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Sinnlichkeit und Sucht. Tango Argentino.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Annett Welsch: &amp;#039;&amp;#039;Sinnlichkeit und Sucht.Tango Argentino.&amp;#039;&amp;#039; [https://parapluie.de/archiv/pakt/tango/ Volltext auf:] parapluie.de&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Motiv für die Bildung der Mann-Mann-Tanzpaare wird zum einen der Frauenmangel in der rioplatensischen Bevölkerung um 1900 angeführt und zum andern auf die Anrüchigkeit des engen Körperkontaktes verwiesen. Keine „anständige“ Frau durfte damals so in der Öffentlichkeit tanzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In einer Atmosphäre aus Kleinkriminalität, [[Prostitution]] und [[Frauenhandel]] wurde die frühe Form des Tango nicht selten in Bordellen getanzt. Wegen des ständigen Frauenmangels taten sich oft auch zwei Männer zusammen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Hugo Lamas, Enrique Binda&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;El Tango en la Sociedad Porteña 1880–1920.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Lamas und Enrique Binda: &amp;#039;&amp;#039;El Tango en la Sociedad Porteña 1880–1920.&amp;#039;&amp;#039; Editorial: Lucci 1998. Zitiert nach {{Webarchiv |url=http://netzwerkrecherche.wordpress.com/2009/10/06/unterschichtentango/ |text=Unterschichtentango |wayback=20091010222719}} auf: „netzwerkrecherche.wordpress.com“ Abgerufen am 18. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mann-Frau-Paartanz wurde der Tango in [[Lateinamerika]] erst nach einem Umweg über [[Paris]] salonfähig, allerdings in einem von &amp;#039;&amp;#039;cortes und quebradas&amp;#039;&amp;#039; (abrupten Brüchen und Verrenkungen) bereinigten Stil. Gleichzeitig sind aus den Jahren 1910/1920 französische Postkarten überliefert, welche gleichgeschlechtliche Frauen-Tanzpaare darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mariñas&amp;quot;&amp;gt;J. Alberto Mariñas: &amp;#039;&amp;#039;They dance alone…&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://www.esto.es/tango/english/enEllas.htm |text=Tango Postkarten |wayback=20100618210643 |archiv-bot=2024-04-21 03:45:55 InternetArchiveBot}} auf: esto.es. Abgerufen am 18. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allerdings bleibt unklar, ob es sich dabei um Lesbenpaare handelt oder um gestellte Posen für [[Voyeurismus|voyeuristische]] Männeraugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mariñas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige &amp;#039;&amp;#039;Queer-Tango-Bewegung&amp;#039;&amp;#039; ist sich dieses gleichgeschlechtlichen historischen Ursprungs des Tangos mit seiner meist verheimlichten [[homoerotisch]]en Konnotation bewusst und knüpft daran an.&amp;lt;ref&amp;gt;Tina Fritsche: &amp;#039;&amp;#039;Tango meets Transgender. Das 3. Internationale Queer Tango Festival lädt zum Spiel mit den Geschlechterrollen.&amp;#039;&amp;#039; Aus: &amp;#039;&amp;#039;ak – analyse + kritik – Zeitung für linke Debatte und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 476, 19. September 2003. [https://archiv.akweb.de/ak_s/ak476/35.htm Artikel online]. Abgerufen am 18. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstand in der schwul-lesbischen Tangoszene [[Hamburg]]s, wo sich Mitte der 1980er Jahre die ersten Tangobegeisterten in einem kleinen Schwulen-Café namens &amp;#039;&amp;#039;Tuc Tuc&amp;#039;&amp;#039; in [[Bezirk Altona|Altona]] trafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2001 wurde das &amp;#039;&amp;#039;International Queer Tango Festival in Hamburg&amp;#039;&amp;#039; ins Leben gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;queer-tango.de: [http://www.queer-tango.de/html/gall2001.php?m=4&amp;amp;p=1&amp;amp;mk=1&amp;amp;SN=6f81cdf84e9a33acc856b54c8b7ee77d &amp;#039;&amp;#039;1. International Queer Tango Festival Hamburg&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Hamburger Vorbild&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elke Koepping |url=https://tangolazarett.wordpress.com/2013/06/29/fuehrungspotenzial/ |titel=Mit Führungspotenzial |werk=Tangolazarett |datum=2013-06-29 |abruf=2017-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bildete sich nach und nach in einzelnen deutschen Städten eine queere Tangoszene, wie zum Beispiel in Berlin und Köln. Es gibt Tangounterricht für Schwule und Lesben, queere Tango-Workshops, queere [[Milonga]]s und lokale &amp;#039;&amp;#039;Queer Tango Festivals&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Böcherer: [http://www.tangokultur.info/berlin_queer.htm &amp;#039;&amp;#039;Offene Atmosphäre. Die schwullesbische Tangoszene in Berlin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;tangokultur.info&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe Januar 2007. Abgerufen am 20. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!--Achtung: kein Zugriff mehr online auf das Archiv von tangokultur.info möglich! Stand: 28. Dezember 2017 – Referenz löschen?--&amp;gt; Das letzte Hamburger Festival wurde im Jahr 2011 durchgeführt. Im selben Jahr entstand das &amp;#039;&amp;#039;Internationale QueerTango-Festival in Berlin&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von [[Astrid Weiske]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frauke Hinrichsen |url=https://www.berliner-zeitung.de/berlin/queer-tango-die-andere-seite-des-mondes-10683586 |titel=Queer-Tango: Die andere Seite des Mondes |werk=berliner-zeitung.de |datum=2012-03-02 |abruf=2017-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich in der Folge als größtes Queer-Tango-Festival weltweit etablierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alecoyung |url=https://www.labrujatangoberkeley.com/2022/03/10/astrid-weiske-march-16th-and-23rd-2022/ |titel=Astrid Weiske, March 16th and 23rd, 2022 |werk=labrujatangoberkeley.com |datum=2022-03-10 |sprache=en |abruf=2024-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Deutschland ausgehend verbreitete sich die Queer-Tango-Idee. Regelmäßige Queer-Tango-Festivals gibt es mittlerweile in Berlin, Buenos Aires, Kopenhagen, Mexiko-Stadt, Stockholm, San Francisco, New York und Sankt Petersburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elke Koepping |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/944895.subversiv-in-bewegung.html?sstr=Queer |titel=Subversiv in Bewegung |werk=neues-deutschland.de |datum=2014-09-06 |abruf=2017-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Argentinien: [http://www.festivaltangoqueer.com.ar/ Programmwebsite des ‚Festival Internacional de Tango Queer de Buenos Aires‘, 22. bis 28. November 2010] (in spanischer Sprache), Dänemark: {{Webarchiv |url=http://www.copenhagen2009.org/Culture/Queer_Tango_Festival/Program.aspx |text=Programmwebsite des Internationalen Queer Tango Festivals in Kopenhagen im Rahmen der World Outgames 2009 |wayback=20090719154912 |archiv-bot=2019-05-08 17:59:06 InternetArchiveBot}}, Schweden: [http://www.queertango.se/ Programmwebsite des &amp;#039;&amp;#039;4th International Queer Tango Festival Stockholm&amp;#039;&amp;#039;, 14. bis 16. Mai 2010], USA: {{Webarchiv |url=http://www.queertango.us/ |text=Programmwebsite des &amp;#039;&amp;#039;International Queer Tango Festival San Francisco&amp;#039;&amp;#039;, 30. bis 4. Juli 2010 |wayback=20100530115520 |archiv-bot=2019-05-08 17:59:06 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Buenos Aires]] wurde der Tango bis in das 21. Jahrhundert hinein in der Öffentlichkeit fast ausschließlich in traditioneller Rollenverteilung getanzt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mariana Docampo |Titel=History: The Foreign Touch |Sammelwerk=Tango Queer Buenos Aires |Verlag=Abrazos Books |Ort=Stuttgart |Datum=2020 |ISBN=978-987-47-6174-3 |Seiten=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu Beginn der 2020er Jahre ist das gleichgeschlechtliche Tanzen aber kein Anlass mehr für Clubverweise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erica Davis |url=https://www.batimes.com.ar/news/culture/tango-queer-argentinas-famous-dance-thrives-among-lgbtq-community.phtml |titel=Tango Queer: Argentina’s famous dance has a new surname {{!}} Buenos Aires Times |werk=batimes.com.ar |datum=2023-03-25 |sprache=en |abruf=2024-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2002 etablierte Augusto Balizano einen wöchentlichen Queer-Tango-Salon, &amp;#039;&amp;#039;La Marshàll&amp;#039;&amp;#039;, der seit seiner Gründung von ihm geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lamarshallmilonga.wordpress.com/category/historia/ |titel=Historia |werk=lamarshallmilonga.wordpress.com |sprache=es |abruf=2024-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus betrieb Mariana Docampo seit 2005 eine wöchentliche Queer Milonga im &amp;#039;&amp;#039;Buenos Aires Club.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tangoqueer.com/english/milonga.html Webseite der Milonga &amp;#039;&amp;#039;Tango Queer&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 28. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Entstehen weiterer Angebote zum Queer Tango in Buenos Aires schlossen Balizano und Docampo ihre beiden Events zu einem gemeinsamen monatlichen Tanzabend im Centro Cultural Macedonia unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Milonga Tango Queer La Marshall Milonga&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Seit 2006 betreiben sie ebenfalls zusammen das jährliche Buenos Aires Queer Tango Festival.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juan Relmucao |url=https://www.atlasobscura.com/articles/queer-tango-in-buenos-aires |titel=In Buenos Aires, Queer Tango Takes a Revolutionary Dance Back to Its Roots |werk=atlasobscura.com |datum=2020-02-12 |sprache=en |abruf=2024-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Annette Hartmann: {{Anker|Hartmann}} &amp;#039;&amp;#039;Doing Tango – Performing Gender. Zur (De-)Konstruktion von Geschlechtsidentitäten in Literatur und Tanz.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele Klein, Christa Zipprich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tanz Theorie Text.&amp;#039;&amp;#039; Münster, Lit 2002, ISBN 3-8258-5901-0, S. 367–381 ({{Google Buch |BuchID=swGSu4wasFsC |Seite=367}}).&lt;br /&gt;
* Melina Sedó: {{Anker|Sedo}} &amp;#039;&amp;#039;Geschlechterrollen im argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit an der [[Universität des Saarlandes]], Saarbrücken 2003 (Kurzfassung). ([https://www.melinasedo.com/wp-content/uploads/2020/02/Melinas-Diplom.pdf Volltext (PDF; 883&amp;amp;nbsp;kB)] auf melinasedo.com. Abgerufen am 21. November 2025.)&lt;br /&gt;
* [[Paula-Irene Villa]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Ernst des Körpers spielen: Körper, Diskurse und Emotionen im Argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Alkemeyer, Robert Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufs Spiel gesetzte Körper. Aufführungen des Sozialen in Sport und populärer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2003, S.&amp;amp;nbsp;131–156. ([http://www.queer-tango.de/ressourcen/tangospiel_villa.pdf Volltext (PDF; 672&amp;amp;nbsp;kB)] auf queer-tango.de. Abgerufen am 24. Mai 2010.)&lt;br /&gt;
* Magali Saikin: &amp;#039;&amp;#039;Tango und Gender. Identitäten und Geschlechterrollen im Argentinischen Tango.&amp;#039;&amp;#039; Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89657-611-9.&lt;br /&gt;
* Manuel González: &amp;#039;&amp;#039;El Tango es machista?&amp;#039;&amp;#039; In: Punto Tango, Nr. 26, Dezember 2008.&lt;br /&gt;
* Ute Walter: {{Anker|Walter}} &amp;#039;&amp;#039;Tango und innere Achtsamkeit oder ein anderer Zugang zum Tangotanzen. Die Bedeutung der inneren Achtsamkeit im Tango Argentino und deren Vermittlung im Unterricht durch Einbezug ausgewählter Aspekte der Methode Dialogprozess.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit an der [[Universität Hamburg]], Hamburg 2008.&amp;lt;!-- Jahr korrekt? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Johanna Neundlinger: {{Anker|Neundlinger}} &amp;#039;&amp;#039;Der Tango und das Gefühl. Machismo, Parallele Welt und Sinnlichkeit. Die Faszinationen des Tango Argentino in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit an der [[Universität Wien]], Wien 2009. ([http://othes.univie.ac.at/4136/1/2009-03-17_9908317.pdf Volltext (PDF; 801&amp;amp;nbsp;kB)], abgerufen am 19. Mai 2010.)&lt;br /&gt;
* Sofía Cecconi: &amp;#039;&amp;#039;Tango Queer: territorio y performance de una apropiación divergente.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TRANS. Revista Transcultural de Música.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 13. Sociedad de Etnomusicología, Barcelona 2009, {{ISSN|1697-0101}}, ([https://www.redalyc.org/pdf/822/82220946008.pdf PDF]; 356&amp;amp;nbsp;kB). (in Spanisch)&lt;br /&gt;
* Annette Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Tango – ein Spiel mit geschlechtlichen Dichotomien.&amp;#039;&amp;#039; In: Martina Oster, Waltraud Ernst, Marion Gerards (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Performativität und Performance: Geschlecht in Musik, Theater und MedienKunst.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Lit-Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-8258-0660-6, S.&amp;amp;nbsp;48–57 ({{Google Buch |BuchID=vYbWJFukH4sC |Seite=48}}).&lt;br /&gt;
* Mariana Docampo: &amp;#039;&amp;#039;Tango Queer Buenos Aires.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung Lourdes Dávila. Abrazos Verlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-987-47-6174-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Tanzen: Tango Argentino|Tango Argentino}}&lt;br /&gt;
* Beispiel zum [[Gendering]] und zum mehrfachen [[Führung (Tanz)|Führungswechsel]] innerhalb desselben Tanzes: „Frau“ führt „Mann“ – „Mann“ führt „Frau“:&lt;br /&gt;
** [https://www.youtube.com/watch?v=S-mkR-KoPts&amp;amp;feature=related Los Hermanos Macana tanzen die Milonga &amp;#039;&amp;#039;Reliquias Porteñas&amp;#039;&amp;#039;] (video [[YouTube]]) – Führungswechsel: 0:36, 0:45, 1:19, 1:33, 1:46&lt;br /&gt;
* [http://www.queertango-berlin.de/ Website &amp;#039;&amp;#039;Queer Tango Berlin&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 20. Mai 2010.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;International Queer Tangofestival Hamburg&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** 2008: [https://www.youtube.com/watch?hl=en&amp;amp;v=8ulLAKv-U1Y&amp;amp;gl=US Michael und Rainer tanzen Tango] (YouTube-Video)&lt;br /&gt;
** 2009: [https://www.youtube.com/watch?v=WOpwLkPNLYo Nuevas Milongueras – Ute Walter &amp;amp; Eliane Riegner] (YouTube-Video)&lt;br /&gt;
* [http://queertangofestival-berlin.de/ &amp;#039;&amp;#039;Internationales QueerTango-Festival Berlin&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 28. Dezember 2017.&lt;br /&gt;
* [https://festivaltangoqueer.com.ar/ &amp;#039;&amp;#039;Festival Internacional de tango Queer en Buenos Aires&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 28. Dezember 2017.&lt;br /&gt;
* [http://queertangobook.org/ &amp;#039;&amp;#039;The Queer Tango Project&amp;#039;&amp;#039;] (auf Englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tango]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transgeschlechtlichkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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