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	<title>Quecksilbervergiftung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quecksilbervergiftung&amp;diff=682280&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2026-01-12T20:22:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = T56.1&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Toxische Wirkung: Quecksilber und dessen Verbindungen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = NE61&lt;br /&gt;
| Data-01 = Schädliche Wirkungen von oder Exposition gegenüber schädlichen, vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen, anderenorts nicht klassifiziert&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quecksilbervergiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Merkurialismus) ist eine [[Vergiftung]] mit dem giftigen [[Schwermetalle|Schwermetall]] [[Quecksilber]], etwa in Form von [[Quecksilber(II)-chlorid|Sublimat]] (HgCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Quecksilber(II)-cyanid|Quecksilbercyanid]] (Hg(CN)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) oder [[Quecksilberoxycyanat]] (Hg(CN)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; + HgO).&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Schubothe: &amp;#039;&amp;#039;Vergiftungen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1195–1217, hier: S. 1207 f. (&amp;#039;&amp;#039;Quecksilbervergiftung&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vergiftung wird durch die direkte Aufnahme der Dämpfe des Quecksilbers hervorgerufen. Man spricht dabei von einer akuten Vergiftung. Auch chronische Vergiftungen sind möglich, wenn man über längere Zeit geringen Mengen ausgesetzt ist ([[Minamata-Krankheit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quecksilber ist bei [[Raumtemperatur]] und normalem [[Luftdruck|Druck]] flüssig und in diesem [[Aggregatzustand]] noch relativ ungefährlich. Bei Raumtemperatur verdunstet flüssiges Quecksilber jedoch langsam und bildet giftige [[Dampf|Dämpfe]]. Besonders toxisch sind organische Verbindungen des Quecksilbers, insbesondere [[Methylquecksilber]], das z.&amp;amp;nbsp;B. im Organismus von Fischen aus Quecksilber gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quecksilber-Emissionsquellen ==&lt;br /&gt;
Mit geringen Mengen Quecksilber kann man in Privathaushalten beim Zerbrechen von quecksilberhaltigen [[Quecksilberthermometer|Thermometern]] und [[Kompaktleuchtstofflampe]]n in Kontakt kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/energiesparlampen-bei-bruch-ist-lueften-ao &amp;#039;&amp;#039;Energiesparlampen: Bei Bruch ist Lüften das A&amp;amp;O.&amp;#039;&amp;#039;] Presseinformation, Umweltbundesamt, Dessau, 25.&amp;amp;nbsp;August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kurzzeitige erhöhte Quecksilberdampf-Exposition entsteht beim hochtourigen, ungeschützten Ausbohren von [[Amalgamfüllung|Zahnamalgam]]; hier ist Schutz durch eine über den Rachen gelegte Latexmembran in Verbindung mit einer Absaugung möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/bgw_forschung/GP4_Quecksilber_in_Zahnarztpraxen_Download.pdf?__blob=publicationFile |text=Quecksilber in Zahnarztpraxen |wayback=20140228223054}} Forschungsbericht der [[Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege]] (BGW), Hamburg, 8/2012 (PDF 593 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Klinisch intakte Amalgamfüllungen sollen daher nicht entfernt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Hahn |url=https://www.dgz-online.de/sites/default/files/presse/dateien/2017-06_dgz-fachinformation-amalgam_1.pdf |titel=Amalgam – eine aktuelle Bestandsaufnahme |werk= |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung |datum=2017-06 |abruf=2021-01-04 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Amalgamfüllungen selbst stehen nach Ansicht der [[Bundeszahnärztekammer]] hier nicht in einem ursächlichen Zusammenhang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Amalgam.pdf |titel=Position: EU-Quecksilberverordnung Verordnung (EU) 2017/852 |werk= |hrsg=Bundeszahnärztekammer |datum= |format=PDF |abruf=2018-07-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180712123832/https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Amalgam.pdf |archiv-datum=2018-07-12 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein von Amalgam ausgehendes Gesundheitsrisiko ließ sich nicht feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kerstin Albrecht |url=https://www.zm-online.de/archiv/2020/04/zahnmedizin/kein-anlass-fuer-verbot-oder-prophylaktische-entfernung/ |titel=Kein Anlass für Verbot oder prophylaktische Entfernung |werk=[[Zahnärztliche Mitteilungen]] |hrsg= |datum=2020-02-16 |abruf=2021-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quecksilber wird in der [[Gold#Gewinnung|Goldgewinnung]] (Amalgamverfahren) eingesetzt und in großen Mengen in Kleinminen und beim [[Goldwaschen]] freigesetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Amazonas]]gebiet von [[Brasilien]] und [[Peru]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://seniorinnen.gruene.at/umweltverkehr/artikel/lesen/38360/ |text=seniorinnen.gruene.at |wayback=20100827005858}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://quecksilber.files.wordpress.com/2008/11/2008-1-hg_s04-gold.pdf quecksilber.files.wordpress.com] (PDF; 120&amp;amp;nbsp;kB) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere große Quecksilber-Emissionsquellen sind Verbrennungs- und Schmelzprozesse, vor allem [[Zement#Herstellungsprozess|Zementöfen]], [[Metallurgie#Verhüttungs- und Weiterverarbeitungstechnik|Kupfer-/Blei-]]/[[Zinkhütte]]n und die [[Müllverbrennung]] (vgl. [[Minamata-Übereinkommen|UN-Minamata-Konvention zur Quecksilberminderung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unep.org/chemicalsandwaste/mercury/tabid/434/default.aspx UN-Informationen zu weltweiten Vorkommen und Emissionsquellen von Quecksilber] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei der Verbrennung von Kohle&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kohlekraftwerke-gutachten-zu-quecksilber-gefahr-von-gruenen-vorgelegt-a-967306.html |titel=Neues Gutachten: Diskussion um Quecksilber-Gefahr durch Kohlekraftwerke |hrsg=Spiegel Online |datum=2014-05-02 |abruf=2014-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei der Förderung von Erdgas&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-5387417&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Reimar Paul | url=https://taz.de/Vermehrt-Krebsfaelle-an-Bohrstellen/!5387417/ | titel=Vermehrt Krebsfälle an Bohrstellen: Erdgasförderung vergiftet Pilze | werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]] | datum=2017-03-08 | abruf=2021-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hermann Bubke |url=https://heavenorshell.se/wp-content/uploads/2011/02/Autorisierte_Quecksilberstudie_Bubke_Sept-2010.pdf |titel=Studie zur Kontamination von Arbeitnehmern mit Quecksilber bei der Erdgasförderung in der Altmark |datum=2010-10 |format=PDF |abruf=2014-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird Quecksilber freigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung des Quecksilbers auf den Organismus ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde flüssiges Quecksilber zur Behandlung von Darmverschlüssen verwendet. Die Resorptionsrate ist extrem niedrig (zwischen 0,001 und 0,01 Prozent). Deutlich problematischer sind Quecksilberdämpfe mit Resorptionsraten im Bereich von 1 Prozent;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dguv.de/medien/ifa/de/vera/2013_saet_gefahrstoffe/11_steinhausen.pdf dguv.de] (PDF; 226&amp;amp;nbsp;kB) &amp;lt;/ref&amp;gt; sie sind im Gegensatz zu dem&lt;br /&gt;
flüssigen Quecksilber giftig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Römpp Lexikon Chemie]], 9. Auflage, Band 5, Seite 3738&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitaus gefährlicher sind dagegen Quecksilber-Ionen (Hg&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen) und organische Verbindungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.umweltprobenbank.de/de/documents/profiles/analytes/10166 |titel=Organische Quecksilberverbindungen |hrsg=Umweltprobenbank des Bundes |sprache=de |abruf=2022-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von Quecksilber. Weiterhin macht diese Verbindungen gefährlich, dass sie die [[Blut-Hirn-Schranke]] überwinden können. Am bekanntesten sind Mono-[[Methylquecksilber]] und Di-Methylquecksilber mit einer mittleren [[Letale Dosis|letalen Dosis]] von 30&amp;amp;nbsp;mg/kg und 1&amp;amp;nbsp;mg/kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Blutlaufbahn gelangt, können diese Ionen dann auf verschiedene Art toxische Wirkung entfalten. Hierzu zählt zum Beispiel die Methylierung von Quecksilber durch [[Methyltransferasen]]. Hierdurch schädigt sich der Organismus selbst, indem er ein starkes Gift aufbaut ([[Dimethylquecksilber]]), das zudem besser durch Membranen transportiert werden kann als Quecksilber selbst. Dadurch ist eine schnelle Ausbreitung im Körper möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem besitzen Quecksilber-Ionen eine hohe Affinität zu Schwefel, der vor allem in [[Protein]]en vorkommt. Quecksilber zerstört Proteine durch Wechselwirkungen mit deren Schwefelatomen, so spaltet es [[Disulfidbrücke]]n auf, die für den komplexen Bau und damit die Funktion der Proteine unverzichtbar sind. Besonders Nervengewebe ist von letzterer Interaktion stark betroffen, woraus sich die unten genannten Symptome (Störung der [[Zentralnervensystem|ZNS]]-Funktion) ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.medchem.axel-schunk.de/amalgam/quecksilber_t.html Toxizität von Quecksilber]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche den Begriff [[Merkaptan]] für „Schwefelalkohol“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://emedicine.medscape.com/article/1175560-overview Mercury Toxicity]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtwerte des deutschen Umweltbundesamtes für Quecksilber in der Innenraumluft ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra float-right&amp;quot; style=&amp;quot;width:200px; text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Richtwerte für Queck&amp;amp;shy;silber (als metallischer Dampf) in der Innenraum&amp;amp;shy;luft gemäß deutschem Umweltbundes&amp;amp;shy;amt (Stand 1999)&lt;br /&gt;
! Richtwert II &amp;lt;br /&amp;gt;(ng/m³)&lt;br /&gt;
! Richtwert I &amp;lt;br /&amp;gt;(ng/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 350 || 35&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenraumluftrichtwerte für einzelne Stoffe erarbeitet eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) beim [[Umweltbundesamt (Deutschland)|deutschen Umweltbundesamt]] sowie der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden ([[AOLG]]) besteht. Zwei Richtwertkategorien werden unterschieden:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/innenraumhygiene/richtwerte-irluft.htm Umweltbundesamt Richtwerte für die Innenraumluft:], Umweltbundesamt, abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Innenraumluft#Richtwerte für die Raumluftqualität|Richtwert]]&amp;lt;!-- mit dieser Verlinkung ist die extra Erklärung hier überflüssig --&amp;gt; II (RW II) ist ein wirkungsbezogener Wert, der sich auf die gegenwärtigen toxikologischen und epidemiologischen Kenntnisse zur Wirkungsschwelle eines Stoffes unter Einführung von Unsicherheitsfaktoren stützt. Er stellt die Konzentration eines Stoffes dar, bei deren Erreichen beziehungsweise Überschreiten unverzüglich zu handeln ist. Diese höhere Konzentration kann besonders für empfindliche Personen bei Daueraufenthalt in den Räumen eine gesundheitliche Gefährdung sein. Je nach Wirkungsweise des Stoffes kann der Richtwert II als Kurzzeitwert (RW II K) oder Langzeitwert (RW II L) definiert sein.&lt;br /&gt;
* Richtwert I (RW I - Vorsorgerichtwert) beschreibt die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft, bei der bei einer Einzelstoffbetrachtung nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch dann keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist, wenn ein Mensch diesem Stoff lebenslang ausgesetzt ist. Eine Überschreitung ist allerdings mit einer über das übliche Maß hinausgehenden, unerwünschten Belastung verbunden. Aus Gründen der Vorsorge sollte auch im Konzentrationsbereich zwischen Richtwert I und II gehandelt werden, sei es durch technische und bauliche Maßnahmen am Gebäude (handeln muss in diesem Fall der Gebäudebetreiber) oder durch verändertes Nutzerverhalten. Richtwert I kann als Zielwert bei der Sanierung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akute Vergiftung ==&lt;br /&gt;
Akute Vergiftungen an Schwermetallen sind meist auf Unfälle zurückzuführen. Auf der ganzen Welt sind bisher nur etwa zehn Fälle einer akuten tödlichen Quecksilbervergiftung bekannt geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|ZVG=8490|CAS=7439-97-6|Name=Quecksilber|Abruf=2017-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Opfer waren in quecksilberhaltigen Tanks oder standen unter ungünstigen Bedingungen neben heißem Quecksilber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bcp.fu-berlin.de/chemie/chemie/sicherheit/entsorgung/einzelchemikalien/quecksilber_zu_hause/quecksilber010.html Quecksilber in Sparlampen und Fieberthermometern. Zur Änderung der Lebenserwartung nach häuslicher Quecksilberfreisetzung], Freie Universität Berlin, abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein berühmtes Beispiel für eine akute Vergiftung mit [[Dimethylquecksilber]] ist die US-amerikanische Forscherin [[Karen Wetterhahn]]. Bei ihr traten die ersten Symptome Monate nach dem Arbeitsunfall auf, an den sie sich erst dann erinnerte. Ein knappes Jahr später verstarb sie an den Folgen. Ein zunächst rätselhafter Fall einer akuten Vergiftung mit Methylquecksilber in Deutschland im Jahr 2016 erwies sich als Kriminalfall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Ilka Kleffner et al. |DOI=10.3389/fneur.2017.00517 |Titel=An Enigmatic Case of Acute Mercury Poisoning: Clinical, Immunological Findings and Platelet Function |Sammelwerk=Frontiers in Neurology |Datum=2017-09-28 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jana Stegemann |url=https://www.sueddeutsche.de/panorama/pausenbrot-gift-prozess-urteil-1.4359199 |titel=Pausenbrot-Prozess: Giftiger als Kampfstoffe im Ersten Weltkrieg |werk=Süddeutsche Zeitung.de |datum=2019-03-07 |abruf=2019-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiterer Fall aus dem Jahr 2011 wurde am 24. August 2022 in der Sendung [[Aktenzeichen XY … ungelöst]] vorgestellt. Ein 40-jähriger Mann starb 10 Monate nach der Vergiftung durch eine Spritze an den Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Symptome einer akuten Vergiftung sind:&lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen&lt;br /&gt;
* Übelkeit&lt;br /&gt;
* Schwindel&lt;br /&gt;
* trockener Mund-Rachen-Raum&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://praxistipps.focus.de/quecksilber-im-koerper-symptome-und-gefahren_109940 |titel=Quecksilber im Körper: Symptome und Gefahren |werk= |hrsg= |datum= |abruf=11.11.2020 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss sofort ein [[Arzt]] aufgesucht werden, da die Schäden meist irreparabel sind, wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Als tödlich wird eine Menge von 150 bis 300&amp;amp;nbsp;[[Milligramm|mg]] angesehen. Langzeitschäden sind oft [[Niere]]n- und [[Leber]]schäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine akute kurzzeitige Quecksilberexposition ist unter den Bedingungen eines in der Wohnung zerbrochenen quecksilberhaltigen Thermometers oder einer Energiesparlampe gesundheitlich nicht besorgniserregend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.test.de/Quecksilber-in-Energiesparlampen-Keine-Panik-4179935-0/ Quecksilber in Energiesparlampen: Keine Panik], [[test.de]], 3.&amp;amp;nbsp;Dezember 2010, abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem zerbrochenen Quecksilberthermometer dürfte die Menge der austretenden Dämpfe zu gering sein, um akute oder chronische Vergiftungserscheinungen zu verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltlexikon-online.de/RUBwerkstoffmaterialsubstanz/Quecksilberthermometerzerbrochen.php Umweltlexikon des Instituts für angewandte Umweltforschung in Köln]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem für Kompaktleuchtstofflampen verwendeten festen Quecksilber-Amalgam wird zudem nur zirka ein Zehntel im Vergleich zu flüssigem Quecksilber freigesetzt. Auch die Behörden sehen keine Gefährdungen durch akute, sondern nur durch chronische, also dauernde Expositionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.test.de/Raumluftbelastung-durch-Energiesparlampen-Im-Test-nur-in-Einzelfaellen-4230665-0/ Raumluftbelastung durch Energiesparlampen: Im Test nur in Einzelfällen], [[test.de]], 21.&amp;amp;nbsp;April 2011, abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alternativen [[LED-Leuchtmittel|LED-Lampen]] setzen bei einer Zerstörung kein Quecksilber frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbauend auf umfangreiche Sicherheitsuntersuchungen für die mit 20.000&amp;amp;nbsp;kg Quecksilber betriebene [[Neutronenquelle#Spallations-Neutronenquellen|Spallationsneutronenquelle]] SNS in den USA hat die amerikanische Umweltbehörde EPA 2010 erstmals Richtwerte (Acute exposure guideline level AEGL) für akute Vergiftungen mit Quecksilberdampf veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.epa.gov/opptintr/aegl/pubs/rest184.htm epa.gov]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronische Vergiftung ==&lt;br /&gt;
Wesentlich häufiger sind [[chronische Vergiftung]]en durch geringe [[Dosis|Dosen]] Quecksilber, das über die [[Nahrung]] aufgenommen wird (&amp;#039;&amp;#039;[[Minamata-Krankheit]]&amp;#039;&amp;#039;). Wird Quecksilber in einem geschlossenen Raum verschüttet, so kann es versickern und noch lange giftige Dämpfe bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eines der historisch bekanntesten Beispiele für chronische Vergiftung mit Quecksilber gilt die slowenische Stadt [[Idrija]], wo einst die weltweit zweitgrößte Quecksilbermine stand. Schon der berühmte Arzt [[Paracelsus]] berichtete im Jahre 1527 von der kranken Bevölkerung „seht ein Beispiel in Idria; all die da wohnen sind krumm und lahm.“ Die Lage besserte sich erst Ende des 18. Jahrhunderts durch verbesserte Verarbeitungsverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Scheucher, Anton Wald, Eduard Staudinger, Josef Scheipl, Ulrike Ebenhoch In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitbilder 6, Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Österreichischer Bundesverlag Schulbuch, Wien 2004, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schließung erfolgte Ende des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert traten chronische Vergiftungen bei einigen Berufsgruppen auf, die häufigen Umgang mit Quecksilber- und Quecksilbersalzen hatten (→ „[[Hutmachersyndrom]]“). Zu dieser Zeit wurden noch viele und oft angewendete quecksilberhaltige Arzneimittel hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preußen und Bayern erließen 1889 Vorschriften zur Produktion von Quecksilberspiegeln, durch die Arbeiter vor chronischen Vergiftungen geschützt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]], II. Abteilung: Von der Kaiserlichen Sozialbotschaft bis zu den Februarerlassen Wilhelms II.&amp;amp;nbsp;(1881–1890), 3.&amp;amp;nbsp;Band: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterschutz&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von [[Wolfgang Ayaß]], Darmstadt 1998, Nr.&amp;amp;nbsp;18, Nr.&amp;amp;nbsp;107, Nr.&amp;amp;nbsp;170, Nr.&amp;amp;nbsp;178 und Nr.&amp;amp;nbsp;187.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein berühmtes Beispiel für eine chronische Vergiftung ist der deutsche Chemiker [[Alfred Stock]], der in seinem Labor sehr viel anorganisches Quecksilber hatte. Mit einem Artikel über &amp;#039;&amp;#039;Die Gefährlichkeit des Quecksilberdampfes&amp;#039;&amp;#039; löste er in den 1920er Jahren einen „polemischen Schlagabtausch konträr gesinnter Wissenschaftler“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Müller-Schneemayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Amalgamkontroverse in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]]. {{DNB|971084297}}, S. 29 ff und S. 39, abgerufen am 14. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Unfällen (zum Beispiel mit alten Fieberthermometern mit Quecksilber, zerbrochenen Leuchtstofflampen oder Energiesparlampen) oder durch Bleichmittel kommt es in der Regel nur zu einmaligen oder kurzzeitigen Expositionen. Nur bei regelmäßiger Exposition können chronische Vergiftungen hervorgerufen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Allan: [https://www.boston.com/news/globe/health_science/articles/2003/12/16/whitening_skin_can_be_deadly &amp;#039;&amp;#039;Whitening skin can be deadly.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Boston Globe.&amp;#039;&amp;#039; 16. Dezember 2003, abgerufen am 8. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundstellen von Quecksilber im menschlichen Körper:&lt;br /&gt;
* Gebiss (Zähne, Wurzeln, Kieferknochen)&lt;br /&gt;
* Rückenmark&lt;br /&gt;
* Gehirn ([[Psellismus|Psellismus mercurialis]])&lt;br /&gt;
* [[Inneres Organ|Innere Organe]]&lt;br /&gt;
* Nervenbahnen&lt;br /&gt;
* Blut&lt;br /&gt;
* Urin und Stuhl&lt;br /&gt;
* Muttermilch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Schwangeren geht Quecksilber über die Nabelvene auf den [[Fötus]] über. In [[Minamata]] kamen viele Säuglinge mit Behinderungen auf die Welt, nachdem ihre Mütter mit [[Methylquecksilber]] belasteten Fisch verzehrt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.soshisha.org/deutsch/tenthings.html |wayback=20090604103633 |text=&amp;#039;&amp;#039;10 Fakten über die Minamata-Krankheit&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 6. Juli 2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konsum von Seefisch erhöht die Quecksilberbelastung des Fötus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid12676628&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. A. Björnberg, M. Vahter, K. Petersson-Grawé u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Methyl mercury and inorganic mercury in Swedish pregnant women and in cord blood: influence of fish consumption |Sammelwerk=Environ. Health Perspect. |Band=111 |Nummer=4 |Datum=2003-04 |Seiten=637–641 |PMC=1241457 |PMID=12676628}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid18709170&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. A. Lederman, R. L. Jones, K. L. Caldwell u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Relation between cord blood mercury levels and early child development in a World Trade Center cohort |Sammelwerk=Environ. Health Perspect. |Band=116 |Nummer=8 |Datum=2008-08 |Seiten=1085–1091 |DOI=10.1289/ehp.10831 |PMC=2516590 |PMID=18709170}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auswirkungen geringer Exposition durch Fischkonsum sind unklar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid17942158&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. S. Huang, G. J. Myers, P. W. Davidson u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Is susceptibility to prenatal methylmercury exposure from fish consumption non-homogeneous? Tree-structured analysis for the Seychelles Child Development Study |Sammelwerk=[[Neurotoxicology]] |Band=28 |Nummer=6 |Datum=2007-11 |Seiten=1237–1244 |DOI=10.1016/j.neuro.2007.08.009 |PMC=2219920 |PMID=17942158}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch niedrige Dosen Quecksilber gelangen in den Fötus, wenn die Mutter [[Amalgamfüllung]]en trägt. Die Menge des Quecksilbers in Nabelschnurblut und Kindergehirnen korreliert mit der Anzahl der Amalgamfüllungen der Mütter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid7957411&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Drasch, I. Schupp, H. Höfl, R. Reinke, G. Roider |Titel=Mercury burden of human fetal and infant tissues |Sammelwerk=Eur. J. Pediatr. |Band=153 |Nummer=8 |Datum=1994-08 |Seiten=607–610 |PMID=7957411}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid17851449&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Palkovicova et al. |Titel=Maternal amalgam dental fillings as the source of mercury exposure in developing fetus and newborn |Sammelwerk=[[J Expo Sci Environ Epidemiol]] |Band=18 |Nummer=3 |Datum=2008-05 |DOI=10.1038/sj.jes.7500606 |PMID=17851449 |Seiten=326–331}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konzentration liegt aber deutlich unterhalb neurodegenerativer Grenzwerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid17851449&amp;quot; /&amp;gt; Anhaltspunkte für eine Schädigung des Fötus durch eine Quecksilberfreisetzung aus Amalgam sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Hempel |url=https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/amalgan-zahnfuellung-quecksilber-gehalt-100.html |titel=Zahnfüllungen: Wie schädlich ist Amalgam wirklich? |werk=[[Mitteldeutscher Rundfunk]] |datum=2021-08-26 |abruf=2022-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem bei Rindern ruft eine chronische Quecksilbervergiftung eine [[Katarrh|katarrhalische]] bis [[ulcus|ulzerative]] Maulhöhlenschleimhautentzündung (&amp;#039;&amp;#039;Stomatitis mercurialis&amp;#039;&amp;#039;) hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wörterbuch der Veterinärmedizin]], 2. Auflage, S. 1162. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie der Quecksilbervergiftung ==&lt;br /&gt;
Eine Vergiftung mit Quecksilber wird mit einem [[Antidot]] („Gegengift“) behandelt. Zum Einsatz kommen sogenannte [[Komplexchemie|Komplexbildner]], also Substanzen, die einen Metallkomplex mit dem Quecksilber als Zentralatom eingehen. Diese Komplexe können von der Niere erheblich leichter aus dem Blut filtriert werden. Es werden vor allem die besser wasserlösliche [[Dimercaptopropansulfonsäure]] (DMPS) und (manchmal bei [[Gehirn|zerebralem]] Befall) die [[Dimercaptobernsteinsäure]] (DMSA) eingesetzt. Diese beiden Substanzen besitzen zwei benachbarte [[Thiolgruppe|Sulfhydryl]]-Gruppen (-SH), die mit dem Quecksilberatom stabile [[Chelatkomplexe]] bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;forth&amp;quot;&amp;gt;W. Forth, D. Henschler, W. Rummel: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Methylquecksilber-Vergiftungen ist [[Acetylcystein]] (NAC) im Tierversuch wirksam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid9520359&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=N. Ballatori, M. W. Lieberman, W. Wang |Titel=N-acetylcysteine as an antidote in methylmercury poisoning |Sammelwerk=Environ. Health Perspect. |Band=106 |Nummer=5 |Datum=1998-05 |Seiten=267–271 |PMC=1533084 |PMID=9520359}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es greift im Gegensatz zu den Chelatbildnern DMPS und DMSA nicht in den Mineralienhaushalt ein. Es hat keine Wirkung gegen anorganisches Quecksilber, die Anwendung wird von Fachgesellschaften nicht empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch von Mineralstoffen zur Quecksilberausleitung ist medizinisch nicht etabliert. Für die Anwendung von [[Zink]] als Antidot der Quecksilbervergiftung existiert kein eindeutiger Nachweis eines medizinischen Vorteils. [[Selen]] vermindert (zugeführt als Na-Selenit im Tierversuch) die Effektivität der Antidote DMSA und DMPS,&amp;lt;ref name=&amp;quot;juresa&amp;quot;&amp;gt;D. Juresa, M. Blanusa, K. Kostial: &amp;#039;&amp;#039;Simultaneous administration of sodium selenite and mercuric chloride decreases efficacy of DMSA and DMPS in mercury elimination in rats.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Toxicol Lett.]]&amp;#039;&amp;#039; 2005 Jan 15;155(1), S. 97–102. PMID 15585364&amp;lt;/ref&amp;gt; aber insgesamt fehlen die Belege für einen Nutzen beim Menschen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hansen&amp;quot;&amp;gt;J. C. Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Has selenium a beneficial role in human exposure to inorganic mercury?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Med Hypotheses.&amp;#039;&amp;#039; 1988 Jan; 25(1), S. 45–53. PMID 3278198&amp;lt;/ref&amp;gt; beim Einsatz gegen eine Quecksilbervergiftung. Selen ist jedoch notwendig für die körpereigenen Verteidigungsmechanismen: „Ein Schlüsselelement der zellulären Verteidigungsmechanismen ist die Verfügbarkeit von Selen sowie von SH-Gruppen, die Quecksilber [[Chelation|chelieren]] können“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tore Syversen, Parvinder Kaur |Titel=Die Toxikologie des Quecksilbers und seiner Verbindungen |Sammelwerk=Perspectives in Medicine |Band=2 |Nummer=1–4 |Datum=2014-03-01 |Reihe=Spurenelemente im Überblick. Artikelserie der Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente e.&amp;amp;nbsp;V. |DOI=10.1016/j.permed.2013.09.006 |Seiten=133–150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mercury poisoning|Quecksilbervergiftung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4115684-5}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dgaum.de/fileadmin/pdf/Leitlinien/002-023_S1_Umweltmedizinische_Leitlinie__Quecksilber_02-2009_02-2014_2_.pdf Umweltmedizinische Leitlinie Quecksilber der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.&amp;amp;nbsp;V.] (PDF; 522&amp;amp;nbsp;kB) In: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) online, Stand: Februar 2009&lt;br /&gt;
* [http://www.umweltlexikon-online.de/RUBwerkstoffmaterialsubstanz/Quecksilberthermometerzerbrochen.php Handlungsanweisung bei zerbrochenem Quecksilberthermometer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4115684-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quecksilber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metalle und Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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