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	<title>Quecksilberdampflampe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quecksilberdampflampe&amp;diff=175238&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Darkking3: m</title>
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		<updated>2026-01-30T09:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:NF1000B.jpg|mini|Quecksilberdampf-Hochdrucklampe, Ausführung mit leuchtstoffbeschichtetem äußerem Glaskolben, Leistung 1&amp;amp;nbsp;kW]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quecksilberdampflampe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gasentladungslampe]] mit Quecksilberdampffüllung. Zusätzlich zum [[Quecksilber]], welches aufgrund des bereits bei Raumtemperatur geringen [[Dampfdruck]]es teilweise in gasförmiger Form vorliegt, enthält sie stets auch ein [[Edelgase|Edelgas]] (meist [[Argon]]), um die Zündung zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das zugrundeliegende physikalische Prinzip wurde 1706 vom Engländer [[Francis Hauksbee|Francis Hawkesbee]] demonstriert.&lt;br /&gt;
Als Erfinder der Quecksilberdampflampe gilt der Berliner Physiker [[Leo Arons]], 1892. Teilweise war deshalb auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Aronssche Röhre&amp;#039;&amp;#039; in Verwendung.&lt;br /&gt;
Die ersten kommerziell hergestellten Quecksilberdampfentladungslampen waren die von 1923 bis 1932 entwickelten und ab 1933 verkauften (Mitteldruck-)Quecksilberdampflampen. Seit 1934 sind auch &amp;#039;&amp;#039;Hochdruck-Quecksilberdampflampen&amp;#039;&amp;#039; erhältlich. Die früheren Lampen erzeugten ein blaugrünes Licht, mittlerweile gibt es sie auch mit korrigiertem weißerem Licht. Dabei wird der im Quecksilberspektrum fehlende Rotanteil durch einen [[Leuchtstoff]] auf der Innenseite des Außenkolbens oder durch eine [[Glühwendel]] im Außenkolben erzeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=W. Heering |url=http://www.lti.kit.edu/rd_download/Plasmastrahlungsquellen_20071207.pdf |titel=Quecksilber-Hochdrucklampe |hrsg=[[Lichttechnisches Institut]] des [[Karlsruher Institut für Technologie|KIT]] |datum=2007-12-07 |format=PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140728232217/http://www.lti.kit.edu/rd_download/Plasmastrahlungsquellen_20071207.pdf |archiv-datum=2014-07-28 |abruf=2014-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochdruck-Quecksilberdampflampen müssen seit April 2015 bestimmte [[Energielabel#Energieeffizienzklasse|Energieeffizienzklassen]] erreichen, andernfalls dürfen sie nicht mehr gehandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltbundesamt.de/energie/licht/hgf.htm Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Licht“], Deutsches Umweltbundesamt, abgefragt am 16. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein möglicher Ersatz, beispielsweise im Bereich der Straßenbeleuchtung, besteht im Einsatz von [[Halogenmetalldampflampe]]n oder [[LED-Lampe]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten und Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Bau- und Leistungsformen werden meist durch das Lampenbezeichnungssystem [[ILCOS]] charakterisiert und sind dort näher beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele finden sich im {{Webarchiv |url=http://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Fachverbaende/Elektrische_Lampen/ueber_uns/Gremien/TCA/ILCOS_IEC_1231.pdf |text=Fachbericht zur IEC 1231 f20130829052043 |wayback=20120222202705}} des [[Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie|ZVEI]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederdrucklampen ===&lt;br /&gt;
Niederdrucklampen haben geringe Innendrücke bis etwa 10&amp;amp;nbsp;m[[Bar (Einheit)|bar]]. Ohne Leuchtstoff haben sie einen geringen sichtbaren Lichtanteil, jedoch einen hohen Anteil an [[Ultraviolett]]strahlung und eignen sich unter der Bezeichnung [[Quarzlampe]] als Ultraviolett-Quelle, sie haben dafür einen Kolben aus [[Quarzglas]]. Man nutzt sie zur Löschung von [[EPROM]]s und zu [[Desinfektion]]szwecken, da Niederdrucklampen einen Primär[[peak]] bei 254&amp;amp;nbsp;nm haben. Bei Einsatz von synthetischem Quarz kann die Transparenz der Lampe für kurzwelliges Licht weiter erhöht werden und man bekommt noch eine Emissionslinie bei 185&amp;amp;nbsp;nm. Eine solche Lampe kann für die Reinigung und Modifikation von Oberflächen eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.crystec.com/sentechd.htm |title=Oberflächenreinigung durch UV-Licht| author=Crystec Technology Trading GmbH| accessdate=2011-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leuchtstofflampe]]n sind ebenfalls Niederdrucklampen, sie tragen jedoch an der inneren Glasoberfläche einen [[Fluoreszenz|fluoreszierenden]] [[Leuchtstoff]]. Sie dienen der Beleuchtung und haben im Vergleich zu Glühlampen eine höhere Lebensdauer und [[Lichtausbeute#Lichtausbeute einiger Leuchtmittel|höhere Lichtausbeuten (aber niedrigere als moderne LEDs)]]. Außer bei Lampen für [[Solarium|Solarien]] ist UV-Austritt unerwünscht, weshalb spezielle Glassorten eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Schwarzlicht]]lampen“ haben oft einen Filterglaskolben, der den verbleibenden sichtbaren Anteil absorbiert. Sie verwenden spezielle, im UV-A emittierende Leuchtstoffe und werden zur Untersuchung von Mineralien oder bei der Geldscheinprüfung verwendet, auch für „Discolicht“ sind sie üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Leuchtröhre]]n&amp;#039;&amp;#039; in der [[Lichtwerbung]] sind – außer ebenfalls eingesetzten [[Neonröhre]]n – Quecksilber-Niederdrucklampen mit Leuchtstoffen der entsprechenden Farbe. Es sind jedoch meist [[Leuchtröhre|Kaltkathodenröhren]], d.&amp;amp;nbsp;h., sie haben keine [[Glühkathode]]n, sondern kalte [[Elektrode]]n, wodurch – bei verringertem Wirkungsgrad – die Lebensdauer sehr viel höher als bei Leuchtstofflampen ist. Die Hintergrundbeleuchtung von [[Laptop]]-Displays und Flachbildschirmen erfolgte lange Zeit mit solchen Kaltkathodenröhren, diese wurden ab den 2010er Jahren zunehmend von [[LED]]-Technik abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitteldrucklampen ===&lt;br /&gt;
Diese Bauart wird in industriellen Anwendungen zur Aushärtung von speziellen UV-reaktiven Lacken, Klebstoffen und Druckfarben eingesetzt. Die Lampen emittieren je nach Lackanforderungen schwerpunktmäßig im UV-A um 400&amp;amp;nbsp;nm bis UV-C um 250&amp;amp;nbsp;nm. UV-härtbare Lacke, Farben und Klebstoffe sind in der Regel lösungsmittelfrei oder -arm und sind im Anschluss an die Bestrahlung mit UV-Strahlung vollständig vernetzt und daher sehr haltbar. Im Vergleich zu ofentrocknenden Lacksystemen ist mit der UV-Aushärtung Raum- und Energieeinsparung möglich. UV-C-Lampen mit einer Hauptemission bei 250&amp;amp;nbsp;nm werden zur Desinfektion von z.&amp;amp;nbsp;B. Wasser oder Fischteichen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ifkp.tu-berlin.de/fileadmin/i1/Kneissl/IS08_UV-LED_KS.pdf |titel=Katrin Sedlmaier – Seminarvortrag an der TU Berlin |format=PDF |abruf=2018-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Spektrallinien des Quecksilbers haben die Wellenlängen 313&amp;amp;nbsp;[[Nanometer|nm]] (Nanometer), 365&amp;amp;nbsp;nm (i-Linie), 405&amp;amp;nbsp;nm (h-Linie), 436&amp;amp;nbsp;nm (g-Linie), 546&amp;amp;nbsp;nm (e-Linie) sowie 577&amp;amp;nbsp;nm und 579&amp;amp;nbsp;nm (orange Doppellinie). Da diese Werte genau bekannt sind, werden Quecksilberdampflampen gern für Unterrichtszwecke zur Demonstration des [[Photoelektrischer Effekt|photoelektrischen Effektes]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Metallhalogeniden oder [[Gallium]] und [[Indium]] dotierte Gasfüllungen sind erhältlich, sie ergänzen das Emissionsspektrum um UV-A und Blau, um die Absorption von UV-Strahlung kürzerer Wellenlänge durch Farbpigmente zu vermeiden. Die Anregung des Quecksilberplasmas erfolgt konventionell über Elektroden oder elektrodenlos mit [[Mikrowellen]]. Kürzere Lampen als 0,5&amp;amp;nbsp;m Länge werden mit [[Drossel (Elektrotechnik)|Drosseln]] an 400&amp;amp;nbsp;V betrieben, längere (bis 2,3&amp;amp;nbsp;m) mit Resonanz-[[Streufeldtransformator]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Starzmann: {{Webarchiv |url=http://www.ist-uv.de/de/anwendungen/pdf/01_General_D.pdf |text=Anlagentechnik bei der UV-Härtung |wayback=20070928221708}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochdrucklampen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:gasentl1.jpg|mini|Entladungsgefäß einer Quecksilberdampf-Hochdrucklampe (NARVA NF80, 80&amp;amp;nbsp;Watt); Schutzglaskolben entfernt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MercuryVaporLamp.jpg|mini|Quecksilberdampf-Hochdrucklampe ohne Leuchtstoff zur Straßenbeleuchtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lampen haben einen Betriebsdruck bis etwa 1&amp;amp;nbsp;M[[Pascal (Einheit)|Pa]] (entspricht 10&amp;amp;nbsp;bar), den sie nach wenigen Minuten Erwärmung erreichen. Der Bogen schnürt sich auf 2 bis 3&amp;amp;nbsp;mm ein und es tritt bereits eine geringfügige [[Druckverbreiterung]] der Emissionslinien auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quecksilberdampf-Hochdrucklampen werden häufig zur Straßen- und Industriebeleuchtung eingesetzt. Sie benötigen ein [[Vorschaltgerät]], jedoch kein Zündgerät, da die Entladungsgefäße („Brenner“) eine Zündelektrode besitzen, die über einen kleinen eingebauten [[Kaltleiter|kaltleitenden]] Vorwiderstand gespeist wird (siehe Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lampen haben eine gute Lichtausbeute und blaugrüne Lichtfarbe. Nach dem Start geben sie zunächst fast kein Licht ab, bis eine nennenswerte Menge Quecksilber verdampft und der Innendruck gestiegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lampen ohne Leuchtstoff haben ein ausgeprägtes Linienspektrum mit empfindlichem Mangel an Rot und daher einen schlechten [[Farbwiedergabeindex]]. Man baut die aus [[Quarzglas|Kieselglas]] gefertigten Entladungsgefäße in einen zur Wärmeisolation teilevakuierten Hartglaskolben ein, der im Inneren einen Leuchtstoff tragen kann, um die Farbwiedergabe zu verbessern. Der Schutzglaskolben absorbiert die Ultraviolettstrahlung, auch wenn er keinen Leuchtstoff trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Farbwiedergabeindex (Ra) von Standard-Quecksilberdampf-Hochdrucklampen liegt bei etwa 50. Sie sind in verschiedenen [[Farbtemperatur]]en erhältlich, je nach Anwendungsbereich. Die Firma [[Signify]] verkauft unter dem Namen „HPL 4 Pro“ Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mit einem Farbwiedergabeindex von knapp unter 60 (Standard-Leuchtstofflampe in der Regel über 80, Glühlampe bis 100).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmale verschiedener Quecksilberdampf-Hochdrucklampen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klassische Bauform (alle Hersteller): 4200&amp;amp;nbsp;K Farbtemperatur, Ra bei zirka 45. [[Lichtfarbe|neutralweißes]] Licht&lt;br /&gt;
* DeLuxe-Version (Osram): 3400&amp;amp;nbsp;K Farbtemperatur, Ra bei zirka 54. „[[Warme Farbe|Wärmeres]]“ Licht und mehr Lichtausbeute&lt;br /&gt;
* HPL-4-Version neutralweiß (Philips): 4200&amp;amp;nbsp;K Farbtemperatur, Ra knapp unter 60. Gute Lichtausbeute, „[[Kalte Farbe|kühles]]“ Licht&lt;br /&gt;
* HPL-4-Version warmweiß (Philips): 3500&amp;amp;nbsp;K Farbtemperatur, Ra knapp unter 60. Gute Lichtausbeute, etwas „wärmer“ als neutralweiß&lt;br /&gt;
* SuperDeLuxe-Version (Osram): 3200&amp;amp;nbsp;K Farbtemperatur, Ra knapp über 60. Mäßige Lichtausbeute, aber „warmes“ Licht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zusätze anderer Elemente (weitere Metalle und Halogene) zum Quecksilber erhält man [[Halogen-Metalldampflampe]]n mit noch besserer Farbwiedergabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ML160W.JPG|mini|Mischlichtlampe 160&amp;amp;nbsp;W]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonderformen ====&lt;br /&gt;
===== Mischlichtlampe =====&lt;br /&gt;
In [[Mischlichtlampe]]n ist zusätzlich zum Quarz- oder Keramikbrenner eine Glühwendel untergebracht. Diese ist innerhalb der Lampe in Reihe zum Brenner geschaltet und dient neben der Lichterzeugung auch zur Strombegrenzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb können Mischlichtlampen – und nur diese – ohne Vorschaltgerät direkt an 230&amp;amp;nbsp;V betrieben werden. Die Farbwiedergabe ist etwas besser als bei den reinen Quecksilberdampflampen. Allerdings ist die Lebensdauer, bedingt durch die Glühwendel, auf etwa 4000 Stunden begrenzt und die Effizienz mit 10 bis 25 lm/W geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mischlichtlampen gibt es in den Leistungsklassen 100, 160, 250 und 500&amp;amp;nbsp;Watt. Ein Vorteil ist die sofortige (50-prozentige) Lichtabgabe. Nach wenigen Minuten ist der Farbton tageslichtähnlich.&lt;br /&gt;
===== Therapeutische Lampen =====&lt;br /&gt;
Die 1905 konstruierte und 1911 in die allgemein Therapie eingeführte (künstliche) [[Höhensonne]] aus [[Quarzglas]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Kromayerlampe]] bestehen aus Quecksilberdampf-Hochdruckbrennern ohne evakuierten Schutzglaskolben, letztere ist wassergekühlt. Genutzt wurde deren kurzwelliger Strahlungsanteil zur Behandlung von Hautkrankheiten und [[Rachitis|Vitamin-D-Mangel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höchstdrucklampen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hg-Spektrum.jpg|mini|Niederdruck-Quecksilberdampflampe und deren [[Linienspektrum]], markante Spektrallinien beschriftet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mercury short-arc lamp Narva HBO 200 F.jpg|mini|Quecksilber-Höchstdrucklampe 200 W für Wechselstrom mit Zündelektrode (Narva HBO 200 F)]]&lt;br /&gt;
Höchstdrucklampen haben einen Betriebsdruck bis 10&amp;amp;nbsp;MPa (100&amp;amp;nbsp;bar), der sich erst langsam nach der Zündung aufbaut, wenn die Lampe ihre Betriebstemperatur erreicht hat. Deshalb zeigt sie in den ersten Betriebssekunden ein [[Linienspektrum]], das allmählich wegen [[Druckverbreiterung]] in ein kräftiges [[Kontinuum (Physik)|Kontinuum]] übergeht, wodurch die Farbwiedergabe erheblich verbessert wird; sie haben eine sehr hohe Leuchtdichte, werden aus dickem [[Kieselglas]] ohne zusätzlichen Kolben gefertigt und dienen als intensive [[Ultraviolettstrahlung|Ultraviolett]]-Quelle unter anderem in der [[Fotolithografie (Halbleitertechnik)|Fotolithografie]] (g-, h- und i-Linien-Lichtquellen). Ihr Umwandlungswirkungsgrad von elektrischer in Strahlungsenergie im Sichtbaren und Ultravioletten beträgt bis zu 60 %, der Rest wird als Wärme in Form von Strahlung als auch über Wärmeleitung der Elektroden abgegeben. Die häufig genutzten g-, h- und i-Linien erreichen fast 30 % elektro-optischen Wirkungsgrad bei Leistungen von typ. 50 W bis 12 kW.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.heraeus.com/media/media/hng/doc_hng/products_and_solutions_1/lamps_for_optics_and_analytics_1/high_pressure_mercury_lamp.pdf |titel=Heraeus - High Pressure Mercury Lamps |werk=HNG OAO9E / 10.14 / wsp |hrsg=Heraeus Noblelight GmbH |datum=2015 |format=PDF |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160626213630/https://www.heraeus.com/media/media/hng/doc_hng/products_and_solutions_1/lamps_for_optics_and_analytics_1/high_pressure_mercury_lamp.pdf |archiv-datum=2016-06-26 |abruf=2016-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.osram.at/osram_at/produkte/lampen/speziallampen/hbo/mikrolithografielampen-fuer-canon-lcd-systeme/index.jsp?productId=ZMP_1024614 |titel=Osram 12 000 W Mikrolithografielampe |werk= |hrsg=OSRAM GmbH |datum=2016 |sprache=de |abruf=2016-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lampen haben massive Elektroden aus Wolfram, zum Teil sehr große Mengen an Quecksilber und meist Schraubklemmen als Anschlüsse. Die Betriebslage ist vorgeschrieben. Der Elektrodenabstand dieser Lampen beträgt nur wenige Millimeter und der hellste Punkt liegt direkt an der Kathode, sie werden daher auch als Kurzbogenlampen bezeichnet. Ein Einsatzgebiet sind [[Videoprojektor]]en („Beamer“) und [[Rückprojektionsfernseher]]. Höchstdrucklampen werden neben Quecksilber auch mit [[Xenon]] gefüllt angeboten (siehe [[Xenon-Gasentladungslampe|Xenon-Hochdrucklampe]]), sie dienen als Leuchtmittel in [[Kraftfahrzeug]]scheinwerfern ([[Xenonlicht]]) und Kino-[[Projektor]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handhabung dieser Lampen ist gefährlich – zum Schutz vor Explosionen müssen bei der Handhabung, beim Einbau und beim Betrieb Schutzvorkehrungen getroffen werden. Zudem ist neben den elektrischen Sicherheitsvorkehrungen Schutz vor der harten Ultraviolettstrahlung sowie dem durch diese aus Luftsauerstoff erzeugten [[Ozon]] erforderlich. Die typische Lebensdauer liegt zwischen 2000 und 3000 Betriebsstunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emissionsspektrum ==&lt;br /&gt;
Das [[Spontane Emission|Emissions]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;spektrum einer Quecksilberdampflampe ist ein Linienspektrum, dessen Spektrallinien vielfältige Anwendung in Wissenschaft und Technik finden. Im Folgenden werden die Wellenlängen intensiver Hauptlinien eines neutralen Quecksilberatoms zusammen mit Anwendungsbeispielen aufgeführt. Die exakte Lage (Nachkommastellen im Nanometerbereich) der Linien ist dabei auch abhängig vom Quecksilber[[isotop]] des emittierenden Atoms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReaderCorliss&amp;quot; /&amp;gt; Damit hat das Isotopenverhältnis Einfluss auf mittlere Lage und die Bandbreite der Spektrallinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Hauptlinien einer Quecksilberdampflampe&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReaderCorliss&amp;quot;&amp;gt;{{CRC Handbook |Auflage=90 |Titel=Line spectra of the elements |Kapitel=10 |Startseite=46 |Endseite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.farben-welten.de/fileadmin/text/Ott_Herleitug_der_Linienspektren_des_Quecksilbers_und_des_Heliums.pdf |text=Linienspektren des Quecksilbers und des Heliums |wayback=20130829052043}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://physics.nist.gov/cgi-bin/ASD/lines1.pl?spectra=HG+I&amp;amp;limits_type=0&amp;amp;low_w=&amp;amp;upp_w=&amp;amp;unit=1&amp;amp;submit=Retrieve+Data&amp;amp;de=0&amp;amp;format=0&amp;amp;line_out=0&amp;amp;en_unit=0&amp;amp;output=0&amp;amp;bibrefs=1&amp;amp;page_size=15&amp;amp;show_obs_wl=1&amp;amp;show_calc_wl=1&amp;amp;unc_out=1&amp;amp;order_out=0&amp;amp;max_low_enrg=&amp;amp;show_av=2&amp;amp;max_upp_enrg=&amp;amp;tsb_value=0&amp;amp;min_str=&amp;amp;A_out=0&amp;amp;intens_out=on&amp;amp;max_str=&amp;amp;allowed_out=1&amp;amp;forbid_out=1&amp;amp;min_accur=&amp;amp;min_intens=&amp;amp;conf_out=on&amp;amp;term_out=on&amp;amp;enrg_out=on&amp;amp;J_out=on |titel=NIST ASD Output: Lines |sprache=en-US |abruf=2021-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Spektralbereich !! Wellenlänge!! alternativ !! Anwendungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;| [[Ultraviolettstrahlung#Spektrum und Bezeichnungen|Ultra-&amp;lt;br /&amp;gt;violett]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Fernes:&amp;lt;br /&amp;gt;UV-C || {{0}}184,95 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}248,3 nm || || Hauptemissionslinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}253,65 nm || || Hauptemissionslinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}280,4 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Mittleres:&amp;lt;br /&amp;gt;UV-B || {{0}}296,73 nm || || Hauptemissionslinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}312,56 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Nahes:&amp;lt;br /&amp;gt;UV-A || {{0}}334,15 nm || || Hauptemissionslinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}365,01 nm || i-Linie || Hauptemissionslinie,&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fotolithografie (Halbleitertechnik)|Fotolithografie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;| [[Sichtbares Licht|Sicht-&amp;lt;br /&amp;gt;bares&amp;lt;br /&amp;gt;Licht]]&lt;br /&gt;
| violett || {{0}}404,66 nm || h-Linie || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Doppellinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| violett || {{0}}407,78 nm || h-Linie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| blau || {{0}}435,83 nm || g-Linie || Hauptemissionslinie,&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fotolithografie (Halbleitertechnik)|Fotolithografie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| cyan || {{0}}491,60 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| grün || {{0}}546,07 nm || e-Linie ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| orange || {{0}}576,96 nm || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | orangefarb.&amp;lt;br /&amp;gt;Doppellinie&amp;lt;br /&amp;gt;577/579&amp;amp;nbsp;nm || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Hauptemissionslinie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| orange || {{0}}579,07 nm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rot || {{0}}623,44 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;| [[Infrarot#Einteilung des Spektralbereichs|Infra-&amp;lt;br /&amp;gt;rot]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; | Nahes:&amp;lt;br /&amp;gt;IR-A || 1013,97 nm || t-Linie ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Nahes:&amp;lt;br /&amp;gt;IR-B || 1529,88 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970,09 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2325,4 nm || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lichtverschmutzung bei Außenlicht ==&lt;br /&gt;
Die konventionelle Industrie- und [[Straßenbeleuchtung]] sowie Außenbeleuchtung von Gebäuden mit Metalldampf-, Halogen- und Leuchtstofflampen ergibt eine deutliche Aufhellung der Atmosphäre, die sich als „[[Lichtverschmutzung]]“ bemerkbar macht. Neben der Verschlechterung der Beobachtung des Nachthimmels in der [[Astronomie]], wirkt diese auf Menschen, beispielsweise beim Schlafrhythmus. Betroffen sind vorrangig nachtaktive [[Insekten]], Vögel, Fledermäuse und Amphibien, besonders sind unter den Insekten [[Nachtfalter]] betroffen. Deren Augen reagieren stark auf die UV-Strahlung von Hochdrucklampen. Gebäude- und [[Straßenlampe]]n werden stundenlang umflogen, bis die Tiere ermatten oder entkräftet sterben. Für Deutschland bestehen Abschätzungen für jährlich etwa 180 Milliarden Insektenleichen. Diese fehlenden Tiere haben gravierende Folgen für die [[Nahrungskette]] anderer Tierarten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Posch: [http://homepage.univie.ac.at/thomas.posch/endedernacht/endedernacht.html &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Nacht. Probleme der Lichtverschmutzung&amp;#039;&amp;#039;]. Wiley, 2009 (Buch-Zusammenfassung)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Entwicklungen bei Quecksilbermittel- und Quecksilberhochdrucklampen besitzen geringeres UV-Licht. Um das erkannte Umweltproblem zu lösen, reicht dies nicht aus. Mit dem zunehmenden Einsatz von geeigneten LED-Leuchten und [[Natriumdampflampe]]n, die keine UV- und kaum IR-Anteile im Licht enthalten, könnte die beanstandete Wirkung auf Nachtfalter verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kosten ==&lt;br /&gt;
Mit Stand 2010 gibt es Quecksilberdampflampen mit dem haushaltsüblichen E27-Sockel und 230-Volt-Anschluss in Ausführungen von 50&amp;amp;nbsp;W, 80&amp;amp;nbsp;W und 125&amp;amp;nbsp;W bei einer Lichtausbeute von etwa 50&amp;amp;nbsp;[[Lumen (Einheit)|lm]] pro Watt für etwa 6&amp;amp;nbsp;€ im Handel. Mit dem E40-Sockel für 230-Volt-Anschluss gibt es Ausführungen in 250&amp;amp;nbsp;W (ca. 9&amp;amp;nbsp;€), 400&amp;amp;nbsp;W (ca. 15&amp;amp;nbsp;€), 700&amp;amp;nbsp;W (ca. 45&amp;amp;nbsp;€) und 1&amp;amp;nbsp;kW (60 bis 70&amp;amp;nbsp;€).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans R. Ris: &amp;#039;&amp;#039;Beleuchtungstechnik für den Praktiker. Grundlagen – Lampen – Leuchten – Planung – Messung.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. VDE-Verlags GmbH, Berlin u. a. 1997, ISBN 3-8007-2163-5&lt;br /&gt;
* Günter Springer: &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde Elektrotechnik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europa-Lehrmittel&amp;#039;&amp;#039; 30318). 18., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1989, ISBN 3-8085-3018-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Mercury-vapor lamp|Quecksilberdampflampe}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Quecksilberdampflampe}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4158240-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4158240-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gasentladungslampe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quecksilber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Darkking3</name></author>
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