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	<title>Quatuor coronati - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:40:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quatuor_coronati&amp;diff=2023106&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-01-18T08:30:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FirenzeOrsanmichele03.jpg|miniatur|Die vier gekrönten Märtyrer an der Kirche [[Orsanmichele]] in [[Florenz]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verehrung der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quatuor coronati&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich „die vier Gekrönten“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die [heiligen] vier gekrönten Märtyrer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, knüpft an Heiligenviten vom Beginn des 4. Jahrhunderts an. Überlieferungen handeln von vier oder auch fünf [[Märtyrer]]n, die in einem römischen Steinbruch in [[Dalmatien]] arbeiteten und das [[Martyrium]] erlitten, weil sie sich weigerten, eine Statue des Gottes [[Asklepios]] aus Stein zu hauen. Diese vier Heiligen, die sinnbildlich die [[Märtyrerkrone]] gewannen, werden als [[Schutzpatron]]e der [[Steinmetz]]e und [[Steinbildhauer]] angerufen. Als Gedenktag wird in einem [[Martyrologium]] aus dem Jahre 354 der 8. November genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kelsch: &amp;#039;&amp;#039;Quattuor Coronati&amp;#039;&amp;#039;, S. 6/7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Überlieferung, die mit der von den Steinmetzen später verwoben wurde, berichtet von vier römischen Soldaten, die die Asklepiosstatue nicht verehren wollten und ebenso deswegen das Martyrium erlitten. Das Martyrium beider Gruppen soll sich in der Zeit der [[Diokletianische Christenverfolgung|Diokletianischen Christenverfolgung]] zugetragen haben. Die [[Reliquien]] kamen in die Kirche [[Santi Quattro Coronati]] in Rom, die unter ihrem [[Patrozinium]] steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Überlieferungsstränge ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 302 weigerten sich vier oder fünf Steinmetze aus Dalmatien, der römischen Provinz [[Pannonien]], die in der Zeit des Kaisers [[Diokletian]] in Steinbrüchen arbeiteten, den heidnischen Asklepios der Römer aus Stein zu schlagen. Daraufhin wurden sie gegeißelt und in Bleisärgen in der [[Save]] ertränkt. Der Christ Nikodemus barg die Reliquien von Sempronianus, Claudius, Nikostratus und Castorius, die anschließend nach Rom in die [[Katakombe]]n an die [[Via Labicana]] gebracht und verehrt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich vier römische Militärbeamte im Heeresdienst (Cornicularii) im Jahr 304 weigerten, die Statue des Aeskulap zu verehren, wurden sie gegeißelt, den wilden Hunden vorgeworfen und schließlich an den Thermen des Trajan in Rom hingerichtet. Ursprünglich namenlos, erhielten die vier erst im 7. Jahrhundert die Namen Victorinus, Serverus, Carpophorus und Serveranius. Der Gedenktag dieser Märtyrer war zunächst der 8. August und später der 8. November.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kel8&amp;quot;&amp;gt;Kelsch: &amp;#039;&amp;#039;Quattuor Coronati&amp;#039;&amp;#039;, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermischung der beiden Viten, sowohl hinsichtlich der Zeiten, der handelnden Personen und der Orte des Geschehens entstanden unterschiedliche Interpretationen. Beispielsweise wird angenommen, dass die Erinnerung an die fünf Märtyrer durch eine nach Rom verlegte Legende entstanden sei oder dass die Nähe der Kirche [[Santi Quattro Coronati]] zu den römischen Kasernen zur Bildung der Viten beigetragen habe, oder dass die pannonischen Steinbildhauer Priester eines heidnischen Gottes, des [[Mithras]], gewesen seien. Auch ein Schreibfehler wird vermutet – &amp;#039;&amp;#039;corniculari&amp;#039;&amp;#039; („Soldaten“) statt &amp;#039;&amp;#039;coronati&amp;#039;&amp;#039; („die mit der Märtyrerkrone Geschmückten“).&amp;lt;ref name=kel8 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
CappellaQuattroCoronati.jpg|Eingang zur San Silvestro-Kapelle der Basilika SS. Quattro Coronati in Rom mit den vier gekrönten Märtyrern&lt;br /&gt;
Basilica dei Santi Quattro Coronati - interno.jpg|Apsis der Santi Quattro Coronati mit Darstellung des Martyriums&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Die Basilika [[Santi Quattro Coronati]] (Basilika der vier Gekrönten) ist Teil eines Gebäudekomplexes eines [[Kloster]]s, das im Jahre 499 schriftlich erwähnt wird. Die Basilika befindet sich auf dem Hügel [[Caelius|Celio]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Caelius&amp;#039;&amp;#039;) zwischen dem [[Kolosseum]] und dem [[Lateran]] in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte häufig verändert: Gegen Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie im Stil des Barock umgestaltet. Die dabei entstandene Kassettendecke aus Holz zeigt die vier gekrönten Märtyrer als Holz[[relief]]. Die Ausmalungen der [[Apsis]] mit [[Fresko|Fresken]] zeigen Szenen ihres Martyriums. Unter Antonio Munoz wurde der Hochaltar mit Büsten der vier Heiligen neu gestaltet und die [[Krypta]] mit den [[Sarkophag]]en der Märtyrer restauriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kelsch: &amp;#039;&amp;#039;Quattuor Coronati.&amp;#039;&amp;#039; S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:4coronati-mariominitti1600.jpg|mini|Gemälde von [[Mario Minniti]] (ca. 1620) zum Martyrium der vier Gekrönten in der Pietro dal Carmine in [[Syrakus]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist belegt, dass die gekrönten Märtyrer ab dem Jahre 350 in Rom verehrt wurden und ihnen im 5. Jahrhundert eine Kirche auf dem Mons Caelius in Rom errichtet und geweiht wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zunftfahne.JPG|mini|hochkant|links|Quatuor Coronati, [[Handwerk der Steinmetzen und Maurer in Kaisersteinbruch|Zunftfahne (1650)]] im [[Kaisersteinbruch|Kaiserl. Steinbruch]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der [[Bauhütte]], die Steinmetzen und Steinbildhauer, erklärten die pannonischen Steinmetzen zu ihren [[Schutzpatron]]en. Später erschienen Darstellungen der vier gekrönten Märtyrer auf Wappen, [[Kapitell]]en, Konsolen an Profan- und Kirchenbauwerken; auch auf Fresken, Altarbildern und in der [[Tafelmalerei]] wie auch auf [[Kupferstich]]en. In den [[Steinmetzordnung]]en von [[Torgau]] und [[Rochlitz]] ist die &amp;#039;&amp;#039;Ehre der vier gekrönten Märtyrer&amp;#039;&amp;#039; niedergeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kelsch: &amp;#039;&amp;#039;Quattuor Coronati&amp;#039;&amp;#039;, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Ausbreitung der Verehrung dieser Märtyrer in Italien wurden Skulpturen an der Colonna degli Scultori am [[Dogenpalast]] in [[Venedig]] und an der Kirche [[Pavia#San Pietro in Ciel d’Oro |Pietro in Ciel d’Oro]] in [[Pavia]] geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitteleuropa ===&lt;br /&gt;
In Österreich sind die vier gekrönten Märtyrer im Siegel der Dombauhütte des [[Stephansdom|Wiener Stephansdoms]] zu sehen und in Deutschland schuf der Kölner Dombaumeister [[Konrad Kuene van der Hallen]] vier Heiligenskulpturen in [[Sandstein]] mit den [[Ikonographische Heiligenattribute|ikonographischen Attributen]] [[Winkel]], Waage, Zirkel und [[Richtscheit]]. Darstellungen in der Schweiz befinden sich auf einer Handwerkslade in Basel aus dem Jahre 1592. In Frankreich erschien der Gedenktag der Märtyrer in regionalen Heiligenkalendern. In [[Antwerpen]] unterstellte sich im Jahr 1423 eine Baukorporation dem Patrozinium der vier gekrönten Märtyrer. Manche Steinmetzinnungen feiern den Gedenktag der vier Gekrönten als Patronatsfest, wie beispielsweise die Steinmetzinnung in Berlin, oder Steinmetzen erklären sie zu ihren Schutzheiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freimaurer ===&lt;br /&gt;
Die englischen [[Freimaurer]] initiierten im Jahr 1884 die &amp;#039;&amp;#039;Quatuor Coronati Lodge No. 2076&amp;#039;&amp;#039;, die am 12. Januar 1886 als Forschungsloge &amp;#039;&amp;#039;(research lodge)&amp;#039;&amp;#039; geweiht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.quatuorcoronati.com/about-qc-lodge/centenary-booklet/ |titel=The History of QC Lodge |werk=quatuorcoronati.com |sprache=en |abruf=2019-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter ähnlichem Namen gibt es mittlerweile Logen als auf die Freimaurerei bezogene Forschungsgemeinschaften in mehreren Ländern, so in Moskau die Loge &amp;#039;&amp;#039;Quator Coronati&amp;#039;&amp;#039; (bzw. ins Russische übersetzt &amp;#039;&amp;#039;Четверо Коронованных&amp;#039;&amp;#039;) Nr. 8 in Moskau&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://quattrocoronati.ru/ |titel=Исследовательская ложа “Четверо Коронованных” |sprache=ru |abruf=2019-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seit dem Jahr 1951 die Forschungsloge &amp;#039;&amp;#039;Quatuor Coronati&amp;#039;&amp;#039; Nr. 808 in Deutschland mit Sitz in Bayreuth.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://quatuor-coronati.org/ |titel=Quatuor Coronati e.&amp;amp;nbsp;V. Freimaurerische Forschungsloge  |abruf=2019-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere gibt das „Quatuor Coronati Jahrbuch für Freimaurerforschung“ heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kelsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Quattuor Coronati in der Legende und der Bildenden Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Heft 23/1987, Hrsg.: Freimaurerische Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati e.&amp;amp;nbsp;V. Bayreuth. ISBN 3-925749-03-9&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070611112531/http://www.bautz.de/bbkl/v/vier_gekroente.shtml |autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Vier Gekrönte|band=12|spalten=1378–1379}}&lt;br /&gt;
* Maria Kowarsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Passio sanctorum quattuor coronatorum&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Four Crowned Martyrs|Quatuor Coronati}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Matthias Altmann |url=https://www.katholisch.de/artikel/22934-vergessen-oder-abgeschafft-unbekannte-feiertage-der-kirche |titel=Vergessen oder abgeschafft: Unbekannte Feiertage der Kirche |werk=[[katholisch.de]] |datum=2019-09-15 |abruf=2019-09-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121201236|VIAF=18072845}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinmetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligengefährten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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