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	<title>Quarzit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quarzit&amp;diff=47890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mistermeyer: Link &quot;Labradorbecken&quot;</title>
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		<updated>2026-04-23T20:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link &amp;quot;Labradorbecken&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SwanPeakQuartziteOutcrop.jpg|mini|[[Ordovizium|Ordovizischer]] Quarzit-Aufschluss im [[Cache County]], [[Utah]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Quartzite head of Amenhotep III.jpg|mini|Büste des [[Amenophis III.]] aus Quarzit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quarzite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind fein- bis mittelkörnige [[Metamorphes Gestein|metamorphe Gesteine]], die mit [[Quarz]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gehalten ab 98&amp;amp;nbsp;Prozent definiert sind. Sie zeichnen sich durch relativ große Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Quarzit&amp;#039;&amp;#039; wird in vielen Fällen nicht ganz zutreffend auf [[Sandstein]]e angewendet, die infolge einer [[Zementation (Geologie)|Zementation]] durch [[Kieselsäure]] (Verkieselung) ähnlich hart sind wie echter Quarzit. Ein selten verwendeter Name für diese [[Kieselgestein]]e ist &amp;#039;&amp;#039;Zementquarzit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;atlas&amp;quot;&amp;gt;{{Mineralienatlas |Abruf=2018-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen und Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Reiner Quarzit besitzt in vielen Fällen eine weißgraue oder weiße Farbe, so etwa der aus Italien stammende Silberquarzit. Gelbe und rote Farben werden durch Beimengungen von [[Eisen]]mineralien verursacht. Die häufig vorkommenden gelben Varianten werden durch das oft in den Ursprungsgesteinen vorhandene Mineral [[Limonit]] verursacht. Durch Verunreinigungen von [[Magnetit]] und [[Pyrit]] ist Quarzit manchmal braun oder grau gefärbt, seltener sind Farben wie dunkelgrün oder graublau. Das Mineral [[Dumortierit]] oder [[Kyanit]] färbt die Quarzite bläulich bis blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quarzit besteht im Wesentlichen aus miteinander verbundenen, [[Rekristallisation|rekristallisierten]] Quarzkörnern, die durch [[Drucklösung]] an den Korngrenzen [[Sinter|versintert]] sind. Je nach [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;grad können zum Teil sehr harte und spröde Gesteine entstehen, bei schwach metamorphen Quarziten kann es jedoch durchaus zu geringer Abrieb- und Frostresistenz kommen. Auch können [[Schichtung#Sedimentstrukturen|Sedimentstrukturen]] des Ursprungsgesteins, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rippelmarken]] oder [[Schrägschichtung]], erhalten geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Varietät des Quarzits ist der (bedingt durch einen hohen Gehalt an [[Schichtsilikate]]n) biegsame [[Itakolumit]] oder &amp;#039;&amp;#039;Gelenkquarz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Quartzite, assyn u.jpg|[[Präkambrium|Präkambrischer]] Quarzit mit Schrägschichtung, nahe [[Loch Assynt]], Nord-Schottland&lt;br /&gt;
 Sioux Quartzite.jpg|Weiteres Beispiel für Quarzit mit Schrägschichtung, Sioux-Quarzit (Präkambrium), [[Blue Mound State Park]], Minnesota, USA&lt;br /&gt;
 Gorges du Guil Ripplemarks.JPG|Quarzit mit Rippelmarken, [[Gorges du Guil]] in den französischen [[Alpen]]&lt;br /&gt;
 overgrowth.jpg|Ehemals [[Detritus (Geologie)|detritische]] Quarzkörner mit Quarzzementen im [[Dünnschliff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Quarzit entsteht durch [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] meistens aus [[Sandstein]], aber auch [[Kieselschiefer]], [[Radiolarit]]e oder [[Hornstein (Gestein)|Hornstein]] sind als Ausgangsgestein möglich. Durch eine Kombination von [[Druck (Physik)|Druck]], [[Temperatur]] und mechanischer Belastung werden die einzelnen Quarzkörner dabei durch Drucklösung deformiert, und ihr [[Kristallgitter]] beginnt, sich neu zu ordnen. Bei dieser [[Rekristallisation]] wachsen sie über ihre ursprünglichen Korngrenzen hinaus (siehe das [[Dünnschliff]]-Bild der ehemaligen Quarzkörner) und bilden eine dicht vernetzte Struktur. Die ursprünglichen Porenräume und das Sedimentgefüge sind, je nach Grad der Metamorphose, fast vollständig verschwunden. Sind im Ursprungsgestein Tonbestandteile enthalten, entstehen Glimmerminerale, wie silbriger [[Muskovit]] oder grünlicher [[Phengit]]. Dabei entsteht durch eine ausgerichtete Druckrichtung das lagige Gefüge, das sich aufspalten lässt. Im Ursprungsgestein vorhandene organische Bestandteile (kohlige Anteile) werden unter anderem in Graphit umgewandelt. Die übrigen aus anorganischer Substanz bestehenden Fossilienteile werden „abgebaut“ und sind in echten Quarziten nicht mehr vorhanden. Entsprechend geologischer Forschung beginnt die „quarzitische Metamorphose in einer Versenkungstiefe von 600 Metern und bei über 200&amp;amp;nbsp;°C“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karlfried Fuchs: Natursteine, S. XI (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Farbe ist die Spaltbarkeit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Quarzitvarianten. Blockquarzit, wie er zum Beispiel in der Nähe von Wasa (Schweden) abgebaut wird, oder der blaue &amp;#039;&amp;#039;Azul Macaubas&amp;#039;&amp;#039; aus Brasilien, ist schwer spaltbar. Spaltbare Quarzite entstehen in der Regel durch Regionalmetamorphose: [[orthogonal]] zur Druckrichtung bilden sich [[Glimmer]], die hinterher als dünne Trennlagen die Spaltrichtung vorgeben, ein Prozess, wie er ähnlich bei der Bildung von [[Schiefer]] abläuft. Die Ablagerungsrichtung ist relevant für die Spaltrichtung und Nutzbarkeit, die [[Frost-Tau-Wechsel|Frostbeständigkeit]] wird dadurch nicht beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quartzite masi - no.jpg|mini|Quarzit Masi mit hohem Gehalt an [[Fuchsit#Modifikationen und Varietäten|Fuchsit]] (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Azu macau rohplatte.jpg|mini|Dumortierit-Quarzit &amp;#039;&amp;#039;Azul do Macaubas&amp;#039;&amp;#039; (Brasilien), 260 cm × 90 cm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tumba de Napoleon Bonaparte.jpg|mini|Napoleons Sarkophag im [[Invalidendom]] aus rotbraunem &amp;#039;&amp;#039;Schokschinsk-Quarzit&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quarzit ist weltweit verbreitet und in metamorph überprägten [[Orogen]]komplexen ein häufiges Gestein. Vorkommen in Europa sind etwa die zahlreichen Quarzitvorkommen in den [[Alpen]] oder zum Beispiel die Quarzitvorkommen in Spanien ([[Provinz Córdoba|Córdoba]], [[Provinz Segovia|Segovia]]), Bulgarien ([[Balkangebirge]]) oder in Skandinavien. Quarzite kommen in vielen der alten [[Kraton]]e vor, so unter anderem etwa am Jebel Uweinat im Ost-Sahara-Kraton in Ägypten,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katharina Wulff |url=http://www.ifg.uni-kiel.de/Diplomarbeiten/2003/Diplomarbeit%20Katharina%20Wulff.pdf#page=1 |titel=Petrographische Kartierung von granulitfaziellen Gestein im Jebel Uweinat Basement, SW Ägypten |titelerg=Diplomarbeit (Kurzfassung) |hrsg=Institut für Geowissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |werk=www.ifg.uni-kiel.de |datum=2003 |abruf=2023-01-21 |sprache= |format=PDF; 20 KB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161222082222/http://www.ifg.uni-kiel.de/Diplomarbeiten/2003/Diplomarbeit%20Katharina%20Wulff.pdf#page=1 |archiv-datum=2016-12-22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; im São-Francisco-Kraton in [[Brasilien]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Werner Zeil: &amp;#039;&amp;#039;Südamerika&amp;#039;&amp;#039;, S. 34ff (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in der Kaniapiskau-Supergroup des [[Labradorbecken]]s am Nordostrand des Superior-Kratons in Nordamerika.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gerhard H. Eisbacher: &amp;#039;&amp;#039;Nordamerika&amp;#039;&amp;#039;, S. 34 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Quarzite findet man auch gelegentlich als [[Eiszeitalter|eiszeitliches]] [[Geschiebe]] in Norddeutschland, sie stammen aus metamorphen Serien in Schweden und Norwegen. Die im Natursteinsektor von Deutschland am häufigsten verwendeten Gesteine dieser Gruppe sind der Alta Quarzit aus [[Alta (Kommune)|Alta]] und die exklusiven und hochpreisigen blauen Sorten aus dem Bundesstaat Bahia in Brasilien (&amp;#039;&amp;#039;Azul Do Macaubas&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Azul Imperial&amp;#039;&amp;#039;) sowie aus Skandinavien (&amp;#039;&amp;#039;Caribbean Blue&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Felsquarzit}}Viele der gemeinhin als Quarzit bezeichneten Gesteine sind keine echten Quarzite, sondern durch Kieselsäure verfestigte Sandsteine. In Deutschland sind solche „Quarzite“ oder „Felsquarzite“ unter anderem der [[Taunusquarzit]] im [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]] zu beiden Seiten des [[Mittelrhein]]tales im [[Taunus]] und im [[Hunsrück]]. Weitere Vorkommen befinden sich in der [[Eifel]], im [[Westerwald]] und östlich davon in der [[Hörre]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Seit 25 Jahren Heimatgedächtnis |TitelErg=Die Obertiefenbacher Heimatstube |Sammelwerk=Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2023 |Hrsg=Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2022 |ISBN=978-3-927006-59-1 |Seiten=153–157}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren ist Quarzitsandstein im [[Harz (Gebirge)|Westharz]] aufgeschlossen; dort ist er leicht rötlich gefärbt und wird als &amp;#039;&amp;#039;Acker-Bruchberg-Quarzit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Außerhalb Deutschlands tragen ebenfalls viele verkieselte Sandsteine den Namen Quarzit, so etwa in der [[Bretagne]] (&amp;#039;&amp;#039;Armorikanischer Quarzit&amp;#039;&amp;#039;) oder die „Quarzite“ des [[Kambrium]]s in der [[Montagne Noire]] (&amp;#039;&amp;#039;Mur quartzeux&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nennenswertes Beispiel für europäische Dekorationsgesteine dieser Art ist die Sorte &amp;#039;&amp;#039;Schokschinsk&amp;#039;&amp;#039; aus einer Gewinnungsstelle am Westufer des [[Onegasee]]s. Dieser Naturstein wurde u.&amp;amp;nbsp;a. für den Sarkophag Napoleons ([[Invalidendom]]) und für den oberen [[Portikus]] des [[Lenin-Mausoleum]]s in Moskau verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Outils quartzite mutzig.JPG|mini|Steinwerkzeuge des oberen [[Paläolithikum]]s, [[Mutzig]], Frankreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Härte war Quarzit schon in der [[Steinzeit]] ein recht brauchbarer Ersatz für [[Feuerstein]]. Viele Werkzeugfunde aus dieser Zeit bestehen aus Quarzit, sowohl aus echtem Quarzit als auch aus hartem, verkieseltem Sandstein. Die [[Lübbensteine]] sind zwei Megalithanlagen aus der Jungsteinzeit, deren Entstehung in die Zeit um 3500 v. Chr. datiert werden kann. Ihr Material sind lokale [[Braunkohlenquarzit]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ägypten wurde verkieselter Sandstein, aber auch echter Quarzit, vielfach in Architektur und Kunst verwendet. Beispiele dafür sind die Särge der [[Hatschepsut]] oder des [[Tutenchamun]], die aus einem großen Block gehauen wurden, oder die [[Memnonkolosse]] im Tempel des [[Amenophis III.]] in [[Luxor]]. Die antiken Abbauareale sind bis in die Zeit des Römischen Imperiums genutzt worden. Es handelt sich hauptsächlich um zwei Lokalitäten, am [[Gebel el-Ahmar]] (östl. Nilufer) nordöstlich von Kairo sowie am Gebel Gulab/Gebel Tingar (westl. Nilufer) bei Assuan. An den genannten Erhebungen sind jeweils mehrere Gewinnungsstellen nachweisbar. Es wurde u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Dolerit]]werkzeugen gearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Klemm; Dietrich D. Klemm: Steine, S. 283–303 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quarzit ist heute ein Rohstoff für die quarzverarbeitende Industrie. Für die normale Glasherstellung werden keine Quarzite, sondern [[Granit]]grus verwendet. Fein gemahlen wird Quarzit für die Herstellung optischer Spezialgläser verwendet oder als Füllstoff bei der Herstellung von feuerfestem Material. Besondere Bedeutung besitzt Quarzit heute im Baubereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quarzit als Naturwerkstein ==&lt;br /&gt;
Insbesondere als [[Naturstein]] finden viele Quarzite Verwendung. Im Handel existieren zahlreiche Varietäten, die unter eigenen Namen gehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quarzit im Innenbereich ===&lt;br /&gt;
Hochdichte Spaltquarzite wie &amp;#039;&amp;#039;Alta Quarzit&amp;#039;&amp;#039; finden in hochbelasteten Bereichen als Bodenbelag ihre Anwendung (zum Beispiel am Flughafen Leipzig), meist in naturrauer Ausbildung, seltener in geschliffener Form. Als Küchenarbeitsplatte kommen Blockquarzite zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eignung als Dekorbaustoff hängt nicht so stark von der Mineralzusammensetzung ab, sondern eher vom Metamorphosegrad und der Porenradienverteilung. &amp;#039;&amp;#039;Wasaquarzit&amp;#039;&amp;#039; in Rot und &amp;#039;&amp;#039;Azul do Macaubas&amp;#039;&amp;#039; in Blau sind relativ stabile Gesteine. Rosa Quarzit aus Brasilien wird kaum noch verwendet, da er sich einerseits durch Mörtelwasser irreversibel verfärben kann und durch die ungünstige Porenradienverteilung flüssigen Schmutz sehr leicht aufnimmt. Wie bei jedem Umwandlungsgestein ist die Mineralstruktur inhomogen. Gesteine wie &amp;#039;&amp;#039;Azul do Macaubas&amp;#039;&amp;#039; können das Mineral [[Serizit]] enthalten, das instabil ist. Mit Wasser und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; bilden sich in diesem und anderen Quarziten weiße Flecken, die nicht mehr entfernbar sind. Nassbereiche sollten deshalb nicht mit diesem Quarzit ausgeführt werden. Einige Varietäten wie &amp;#039;&amp;#039;Alta Quarzit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Albino Yellow&amp;#039;&amp;#039; aus Brasilien sind dagegen im Bad relativ problemlos zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quarzit im Außenbereich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alta Quarzit.JPG|mini|Alta-Quarzit, spaltrau, 23 cm × 15 cm, [[Alta (Kommune)|Alta]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier ist Alta Quarzit ein sehr beständiges Material. Die geringe Porosität führt bei diesem Quarzit dazu, dass sich auch auf der [[Wetterseite]] keine Moose festsetzen können. Je nach Porosität können bestimmte Quarzitsorten durchaus durch mikrobiologische Besiedlung, Frostwechsel und Tausalz gesprengt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Beständigkeit ===&lt;br /&gt;
Generell sind die [[Quarz]]e relativ stabil, die farbgebenden Komponenten sind meistens der Schwachpunkt im Hinsicht auf die Beständigkeit gegenüber Chemikalien. Gelbliche Quarzite reagieren zum Teil sehr empfindlich auf [[Salzsäure|Salz-]] oder [[Phosphorsäure]]. [[Flusssäure]] greift generell Quarzite an. [[Amidosulfonsäure]] kann dagegen bedenkenlos zur Kalkentfernung eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alkalischen Bereich gilt das fast genauso. Universalgrundreiniger auf Ammoniakbasis, die einen max. pH-Wert von 10,5 erreichen, greifen im Allgemeinen Quarzite nicht an. Hochalkalische Produkte, die [[Natronlauge|Natron-]] oder [[Kalilauge]] enthalten, schädigen nicht nur die Quarze, sondern auch hier wieder die farbgebenden Mineralien. Haushaltsmittel wie Backofenreiniger enthalten schädigende Hochalkalien. Zu den Hochalkalien gehört auch [[Calciumhydroxid]] aus dem Mörtel, das Eisenmineralien aufbrechen kann. Dadurch kann mit dem Transportmittel Wasser freies Eisen an die Oberfläche transportiert werden, das dort mit dem Sauerstoff sichtbare [[Eisen#Oxide|Eisenoxide]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheiten bei der Verlegung ===&lt;br /&gt;
Ist das Gestein hochdicht, d.&amp;amp;nbsp;h. sehr geringporös, sollte davon ausgegangen werden, dass ein [[Haftanstrich]] auf den Unterseiten und unter Umständen auch an den Kanten der Platten notwendig ist. Ein Abriss vom Mörtelbett ist bei hochdichten Quarziten nicht selten. Ursache dafür ist die mangelnde mechanische Verzahnung des ausgehärteten Mörtels mit dem Quarzit aufgrund der geringen Porosität. Bei &amp;#039;&amp;#039;Rosa Quarzit&amp;#039;&amp;#039; treten sehr häufig chemisch bedingte Verfärbungen durch die Verlegemittel auf –&amp;amp;nbsp;dafür ist die Mörtelhaftung sehr gut. Deshalb sollte vor einer Verlegung von Quarziten der Mörtelhersteller kontaktiert werden. In Außenbereichen oder auf [[Fußbodenheizung]]en ist die [[Wärmeausdehnung]] ein weiterer wichtiger Faktor. Quarzite haben den höchsten Ausdehnungskoeffizienten aller technisch verwendeter Natursteine. Das sollte bei der Bemessung der Dehnungsfugen und der Auswahl der Unterkonstruktion berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natursteinsorten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alta Quarzit]] (Norwegen, Alta)&lt;br /&gt;
* [[Azul Do Macaubas]] (Brasilien, Bahia)&lt;br /&gt;
* [[Azul Imperial]] (Brasilien, [[Bahia]])&lt;br /&gt;
* [[Glitterstone]] (Simbabwe)&lt;br /&gt;
* [[Kalpetranquarzit]] (Schweiz, Wallis)&lt;br /&gt;
* Masi (Norwegen, Finnmark)&lt;br /&gt;
* Rauris Grün (Österreich, [[Rauris]])&lt;br /&gt;
* [[Rosa Quarzit]] (Brasilien, [[Bahia]])&lt;br /&gt;
* [[Schokscha-Quarzit]] ([[Russland]], [[Karelien]])&lt;br /&gt;
* [[Wasaquarzit]] (Schweden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quarzit-Oberflächen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Caribian Blue.JPG|[[Caribbean Blue]], poliert, 23 cm × 15 cm, [[Karlstad]] (Schweden)&lt;br /&gt;
 Azul-imperial.JPG|[[Azul Imperial]], poliert, 22 cm × 14 cm, Boquira, [[Bahia]] (Brasilien)&lt;br /&gt;
 Azul do Macaubas.jpg|[[Azul Do Macaubas|Azul do Macaubas]], poliert, 22 cm × 15 cm, Macaubas, [[Bahia]] (Brasilien)&lt;br /&gt;
 Rosa-quarzit.jpg|[[Rosa Quarzit]], poliert, 23 cm × 15 cm, Lencois, [[Bahia]] (Brasilien)&lt;br /&gt;
 Kalpetranquarzit.jpg|Spaltplatten aus [[Kalpetranquarzit]], [[Kanton Wallis|Wallis]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard H. Eisbacher: &amp;#039;&amp;#039;Nordamerika.&amp;#039;&amp;#039; Geologie der Erde, Band 2, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1988. ISBN 3-432-96901-5&lt;br /&gt;
* Herbert Fahrenkrog: &amp;#039;&amp;#039;Naturstein im Alltag&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-3-7667-1729-0, Callwey, München 2007.&lt;br /&gt;
* Karlfried Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Natursteine als aller Welt, entdecken, bestimmen, anwenden.&amp;#039;&amp;#039; Callwey, München 1997.&lt;br /&gt;
* [[Rosemarie Klemm]], [[Dietrich Klemm]]: &amp;#039;&amp;#039;Steine und Steinbrüche im Alten Ägypten&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Heidelberg (Springer-Verlag) 1993.&lt;br /&gt;
* Werner Zeil: &amp;#039;&amp;#039;Südamerika.&amp;#039;&amp;#039; Geologie der Erde, Band 1, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1986. ISBN 3-432-95861-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Quartzite|Quarzit}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4176627-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gestein des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176627-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quarzit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mistermeyer</name></author>
	</entry>
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