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	<title>Quarzin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T17:49:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quarzin&amp;diff=693130&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FestStoff: /* Einzelnachweise */Link zu Einzelnachweis eingefügt</title>
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		<updated>2023-08-11T16:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt;Link zu Einzelnachweis eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quarzin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine mikrokristalline, faserige Gefüge[[Varietät (Mineral)|varietät]] des Minerals [[Quarz]] (genauer &amp;#039;&amp;#039;Tiefquarz&amp;#039;&amp;#039;). Die Fasern sind längs der kristallografischen c-Achse ausgerichtet und weisen eine Dicke von unter einem µm auf. Quarzin wird mineralogisch häufig als Untervarietät dem sehr ähnlichen [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedon]] zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchröckeWeiner&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu diesem ist allerdings der höhere [[Brechungsindex]] parallel zur Längsrichtung der Fasern ausgerichtet und der optische Charakter der Faserrichtung somit „length-slow“. Weiterhin zeigt Quarzin keine [[Verdrillung]] der Fasern und keine [[Runzelbänderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quarzin ist durchscheinend trüb und ebenso wie Chalcedon in reiner Form farblos bis bläulichgrau. Durch verschiedene [[Fremdatom|Fremdbeimengungen]] nimmt er aber meist eine bräunliche, rötliche oder grünliche Farbe an. Die Oberflächen der Quarzin-[[Mineral-Aggregat|Aggregate]] zeigen einen wachsartigen [[Glanz#Minerale|Glanz]]. Aufgrund der faserigen Ausbildung liegt seine [[Mohshärte]] mit 6,5 bis 7 knapp unter der von Quarz (7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Quarzin bildet sich zusammen mit Chalcedon und [[Mogánit]] oberflächennah in Spalten und Hohlräumen saurer und basischer [[Magmatisches Gestein|Magmatite]]. Bei der Bildung von [[Achat]]en geht man von einer Kristallisation aus einem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-[[Gel]] oder SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-übersättigten [[Hydrothermale Lösung|Lösungen]] bei Temperaturen zwischen 25 und 200&amp;amp;nbsp;°C aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin bildet sich Quarzin sedimentär bei der Verfestigung von [[Sandstein]] als eine der Zementphasen in den Porenräumen des Sandsteines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der starken Parallelität zwischen den Füllungs- und Diagenese-Prozessen in Achatbildungsräumen einerseits und den Porenräumen von Sedimentgesteinen andererseits sind Achate generell als „sedimentpetrologische Modellsysteme“ nutzbar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser1&amp;quot; /&amp;gt; Was in den oft winzigen Sedimentporenräumen ablaufen kann, lässt sich an den sehr viel größeren Achaten übersichtlich im Detail studieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser2&amp;quot; /&amp;gt; Speziell beim Thema Quarzin (&amp;#039;&amp;#039;length-slow chalcedony&amp;#039;&amp;#039;) ist dies bedeutsam. In der Sedimentpetrologie hat 1971 eine Arbeit für Aufsehen gesorgt, in der behauptet wurde, Quarzin beweise eine starke Wasserverdunstung in den betreffenden erdgeschichtlichen Zeitabschnitten (Nachweis von [[Evaporit]]-Milieus).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Folk&amp;quot; /&amp;gt; Wenn Quarzin ein solcher Indikator ist, dann ergeben sich daraus vielfach ganz neue Vorstellungen über regionale geologische Milieus zu verschiedensten erdgeschichtlichen Phasen. In diesem Sinne wurde der Quarzin-Indikator jahrelang in sedimentpetrologischen Arbeiten eingesetzt. Wichtig ist daher die Frage, ob das Vorkommen von Quarzin tatsächlich ein Beweis für ehemals stark salzhaltiges Porenwasser ist. Eine umfangreiche kritische Sichtung der Forschung und Faktenlage, unter Nutzung der Gefüge-Übersichtlichkeit in Achaten, hat gezeigt, dass Quarzin kein eindeutiger Indikator für ehemalige Evaporit-Milieus ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
Quarzin bildet sowohl sphärolithische wie auch parabolische Aggregate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;sphärolithischem Gefüge&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn die Fasern ausgehend von einem [[Kristallisationskeim]] radialstrahlig wachsen und kugelige Aggregate bilden. Der Durchmesser dieser [[Sphärolith (Geowissenschaften)|Sphärolithe]] beträgt meist 0,1 bis 0,2 Millimeter. Unter dem [[Polarisationsmikroskop]] zeigen die Sphärolithe bei gekreuzten Polarisatoren ein charakteristisches Auslöschungsbild, das „Bertrand’sche Kreuz“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;parabolisches Gefüge&amp;#039;&amp;#039; bildet sich, wenn die Mineralfasern radialstrahlig auf der Oberfläche eines Gesteinshohlraumes wachsen. Benachbarte Faserbüschel behindern sich in ihrem Wachstum gegenseitig. Schon in geringer Distanz zum Wachstumskeim wachsen so nur nahezu parallel ausgerichtete Faserbündel in den Hohlraum hinein. [[Parabel (Mathematik)|Parabolisch]] gewachsenen Quarzin findet sich abwechselnd mit Chalcedonlagen in den konzentrischen Bänderungen der Achate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kristallstruktur ==&lt;br /&gt;
Strukturell unterscheidet sich Quarzin kaum von Chalcedon und Tiefquarz. Elektronenmikroskopische Untersuchungen ergaben für alle mikrokristallinen Quarzvarietäten eine sehr große Dichte an [[Gitterfehler]]n. Charakteristisch ist eine dichte Abfolge von [[Kristallzwilling|Verzwillingungen]] nach dem „Brasilianer Gesetz“. Quarzin zeigt jedoch nicht einen fließenden Übergang von verzwillingten Tiefquarz zu [[Mogánit]], wie er für Chalcedon typisch ist. Im Quarzin sind Bereiche mit Tiefquarzstruktur klar von Bereichen mit Mogánitstruktur abgegrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Flörke, O.W., Graetsch, H., Martin, B., Röller, K., Wirth, R. (1991): Nomenclature of micro- and noncrystalline silica minerals, based on structure and microstructure; Neues Jahrbuch Miner. Abh., 163: 19–42&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= [[Friedrich Klockmann]] | Hrsg= [[Paul Ramdohr]], [[Karl Hugo Strunz|Hugo Strunz]] | Titel= Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 16. | Verlag= Enke | Ort= Stuttgart | Datum= 1978 | JahrEA= 1891 | ISBN= 3-432-82986-8 | Seiten= 526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*  C. Wahl: [http://elib.tu-darmstadt.de/diss/000197/ &amp;#039;&amp;#039;Charakterisierung innerer Grenzflächen in mikrokristallinem SiO2 mit Transmissionselektronenmikroskopie.&amp;#039;&amp;#039;] (Dissertation an der TU Darmstadt 2002).&lt;br /&gt;
* {{Mineralienatlas | ID= Quarzin | Abruf= 2021-05-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= https://www.mindat.org/min-3338.html | titel= Quartzine | werk= mindat.org | hrsg= Hudson Institute of Mineralogy | abruf= 2021-05-21 | sprache= en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Hans Jürgen Rösler]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4. durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 440}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchröckeWeiner&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Helmut Schröcke]], [[Karl-Ludwig Weiner]] | Titel= Mineralogie. Ein Lehrbuch auf systematischer Grundlage | Verlag= de Gruyter | Ort= Berlin; New York | Datum= 1981 | ISBN= 3-11-006823-0 | Seiten= 423}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser1&amp;quot;&amp;gt;Michael Landmesser: Achate als sedimentpetrologische Modellsysteme; Berichte der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (= Beihefte zum European Journal of Mineralogy), Jahrgang 1990, No.1, S. 153.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser2&amp;quot;&amp;gt;Genannt sei hier exemplarisch das Grundthema der Bildung von Kieselsäure- bzw. Karbonat-Abscheidungen in solchen Hohlräumen, ihre gegenseitige Verdrängung und ähnliches: Michael Landmesser (1996): Calcitachat - Zur Deutung eines verblüffenden mineralogischen Phänomens; Mainzer naturwissenschaftliches Archiv, 34: 9-43.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Folk&amp;quot;&amp;gt;Folk, R.L., Pittman, J.S. (1971): Length-slow chalcedony: A new testament for vanished evaporites; Journal of Sedimentary Petrology, 41: 1045-1058.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landmesser3&amp;quot;&amp;gt;Michael Landmesser (1990): Quarzin - ein geochemischer Indikator? Mitteilungen der POLLICHIA, 77: 157-179, [https://www.zobodat.at/pdf/Mitt-Pollichia_77_0157-0179.pdf (zobodat.at (PDF))]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Varietät (Mineral)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oxide und Hydroxide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trigonales Kristallsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siliciummineral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FestStoff</name></author>
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