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	<title>Quantitative Sensorische Testung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T16:29:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantitative_Sensorische_Testung&amp;diff=768649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Durchkopplung#Komposita_aus_Zahlen,_Wörtern_und_Sonderzeichen änderte sich 2024</title>
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		<updated>2025-10-17T19:30:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Durchkopplung#Komposita_aus_Zahlen,_Wörtern_und_Sonderzeichen änderte sich 2024&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantitative Sensorische [[Testung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (QST) ist ein psychophysisches Verfahren zur quantitativen Messung verschiedener sensorischer/sensibler und [[Schmerz]]-Modalitäten, das bei der Diagnostik [[Neuropathischer Schmerz|neuropathischer Schmerzen]] (Plus-Symptome) und der Diagnostik von Sensibilitätsstörungen (sensorische Defizite, Minus-Symptome) eingesetzt werden kann (Rolke, Baron, Maier et al. 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der „Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz“ (DFNS) um [[Rolf-Detlef Treede]] an der [[Universität Mainz]] hat moderne Reiz-Instrumente in standardisierter Form zur Messung bei 180 Normalpersonen untersucht, um damit einen Referenzstandard zu generieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Mücke, H. Cuhls, L. Radbruch, R. Baron, C. Maier, T. Tölle, R.-D. Treede, R. Rolke |Titel=Quantitative Testung |Sammelwerk=Schmerz |Band=28 |Nummer=6 |Datum=2014 |Seiten=635-648 |DOI=10.1007/s00482-014-1485-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden 13 verschiedene sensible und Schmerz-Tests zu einer [[Testbatterie]] zusammengefügt, wobei es auch alternative Zusammensetzungen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf des DFNS-Protokolls ==&lt;br /&gt;
Der Test bedarf der wachen und aktiven Mitarbeit des Probanden. Zunächst wird mittels einer Thermode die Warm-/ sowie die Kalt-Schwelle getestet, danach im Wechsel die Warm-Kalt-Alteration und hiernach der [[Schmerzschwelle|Hitze- und Kälteschmerz]]. Anschließend wird mittels Glasfaser-Monofilamenten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Fruhstorfer, W. Gross, O. Selbmann |Titel=Von Frey hairs: new materials for a new design |Sammelwerk=European Journal of Pain |Band=5 |Datum=2001 |Seiten=341-342 |DOI=10.1053/eujp.2001.0250}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (entsprechen [[Maximilian von Frey|von-Frey-Haaren]] der Stärken 0,5 bis 512 [[Newton (Einheit)#Gebräuchliche Vielfache|mN]]) die [[epikritische Sensibilität]] ausgetestet. Hieran gliedert sich die Untersuchung mittels &amp;#039;&amp;#039;Pinpricks&amp;#039;&amp;#039;, stumpfe Nadeln, die durch ihre Kraft (von 8 bis 512 mN, entspricht 0,8 bis 51,2 g) auf ein bestimmtes Hautareal einen spitzen Druckschmerz erzeugen. Danach erfolgt eine Testung auf &amp;#039;&amp;#039;Allodynie&amp;#039;&amp;#039; mit spitzen Reizen (Pinpricks) und Berührungen mit [[Wattestäbchen|Q-Tip]], Pinsel und Wattebausch. Hierbei muss der Patient die durch Reizung empfundene Schmerzintensität von 0 bis 100 angeben. Anschließend kommt der Wind-Up-Test; dabei wird zunächst ein Einzelreiz mit 0–100 bewertet und danach die Summe von 10 Einzelreizen im 60-Hz-Rhythmus hintereinander. Die Reizung erfolgt mittels Pinpricks. Danach gliedert sich die Druckmessung an, hierzu wird ein Druckstimulator (Algometer) auf die jeweilige Körperpartie aufgesetzt und gedrückt, bis der Proband es unangenehm findet. Zum Abschluss kommt nun noch die übliche [[Pallästhesie]] (Vibrationsmessung mittels [[Rydel-Seiffer-Stimmgabel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgewählte DFNS-Reiz-Instrumente und ihre Funktionsweisen ===&lt;br /&gt;
* Zur Erzeugung von definierten Wärme- bzw. Kältereizen wird der Apparat TSA 2001-II Thermal Sensory Analyzer verwendet (Kontaktfläche 9 cm², Stimulationsbereich 0 bis 50 °C; Medoc Ltd., Israel; vergleichbare Geräte sind u.&amp;amp;nbsp;a.: Thermotester Somedic, Schweden; Kontaktfläche 5 cm², und MSA Thermal Stimulator Somedic, Schweden, Kontaktfläche 12,5 cm²). Der Untersucher variiert die Reiztemperatur bis zur &amp;#039;&amp;#039;[[Thermorezeption|Wärme-/Kälte-Wahrnehmung]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Wärme-/Kälte-Schmerz-Wahrnehmung&amp;#039;&amp;#039; durch den Probanden. Die Temperaturreize stimulieren intraepidermale freie Endigungen der afferenten Aδ (Kälte) und C-Nervenfasern, die als polymodale Rezeptoren mit niedriger Reizschwelle (low threshold mechano-thermal-receptors) für mechanische und thermische Reize fungieren, bzw. solche mit hoher Reizschwelle (high threshold mechano-thermal-receptors), die als Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) fungieren.&lt;br /&gt;
* Zur Erzeugung kontrollierter Vibrationen wird die Rydel-Seiffer Stimmgabel verwendet. Die in Schwingungen (64 Hz) versetzte Stimmgabel wird mit dem Ende ihres Stiels auf eine Knochenstruktur aufgesetzt; die horizontalen Schwingungen der Zinken bewirken vertikale 64 Hz Stoßbewegungen des Stiels, die auf die Unterlage übertragen werden. Die sich im Verlaufe des Schwingungsvorgangs verringernde Schwingungsamplitude/Vibrationsamplitude lässt sich semiquantitativ auf einer Skala von 0 bis 8 bestimmen: 0-1/8 (=große Amplitude, grobes Vibrieren), bis 7-8/8 (= kleinste Amplitude, feinstes Vibrieren); die Ablesung erfolgt durch den Untersucher nach Angabe des Endes der Vibrationswahrnehmung durch den Probanden. &amp;#039;&amp;#039;Vibrations-Wahrnehmung&amp;#039;&amp;#039; wird durch mechanische Stimulation der Mechanorezeptoren Meißner- und Pacini-Körperchen an Endigungen der afferenten Aβ-Nervenfasern in Haut bzw. Skelett erzeugt.&lt;br /&gt;
* Zur Erzeugung punktueller mechanischer Druck- bzw. Berührungs-Einwirkung werden kalibrierte stumpfe Glasfaserfilamente mit einer Kontaktfläche von 0,2 mm² und Biegekräften von 5 bis 512 mN (Opti-hair 2, Marstock-Nervtest, Schriesheim) senkrecht auf die Haut gedrückt. Die Sinnesmodalität &amp;#039;&amp;#039;punktuelle Druck- bzw. Berührungswahrnehmung&amp;#039;&amp;#039; wird durch Stimulation der low-threshold-mechano-receptors ([[Mechanorezeptoren der Haut|Druckrezeptoren]]) Merkelscheiben und Meissnerkörperchen an subepidermalen Endigungen der afferenten Aβ-Nervenfasern erzeugt.&lt;br /&gt;
* Zur Erzeugung punktueller mechanischer Druckschmerz-Einwirkung (Nadel-Druckschmerz) werden kalibrierte Monofilamente (Nadel-Stimulatoren, Pinprick-Stimulatoren) aus Metall verwendet, Kontaktfläche 0,05 mm², Stimulationskräfte 5 bis 512 mN (Pinprick MRC Systems, Heidelberg). Die Sinnesmodalität &amp;#039;&amp;#039;punktueller mechanischer Druckschmerz&amp;#039;&amp;#039; wird durch Stimulation der intraepidermalen freien Endigungen der afferenten Aδ-Nervenfasern und C-Nervenfasern ([[Nozizeptor]]en, high-threshold-mechano-receptors) erzeugt.&lt;br /&gt;
* Zur Erzeugung von Tiefendruckschmerz-Einwirkung wird ein sogenanntes Algometer (digitales Algometer der Firma Somedic, Schweden), eine Art Stempel mit einer Kontaktfläche von 1 cm², auf die Haut aufgedrückt. Dabei werden die Haut und darunter gelegene Gewebe komprimiert und simultan Nozizeptoren (high-threshold-mechano-receptors) und Druckrezeptoren (low-threshold-mechano-receptors)stimuliert. Es entsteht ein dumpfer &amp;#039;&amp;#039;Tiefendruckschmerz&amp;#039;&amp;#039;, der nicht genau lokalisierbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== DFNS-Referenzwerte (Normwerte) ==&lt;br /&gt;
Die vom DFNS an Gesicht, Hand und Fuß ermittelten Normwerte unterscheiden sich deutlich zwischen den Körperregionen, nicht aber zwischen linker und rechter Körperhälfte; sie sind außerdem alters- und (geringfügig auch) geschlechtsabhängig. Sie sind recht konstant bei wiederholter Prüfung bei jeder Person (intraindividuell), unterscheiden sich aber – wie die Anzahl von sensorischen Nervenfaserendigungen pro Quadratzentimeter Haut – erheblich zwischen Einzelpersonen (interindividuell).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; DFNS-Normwerte am Fuß (Auswahl). Nach Rolke, Baron, Maier et al. 2006, S. 236&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Sinnesmodalität&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;Reiz-Instrumente&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;Maßeinheit(Messbereich)&amp;#039;&amp;#039; ||&amp;#039;&amp;#039;Mess-Ort&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmungs-Schwelle, Durchschnitt (95-%-Vertrauensbereich)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vibration || Rydel-Seiffer Stimmgabel || 8-tel (1-8) || Innenknöchel || ca. 7,5 (5,5-7,9) / 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wärme || Thermal Sensory Analyzer || °C (0-50) || Fußrücken || ca. 37 (33-44) °C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kälte || Thermal Sensory Analyzer || °C (0-50) || Fußrücken || ca. 29 (23-32) °C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Temperaturänderung || Thermal Sensory Analyzer || °C (0-50) || Fußrücken || ca. 7 (2,5-22) °C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wärmeschmerz || Thermal Sensory Analyzer || °C (0-50) || Fußrücken || ca. 45 (39-50) °C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kälteschmerz || Thermal Sensory Analyzer || °C (0-50) || Fußrücken || ca. 12 (2-28) °C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berührung (Druck), punktuell || Monofilamente Opti-hair2 || mN (0,25-512) || Fußrücken || ca. 3 (0,25-25) mN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Druckschmerz, punktuell || Pinpricke MRC Systems || mN (8-512) || Fußrücken || ca. 80 (15-430) mN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiefendruckschmerz || Algometer Somedic || kPa (1-2000) || Fußsohle, Längsgewölbe || ca. 400 (250-1100) kPa&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reproduzierbarkeit ===&lt;br /&gt;
Einzelne Untersuchungen unter Bedingungen und mit der Methodik des DFSN (Wahrnehmungsschwellen für Wärme- und Kältereize am Fußrücken und für Tiefendruckschmerz am Fuß-Längsgewölbe) wurden verschiedentlich auch von anderen Autoren unabhängig durchgeführt; ihre Ergebnisse stimmen mit den DFNS-Normwerten recht gut überein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=A. T. Alahmar |url=https://pdfs.semanticscholar.org/22c9/bf8a4f6763ba1a853114e7037a2539c95d20.pdf |titel=Quantitative sensory testing in type-1 diabetic patients with mild to severe diabetic neuropathy |werk=Journal of Research in Medical and Dental Science |datum=2016 |seiten=104-114 |abruf=2020-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. T. Shun, Y. C. Chang, H. P. Wu, S. C. Hsieh, W. M. Lin, Y. H. Lin, T. Y. Tai, S. T. Hsieh |Titel=Skin denervation in type-2 diabetes: correlations with diabetic duration and functional impairments |Sammelwerk=Brain |Band=127 |Datum=2004 |Seiten=1593-1605 |DOI=10.1093/brain/awh180}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst-Adolf Chantelau|Ernst A. Chantelau]]: &amp;#039;&amp;#039;Conventional deep pressure algometry is not suitable for clinical assessment of nociception in painless diabetic neuropathy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Diabetic Foot &amp;amp; Ankle.&amp;#039;&amp;#039; 7, 2016, S.&amp;amp;nbsp;31922, {{DOI|10.3402/dfa.v7.31922}}. PMID 27702429. {{PMC|5045473}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausgewählte Normwerte, außerhalb des DFNS-Protokolls erstellt ====&lt;br /&gt;
Andere Autoren untersuchten weitere Körperregionen bzw. gebrauchten andere Stimulationsinstrumente. Liniger et al.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Liniger, A. Albeanu, D. Bloise, J. P. Assal |Titel=The tuning fork revisited |Sammelwerk=Diabetic Medicine |Band=7 |Datum=1990 |Seiten=859-864}}&amp;lt;/ref&amp;gt; untersuchten mit der Rydel-Seiffer Stimmgabel die altersgemäße Vibrations-Wahrnehmungsschwelle am &amp;#039;&amp;#039;Großzehengrundgelenk&amp;#039;&amp;#039; (Normwerte um 4-7,5/8). Weitere Instrumente zur kontrollierten Erzeugung von Vibrationen sind elektrische Geräte, z.&amp;amp;nbsp;B. das Biothesiometer (Biomedical Instruments, Newbury/Ohio USA) und das Neurothesiometer (Horwell Scientific Laboratory Supplies, Nottingham UK) mit einer Vibrationsfrequenz von 50 bis 60 Hz und einem Stimulationsbereich von 1 Volt (minimale) bis 50 Volt (maximale Vibrationsamplitude), sowie das Somedic Vibrameter (Somedic, Schweden) mit einer Vibrationsfrequenz von 100 Hz und Vibrationsamplituden von 0,5 µm (feinstes Vibrieren) bis 500 µm (gröbstes Vibrieren). Die Vibrationsamplitude der Geräte wird vom Untersucher variiert, bis zur Wahrnehmung durch den Probanden. Krämer et al.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. H. Krämer, R. Rolke, M. Hecht, A. Bickel, F. Birklein |Titel=Follow-up of advanced diabetic neuropathy. Useful variables and possible pitfalls |Sammelwerk=Journal of Neurology |Band=252 |Datum=2005 |Seiten=315-320 |DOI=10.1007/s00415-005-0645-y}}&amp;lt;/ref&amp;gt; untersuchten die Vibrations-Wahrnehmungsschwelle am &amp;#039;&amp;#039;Innenknöchel&amp;#039;&amp;#039; mit dem Somedic Vibrameter (Normwert um 2 µm); Peters et al.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. J. G. Peters, L. A. Lavery |Titel=Effectiveness of the diabetic foot risk classification system if the International Working Group on the diabetic foot |Sammelwerk=Diabetes Care |Band=24 |Nummer=8 |Datum=2001 |Seiten=1442-1447}}&amp;lt;/ref&amp;gt; untersuchten die &amp;#039;&amp;#039;Großzehenspitze&amp;#039;&amp;#039; mit dem Biothesiometer (Normwert um 10 V).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Instrumente zur Messung des punktuellen Druck- bzw. Berührungsempfindens sind u.&amp;amp;nbsp;a. Semmes-Weinstein-Monofilamente aus Plastik (darunter das 10 g Monofilament, das zur Diagnostik der diabetischen Neuropathie gebräuchlich ist). Die normale (punktuelle) Druck- bzw. Berührungs-Wahrnehmungsschwelle an der &amp;#039;&amp;#039;Fußsohlenhaut des Längsgewölbes&amp;#039;&amp;#039; liegt bei 4-5 mN.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=N. E. Wiggermann, R. A. Werner, W. M. Keyserling |Titel=The effect of prolonged standing on touch sensitivity of the foot: a pilot study |Sammelwerk=Journal of Physical Medicine and Rehabilitation |Band=4 |Nummer=2 |Datum=2012 |Seiten=190-200 |DOI=10.1016/j.pmrj.2011.11.002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pinprick-Stimulatoren zur Erzeugung von punktuellem Druckschmerz werden auch aus optischer Glasfaser angeboten (Pinprick-Stimulatoren, Marstock Nervtest, Schriesheim; Kontaktflächen &amp;lt;0,1 mm²); damit bestimmten Wienemann et al.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Wienemann, E. A. Chantelau |Titel=The diagnostic value of measuring pressure pain perception in patients with diabetes mellitus |TitelErg=(Erratum: Swiss Medical Weekly 2013;143:w13798) |Sammelwerk=Swiss Medical Weekly |WerkErg=1423:w13682 |Datum=2012 |DOI=10.4414/swm.2012.13682}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an der &amp;#039;&amp;#039;plantaren Zehenfalte&amp;#039;&amp;#039; eine normale Druckschmerz-Wahrnehmungsschwelle um 128 mN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evidenz ==&lt;br /&gt;
Für diagnostische Zwecke ist das DFNS-Protokoll nicht allgemein gültig; das gesamte Testprotokoll ist aufwändig, dauert mindestens eine Stunde, ist störanfällig, und die verschiedenen sensiblen Modalitäten weisen unterschiedlich große interindividuelle Varianzen auf. Der Test kann nur ein zusätzliches Diagnosemittel sein, da die [[Evidenzbasierte Medizin|Evidenz]] besonders seitens [[Prospektive Studie|prospektiver Studien]] bisher begrenzt ist. Die Test-[[Sensitivität (Test)|Sensitivität]] ist deutlich niedriger als bei einer Hautbiopsie zur Zählung der intraepidermalen freien Nervenendigungen (IEFNE), die ihrerseits methodisch aufwändig und störanfällig ist. Eine Indikation kann jedoch bei unauffälligen Ergebnissen der konventionellen [[Elektrophysiologische Untersuchung|elektrophysiologischen Tests]] vorliegen, und vor allem bei Verdacht auf eine Läsion kleinkalibriger Nerven (vor allem bei der [[Small-Fiber-Neuropathie]]). Abweichungen von den (DFNS-)Normwerten können Krankheitswert haben, z.&amp;amp;nbsp;B. bei diabetischer Polyneuropathie (mit Verkümmern der Endigungen der sensiblen A-β-, A-delta- und C-Fasern, beginnend in den Enden der längsten Nerven des Körpers, d.&amp;amp;nbsp;h. in den Füßen) oder [[Lepra]] (durch Befall der [[Schwann-Zellen]] mit Mycobacterium leprae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erniedrigte Wahrnehmungsschwellen (Überempfindlichkeit) ===&lt;br /&gt;
Gesenkte Pinprick-Druckschmerzschwellen an Fuß und Hand sind Begleiterscheinung beim [[Restless-Legs-Syndrom|Restless-legs-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. Stiasny-Kolster, W. Magerl, W. H. Oertel, J. C. Möller, R.-D. Treede |Titel=Static mechanical hyperalgesia without dynamic tactile allodynia in patients with restless legs syndrome |Sammelwerk=Brain |Band=127 |Datum=2004 |Seiten=773-782}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und an den Händen bei [[Morbus Parkinson]].&amp;lt;ref&amp;gt;S. Hägele et al.: &amp;#039;&amp;#039;Quantitative sensorische Testung bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;. In: Akt Neurol 2005; 32 - P76, {{DOI|10.1055/s-2005-866653}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhöhte Wahrnehmungsschwellen (verminderte Empfindlichkeit, Unempfindlichkeit) ===&lt;br /&gt;
Überdurchschnittlich erhöhte Reiz-Wahrnehmungsschwellen an Armen und Beinen finden sich bei Chemotherapie-induzierter Neuropathie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Miaskowski, J. Mastick, S. M. Paul, K. Topp, B. Smoot, G. Abrams, L. M. Chen, K. M. Kober, Y. P. Conley, M. Chesney, K. Bolla, G. Mausisa, M. Mazor, M. Wong, M. Schumacher, J. D. Levine |Titel=Chemotherapy-induced neuropathy in cancer survivors |Sammelwerk=J Pain Symptom Manage |Band=54 |Datum=2017 |Seiten=204-217}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und am Bein bei [[Periphere arterielle Verschlusskrankheit|peripherer arterieller Verschlusskrankheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. M. Lang, G. M. Schober, R. Rolke, S. Wagner, R. Hilge, M. Offenbächer, R.-D. Treede, U. Hoffmann, D. Irnich |Titel=Sensory neuropathy and signs of central sensitization in patients with peripheral arterial disease |Sammelwerk=Pain |Band=124 |Datum=2006 |Seiten=190-200 |DOI=10.1016/j.pain.2006.04.011}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhöhung der Wahrnehmungsschwelle für Vibrationsempfinden auf 7 bis 14 µm (Somedic Vibrameter) am Innenknöchel repräsentiert eine fortgeschrittene diabetische Polyneuropathie;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. H. Krämer, R. Rolke, M. Hecht, A. Bickel, F. Birklein |Titel=Follow-up of advanced diabetic neuropathy. Useful variables and possible pitfalls |Sammelwerk=Journal of Neurology |Nummer=252 |Datum=2005 |Seiten=315-320 |DOI=10.1007/s00415-005-0645-y}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhöhung der Wahrnehmungsschwelle für Vibrationsempfinden auf 30 bis 50 V (Horwell Neurothesiometer) am Großzeh bedeutet – gegenüber einer geringeren Erhöhung – ein signifikant erhöhtes Risiko für schmerzlose diabetische Fußgeschwüre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. A. Abbott, L. Vileikyte, S. Williamson, A. L. Carrington, A. J. M. Boulton |Titel=Multicenter study of the incidence of and predictive risk factors for diabetic neuropathic foot ulceration |Sammelwerk=Diabetes Care |Band=21 |Nummer=7 |Datum=1998 |Seiten=1071-1075}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stark oberhalb des Normbereichs erhöhte Wahrnehmungsschwellen für punktuellen Druck [Semmes-Weinstein-Filament über 75 g (entsprechend 750 mN)] bzw. für punktuellen Druckschmerz [Pinprick über 512 mN (entsprechend 51,2 g)] an der Fußsohle finden sich – als pathogenetische Grundbedingung- bei schmerzlosen Fußgeschwüren bei [[Diabetes mellitus]] bzw. [[Lepra]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. A. Birke, D. S. Sims |Titel=Plantar sensory threshold in the ulcerative foot |Sammelwerk=Leprosy Reviews |Band=57 |Nummer=3 |Datum=1986 |Seiten=261-267}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. A. Chantelau |Titel=A novel diagnostic test for end-stage sensory failure associated with diabetic foot ulceration. Proof-of-principle study |Sammelwerk=Journal of Diabetes Science and Technology |Datum=2020 |Seiten=1-8 |DOI=10.1177/1932296819900256}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ernst-Adolf Chantelau |url=https://www.online-zfa.com/fileadmin/user_upload/Quantifizierter_Nadelschmerz-Test.pdf |titel=Quantitativer Nadelschmerz-Test (Pieks-Test) zeigt Prädisposition für diabetisches Fußsyndrom |werk=Zeitschrift für Allgemeinmedizin Band 98 |datum=2022 |seiten=137-142 |format=pdf |zugriff=2022-05-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220527000015/https://www.online-zfa.com/fileadmin/user_upload/Quantifizierter_Nadelschmerz-Test.pdf |archiv-datum=2022-05-27 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-21 00:27:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. J. Holewski, R. Stess, P. M. Graf, C. Grunfeld |Titel=Aesthesiometry: Quantification of cutaneous pressure sensation in diabetic peripheral neuropathy |Sammelwerk=Journal of Rehabilitation Research and Development |Band=25 |Nummer=2 |Datum=1988 |Seiten=1-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die QST erlaubt keine Höhenlokalisation, auf welchem Spinalnerven-Niveau eine Störung vorliegt, und kann nicht periphere von zentralen Läsionen des Nervensystems unterscheiden. Auch eine ätiologische (Ursachen-)Zuordnung ist nicht möglich. Die Behandlungsleitlinien zum neuropathischen Schmerz listen die Testung als ergänzende „Kann“-Empfehlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tanja Schlereth et al. |Hrsg=Deutsche Gesellschaft für Neurologie |Titel=Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen, S2k-Leitlinie, 2019 |Sammelwerk=Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie |Datum=2019-05 |Online=https://www.dgn.org/leitlinien/3805-ll-030-114-diagnose-und-nicht-interventionelle-therapie-neuropathischer-schmerzen-2019 |Abruf=2019-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches ==&lt;br /&gt;
Das Verfahren der quantitativen sensorischen Testung geht zurück auf die Sinnesphysiologen [[Ernst Heinrich Weber]] (1795–1878) und Max von [[Maximilian von Frey|Frey]] (1852–1932). Von Frey hatte 1896 erstmals mechanische Reizschwellenwerte der menschlichen Haut mittels kalibrierter Naturborsten bzw. Pferdehaare gemessen. Die Methode der Messung des Vibrationsempfindens mit einer speziell modifizierten [[Rydel-Seiffer-Stimmgabel|Stimmgabel]] wurde erstmals 1903 von [[Adam Rydel]] und [[Friedrich Wilhelm Seiffer]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=M. Mücke, H. Cuhls, L. Radbruch, R. Baron, C. Maier, T. Tölle, R.-D. Treede, R. Rölke |url=https://www.researchgate.net/publication/292339047_Quantitative_sensory_testing_QST_English_version/link/59e51fe4458515250246f3fb/download |titel=Quantitative sensory testing (QST) |werk=Der Schmerz |datum=2014 |seiten=635-648 |abruf=2021-04-07 |format=pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. Rolke, R. Baron, C. Maier, T. R. Tölle, R.-D. Treede, A. Beyer, A. Binder, N. Birnbaumer, F. Birklein, I. C. Bötefür, S. Braune, H. Flor, V. Huge, R. Klug, G. B. Landwehrmeyer, W. Magerl, C. Maihöfner, C. Rolko, C. Schaub, A. Scherens, T. Sprenger, M. Valet, B. Wasserka: &amp;#039;&amp;#039;Quantitative sensory testing in the German Research Network on Neuropathic Pain (DFNS): standardized protocol and reference values.&amp;#039;&amp;#039; Pain 2006;123:231-243 {{DOI|10.1016/j.pain.2006.01.041}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=D. Heuß und Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie |url=https://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2019/PDFs_Download/030067_LL_Polyneuropathien_2019.pdf |titel=Diagnostik bei Polyneuropathien |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Neurologie |abruf=2020-06-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmerztherapie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Anästhesie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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