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	<title>Quantenpunkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantenpunkt&amp;diff=44551&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-87362-3: Unvollständiger Teilsatz entfernt.</title>
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		<updated>2026-02-09T00:15:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unvollständiger Teilsatz entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantenpunkte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|quantum dots}}, QDs) sind &amp;#039;&amp;#039;mesoskopische Systeme&amp;#039;&amp;#039; an der Schwelle zwischen der klassisch beschreibbaren makroskopischen Welt und dem den Gesetzen der Quantenmechanik gehorchenden Mikrokosmos (&amp;#039;&amp;#039;meso-&amp;#039;&amp;#039; griech. {{lang|grc|μέσο-}} ‚mittel, zwischen‘). Sie bestehen typischerweise in einer kleinen Region eines Halbleitermaterials mit Abmessungen im Bereich von 100 nm und werden daher auch [[Nanokristall]]e (engl. nanocrystals) genannt. Strukturen dieser Größenordnung heißen allgemein &amp;#039;&amp;#039;Nanostrukturen&amp;#039;&amp;#039;, zu denen z.&amp;amp;nbsp;B. [[Quantendraht|Quantendrähte]] sowie [[Kohlenstoffnanoröhre]]n gehören.&amp;lt;ref name= &amp;quot;HUAS&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hildegard Uecker, Andreas Sorge|Titel=Seminar Quantenmechanik II  |Hrsg=Institut für Theoretische Physik Georg-August-Universität Göttingen |Datum=2006|Seiten=1 |Online=https://www.theorie.physik.uni-6goettingen.de/lehre/Uebungen/QM2-Seminar/0506/QuantenPunkte.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein System heißt &amp;#039;&amp;#039;mesoskopisch&amp;#039;&amp;#039;, wenn die Kohärenzlänge &amp;lt;math&amp;gt;L_\phi&amp;lt;/math&amp;gt; eines [[Ladungsträger (Physik)|Ladungsträgers]] größer oder gleich mit den Abmessungen &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; des Systems ist (&amp;lt;math&amp;gt;L_\phi  \geq \ L&amp;lt;/math&amp;gt;).&lt;br /&gt;
Die Kohärenzlänge ist die Distanz, die der Ladungsträger typischerweise im System zurücklegt, bevor durch Kopplung mit der Umgebung die Kohärenz verloren geht und der Ladungsträger damit seinen kohärenten [[Zustand (Quantenmechanik)|quantenmechanischen Zustand]] verliert.&amp;lt;ref name= &amp;quot;HUAS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Quantenpunkt besitzt eine [[Nanopartikel|nanoskopische Materialstruktur]], meist aus [[Halbleiter]]material (z.&amp;amp;nbsp;B. [[InGaAs]], [[CdSe]] oder auch [[Gallium|Ga]][[Indium|In]][[Phosphor|P]]/[[Indiumphosphid|InP]]). Ladungsträger ([[Elektron]]en, [[Defektelektron|Löcher]]) in einem Quantenpunkt sind in ihrer Beweglichkeit in allen drei Raumrichtungen so weit eingeschränkt, dass ihre [[Energie]] nicht mehr [[Spektrum (Physik)|kontinuierliche]], sondern nur noch [[Diskreter Wert|diskrete Werte]] annehmen kann, wodurch Quantenpunkte mit einzelnen Atomen vergleichbare [[Quanteneffekt]]e zeigen (siehe auch [[Quantenpunktlaser#Effekt der Dimensionsreduktion|Effekt der Dimensionsreduktion]]). Das Spektrum eines Quantenpunkts gleicht dem eines [[Atom]]s, allerdings können beispielsweise Form, Größe und Zusammensetzung von Quantenpunkten oder ihr Ladungszustand (Anzahl der darin gefangenen Elektronen) beeinflusst werden. Dadurch lassen sich elektronische und optische Eigenschaften von Quantenpunkten maßschneidern. Je nach Herstellungsmethode besteht ein einzelner Quantenpunkt aus etwa 10&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; Atomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer diskreten Energiespektren werden Quantenpunkte häufig auch als &amp;#039;&amp;#039;künstliche Atome&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref name = &amp;quot;HUAS-3&amp;quot; /&amp;gt; denn die Elektronen darin besitzen – genau wie in realen Atomen – quantisierte Zustände mit diskreten Energien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/nachrichten/2014/identische-quantenpunkte/|hrsg=Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik |titel=Einheitliche Quantenpunkte hergestellt |werk=[[Welt der Physik]]|datum=2014-06-30|abruf=2024-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Unterschied zu natürlichen Atomen ist, dass die Energieniveaus sogar exakt durch die experimentellen Parameter einstellbar sind.&amp;lt;ref name = &amp;quot;HUAS-3&amp;quot; &amp;gt;{{Literatur |Autor=Hildegard Uecker, Andreas Sorge|Titel=Seminar Quantenmechanik II  |Hrsg=Institut für Theoretische Physik Georg-August-Universität Göttingen |Datum=2006|Seiten=3 |Online=https://www.theorie.physik.uni-6goettingen.de/lehre/Uebungen/QM2-Seminar/0506/QuantenPunkte.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quantenpunkte aus Halbleiterkristallen sind winzige, aus nur einigen zehntausend Atomen bestehende abgegrenzte Bereiche – noch hundertmal kleiner als die derzeitigen Bauelemente der Mikroelektronik. Mit ihren Abmessungen von nur wenigen Nanometern (millionstel Millimeter) besitzen diese ultrakleinen Systeme grundlegend neue physikalische Eigenschaften. Bereits bei Zimmertemperatur wirken Quantenpunkte als Käfige für Elektronen. Darin können sich die Ladungsträger nicht mehr frei bewegen, ihre Energie ist vollständig „quantisiert“. Quanteneffekte bestimmen in solchen Nanokristallen aus Halbleitermaterial das Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.weltderphysik.de/gebiet/materie/halbleiter/die-atomare-struktur-von-quantenpunkten/|autor= |titel=Die atomare Struktur von Quantenpunkten  |werk=Welt der Physik|datum=2001-02|abruf=2024-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei zeigen sich interessante Eigenschaften im elektrischen Transport und in der Wechselwirkung mit Licht.&amp;lt;ref name = &amp;quot;MUW&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Michler, Sven Marcus Ulrich, Jürgen Weis|Titel=Künstliche Atome und Moleküle maßgeschneidert aus Festkörpern |Sammelwerk=Themenheft Forschung: Quantenmaterie |Datum=2008|Nummer=5  |Online=https://www.uni-stuttgart.de/presse/archiv/themenheft/05/kuenstliche_atome_und_molekuele.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räumlich fixiert, können Quantenpunkte auf vielfältige Weise miteinander wechselwirken, so auch „künstliche Moleküle“ bilden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;MUW&amp;quot; /&amp;gt; Gelingt es, mehrere einzelne Quantenpunkte in unmittelbarer Nähe zueinander anzuordnen, so dass Ladungsträger (v.&amp;amp;nbsp;a. Elektronen) über [[Kohärenz (Physik)|kohärente]] [[Tunneleffekt|Tunnelprozesse]] von einem in den nächsten Quantenpunkt gelangen können, so spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Quantenpunktmolekülen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quantenpunkte können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, einschließlich Halbleitern, Metallen und organischen Molekülen. Die Eigenschaften eines Quantenpunkts hängen von seiner Größe, Form und Zusammensetzung ab, und sie können durch gezielte Veränderungen dieser Parameter gesteuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 erhielten [[Moungi Bawendi]], [[Louis Brus]] und [[Alexei Iwanowitsch Jekimow|Alexei Jekimow]] für ihre Forschungen auf diesem Gebiet den [[Nobelpreis für Chemie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden zur Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:qdot gr.jpg|mini|Kommerziell erhältliche, nasschemisch hergestellte Quantenpunkte in Lösung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaas inas quantum dot.jpg|mini|Transmissionselektronenbild (Querschnitt) eines epitaktisch hergestellten InGaAs-Quantenpunkts (Quantum dot) in GaAs in atomarer Auflösung]]&lt;br /&gt;
* Nasschemische Methoden: Die [[Nanopartikel]], z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Cadmiumselenid]] oder [[Zinkoxid]], liegen als [[kolloid]]ale Teilchen in einem Lösungsmittel vor. Der eigentliche Quantenpunkt wird von weiteren Schichten zur Verbesserung der optischen Eigenschaften, Wasserlöslichkeit oder der [[Biokompatibilität]] umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zwischen Molekül und Festkörper |Autor=Dietrich Bertram, [[Horst Weller]] |Sammelwerk=Physik Journal |Band=1 |Nummer=2 |Seiten=47 |Datum=2002 |Online=https://pro-physik.de/zeitschriften/download/17678 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nanoparticles: From Theory to Application |Autor=Günter Schmid |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons |Datum=2006 |Fundstelle=S. 28f |Sprache=en |Online={{Google Buch|BuchID=RDlYTJiuXiIC|Seite=28}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Epitaxie]] ([[Molekularstrahlepitaxie]] oder [[Metallorganische Gasphasenepitaxie]]): selbstorganisierte Quantenpunkte bilden sich spontan aus sehr dünnen Schichten (wenige Atomlagen dick) an Grenzflächen zwischen verschiedenen Halbleiterschichten, zum Beispiel durch die [[Schichtwachstum|Stranski-Krastanov]]- oder die [[Schichtwachstum|Volmer-Weber]]-Methode. Die Ursache für diese Selbstorganisation liegt in den durch die verschiedenen [[Gitterkonstante]]n von Substrat und Quantenpunktmaterial entstehenden [[Mechanische Spannung|Verspannungen]] der Quantenpunktschicht und den Unterschieden ihrer Oberflächenenergien. Nach der ECS-Theorie (&amp;#039;&amp;#039;equilibrium crystal shape&amp;#039;&amp;#039; – Gleichgewichtskristallform) der [[Thermodynamik]] nimmt ein makroskopischer Körper mit gegebenem Volumen im thermodynamischen Gleichgewicht diejenige Form an, die seine freie [[Oberflächenenergie]] minimiert ([[Ostwald-Reifung]]). Dies führt dazu, dass sich ab einer gewissen Schichtdicke aus der Quantenpunktschicht kleine Erhebungen, sogenannte Inseln, bilden.  Dabei vergrößert sich zwar die Oberfläche (und damit die Oberflächenenergie), aber die Verspannung innerhalb der Inseln wird durch diesen Vorgang deutlich reduziert; dies stellt die Triebfeder der Inselbildung dar. Quantenpunkte werden dann durch Bedeckung der Inseln, meist mit dem gleichen Material wie unter den Inseln, erzeugt. Selbstorganisierte Quantenpunkte können frei von [[Defekt (Halbleitertechnik)|Defekten]] hergestellt werden.&lt;br /&gt;
* [[Lithographie]]: der Quantenpunkt wird mittels [[Elektronenstrahl]]en, [[Rasterkraftmikroskop]] oder ähnlichem auf ein Substrat &amp;#039;geschrieben&amp;#039; und anschließend durch ein geeignetes Ätzverfahren ([[Nassätzen|Nass-]]/[[Trockenätzen]]) &amp;#039;freigelegt&amp;#039;. Die dadurch entstehenden [[Mesa (Halbleitertechnik)|Mesen]] können nun freistehend belassen oder, zur Verbesserung der elektronischen oder optischen Eigenschaften, wieder von einem geeigneten Halbleitermaterial, durch Aufwachsen einer weiteren Schicht, umschlossen werden. Während des Strukturierungsvorganges kann der Quantenpunkt auch mit elektrischen Zuleitungen versehen werden. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht in der durch das Ätzen verursachten Anhäufung von [[Gitterfehler|Gitterdefekten]], die zu verschlechterten elektronischen und damit auch optischen Eigenschaften des Quantenpunktes führt.&lt;br /&gt;
* In &amp;#039;&amp;#039;elektrostatisch definierten Quantenpunkten&amp;#039;&amp;#039; wird der dreidimensionale Einschluss der Ladungsträger durch eine Kombination von [[Epitaxie|epitaktischen]] und lithografischen Methoden erreicht: an der Grenzfläche zwischen zwei Schichten von epitaktisch gewachsenem Halbleitermaterial  (z. B. GaAs auf AlGaAs) bildet sich aufgrund der unterschiedlichen Bandstruktur ein [[Quantentopf]], die Bewegung der Elektronen ist auf die Grenzfläche beschränkt. Um sie nun auch in den verbleibenden zwei Dimensionen einzuschränken, werden (z.&amp;amp;nbsp;B. lithographisch) mikroskopische Elektroden auf das System aufgebracht. Durch Anlegen geeigneter Spannung an den Elektroden wird im Quantentopf ein Potentialminimum erzeugt, in dem einzelne Elektronen bei niedrigen Temperaturen (25&amp;amp;nbsp;mK) eingefangen werden können. Elektrostatisch definierte Quantenpunkte unterscheiden sich in mehrerer Hinsicht von kolloidalen oder epitaktisch gewachsenen Quantenpunkten: sie sind größer (ca. 10&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; Atome; Durchmesser von 100 bis 1000&amp;amp;nbsp;nm in der Quantentopf-Ebene), sie können nur entweder positiv oder negativ geladene Ladungsträger einfangen, und der Einschluss ist schwächer, weshalb sie sich nur bei sehr niedrigen Temperaturen untersuchen lassen. Einzelne oder mehrere gekoppelte Quantenpunkte können deterministisch hergestellt werden; das verwendete Material kann spannungsfrei und mit sehr geringer [[Defektdichte]] hergestellt werden und die Elektroden erlauben die direkte elektronische Manipulation der gefangenen Ladungsträger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ronald Hanson|R. Hanson]] &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; |Titel=Spins in few-electron quantum dots |Sammelwerk=Reviews of Modern Physics |Band=79 |Datum=2007 |Seiten=1217 |arXiv=cond-mat/0610433 |DOI=10.1103/RevModPhys.79.1217}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Loss|D. Loss]] und [[David DiVincenzo|D. P. DiVincenzo]]: &amp;#039;&amp;#039;Quantum computation with quantum dots&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Phys. Rev. A&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;57&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p120 (1998) [[doi:10.1103/PhysRevA.57.120]]; {{arxiv|cond-mat/9701055}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heiß-Injektionsmethode: Allerdings war die gezielte Herstellung solcher Quantenpunkte noch aufwendig und nur auf bestimmte Partikel beschränkt. 1993 entwickelte Moungi Bawendi vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).erstmals eine Methode, durch die Quantenpunkte mit definierter Größe und hoher optischer Qualität hergestellt werden konnten. Für diese Synthese werden organometallische Verbindungen in ein heißes Lösungsmittel mit hoher Siedetemperatur injiziert. Bei einer abrupten Übersättigung der Lösung beginnen winzige Partikel auszukristallisieren. Durch schnelle Verringerung der Temperatur und Verdünnung lässt sich dieser Kristallisierungsprozess stoppen, aber auch weiterführen. Die von Bawendi und seinem Team entwickelte Heiß-Injektionsmethode ebnete den Weg zur Herstellung der Quantenpunkte in großem Maßstab.&amp;lt;ref name = &amp;quot;BdW&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nadja Podbregar|Titel=Chemie-Nobelpreis. Entdecker der Quantenpunkte ausgezeichnet|Sammelwerk=[[Bild der Wissenschaft]] |Datum=2023-10-04|Online=https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/entdecker-der-quantenpunkte-ausgezeichnet/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größenordnung ==&lt;br /&gt;
Die Größe des Quantenpunkts liegt im Bereich der [[De-Broglie-Wellenlänge]] des [[Elektron]]s, weil hier die Quanteneigenschaften zu Tage treten. Die De-Broglie-Wellenlänge &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; eines Elektrons beträgt:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\lambda = \frac{h}{\sqrt{2\, m_e^{*}\, E}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Energie &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt; bei Raumtemperatur &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;E = k_\mathrm{B} \cdot T = 1{,}38\cdot10^{-23} \frac{\mathrm{J}}{\mathrm{K}} \cdot 300\,\mathrm{K} = 4{,}14\cdot10^{-21} \mathrm{J} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\lambda = \frac{6{,}626\cdot10^{-34} \,\mathrm{Js}}{\sqrt{2\cdot 9{,}109\cdot10^{-31} \,\mathrm{kg}\cdot 4{,}14\cdot10^{-21} \,\mathrm{J}} } \approx 7{,}6 \,\mathrm{nm}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Wert ist eine Näherung, da es sich in der Formel um die stoffspezifische effektive Elektronenmasse &amp;lt;math&amp;gt;m_e^{*}&amp;lt;/math&amp;gt; handelt und somit auch die Wellenlänge materialabhängig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Defektelektron|Löcher]] ergibt sich durch die größere Masse &amp;lt;math&amp;gt;m_h^{*}&amp;lt;/math&amp;gt; bei diesen Quantenpunktgrößen ein schwächeres [[Confinement]]. Das heißt, die linienartige Energiestruktur ([[Zustandsdichte]] 0D, siehe [[Quantenpunktlaser#Effekt der Dimensionsreduktion|Effekt der Dimensionsreduktion]]) ist nicht so stark ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Quantenpunkt bildet einen [[Potentialtopf]], der ein [[Quantenmechanik|quantenmechanisches]] Confinement darstellt, d.&amp;amp;nbsp;h. eine stärkere [[Lokalisierung (Physik)|Lokalisierung]] der [[Wellenfunktion]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spektrum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel von Kupferchlorid-Nanokristallen im Glas entdeckte 1979 Ekimov, dass sich das [[Absorptionsspektrum|Spektrum des absorbierten Lichts]] in Abhängigkeit von der Größe der Kristallpartikel veränderte: Je kleiner die Nanokristalle waren, desto stärker war die Lichtfarbe in den blauen Bereich verschoben. Auch Louis Brus entdeckte 1983 unabhängig von Ekimov bei Experimenten mit Cadmiumsulfid-Partikeln in Lösung den Einfluss der Partikelgröße auf das Spektrum der angeregten Teilchen und stellte ein entsprechendes Modell auf. Solche größenabhängigen Quanteneffekte treten unterhalb einer Teilchengröße von fünf Nanometern auf.&amp;lt;ref name = &amp;quot;BdW&amp;quot;/&amp;gt; Der Zusammenhang ist in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brus-Formel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Größenquantisierungseffekt]]es gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der zuvor bestimmten Größe des Quantenpunktes bilden sich atomähnliche Zustände. Der Übergang vom klassischen [[Bändermodell]] der Halbleiterphysik zu den quantisierten Energieniveaus niederdimensionaler [[Festkörper]] ist dabei kontinuierlich und von der Stärke des Einschlusses bzw. der Beschränkung (engl. &amp;#039;&amp;#039;confinement&amp;#039;&amp;#039;) der [[Wellenfunktion]] des im Quantenpunkt befindlichen [[Ladungsträger (Physik)|Ladungsträgers]] abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Elektromagnetisches Spektrum|Spektrum]] eines Quantenpunktes folgt aus der abgestrahlten Energie bei der [[Rekombination (Physik)|Rekombination]] der Ladungsträger. Erwartungsgemäß sollte das bei atomähnlich quantisierten Zuständen ein [[Linienspektrum]] sein; dies wird bei sehr tiefen Temperaturen auch beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:qdot lorentz verbreiterung.png|mini|250px|Der gedämpfte harmonische Oszillationsvorgang führt nach der Fourieranalyse (F) zu einer lorentzverbreiterten Linie im Frequenzraum]]&lt;br /&gt;
Allerdings treten bei Quantenpunkten verschiedene Effekte auf, die zu einer Verbreiterung von Emissionslinien führen. Die [[Dipol (Physik)|Dipolschwingung]] des Emissionsvorgangs, der zu einer spektralen Linie führt, stellt grundsätzlich einen gedämpften [[harmonischer Oszillator|harmonischen Oszillator]] mit endlicher Dämpfung dar. Bei der [[Fouriertransformation]] der Einhüllenden vom [[Ortsraum]] der abgestrahlten Welle in den [[Frequenzraum]] erhält man eine [[Lorentzkurve]], deren Breite von der Dämpfungskonstante abhängt. Man sagt, die Spektrallinien sind &amp;#039;lorentzverbreitert&amp;#039;; dies entspricht einer &amp;#039;&amp;#039;homogenen&amp;#039;&amp;#039; [[Linienverbreiterung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Ensemble vieler&amp;#039;&amp;#039; Quantenpunkte hat demgegenüber als gemeinsames Spektrum eine [[Gaußkurve]] mit deutlich größerer Breite. Ursache ist die gaußförmige Größenverteilung der Quantenpunkte um einen statistisch häufig auftretenden Wert durch lokale Schwankungen beim Wachstumsprozess. Das gaußförmige Emissionsspektrum ist das Kennzeichen einer &amp;#039;&amp;#039;inhomogenen&amp;#039;&amp;#039; Linienverbreiterung: Quantenpunkte mit identischer Größe aus einem Ensemble emittieren jeweils homogen verbreiterte Spektren gleicher Wellenlänge; Quantenpunkte unterschiedlicher Größen emittieren jedoch bei leicht verschiedenen Wellenlängen. Die Überlagerung von vielen dieser spektralen Lorentzkurven unterschiedlicher Wellenlänge führt zu der Gaußverteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linienverbreiterungsmechanismen ===&lt;br /&gt;
Man unterscheidet in &amp;#039;&amp;#039;homogene&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Lorentzverbreiterung&lt;br /&gt;
* [[Energie-Zeit-Unschärferelation|Energie-Zeit-Unschärfe]]&lt;br /&gt;
* [[Ladungsträger (Physik)|Ladungsträger]]-[[Exziton]]-Wechselwirkung (vor allem bei Typ-II-Quantenpunkten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. L. Janssens, B. Partoens, F. M. Peeters |Titel=Magnetoexcitons in planar type-II quantum dots in a perpendicular magnetic field |Sammelwerk=Physical Review B |Band=64 |Nummer=15 |Datum=2001-09-27 |Sprache=en |DOI=10.1103/PhysRevB.64.155324 |Seiten=155324 |Online=https://link.aps.org/doi/10.1103/PhysRevB.64.155324 |Abruf=2023-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Geladene Quantenpunkte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und &amp;#039;&amp;#039;inhomogene&amp;#039;&amp;#039; Verbreiterungsmechanismen, wobei Letztere vor allem durch das Vorhandensein vieler Quantenpunkte in der Probe zustande kommt; hierdurch unterscheidet sich die lokale Umgebung der einzelnen Quantenpunkte und damit auch ihre Energiestruktur. Aber auch die Emissionslinie eines einzelnen Quantenpunkts ist meist inhomogen verbreitert. Die lokale Umgebung kann durch Umladung naher [[Gitterfehler|Defekte]] schnell veränderliche elektrische Felder aufweisen, die eine zeitlich meist nicht aufgelöste Änderung der Emissionswellenlänge bewirken.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Türck, S. Rodt, O. Stier, R. Heitz, R. Engelhardt, [[Udo Pohl|U. W. Pohl]], D. Bimberg, R. Steingrüber: &amp;#039;&amp;#039;Effect of random field fluctuations on excitonic transitions of individual CdSe quantum dots&amp;#039;&amp;#039;, Physical Review B 61, 9944 (2000).[https://journals.aps.org/prb/abstract/10.1103/PhysRevB.61.9944 &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sogenannte &amp;#039;&amp;#039;spektrale Diffusion&amp;#039;&amp;#039; tritt nur bei Proben mit sehr geringer Defektdichte nicht in Erscheinung. Als weiterer Effekt der Verbreiterung (insbesondere bei höheren Temperaturen) tritt die Wechselwirkung eines Quantenpunkts mit elastischen Schwingungen der Umgebung ([[Phonon]]en) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Quantenpunkte sind aufgrund ihrer beeinflussbaren optischen und elektronischen Eigenschaften für viele Anwendungen von Interesse&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/quanten-technik/halbleiter-quantenpunkte/anwendungen/|autor= Sven Rodt und Dieter Bimberg|titel=Quantenpunkte: Technische Anwendungen der „künstlichen Atome“ |werk=Welt der Physik|datum=2009-04-28 |abruf=2017-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=DaNa2.0 – Daten und Wissen zu Nanomaterialien |url=http://www.nanopartikel.info/nanoinfo/materialien/quantenpunkte/materialinfo-quantenpunkte |titel=Quantenpunkte Materialinfo |abruf=2017-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Farbstoff]] für Marker in der [[Fluoreszenzmikroskopie]] und [[Durchflusszytometrie]]&lt;br /&gt;
* [[LED]]s, [[Anzeige (Technik)|Displays]], insbesondere zur Optimierung der [[Hintergrundbeleuchtung]] von [[Flüssigkristallanzeige]]n&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kompendium.infotip.de/quantenpunkt-displays.html |titel=Quantenpunkt-Displays |werk=Kompendium der Infotip Service GmbH |abruf=2017-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Quantenpunkt-Leuchtdiode]]&lt;br /&gt;
* [[Quantenpunktlaser]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelphotonenquelle]]&lt;br /&gt;
* Konstruktion von [[Quantengatter]]n im [[Quantencomputer|Quantencomputing]]&lt;br /&gt;
* [[Quantenpunkt-Spinventil]]&lt;br /&gt;
* [[Bildsensor]]en für digitale Kameras&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sascha Steinhoff |Titel=InVisage Quantum: Revolutionärer Bildsensor soll CMOS und CCD ablösen |Sammelwerk=c’t Digitale Fotografie |Datum=2015-11-23 |Online=https://www.heise.de/foto/meldung/InVisage-Quantum-Revolutionaerer-Bildsensor-soll-CMOS-und-CCD-abloesen-3009189.html |Abruf=2017-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ein-Elektron-Transistor]]&lt;br /&gt;
* [[Quantenpunkt-Solarzelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Nanotechnologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachartikel ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Quantenpunkt|Hrsg=Ulrich Kilian u. Christine Weber|Sammelwerk=Lexikon der Physik |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Datum=2003 |ISBN=978-3-860-25296-3 |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/quantenpunkt/11877}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Gerhard Abstreiter]] |Titel=Die Dimension macht den Unterschied |Sammelwerk=[[Physik Journal]] |Band=13 |Nummer=8/9 |Datum=2014 |Online=https://www.pro-physik.de/restricted-files/89301}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Dieter Bimberg]] |Titel=Der Zoo der Quantenpunkte |Sammelwerk=[[Physik Journal]] |Band=5 |Nummer=8/9 |Datum=2006 |Online=https://www.pro-physik.de/restricted-files/108376}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Stephanie M. Reimann, Matti Manninen |Titel=Electronic structure of quantum dots |Sammelwerk=Reviews of Modern Physics |Band=74 |Nummer=4 |Datum=2002-11-26 |Sprache=en |DOI=10.1103/RevModPhys.74.1283 |Seiten=1283–1342}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sven Rodt und Dieter Bimberg |Titel=Quantenpunkte: Künstliche Atome in Halbleitern |Sammelwerk=[[Welt der Physik]]|Datum=2009-04-28 |Online=https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/quantenmechanik-quantentechnik/halbleiter-quantenpunkte/}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Dirk Eidemüller mit Andreas Wieck|Titel=Zentrale Rolle für das kommende Quanteninternet |Sammelwerk=[[Welt der Physik]]|Datum=2023-12-11 |Online=https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/quantenmechanik-quantentechnik/quantenpunkte-zentrale-rolle-fuer-das-kommende-quanteninternet/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachbücher ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Single Semiconductor Quantum Dots |Hrsg=Peter Michler |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2009 |Seiten= 52|Reihe=NanoScience and Technology |ISBN=978-3-540-87445-4 |DOI=10.1007/978-3-540-87446-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Quantum Dots for Quantum Information Technologies |Hrsg=Peter Michler |Verlag=Springer International Publishing |Ort=Cham |Datum=2017 |Sprache=en |Reihe=Nano-Optics and Nanophotonics |ISBN=978-3-319-56377-0 |DOI=10.1007/978-3-319-56378-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Quantum dots|Quantenpunkte}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Mark A. Reed|Titel=Quantenpunkte |Sammelwerk= Spektrum der Wissenschaft 3 |Verlag=Springer International Publishing | Datum=1993|Online=https://www.spektrum.de/magazin/quantenpunkte/820715}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=|Titel=Quantum Dots - Seed of Nanoscience|Hrsg=The Nobel Committee for Chemistry  | Datum=2023|Online=https://www.nobelprize.org/uploads/2023/10/advanced-chemistryprize2023-3.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4263396-5|LCCN=sh98002716}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nanotechnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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