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	<title>Quantenparallelismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T19:10:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantenparallelismus&amp;diff=404418&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xenein: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0 */</title>
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		<updated>2024-11-15T03:00:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantenparallelismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Fähigkeit eines [[Quantencomputer]]s, unter den Bedingungen der Superposition und [[Quantenverschränkung]] mehrere Rechenoperationen gleichzeitig ausführen zu können und ist der Grund für die höhere [[Rechenleistung]] eines Quantencomputers gegenüber einem [[Computer|klassischen Computer]] ([[Quantenüberlegenheit]]), da bei der einmaligen Anwendung eines [[Quantengatter]]s auf einen Zustand von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; [[Qubit]]s insgesamt &amp;lt;math&amp;gt;2^n&amp;lt;/math&amp;gt; Manipulationen durchgeführt werden, im Gegensatz zu lediglich einer Manipulation eines [[Logikgatter]]s des klassischen Computers, da die Quantengatter in der Lage sind, mehrere quantenmechanische Zustände zu verknüpfen und ineinander zu transformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Quantengatter&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Physik&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 [https://www.spektrum.de/lexikon/physik/quantengatter/11858 Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassischer Computer verarbeitet Informationen durch Manipulation von [[Bit]]s mit Gattern. Beispielsweise ergibt die Anwendung eines [[Nicht-Gatter]]s auf die Bitfolge [010111] die Bitfolge [101000].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quantencomputer machen sich die [[Superposition (Physik)|Superposition]] von Quantenzuständen zunutze. So befindet sich ein [[Qubit]] (vor jeglicher Messung) in einem Superpositionszustand&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|\psi\rangle = a \, |0\rangle + b \, |1\rangle&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden :&amp;lt;math&amp;gt;|a|&amp;lt;/math&amp;gt; und :&amp;lt;math&amp;gt;|b|&amp;lt;/math&amp;gt; (Wahrscheinlichkeits-)Amplituden genannt und sind komplexe Zahlen&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Homeister: &amp;#039;&amp;#039;Quantum Computing verstehen&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, Springer 2022, ISBN 978-3-658-36434-2 [https://informatik.th-brandenburg.de/~mhomeist/qc/HomeisterQuantenbit.pdf S.&amp;amp;nbsp;20]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|a|^2 + |b|^2=1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Quantenmechanische Messung|Messung]] des Qubits y liefert nun mit einer Wahrscheinlichkeit von :&amp;lt;math&amp;gt;|a|^2&amp;lt;/math&amp;gt; das Ergebnis y = 0 und mit einer Wahrscheinlichkeit von :&amp;lt;math&amp;gt;|b|^2&amp;lt;/math&amp;gt; das Ergebnis y =1. Anschließend befindet sich das Qubit im Zustand 0 oder 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwendung einer Gatteroperation (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NOT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) auf diesen Zustand ergibt dann&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|\psi&amp;#039;\rangle = a \, |1\rangle + b \, |0\rangle&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurden also bei einmaliger Anwendung von einer Gatteroperation bereits zwei Manipulationen durchgeführt. Führt man das Ganze weiter und betrachtet einen ([[Verschränkter Zustand|verschränkten]]) Zustand zweier Qubits&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|\psi\rangle = a \, |00\rangle + b \, |10\rangle + c \, |01\rangle + d \, |11\rangle&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
so ergibt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NOT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das Ergebnis&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;|\psi&amp;#039;\rangle = a \, |11\rangle + b \, |01\rangle + c \, |10\rangle + d \, |00\rangle&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Man sieht also, dass bei der Nutzung zweier Qubits insgesamt vier Manipulationen durch eine einzige Gatteroperation durchgeführt wurden. Verallgemeinert ergibt sich, dass bei der Nutzung von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; verschränkten Qubits durch eine Gatteroperation &amp;lt;math&amp;gt;2^n&amp;lt;/math&amp;gt; Manipulationen vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
Bei drei Qubits werden also z.&amp;amp;nbsp;B. acht mögliche Bit-Zustände gleichzeitig verwendet (das entspricht 2&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;). Wenn die Anzahl der Qubits vergrößert wird, wächst die Anzahl der Zustände somit nicht linear, sondern exponentiell. Genauer: Mit jedem weiteren Qubit bekommt man eine Verdopplung an darstellbaren Zuständen, welche mit dem Quantenparallelismus gleichzeitig verarbeiten werden können.&amp;lt;ref name = &amp;quot;AS&amp;quot;&amp;gt;Andreas Sturm: &amp;#039;&amp;#039;Was macht einen Quantencomputer so mächtig?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Für n = 100 Bits benötigt ein klassischer Computer 2&amp;lt;sup&amp;gt;100&amp;lt;/sup&amp;gt; Operationen, also etwa 10&amp;lt;sup&amp;gt;30&amp;lt;/sup&amp;gt; gegenüber einer einzigen Rechenoperationen des Quantencomputers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definiert man für ein klassisches System etwa &amp;lt;math&amp;gt;10^9&amp;lt;/math&amp;gt; Rechenoperationen pro Sekunde, so bräuchte es dafür rund 10&amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt; Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Manuel Grill:&lt;br /&gt;
[https://itp.tugraz.at/LV/arrigoni/projektpraktikum/concluded/grill/qc_final100.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Vorteil des Quantencomputers demonstriert am RSA-Verfahren Kryptoanalyse mit Shor &amp;#039;94&amp;#039;&amp;#039;] Universität Graz, 2008/9, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein extrem langsamer Quantencomputer mit einer Gatterschaltzeit von einer Sekunde würde das Ergebnis hingegen in einer Sekunde bereitstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 50 Qubits können 2&amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt; (mehr als 1.000.000.000.000.000 (eine [[Billiarde]])) Zustände in einem Quantenregister dargestellt werden und mit 300 Qubits mehr als es Atome im bekannten Universum gibt.&amp;lt;ref name = &amp;quot;AS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* G. Nervadof: [https://medium.com/@gnerva/quantum-bits-superposition-and-entanglement-mathematically-speaking-ace1cc4ef4d3 &amp;#039;&amp;#039;Quantum Bits, Superposition, and Entanglement, Mathematically Speaking&amp;#039;&amp;#039;] 2. Oktober 2021&lt;br /&gt;
* Andreas Sturm: &amp;#039;&amp;#039;Was macht einen Quantencomputer so mächtig? Teil 2: Der Quantenparallelismus&amp;#039;&amp;#039; 2. Dezember 2021 [https://blog.iao.fraunhofer.de/was-macht-einen-quantencomputer-so-maechtig-teil-2-der-quantenparallelismus/ Online]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quanteninformatik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xenein</name></author>
	</entry>
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