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	<title>Quantenobjekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T00:16:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantenobjekt&amp;diff=556904&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2021-01-26T13:56:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantenobjekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikroobjekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Begriff, der in der [[Quantentheorie]] verwendet wird, um die durch [[Observable]] beschriebenen experimentellen Ergebnisse auf ein Objekt im Sinne der [[Klassische Physik|klassischen Physik]] (wie „Teilchen“ und „Welle“) beziehen zu können. Dies betrifft insbesondere [[Elementarteilchen]] und andere Objekte vergleichbarer Masse, also Objekte in der [[Atomphysik|Atom-]] und [[Kernphysik]], aber auch größere Teilchen wie [[Molekül]]e, wenn diese niedrige [[kinetische Energie]] und damit eine große [[De-Broglie-Wellenlänge]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsproblematik ==&lt;br /&gt;
Quantenobjekte zeigen im Experiment Ergebnisse, die nach den Vorstellungen der klassischen Physik darauf schließen lassen, dass es sich bei diesen Quantenobjekten [[Welle-Teilchen-Dualismus|zugleich um Teilchen und um Wellen]] handeln muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Quantenobjekten treten Phänomene auf, die in Widerspruch zu unserer Erfahrung stehen, die durch makroskopische Objekte geprägt wurde. Solche Phänomene sind beispielsweise, dass ein Objekt im [[Doppelspaltexperiment]] zugleich durch zwei Spalte zu gehen scheint und dabei „mit sich selbst interferiert“ ([[Paul Dirac|Dirac]]), der [[Kollaps der Wellenfunktion]] bei Beobachtung, [[Quantenverschränkung]] und damit zusammenhängend die [[Quantenteleportation]], der [[Quantenradierer]] oder die [[Bose-Einstein-Kondensat]]ion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses [[Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretische]] Problem beruht innerhalb des quantentheoretischen Formalismus darauf, dass dem Quantenobjekt nicht alle möglichen Messwerte, z.&amp;amp;nbsp;B. Ort und [[Impuls]], gleichzeitig zugeschrieben werden können, was für ein Objekt der klassischen Physik, also der Alltagserfahrung, selbstverständlich war. Man sagt, gewisse Observable sind in der Quantenphysik nicht gleichzeitig &amp;#039;&amp;#039;objektivierbar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretationen ==&lt;br /&gt;
Seit den 1920er Jahren war es üblich, dieses Problem im Sinne der [[Kopenhagener Interpretation]] zu umgehen, indem man in der [[Quantenphysik]] auf eine Objektivierung, also auf die Vorstellung von Objekten in der „mikroskopischen Quantenwelt“, verzichtet und diese mit einer [[Instrumentalismus (Wissenschaftstheorie)|instrumentalistischen]] Sprache so beschreibt, wie sie uns bei der Untersuchung mit klassischen Messinstrumenten erscheint.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Rational Reconstructions of Modern Physics.&amp;#039;&amp;#039; S. 118–119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kommunismus|kommunistische]] [[Ideologie]], die auf eine Objektivierbarkeit von Messergebnissen nicht verzichten konnte, lehnte die Kopenhagener Deutung als [[Agnostizismus|agnostizistisch]] ab und verstand die sich im Experiment zeigenden unterschiedlichen Erscheinungsformen der Quantenobjekte als physikalische Bestätigung des [[Dialektischer Materialismus|dialektischen Materialismus]]. Demnach enthält die real existierende Materie einen widersprüchlichen Charakter, der im Fall der Quantenobjekte als „Welle-Teilchen-Dualismus“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 10. Aufl., Berlin 1976, ISBN 3-920303-35-0, S. 358–361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt das Verständnis der [[Supraleitfähigkeit]] und der [[Suprafluidität]] mit Hilfe der Quantentheorie führte dazu, dass –&amp;amp;nbsp;abweichend von der Kopenhagener Deutung&amp;amp;nbsp;– nun auch die für quantenmechanische Messungen benötigten Geräte mit Hilfe der Quantentheorie beschrieben wurden. Es wurde eine Theorie des [[Quantenmechanische Messung|quantenmechanischen Messprozesses]] entwickelt, die aber weiterhin nur das Verhalten der Observablen beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Rational Reconstructions of Modern Physics.&amp;#039;&amp;#039; S. 120.&amp;lt;br /&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;The Interpretation of Quantum Mechanics and the Measurement Process.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde eine [[Rationalismus|rationale]] [[Interpretationen der Quantenmechanik|Interpretation der Quantenmechanik]] entwickelt, wobei der von [[Immanuel Kant]] entwickelte klassische Objektbegriff so modifiziert wurde, dass unter Verwendung der [[Quantenlogik]] im Rahmen einer eigens dazu entwickelten [[Formale Sprache|formalen Sprache]] die Quantenobjekte widerspruchsfrei als Bestandteile einer realen Außenwelt verstanden werden können. Im Rahmen dieser Methodik werden Quantenobjekte auf der Grundlage einer „[[Quantenontologie]]“ derart konstituiert, dass die scheinbar widersprüchlichen experimentellen Ergebnisse keiner „Interpretation“ mehr bedürfen, sondern unmittelbar verständliche Folgen dieser Ontologie sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Rational Reconstructions of Modern Physics.&amp;#039;&amp;#039; S. 121–122.&amp;lt;br /&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Realität in der modernen Physik.&amp;#039;&amp;#039; Insbes. S. 70–117.&amp;lt;br /&amp;gt;Falkenburg: &amp;#039;&amp;#039;Language and Reality.&amp;#039;&amp;#039; S. 1181–1184.&amp;lt;br /&amp;gt;Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Der Objektbegriff bei Kant und in der gegenwärtigen Physik.&amp;#039;&amp;#039; Eine gut verständliche Zusammenfassung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Falkenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Language and Reality.&amp;#039;&amp;#039; In: Foundation of Physics 40 (2010), S. 1171–1188, hier insbes. S. 1181–1184: &amp;#039;&amp;#039;The Constitution of Quantum Objects.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Peter Mittelstaedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Realität in der modernen Physik.&amp;#039;&amp;#039; Mannheim 1986. ISBN 3-411-00650-1.&lt;br /&gt;
* Peter Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Der Objektbegriff bei Kant und in der gegenwärtigen Physik.&amp;#039;&amp;#039; In: D. H. Heinemann, K. Engelhard: &amp;#039;&amp;#039;Warum Kant heute? Systematische Bedeutung und Rezeption seiner Philosophie in der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2004. ISBN 3-11-017477-4.&lt;br /&gt;
* Peter Mittelstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Rational Reconstructions of Modern Physics.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Doordrecht 2013. ISBN 978-94-007-5592-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* Jörg Rudolf: {{Webarchiv |url=http://www.joerg-rudolf.lehrer.belwue.de/physik_os/modern/quantenelektron.htm |wayback=20100110122554 |text=&amp;#039;&amp;#039;Elektron als Quantenobjekt.&amp;#039;&amp;#039;}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atomphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie der Physik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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