<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Quantendefekttheorie</id>
	<title>Quantendefekttheorie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Quantendefekttheorie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantendefekttheorie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T16:30:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantendefekttheorie&amp;diff=2395965&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quantendefekttheorie&amp;diff=2395965&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-21T06:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantendefekttheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Physikalische Chemie|physikalischen Chemie]] dient zur [[modell]]haften Berechnung der charakteristischen [[Linienspektrum|Linienspektren]] von [[Atom]]en mit mehreren [[Elektron]]en, insbesondere von solchen der [[1. Hauptgruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johannes Rydberg]] hatte bereits&amp;amp;nbsp;1889 festgestellt, dass die später nach ihm benannte [[Rydberg-Formel]] für die [[Alkalimetalle]] so zu korrigieren ist, dass anstelle der [[Hauptquantenzahl]]en &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; die um einen Betrag &amp;lt;math&amp;gt;\delta_n&amp;lt;/math&amp;gt; verringerten [[Effektive Hauptquantenzahl|effektiven Hauptquantenzahlen]] &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;#039;=n-\delta_n&amp;lt;/math&amp;gt; verwendet werden müssen; die &amp;lt;math&amp;gt;\delta_n&amp;lt;/math&amp;gt; erhielten später den Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantendefekte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. J. Seaton |Titel=Quantum defect theory |Sammelwerk=Rep. Prog. Phys. |Band=46 |Datum=1983 |Seiten=167–257 |Online=http://iopscience.iop.org/0034-4885/46/2/002 |DOI=10.1088/0034-4885/46/2/002 |Abruf=2014-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ch. Jungen |Titel=Molecular Applications of Quantum Defect Theory |Verlag=Taylor &amp;amp; Francis Group |Datum=1996 |ISBN=978-0-7503-0162-6 |Online={{Google Buch | BuchID=YlFccOcxAqcC | Seite=112}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abweichungen sind im Rahmen der [[Orbitalmodell]]e so zu verstehen, dass die inneren Elektronen den [[Atomrumpf]] für das [[Valenzelektron|äußere Elektron]] nicht völlig [[Abschirmung (Atomphysik)|abschirmen]], da sich dessen Orbital mit denen der inneren Elektronen überschneidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich der äußeren Elektronen von Lithium und Wasserstoff ==&lt;br /&gt;
Vergleicht man das [[Elektronenschale|2s]]-Elektron von [[Lithium]] ([[Außenelektron|Außen-]] oder Leuchtelektron, im [[Grundzustand]]; 5,37&amp;amp;nbsp;[[Elektronenvolt|eV]]) und ein 2s-Elektron des [[Wasserstoff]]s ([[angeregter Zustand]]; 3,4&amp;amp;nbsp;eV), so ist für die [[Ionisierung]] des 2s-Lithium-Elektrons mehr [[Ionisierungsenergie|Energie]] nötig als für diejenige des 2s-Wasserstoff-Elektrons. D.&amp;amp;nbsp;h., das 2s-Lithium-Elektron wird vom eigenen [[Atomkern]] stärker angezogen als das 2s-Wasserstoff-Elektron von seinem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese stärkere Anziehung kann mittels der [[Aufenthaltswahrscheinlichkeit]]en der jeweiligen Orbitale erklärt werden. Orbitale sind dabei Räume mit nicht vernachlässigbar kleiner Aufenthaltswahrscheinlichkeit: ein 2s-Elektron bzw. das 2s-Orbital hat eine charakteristische [[Wellenfunktion]], die zu jeder Entfernung vom Kern eine Angabe über die Wahrscheinlichkeit macht, das Elektron in genau dieser Entfernung anzutreffen. Diese Verteilung ist für s-Orbitale [[kugelsymmetrisch]], aber für p-Orbitale, d-Orbitale etc. auch von der Richtung abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Aufbau des Atoms spielt für die Wellenfunktion keine Rolle, so dass die 2s-Elektronen von Lithium und von Wasserstoff eine ähnliche Wellenfunktion besitzen. Diese hat ein kernnahes [[Extremwert|Maximum]], d.&amp;amp;nbsp;h., das 2s-Elektron kann zu einer geringen, aber dennoch wichtigen Wahrscheinlichkeit auch in den Bereich zwischen den inneren 1s-Elektronen und dem Kern „tauchen“. Dort erfährt es eine deutlich höhere Anziehung auf Grund der positiven [[Kernladung|Ladung des Kerns]]; die [[Abschirmung (Atomphysik)|Abschirmung]] des Kerns nach außen, welche vorher die zwei 1s-Elektronen bewirkt hatten, wird nun unvollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2s-Elektron des Lithiumatoms erfährt also im kernnahen Bereich einen dreifach positiv geladenen Kern, im kernfernen aber einen einfach positiv geladenen ([[effektive Kernladung]]); im zeitlichen Mittel wird es von einem Kern der Ladung &amp;lt;math&amp;gt;1e &amp;lt; Q &amp;lt; 3e&amp;lt;/math&amp;gt; angezogen. Im starken Kontrast dazu wird das 2s-Elektron des Wasserstoffs nur von einem Kern der Ladung &amp;lt;math&amp;gt;Q = 1e&amp;lt;/math&amp;gt; angezogen, da das Wasserstoff-Atom nur ein [[Proton]] im Kern besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Quantendefekt ==&lt;br /&gt;
Eine stärkere Anziehung führt zu einer höheren [[Ionisierungsenergie]], weswegen die Elektronen der Alkaliatome im [[Termschema|Schema]] der [[Energieniveau]]s jeweils niedriger dargestellt werden als vergleichbare Orbitale des Wasserstoffatoms; die Differenz zum Ionisierungskontinuum wird größer. Dieser Zusammenhang wird ausgedrückt durch die [[effektive Hauptquantenzahl]] &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, indem von der [[Hauptquantenzahl]] &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; des jeweiligen Orbitals der &amp;#039;&amp;#039;Quantendefekt&amp;amp;nbsp;δ&amp;#039;&amp;#039; abgezogen wird, der die Stärke der zusätzlichen Anziehung widerspiegelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;n&amp;#039; = n - \delta_{n, l}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Quantendefekt und damit das Energieniveau hängt nicht nur von der Hauptquantenzahl &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; (der &amp;#039;&amp;#039;Größe&amp;#039;&amp;#039; des Orbitals) ab, sondern auch signifikant von der [[Nebenquantenzahl|Bahndrehimpulsquantenzahl]] &amp;lt;math&amp;gt;l&amp;lt;/math&amp;gt; und damit der Wellenfunktion bzw. der &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; des Orbitals (s, p, d oder f). So hat das kugelförmige s-Orbital ein ausgeprägtes kernnahes Maximum der Wellenfunktion, das hantelförmige p-Orbital jedoch weniger usw. Die Abschirmung wird somit mit steigender Nebenquantenzahl „vollständiger“, das Außenelektron „taucht“ seltener in den kernnahen Bereich ein und wird weniger stark angezogen. Anders ausgedrückt: je größer die Nebenquantenzahl&amp;amp;nbsp;l, desto kleiner der Quantendefekt&amp;amp;nbsp;δ bzw. desto approximierter das Energieniveau des Orbitals an dem eines vergleichbaren Wasserstoffatoms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Wasserstoffatom sieht das Elektron nur den Kern, der ein radialsymmetrisches [[Elektrisches Potential|Potential]] besitzt. Daraus folgt, dass ein 4s-Elektron des Wasserstoffs energetisch gleich einem 4d-Elektron des Wasserstoffs ist: Es liegt eine [[Entartung (Quantenmechanik)#Entartung im Wasserstoffatom|l-Entartung]] vor, d.&amp;amp;nbsp;h. die unterschiedlichen Formen der Orbitale spiegeln sich &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; in unterschiedlichen Energien wider. Bei Alkalimetallen ist die l-Entartung aufgehoben, da die inneren Elektronen nicht alle radialsymmetrische Aufenthaltswahrscheinlichkeiten besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ermittelt man mittels [[Spektroskopie]] die einzelnen Übergänge und ihre [[Energie]]n, so kann man den Quantendefekt &amp;lt;math&amp;gt;\delta_{n, l} \!\,&amp;lt;/math&amp;gt; für jedes Orbital eines Atoms ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linienspektren ==&lt;br /&gt;
Passt man die aus dem [[Bohrsches Atommodell|Bohrschen Atommodell]] hergeleitete [[Rydberg-Formel]] für wasserstoffähnliche [[Ein-Elektron-System]]e an die Quantendefekttheorie an, so ergibt sich für optische [[Übergang (Quantenmechanik)|Übergänge]] ([[Spontane Emission]] oder [[Lichtabsorption|Absorption von Licht]]) die Formel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{\lambda_{\mathrm{vac}}} = Z^2 R \left( \frac1{n_1&amp;#039;^2} - \frac1{n_2&amp;#039;^2} \right).&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_{\mathrm{vac}}&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Wellenlänge]] des Lichts im [[Vakuum]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Z&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Kernladungszahl]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; die spezifische Rydberg-Wellenzahl des jeweiligen Elements: &amp;lt;math&amp;gt;R = \frac{R_{\infty}}{1+ \frac{m_e}{M}} &amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
** &amp;lt;math&amp;gt;m_e&amp;lt;/math&amp;gt; die Masse des [[Elektron]]s&lt;br /&gt;
** &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Kernmasse]] (abhängig vom vorliegenden [[Isotop]])&lt;br /&gt;
** &amp;lt;math&amp;gt;R_\infty&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Rydberg-Konstante]].&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;#039;=n-\delta_{n,l}&amp;lt;/math&amp;gt; die effektiven Hauptquantenzahlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantendefekte in der Laserphysik ==&lt;br /&gt;
Vom hier verwendeten Begriff sind die Quantendefekte zu unterscheiden, die in der [[Laser]]physik den Energieunterschied zwischen anregender Pumpenergie und der Signalenergie bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Y. Fan |Titel=Heat generation in Nd:YAG and Yb:YAG |Sammelwerk=IEEE Journal of Quantum Electronics |Band=29 |Nummer=6 |Datum=2002 |Seiten=1457–1459 |Online=http://ieeexplore.ieee.org/xpl/login.jsp?tp=&amp;amp;arnumber=234394&amp;amp;count=87&amp;amp;index=4&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fieeexplore.ieee.org%2Fxpls%2Fabs_all.jsp%3Fisnumber%3D6035%26arnumber%3D234394%26count%3D87%26index%3D4 |DOI=10.1109/3.234394 |Abruf=2014-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spektroskopie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>