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	<title>Qualitatives Wachstum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:35:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Qualitatives_Wachstum&amp;diff=450830&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: ISBN-Format</title>
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		<updated>2024-07-19T20:45:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qualitatives Wachstum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist als [[systemwissenschaft]]liche Ergänzung des mathematischen [[Wachstum (Mathematik)|Wachstumsbegriffes]] die innere Verbesserung eines [[System]]s durch Umbau und „Verfeinerung“ der Strukturen sowie Ausdifferenzierung neuer Funktionen und Möglichkeiten in Subsystemen. Statt einer mengenmäßigen Vergrößerung kommt es zu einer Vergrößerung der Vielfalt. Dies geschieht vor allem im Rahmen [[Evolutionsbegriff|evolutionärer]] Entwicklungen, wenn ein quantitatives Wachstum an seine Grenzen stößt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Vermittlung systemwissenschaftlicher Grundkonzepte.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, Berlin 2002, [https://www.fraktalwelt.de/systeme/rw_diplomarbeit.pdf PDF] abgerufen am 25. September 2023. S.&amp;amp;nbsp;49, 60, 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wird heute fast ausschließlich im Zusammenhang mit [[Wirtschaftswachstum]] verwendet und umschreibt hier eine Entwicklungsrichtung, die auf eine Verbesserung der [[Qualität]] der erzeugten Waren und Dienstleistungen und eine Erhöhung der [[Lebensqualität]] gerichtet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Schuh: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungsorientierte Umsetzung einer nachhaltigeren Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Dresden 2001, ISBN 3-89825-295-7, [https://tu-dresden.de/bu/wirtschaft/bwl/bu/ressourcen/dateien/dateien/veroeffentlichungen/diss_hs.pdf?lang=de PDF] abgerufen am 1. Oktober 2023, S.&amp;amp;nbsp;18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenbegriff ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quantitative Wirtschaftswachstum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, also die Erhöhung der Menge der erzeugten Waren und Dienstleistungen. Während Mengen einfach ermittelt werden können, ist die Frage, was &amp;#039;&amp;#039;Qualität&amp;#039;&amp;#039; in diesem Kontext bedeutet, nur über die Messung nicht-monetärer Indikatoren möglich. Welche hierzu genutzt werden sollen, ist Teil der Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Begriff des qualitativen Wirtschaftswachstums liegt die Annahme zugrunde, dass durch wachsendes Können und in Innovationen&amp;lt;ref&amp;gt;Charles I. Jones: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Economic Growth&amp;#039;&amp;#039;, 2002, ISBN 0-393-97745-5, S. 12. Grafik „World per capita GDP and growth rates“, Jones verwertet hier Daten von Robert E. Lucas jr. (1998) und Angus Maddison (1995).&amp;lt;/ref&amp;gt; umgesetztes Wissen der [[Weltbevölkerung]] die Qualität von Produkten und [[Dienstleistung]]en steige. Langlebige, gut gewartete und energiesparende Geräte und Anlagen seien der Schlüssel zu weniger Rohstoffverbrauch und geringeren [[Emission (Umwelt)|Emissionen]]. Das heute übliche Massengeschäft mit kurzlebigen Billigprodukten werde deshalb wieder durch langlebige Qualitätsware mit garantiertem [[Kundendienst|Service]] abgelöst werden müssen.&lt;br /&gt;
Das produzierende Gewerbe könne also durch Qualitätsverbesserung die [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] bei sinkenden Stoffumsätzen steigern. Sollte dieser notwendige [[Industrieller Strukturwandel|Strukturwandel]] [[Arbeitskraft]] freisetzen, bestehe schier unendlicher Bedarf für soziale, pädagogische und kulturelle Dienstleistung an einer mehrheitlich armen und von [[Wissen]]squellen ausgeschlossenen Weltbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ökonomische Strategie und politisches Programm reagiert &amp;#039;&amp;#039;qualitatives Wachstum&amp;#039;&amp;#039; auf die insbesondere von [[Ökologie|Ökologen]] geäußerte [[Wachstumskritik]], grenzt sich aber von radikaleren Forderungen der [[wachstumskritische Bewegung|wachstumskritischen Bewegung]] nach Wachstumsrücknahme ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichsam wird der Begriff [[Grünes Wachstum]] teilweise synonym verwendet. Dies ist jedoch irreführend, da grünes Wachstum lediglich eine &amp;#039;&amp;#039;ökologische&amp;#039;&amp;#039; Verbesserung der [[Produktion]] im Hinblick auf eine nachhaltige Sicherung der quantitativen [[Wirtschaftspolitik#Wirtschaftspolitik und Zielbeziehungen|wirtschaftspolitischen Wachstumsziele]] verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung des qualitativen Wachstums ==&lt;br /&gt;
Den mit dem qualitativen Wirtschaftswachstum erreichten Zuwachs an [[Lebensqualität]] in einer [[Volkswirtschaft]] wird je nach Modell mit verschiedenen [[Indikator (Wirtschaft)|Indikatoren]] gemessen. Die [[Organisation for Economic Co-operation and Development|OECD]] (Organisation for Economic Cooperation and Development) hat acht Hauptziele als Ansatzpunkte eines Indikatorsystems festgelegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesundheit&lt;br /&gt;
* Lernen und Ausbildung&lt;br /&gt;
* Qualität des Arbeitslebens&lt;br /&gt;
* Freizeit und Zeiteinteilung&lt;br /&gt;
* wirtschaftliche Situation und Kaufkraft&lt;br /&gt;
* physische Umwelt&lt;br /&gt;
* persönliche Sicherheit&lt;br /&gt;
* soziale Beteiligungschancen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden in diesem Modell Verhältniszahlen zur Berechnung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik am Konzept ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wachstumskritik]]er halten Qualitatives Wachstum für ebenso paradox wie utopisch und lehnen es ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ernst Schmitter |url=https://www.decroissance-bern.ch/storage/files/Wachstumsverweigerung_statt_Green_New_Deal_(Dezember_2009).pdf |titel=Wachstumsverweigerung: Immer mehr Menschen sagen nein zum Wachstumszwang – auch zum „Green New Deal“ |werk=[[Der Rabe Ralf]] |seiten=8–9 |datum=2009-12 |zugriff=2016-08-18 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen fordern sie die Überwindung des [[Wachstumszwang]]s. Beispielsweise argumentiert [[Niko Paech]], dass „eine Fülle von Rebound-Effekten alle Einsparungen zunichte“ mache&amp;lt;ref&amp;gt;Niko Paech: &amp;#039;&amp;#039;Wachstum light? Qualitatives Wachstum ist eine Utopie&amp;#039;&amp;#039;. In:  Wissenschaft &amp;amp; Umwelt INTERDISZIPLINÄR, 13/2009, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine reale Nachhaltigkeitsperspektive nur in einer „Postwachstumsökonomie“ denkbar sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Niko Paech: &amp;#039;&amp;#039;Die Postwachstumsökonomie - ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Sozialökonomie 46 / 160–161, S. 28–31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb der [[wachstumskritische Bewegung|wachstumskritischen Bewegung]] ist die Ablehnung von qualitativem Wachstum weitgehender Konsens.&amp;lt;ref&amp;gt;Dennis Eversberg und Matthias Schmelzer: [http://forschungsjournal.de/sites/default/files/downloads/fjsb_2016-1_eversberg_schmelzer.pdf Über die Selbstproblematisierung zur Kapitalismuskritik: Vier Thesen zur entstehenden Degrowth-Bewegung], [[Forschungsjournal Soziale Bewegungen]], Heft 1/2016, Verlag De Gruyter, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitatives Wachstum von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff des qualitativen Wachstums wird nicht nur im gesamtwirtschaftlichen Kontext verwendet, sondern auch im Bereich der Unternehmensführung. Er beschreibt dabei einen Entwicklungsprozess, durch den ein Unternehmen ein höheres Niveau an Leistungsqualität und [[Nachhaltigkeit]] erreicht. Voraussetzung dafür ist eine Weiterentwicklung von Führungsqualität, Arbeitsqualität und Prozessqualität im Unternehmen sowie ein qualitätsorientiertes Partnermanagement entlang der Wertschöpfungskette.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sternad Dietmar, Mödritscher Gernot |Titel=Qualitatives Wachstum: Der Weg zu nachhaltigem Unternehmenserfolg |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Springer Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2018 |ISBN=978-3-658-18879-5 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Index der nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlfahrt]]&lt;br /&gt;
* [[Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herwig Büchele]], [[Anton Pelinka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Qualitatives Wirtschaftswachstum – eine Herausforderung für die Welt&amp;#039;&amp;#039;. Innsbruck University Press, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-902811-65-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachhaltigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftswachstum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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