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	<title>Quadrofonie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:21:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quadrofonie&amp;diff=61779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frau Nilsson: tk kl</title>
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		<updated>2025-12-13T22:29:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quadrofonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quadrophonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierkanalstereofonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Form der [[Mehrkanal-Tonsystem|Mehrkanalaufzeichnung]] und -wiedergabe, die hauptsächlich Ende der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre anzutreffen war. Sie ist bedeutend als Vorläufertechnik der heutigen [[Dolby Surround|Dolby-Surround]]-Technik und ihrer Nachfolger, sowie auch [[Raumklang]] mit [[5.1]]-Kanalkonfiguration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quadrofonie.png|mini|Schematische Darstellung der Quadrofonie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:4 0 channels (quadrophonic)(quadrophonie) label.svg|mini|Zeichen für Quadrophonie (4.0 Sound)]]&lt;br /&gt;
Mitte der 1960er Jahre begann sich [[Stereofonie|Stereo]] langsam gegen [[Monophonie (Elektroakustik)|Mono]] durchzusetzen. Die Firma [[Philips]] entwickelte die ersten [[Compact Cassette|Compact-Cassetten]]-Geräte als [[Diktiergerät]]e. Die ersten Geräte für Musik waren ebenfalls in Mono, bald setzte sich analog zur [[Schallplatte]] bei den Kassettenrekordern rasch Stereo durch. Viele Platten erschienen noch parallel in Stereo und Mono. Anfang der 1970er Jahre lief die Zeit der Mono-Schallplatte im Konsumentensektor langsam aus. Im Bereich der Radiosender hielt sich die Mono-Seite auf Promo-Pressungen noch bis Mitte der 1980er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Markt war vor allem im [[High Fidelity|HiFi]]-Bereich auf der Suche nach etwas Neuem. Dieses wurde in der Quadrofonie gefunden, so war man überzeugt. Das Problem dabei war die Übertragbarkeit vom Studio zum Endkonsumenten. Während bei den Tonbändern die Mehrkanalfähigkeit durch Hinzufügen weiterer Spuren einfach realisiert werden konnte und nur durch die Breite des Bandes ihre Grenzen fand, war dieses bei der Schallplatte mit ihren nur zwei Flanken der Rille schwierig. Aber auch die 4-Spur-[[Tonband|Tonbänder]] für den Heimbereich waren bei 4-kanaliger Bespielung unpraktischerweise nur noch in &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Richtung abspielbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Falsche Annahme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Quadrofonie-Systeme basieren auf der falschen Annahme, dass ein Klangfeld durch Aufnahme von vier [[Kanal (Informationstheorie)|Kanälen]] und Wiedergabe über vier [[Lautsprecher]] in 90°-Anordnung zueinander reproduziert werden könne. Bei einer solchen Anordnung entstehen jedoch Lücken im Klangfeld. Bessere Aufzeichnung und Reproduktion eines räumlichen Schallfeldes erreicht man mit anderen Aufnahmetechniken, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Ambisonics]]-System, das 1972 von [[Michael Gerzon]] vorgeschlagen wurde, bis heute jedoch keinen nennenswerten wirtschaftlichen Erfolg bringen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadrofonie, wie auch Stereo und andere [[Raumklang]]systeme, basiert auf dem Effekt der [[Phantomschallquelle]]. Sitzt man in einem [[Gleichseitiges Dreieck|gleichseitigen Dreieck]] mit zwei Lautsprechern, funktioniert die Phantomschallquelle. Dreht man sich mit dem Rücken zu den Lautsprechern, ist die [[Lokalisation (Akustik)|Lokalisation]] in der Breite der [[Schallquelle]] deutlich verringert. Dreht man sich seitwärts zu den Lautsprechern, dann erscheint die Lokalisation von seitlichen Hörereignissen aus Direktsignalen wenig stabil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Quadrofonie mischt man nun Phantomschallquellen für vier im Quadrat, also mit einem Winkelabstand von jeweils 90° zueinander angeordneten [[Lautsprecher]]n, zwischen jeweils benachbarte Lautsprecher. Daraus ergibt sich, dass der Zuhörer zwangsläufig ein Paar Lautsprecher im Rücken hat, und jeweils ein Paar zu den Seiten. Da man weiß, dass Phantomschallquellen aber nur von vorn (und streng genommen nur bei einem Winkelabstand der Lautsprecher von maximal etwa 60°) funktionieren, ist offensichtlich, dass Quadrofonie nicht funktionieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damalige Hörtests sowie die später weltweit verbreitete Dolby-5.1-Technik zeigen jedoch, dass  Phantomschallquellen durchaus zu einem optimierten Raumklang beitragen können. Dennoch bleibt es nach wie vor lediglich bei einem Versuch, eine andere akustische Umgebung in den Abhörraum zu übertragen und dabei ein realistisches Klangbild zu erzeugen. Dolby 5.1 ergänzt hierbei im Vergleich zur Quadrophonie lediglich den für Filme (besonders unter ungünstigen Abhörbedingungen) wichtigen Mittenlautsprecher zur eindeutigen Lokalisierung mittig im Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;== Technische Verfahren und deren Verbreitung ==&lt;br /&gt;
=== Echte Quadrofonie (System 4-4-4), auch diskrete Quadrophonie genannt ===&lt;br /&gt;
Die vier Audiokanäle bleiben auf dem gesamten Signalweg getrennt. Für jedes Tonträgerformat werden quadro-fähige Abspielgeräte benötigt: CD4-Verfahren für Plattenspieler (s.&amp;amp;nbsp;u.), 8-Spur-Kassettendecks, Tonbandgeräte mit mindestens vier simultan nutzbaren Spuren.&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Für die Übertragung von vier diskreten (also nicht matrixcodierten) Tonkanälen über UKW-Rundfunk gibt es keine praktikable Lösung (das wäre nur möglich mittels Verwendung von zwei UKW-Kanälen und zwei UKW-Rundfunkempfängern).&amp;lt;Aussage ist wörtlich genommen Quatsch, da offenbar von zwei Stereo-UKW-Kanälen ausgegangen wird, und die beiden Kanäle bei Stereo-FM bereits matrixcodiert sind; außerdem sehe ich (im Gegensatz zur Flankenschrift bei Schallplatten) beim UKW-Pilottonverfahren keine Grenze, die ein Aufbohren des Verfahrens auf mehr als zwei diskrete Kanäle (in dem Sinne, wie es hier wahrscheinlich gemeint ist) unmachbar erscheinen lässt.&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang bis Mitte der 1970er Jahre wurde intensiv an der Quadrofonie-Technik entwickelt und diese auch verkauft. Die Firma [[JVC]] galt in diesem Bereich als führend. JVC entwickelte für Schallplatten eine Möglichkeit, die vorderen beiden Kanäle kompatibel zu den normalen Stereo-Kanälen zu halten und nur die beiden hinteren mit Hilfe eines Konverters in den unhörbaren Bereich zu transferieren und wieder zurückzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses gelang durch die Entwicklung eines speziellen Diamantschliffs beim Tonabnehmer, der auch Signale im für den Menschen unhörbaren Frequenzbereich von der Platte abnehmen konnte. Die beiden hinteren Kanäle wurden vor Produktion der Schallplatte vom normalen hörbaren Bereich von 20&amp;amp;nbsp;[[Hertz (Einheit)|Hz]] bis 20&amp;amp;nbsp;kHz auf 30–60&amp;amp;nbsp;kHz transferiert und nach dem Abtasten der Nadel durch den Konverter wieder in den hörbaren Bereich zurückgeholt. Diese Technik wurde unter der Bezeichnung CD4 und als einziges echtes Quadrofonie-Verfahren für Schallplatten vermarktet. CD4 zählt mit den vier diskreten Kanälen damit nicht zu den sonst üblichen &amp;#039;&amp;#039;Matrixverfahren&amp;#039;&amp;#039; mit nur zwei Übertragungskanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JVC war zudem der größte Anbieter von Quadrofonie-[[Verstärker (Elektrotechnik)|Verstärkern]]. Die Einführung einer Quadrofonie-Compact-Cassette soll am Veto der Firma Philips, dem [[Patent]]inhaber, gescheitert sein, da zwar das Kassettenformat kompatibel zur normalen Kassette gewesen wäre, die Kassette mit damaliger Technik aber nur in eine Richtung be- und abspielbar gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Audio-CD]] wurde im [[Rainbow Books|Red-Book]]-Standard ein Quadrofonie-Format definiert, es gab jedoch nie CDs und Abspielgeräte dafür. Heute gibt es CDs in [[DTS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Matrix-Quadrofonie (System 4-2-4) ===&lt;br /&gt;
Die vier Kanäle werden mit Hilfe komplexer mathematisch-elektronischer Verfahren unter Ausnutzung von Phasenunterschieden in zwei Stereokanäle codiert und beim Abspielen wieder decodiert. Herkömmliche stereofone Abspielgeräte können beibehalten werden (das System ist also [[Abwärtskompatibilität|abwärtskompatibel]]), es wird lediglich ein Decoder und zugehöriger 4-Kanal-Verstärker mit Lautsprechern benötigt. Somit kann jedes stereofähige Tonträgerformat matrix-codierte Quadrofonieaufnahmen wiedergeben; einer Verbreitung per UKW-Rundfunk steht nichts im Wege. Zum Teil senden Radiosender sogar „unabsichtlich“ quadrofon, wenn sie eine matrix-codierte Plattenaufnahme senden.&lt;br /&gt;
Der Nachteil dieser Verfahren besteht darin, dass die Vor-Rück-Kanaltrennung nicht so gut funktioniert wie bei den diskreten Verfahren und dass die Kanäle eigentlich unterdefiniert sind, wodurch Phantomsignale entstehen können.&lt;br /&gt;
Damals entstanden zeitgleich mehrere, untereinander nicht kompatible Matrix-Codierverfahren. Diese Verfahren konkurrierten untereinander (ähnlich wie im Videobereich [[Video Home System|VHS]], [[Betamax]] und [[Video 2000]]); viele potenzielle Käufer kauften keines der Systeme, weil sie befürchteten, sich für eines zu entscheiden, das sich nicht durchsetzen würde und für das man dann keine Tonträger würde kaufen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das später im Filmbereich verbreitete [[Dolby Surround|Dolby-Surround]]-System verwendet denselben Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quadrofone Aufnahmen für die Matrix-Technik basieren auf der [[Richtungsdominanzschaltung]] und wurden auf sogenannten „Quadroschallplatten“ (SQ, QS, RM), [[Tonband]] oder 8-Spur-Kassetten (Q8) aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quadrofonie konnte sich aufgrund der konkurrierenden und technologisch nicht [[Kompatibilität (Technik)|kompatiblen]] Matrix-Quadrosysteme wie &amp;#039;&amp;#039;SQ, QS, UD4, EV4, QM, UMX&amp;#039;&amp;#039; usw. nie in größerem Maßstab durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Problematik der Verbreitung entstand auch durch die Tatsache, dass in den frühen 1970er Jahren, als die Quadrofonie von diversen Audioherstellern propagiert wurde, die Audioanlagen sehr teuer waren. Es war vielen Hörern rein finanziell nicht möglich, mit der Abfolge der erscheinenden Neuerungen mitzuhalten. Der Großteil der Aufnahmen wurde zudem damals nur in Stereo abgemischt und war somit nicht für Quadrofonie geeignet. Die Stereo-Aufnahmen konnten nur in &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudoquadrophonie]]&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pseudoquadrofonie (System 2-2-4) ===&lt;br /&gt;
Als Pseudoquadrofonie bezeichnet man die Wiedergabe zweikanaliger Stereo-Aufnahmen über vier Lautsprecher beziehungsweise Lautsprechergruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art der Wiedergabe stellte damals die gängigste dar. Viele Anbieter, zum Beispiel [[Dual (Unternehmen)|Dual]], [[Marantz]], [[Pioneer (Elektronikunternehmen)|Pioneer]] und Scan-Dyna, brachten „Quadro-Adapter“ auf den Markt.&lt;br /&gt;
Die meisten von ihnen teilten nur das Signal auf verschiedene Lautsprecher auf: die Differenz zwischen dem linken und rechten Tonkanal wurde auf die hinteren Lautsprecher geleitet und dabei einer dieser Lautsprecher in der Phase gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Tonaufnahmen zufällig oder absichtlich für Pseudoquadrofonie geeignet waren, wurden nur die Schallquellen von hinten geortet, die man auch bei einer Musikdarbietung im Konzertsaal von hinten hört, wie Nachhall und Applaus des Publikums. In vielen Fällen verschlechterte Pseudoquadrofonie den Klang erheblich, ähnlich den Versuchen, mit [[Pseudostereofonie]] die echte Stereofonie zu imitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marantz arbeitete sogar mit Quadrofonie-[[Kassettenrekorder|Tapedecks]], die mit einem so genannten [[Panoramaregler]] das Signal aufteilten und mit verschieden starken Signalen auf die Haupt- und Rearspeakers leiteten. Auch dies war keine „echte“ Quadrofonie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vierkanal im Kino ===&lt;br /&gt;
[[Ray Dolby]] bzw. sein Unternehmen (bekannt durch [[Rauschunterdrückung]]sverfahren bei magnetischer Tonaufnahme, namentlich [[Dolby&amp;amp;nbsp;B]], Dolby&amp;amp;nbsp;C, Dolby&amp;amp;nbsp;S und Dolby&amp;amp;nbsp;SR) führte 1974 [[Dolby Stereo]] ein. Dolby Stereo war ein [[Mehrkanal-Tonsystem]], das vier Kanäle (links, Mitte, rechts, hinten) auf eine Zweikanal-Stereospur kodieren kann. Im Kino werden aus den zwei Kanälen des [[Stereofonie|Stereo]]-Tons mit einem Dekoder wieder die vier Kanäle dekodiert. Dadurch wurde eine kostengünstige Einführung von [[Raumklang]] möglich. Vorhandene Film-Projektionsanlagen konnten mit einem Dolby-Stereo-Dekoder nachgerüstet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Verfahren ==&lt;br /&gt;
Quadrofonie ist eine Vorläufertechnologie des Dolby-Surround-Systems, das auf dem Matrix-Verfahren der Quadrofonie basierte, und der aktuellen digitalen [[5.1]]-, 6.1- und [[Sony Dynamic Digital Sound|7.1]]-Raumklangverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verfahren konnten sich jedoch erst behaupten, als der Trend sich vom Musikgenuss entfernte und seinen Schwerpunkt in das Home-Cinema verlagerte. Die Wiedergabe von Geräuschen und Stimmen unterliegt (subjektiv) einem anderen räumlichen Ortungsverhalten und ist somit einfacher auf mehrere Kanäle aufzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Vergleich der Verfahren, historisch und aktuell ==&lt;br /&gt;
Die vier Kanäle der Quadrofonie basieren nicht etwa auf nur vier Aufnahmekanälen bzw. [[Mikrofon]]en, sondern es werden wie bei [[Stereofonie|Stereo]] oder aktuellen [[Raumklang]]verfahren zunächst Rohaufnahmen auf teils über 30 Spuren aufgezeichnet, auf denen die diversen Instrumente oder [[Orchester]]- bzw. Gesangsgruppen aufgezeichnet sind. So kann beispielsweise in jedem Kanal eine andere Instrumentengruppe erklingen. Allenfalls im Amateurbereich werden für Quadro-Aufnahmen nur vier Mikrofone eingesetzt. Erst dann folgt der kreative Teil der Abmischung, wobei bei Stereo auf zwei und bei Quadro auf vier Kanäle abgemischt wird. Bei aktuellen Raumklangformaten mit 5.1 oder mehr Kanälen wird entsprechend verfahren. Das Raumklangfeld der diskreten Quadrofonie ist also genauso stabil wie das heutiger Raumklangverfahren. Liegen die vier diskreten Quadro-Kanäle dann vor, wird je nach System encodiert, wobei für die Matrix-Systeme (z.&amp;amp;nbsp;B. SQ und QS) auf zwei Kanäle reduziert wird (mit den darin „versteckten“ andersphasigen Rückkanälen) und für das weiterhin diskrete CD4-System auf [[Schallplatte]] die Differenzsignale zu dem stereokompatiblen Gemisch im hörbaren Bereich auf einem 30-kHz-Trägersignal gespeichert werden. Decodiert wird dann durch spiegelbildliche Matrixschaltungen ([[Decoder]]) bzw. bei CD4 mit [[Demodulator]]en, wobei eine einfache A/B-Matrix dann vorn und hinten auseinandersortiert. Während die Matrix-Systeme anfänglich nur eine geringe Übersprechdämpfung &amp;#039;&amp;#039;vorn-hinten&amp;#039;&amp;#039; besaßen (3–12 oder max. 20&amp;amp;nbsp;dB), wurde bei CD4 sogleich eine Kanaltrennung von 30&amp;amp;nbsp;dB erreicht. Diese Kanaltrennung wird heute von den volldigitalen Systemen noch übertroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufteilung des Klangfeldes bei der Quadrofonie in gleiche 90°-Sektoren ermöglicht (allerdings nur theoretisch, wie oben erklärt) sowohl eine (bei diskreter Wiedergabe) homogene Klangwiedergabe als auch eine Ortung mit für alle Richtungen gleichen Bedingungen. Bei den eher nach vorn dominierenden neuen 5.1-oder-mehr-Klangquellen-Anordnungen liegt der Schwerpunkt eher auf der Wiedergabe von Geräuscheffekten, was mit einem homogenen bzw. gleichförmigen Rundum-Klangfeld eher wenig zu tun hat. Die Verwendung von acht oder mehr Lautsprechern wurde vorwiegend für Kinos konzipiert, in dem ja 90 % der Zuschauer nicht am akustisch optimalen Platz für Phantomklangbilder sitzen, ist also nur eine Hilfslösung. Vier Kanäle sollten genügen, um einen 360°-Raum abzubilden, jedenfalls im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sweet Spot.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet man jedoch die ausführlichen Vergleiche der verschiedenen Mehrkanalsysteme, wie sie [[Wendy Carlos]] (früher als Walter Carlos bekannt geworden durch elektronische Adaptionen klassischer Werke und ein Pionier der Quadrofonie) auf ihrer Homepage erläutert, wird klar, dass die Limitationen der 4-Kanal-Technik der 70er Jahre des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nicht nur durch die am weitesten verbreitete Matrixtechnik entstanden (ein Trennen der Kanäle bei der Wiedergabe war mit der Analogtechnik der Zeit unzureichend, denn aufgrund der Phasenbeziehungen der Kanäle zueinander waren keine Phantomklangbilder zwischen den hinteren Lautsprechern und zwischen hinten und vorn möglich), sondern auch durch die bereits erwähnte falsche 90°-Aufstellung der Lautsprecher. Denn: Das Ohr ist konstruktiv für räumliche Wahrnehmung von vorn und von der Seite ausgelegt (man beachte die Ausrichtung der Ohrmuschel). Will man Effekte wie Klang genau hinter dem Kopf oder sogar darin erzeugen, muss man sich psychoakustischer Techniken bedienen (sozusagen [[Virtual Surround]] mit vier oder mehr Kanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass dieses am besten (auch bei alten diskreten Quadroaufnahmen) funktioniert, wenn die vorderen Lautsprecher wie bei Stereo üblich mit etwa 60° Winkelabstand zueinander und die Raumklanglautsprecher &amp;#039;&amp;#039;seitlich&amp;#039;&amp;#039; zum Ohr (also mit wiederum etwa 60° Winkelabstand zu den vorderen Lautsprechern) aufgestellt werden, und zwar alle etwa in derselben Entfernung zum Hörer. Dann verschwinden die räumlichen Lücken im vorderen bzw. seitlichen Bereich und der Raum hinter dem Hörer wird durch psychoakustische Effekte erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend betrachtet gab und gibt es eine Vielzahl matrixbasierter und diskreter Mehrkanalsysteme, die zum Ausgleichen ungünstiger räumlicher Bedingungen und Hörpositionen im Laufe der Zeit um weitere Lautsprecher erweitert wurden. Zur Wiedergabe eines akustischen 360°-Raumes bedarf es mindestens vier gleichwertiger (!) Lautsprecher, wobei die „hinteren“ tatsächlich seitlich des Hörers platziert werden sollten. Zu bevorzugen sind auf alle Fälle diskrete Klangquellen, klassisch CD4, Q8, Spulentonbänder, modern [[DVD-Audio|DVD-A]], [[Super Audio Compact Disc|SACD]] und [[DTS]]. [[Dolby Digital]] ist für reine Audiowiedergabe konzeptionell unterlegen, da es für das Kino entwickelt wurde. Alle Matrixsysteme arbeiten mit Phasenverschieben und Zusammenmischen der Ausgangskanäle, die danach nur mit gehörigem Aufwand wieder zu trennen sind. Hier gibt es allerdings auch beachtliche Weiterentwicklungen wie DTS Neo:6 oder Dolby ProLogic&amp;amp;nbsp;II, die sich zur Dekodierung eines digitalen Klangprozessors bedienen. Theoretisch ist so ein Prozessor auch für alte matrixcodierte Quadrofonieaufnahmen denkbar, der Aufwand steht aber in keinem Verhältnis zum Nutzen, da inzwischen dank der weiten Verbreitung von Mehrkanalanlagen viele historische quadrofonische Aufnahmen durch Wiederveröffentlichungen auf modernen Tonträgern wiederbelebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Bekannte Quadrofoniealben ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1970 und 1980 erschienen immer wieder komplette Alben (früher als LPs, heute auf modernen Medien, wie z.&amp;amp;nbsp;B. DVD, SACD oder Blu-ray Audio) in Quadrofonie, vor allem Wiederveröffentlichungen schon erfolgreicher Alben bekannterer Künstler. Die nachfolgende Liste ist nicht vollständig, sondern zeigt nur einen Ausschnitt aus einem, unabhängig vom Verfahren, schmalen Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Black Sabbath]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Paranoid (Album)|Paranoid]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Deep Purple]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Machine Head (Album)#DVD-Video (40th Anniversary Deluxe Edition)|Machine Head]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Frank Zappa]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Apostrophe (’)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Jethro Tull]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Aqualung (Album)|Aqualung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[John Lennon]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Imagine (Album)|Imagine]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Mike Oldfield]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Tubular Bells]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Mike Oldfield]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Exposed (Mike-Oldfield-Album)|Exposed]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Pink Floyd]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Atom Heart Mother]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Pink Floyd]] – &amp;#039;&amp;#039;[[The Dark Side of the Moon]]&amp;#039;&amp;#039; (Hiervon existiert auch eine australische Sonderpressung in rosafarbigem Vinyl: die Kombination von Quadrofonie und farbigem Vinyl ist extrem selten.)&lt;br /&gt;
* [[Pink Floyd]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Wish You Were Here (Album)|Wish You Were Here]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Rick Wakeman]] – &amp;#039;&amp;#039;The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Herbert von Karajan]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig van Beethoven]]: sämtliche Sinfonien&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Kraftwerk (Band)|Kraftwerk]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Autobahn (Album)|Autobahn]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Binaurale Tonaufnahme]]&lt;br /&gt;
* [[Heimkino]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Dickreiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Tonstudiotechnik.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. K.G. Saur Verlag, München 1997, ISBN 3-598-11320-X.&lt;br /&gt;
* Thomas Görne: &amp;#039;&amp;#039;Mikrofone in Theorie und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Elektor-Verlag, Aachen 2007, ISBN 978-3-89576-189-8.&lt;br /&gt;
* Peter M. Pfleiderer: &amp;#039;&amp;#039;HIFI auf den Punkt gebracht, Wiedergabetechnik für unverfälschtes Hören.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Richard Pflaum Verlag, München 1990, ISBN 3-7905-0571-4.&lt;br /&gt;
* Thomas Görne: &amp;#039;&amp;#039;Tontechnik.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Carl Hanser Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-446-40198-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sengpielaudio.com/BerndSchabbing-EinfuehrungDerQuadrophonie.pdf Gedanken zur Einführung der Quadrophonie in den 1970er Jahren.] (PDF; 44 kB) sengpielaudio.com&lt;br /&gt;
* [http://www.sengpielaudio.com/SeitlichePhantomschallquellen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Seitliche Phantomschallquellen gibt es nicht – wirklich?&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 209&amp;amp;nbsp;kB) sengpielaudio.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumklang]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frau Nilsson</name></author>
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