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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Quadratnotation</id>
	<title>Quadratnotation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T16:43:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Quadratnotation&amp;diff=289213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen in Überschrift, Links optimiert, Links normiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-08-04T10:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Leerzeichen in Überschrift, Links optimiert, Links normiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nos.autem.Handschrift.Quadratnotation.jpg|miniatur|hochkant=1.25|Der [[Introitus (Gesang)|Introitus]] &amp;#039;&amp;#039;Nos autem&amp;#039;&amp;#039; im 4.&amp;amp;nbsp;Ton mit der farbig ausgestalteten [[Initiale]] &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039; in handschriftlicher Quadratnotation mit [[Notenschlüssel]] sowohl in C- als auch in F am Beginn der Zeilen und [[Custos (Neume)|Custodes]] am Ende der Zeilen. Die lateinischen Textangaben oben rechts beziehen sich auf die Verwendung für das [[Proprium (Liturgie)|Proprium]] vom 3.&amp;amp;nbsp;Mai, an dem das Fest der [[Kreuzauffindung]] (in roter Schrift: &amp;#039;&amp;#039;In inventione sanctae crucis&amp;#039;&amp;#039;) gefeiert wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quadratnotation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der Geschichte der [[Notation (Musik)|Notenschrift]] die letzte Entwicklungsstufe der Tonhöhen anzeigenden ([[Diastematik|diastematischen]]) [[Neume]]n vor der Einführung der zusätzlich die Tonlängen anzeigenden [[Modalnotation]], die vorwiegend für den [[Gregorianischer Choral|Gregorianischen Choral]] Verwendung findet. Die rhythmische Differenzierung ist bei der ursprünglichen Quadratnotation immer angedeutet. Seit dem Beginn der [[Gregorianischer Choral#Restitution des gregorianischen Chorals|Restitution]] um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden der Quadratnotation Zeichen für Dehnungen und Tonverlängerungen hinzugefügt, die den Rhythmus besser differenzieren ([[Neographie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Quadratnoten haben ihren Namen von der vorwiegend quadratischen Form der Notenzeichen durch die Benutzung von [[Federkiel]]en. Quadrate und Rauten waren damit einfacher zu schreiben als Kreise oder andere Formen. Alternativ entstand die durch schräg gestellte Federn hergestellte [[Hufnagelnotation]] mit Rauten als Notenköpfen. Ihren Ursprung hat die Quadratnotation in der Erfindung der horizontalen Neumenlinien und der [[Notenschlüssel]] durch [[Guido von Arezzo]] in der ersten Hälfte des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Mit diesem Notationssystem war es möglich, die Tonhöhe einzelner Töne zu beschreiben und somit auch die [[Intervall (Musik)|Tonintervalle]] festzulegen. Die ursprüngliche Quadratnotation enthält jedoch kaum Angaben zur Länge der Töne, so dass die Interpretation der Gesänge häufig [[Mensuralismus|mensuralistisch]] oder zeitweise sogar [[Mensuralismus|äqualistisch]] war. Diese Interpretationsformen gelten jedoch heute als veraltet, die reiche Rhythmisierung in den adiastematischen Neumensystemen, wie sie in verschiedenen, damals größtenteils noch nicht publizierten Handschriften zu finden sind, stehen dem entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute in der Kirchenmusik verbreiteten &amp;#039;&amp;#039;römischen Choralneumen&amp;#039;&amp;#039; wurden im [[19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] standardisiert nach dem Vorbild der seit dem Ende des [[12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]s üblichen Quadratneumen, wie sie zum Beispiel in der abgebildeten [[Jenaer Liederhandschrift]] zu finden sind. In den modernen liturgischen Chorbüchern wird bewusst die alte Notation verwendet. In neueren Veröffentlichungen werden die Quadratneumen teilweise auch in der Notation der weiterentwickelten [[Neographie]] wiedergegeben, die eine bessere Differenzierung der Rhythmen erkennen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer leicht modernisierten Abwandlung werden die quadratischen Neumen noch heute in der katholischen Liturgie in den entsprechenden [[Choralbuch|Choralbüchern]] des [[Gregorianischer Choral|Gregorianischen Chorals]] verwendet, wie zum Beispiel dem [[Liber Usualis]] oder dem [[Graduale Romanum]]. Neuere Choralbücher, wie das [[Graduel neumé]] (1966), das [[Graduale Triplex]] (1979) oder das [[Graduale Novum]] (2011) zeigen neben der Quadratnotation auch noch adiastematische Neumen, die direkt über oder unter den quadratischen Neumen hinzugefügt sind. Die Sänger können dann anhand der Quadratneumen die eindeutigen relativen Tonhöhen identifizieren und sich anhand der adiastematische Neumen den genauen Rhythmus erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gregorian Chant Kyrie.svg|miniatur|hochkant=1.25|Beginn des &amp;#039;&amp;#039;[[Kyrie]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Ordinarium]] der elften [[Choralmesse (Gregorianik)|Choralmesse]] im 1.&amp;amp;nbsp;Ton mit der Initiale &amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039; im gedruckten Notenbild des [[Graduale Romanum]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Melodie wird von links nach rechts gesungen, wobei beim [[Pes (Neume)|Pes]], bei dem beide Quadrate übereinander stehen, zuerst der untere Ton gesungen wird. Der Text steht mit dem ersten [[Vokal]] der jeweiligen [[Silbe]] unter der ersten zu dieser Silbe gehörenden Neume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Melodien sind üblicherweise in einer der acht [[Kirchentonart]]en und [[diatonisch]] notiert, die durch eine entsprechende [[Römische Ziffer|römische]] oder arabische Ziffer angegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Buchstabe des Liedtextes wird häufig als [[Initiale]] gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumenlinien ===&lt;br /&gt;
In der Quadratnotation werden für die Notation der Melodien meist vier horizontale Neumenlinien verwendet, die vier Tonhöhen im [[Terz (Musik)|Terzabstand]] festlegen. Eine der Neumenlinien wird durch einen [[Notenschlüssel]] der Tonhöhe C oder F zugeordnet. Diese Tonhöhe ist jedoch nicht absolut, sondern beschreibt lediglich einen Ton, der über einem der beiden [[Halbton|Halbtöne]] der [[Tonskala]] liegt. Der Notenschlüssel kann auf jeder der vier Linien liegen, abhängig von der Tonlage des Stücks. Es ist auch möglich, dass der Schlüssel bei einer neuen Zeile auf einer anderen Linie liegt. In einigen Handschriften sind auch beide Notenschlüssel gleichzeitig gesetzt. Für Tonhöhen, die mindestens eine Terz höher als die oberste Neumenlinie oder mindestens eine Terz tiefer als die unterste Neumenlinie liegen, werden [[Hilfslinie]]n eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Notenschlüssel in der Quadratnotation&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot; heights=&amp;quot;50&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:C.Schluessel.Quadratnotation.gif|C-Schlüssel&lt;br /&gt;
Datei:F.Schluessel.Quadratnotation.gif|F-Schlüssel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asteriscus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Asteriscus.png|miniatur|hochkant=0.5|Asteriscus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Asteriscus (Sternchen *) im Text zeigt an, an welcher Stelle die [[Choralschola]] in den durch einen einzelnen oder mehrere [[Kantor]]en begonnenen Versgesang einstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzeltonneumen ===&lt;br /&gt;
Die einfachste [[Einzeltonneume]] ist das Punctum. Sie wird auch als Brevis bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beck1909S168&amp;quot;&amp;gt;Johann B. Beck: &amp;#039;&amp;#039;Der Takt in den Musikaufzeichnungen des XII. und XIII. Jahrhunderts, vornehmlich in den Liedern der Troubadours und Trouvères.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Riemann-Festschrift. Gesammelte Studien.&amp;#039;&amp;#039; Max Hesses Verlag, Leipzig 1909. {{Archive.org|riemannfestschri00menn |Fundstelle=S. 168}}, S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Neume mit vertikalem Notenhals rechts an der Quadratneume wird [[Virga (Neume)|Virga]] („Stöckchen“), oder auch Longa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beck1909S168&amp;quot; /&amp;gt; genannt. Eine Sonderstellung unter den Einzeltonneumen nimmt das [[Quilisma]] ein, das gezackt dargestellt und üblicherweise als leichte Durchgangsnote oder mit einem leichten Vibrato gesungen wird und in der Regel im Zusammenhang mit einem [[Pes (Neume)|Pes]] auftaucht. Bei bestimmten [[Dreifachtonneume]]n (beispielsweise beim Climacus) wird das quadratische Punctum um 45° auf die Seite geneigt, so dass das rautenförmige Punctum inclinatum entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Einzeltonneumen&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; heights=&amp;quot;75&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Oriscus.1.png|Punctum&lt;br /&gt;
Datei:Punctum.inclinatum.png|Punctum inclinatum&lt;br /&gt;
Datei:Virga.1.png|Virga&lt;br /&gt;
Datei:Quilisma.1.gif|Quilisma&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mehrtonneumen ===&lt;br /&gt;
Für Silbenfolgen, bei denen die erste mit einem Konsonanten endet und die zweite mit einem Konsonanten beginnt, werden oft [[Liqueszenz]]en verwendet, bei der in der Quadratnotation der letzte Ton der ersten Silbe als kleine [[Stichnote]]n dargestellt wird. Diese Darstellung soll die Sänger darauf hinweisen, die Konsonanten getrennt zu artikulieren, was für deutsche Muttersprachler in der Regel aber keine Probleme darstellt, da solche Konsonantenfolgen in der deutschen Sprache häufig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ligaturenmusik.png|miniatur|hochkant=0.5|Quadratnotation von vier [[Doppeltonneume]]n als Ligaturen (links oben und unten eine Clivis, rechts oben und unten ein Pes)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Torculus.resupinus.flexus.png|miniatur|hochkant=0.5|Quadratnotation eines &amp;#039;&amp;#039;Torculus resupinus flexus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere [[Einzeltonneume]]n können zu verschiedenen [[Doppeltonneume]]n und [[Dreifachtonneume]]n oder mehrere solcher [[Gruppenneume]]n zu [[Mehrgruppenneume]]n zusammengesetzt werden. Der &amp;#039;&amp;#039;Torculus resupinus flexus&amp;#039;&amp;#039; (Abbildung siehe rechts), ist zum Beispiel aus der Dreifachtonneume [[Torculus]] und der Doppeltonneume [[Clivis]] (Synonym für [[Flexa]]) zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alteration ===&lt;br /&gt;
Der Ton auf der Tonhöhe H kann durch die Notation des [[B molle]] um einen Halbton nach unten [[Alteration (Musik)|alteriert]] werden. Eine solche Alteration gilt gegebenenfalls für das gesamte [[Melisma]] auf dem entsprechenden Vokal. Die Notation des [[B durum]] hebt diese Alteration wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Tief- und Hochalteration in der Quadratnotation&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot; heights=&amp;quot;75&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:B.molle.gif|B molle&lt;br /&gt;
Datei:B.durum.gif|B durum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Custos ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Custos.png|miniatur|hochkant=0.5|Custos am Ende der Neumenlinien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende einer Neumenzeile wird häufig ein [[Custos (Neume)|Custos]] (lat. für Wächter) gesetzt, der die Tonhöhe des ersten Tons der nächsten Zeile angibt. Der Custos ist ein Hilfszeichen und besteht aus einer halbierten Neume, die nicht gesungen wird, sondern dazu gedacht ist, dass der Sänger leichter den Anschluss an die erste Neume der nächsten Zeile findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dehnungszeichen ===&lt;br /&gt;
Dehnungen beziehungsweise Tonverlängerungen können durch [[Mora (Dehnungszeichen)|Morae]] hinter einer [[Einzeltonneume]] und [[Episem]]e über oder unter einer Neume oder [[Gruppenneume]] verdeutlicht werden. Eine Mora wird durch einen Punkt hinter der Neume angezeigt, ein Episem wird durch einen Strich über oder unter der Neume angezeigt. Der [[Iktus (Neume)|Iktus]] wird durch einen senkrechten Strich angezeigt, wird aber als Betonungszeichen heute meist nicht mehr beachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Beispiele für Morae in der Quadratnotation bei Einzeltonneumen&amp;quot; perrow=&amp;quot;3&amp;quot; heights=&amp;quot;75&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mora.1.png|Einzeltonneume zwischen den Linien&lt;br /&gt;
Bild:Mora.2.png|Einzeltonneume auf der Linie&lt;br /&gt;
Bild:Mora.3.png|Punctum inclinatum auf der Linie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Beispiele für Episeme in der Quadratnotation&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot; heights=&amp;quot;75&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Stropha.episemiert.png|Episemiertes Punctum&lt;br /&gt;
Bild:Clivis.episemiert.1.png|Episemierte Clivis&lt;br /&gt;
Bild:Pes.episemiert.png|Episemierter Pes&lt;br /&gt;
Bild:Porrectus.episemiert.1.png|Episemierter Porrectus&lt;br /&gt;
Bild:Torculus.episemiert.png|Episemierter Torculus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusatzzeichen wie der Punkt, das vertikale und horizontale Episem, das Bindezeichen zwischen Noten und das Komma auf der obersten Linie (hier nicht gezeigt) wurden von den Mönchen von Solesmes in ihren (sehr verbreiteten) Choralausgaben eingetragen. In Originalhandschriften der Quadratnotation sind diese Interpretationszeichen nicht vorhanden&amp;lt;ref&amp;gt;Luigi Agustoni, Johannes Berchmans Göschl: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Interpretation des gregorianischen Chorals.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: Grundlagen. Bosse, Regensburg 1987, S. 78–79.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pausae ===&lt;br /&gt;
Atem[[Zäsur (Musik)|zäsur]]en oder [[Pause (Musik)|Pausen]] zur Gliederung des Textes werden durch die [[Pausa (Neume)|Pausae]] gekennzeichnet. Sie sind bei Gesängen, die im Original in adiastematischer Schreibweise vorliegen, hinzugefügt worden, um den Sängern eine bessere Orientierung zu geben. Die Pausenzeichen haben keine fest vorgegebene Länge und sind auch nicht in einem [[Metrum (Musik)|Metrum]] verankert. Die pausa finalis steht üblicherweise am Ende eines Verses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Pausenzeichen in der Quadratnotation&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; heights=&amp;quot;75&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Pausa.minima.png|Pausa minima&amp;lt;br/&amp;gt;(kleinste Pause)&lt;br /&gt;
Datei:Pausa.minor.png|Pausa minor&amp;lt;br/&amp;gt;(kleine Pause)&lt;br /&gt;
Datei:Pausa.maior.png|Pausa maior&amp;lt;br/&amp;gt;(große Pause)&lt;br /&gt;
Datei:Pausa.finalis.png|Pausa finalis&amp;lt;br/&amp;gt;(Schlusspause)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Choralbuch|Choralbücher]] (in Quadratnotation) aus [[Abbaye Saint-Pierre de Solesmes|Solesmes]] werden diese Zeichen auch als Zeichen der Formgliederung angedeutet (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;signa interpunctionis&amp;#039;&amp;#039;), beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;divisio minima, minor, maior et finalis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitaler Satz ==&lt;br /&gt;
Die Quadratnotation ist nicht der primäre Fokus moderner [[Notensatzprogramm]]e. Einige enthalten dennoch Funktionen zum Setzen von Quadratnotation oder sind sogar extra dafür geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lilypond]] erlaubt auch den Satz von Quadratnotation und anderen älteren Notationssystemen. Dieses Feature wird allerdings nicht weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
* [[Capella (Software)|capella]] enthält einen Zeichensatz für Quadratnotation einschließlich gebräuchlicher Ligaturen.&lt;br /&gt;
* [[Gregorio (Software)|Gregorio]] ist ein Programm, das extra für diesen Zweck gemacht wurde. In Verbindung mit [[LaTeX]] bietet es qualitativ hochwertigen Notensatz. Zahlreiche Abteien nutzen es für Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grégoire&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Proprietäre Software|proprietäres]] [[WYSIWYG]]-Programm für die Quadratnotation.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gregoire.tele.free.fr/fr/ Grégoire], Online-Präsenz des Anbieters, abgerufen am 30. Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Luigi Agustoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Gregorianischer Choral.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Musch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musik im Gottesdienst. Ein Handbuch zur Grundausbildung in der katholischen Kirchenmusik.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Historische Grundlagen, Liturgik, Liturgiegesang.&amp;#039;&amp;#039; 5. unveränderte Auflage. ConBrio Verlags-Gesellschaft, Regensburg 1994, ISBN 3-930079-21-6, S. 199–356.&lt;br /&gt;
* Luigi Agustoni, [[Johannes Berchmans Göschl]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Interpretation des Gregorianischen Chorals&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bosse-Musik-Paperback&amp;#039;&amp;#039; 31). 3 Bände (Band 2 in zwei Teilbänden). Bosse, Regensburg,&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 1987, ISBN 3-7649-2343-1.&lt;br /&gt;
** Band 2, Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Ästhetik.&amp;#039;&amp;#039; 1991, ISBN 3-7649-2430-6.&lt;br /&gt;
** Band 2, Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Ästhetik.&amp;#039;&amp;#039; 1991, ISBN 3-7649-2431-4.&lt;br /&gt;
* [[Eugène Cardine|Eugene Cardine]]: &amp;#039;&amp;#039;Gregorianische Semiologie.&amp;#039;&amp;#039; La Froidfontaine, Solesmes 2003, ISBN 2-85274-049-4.&lt;br /&gt;
* Bernhard K. Gröbler: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in den Gregorianischen Choral.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und ergänzte Auflage. IKS Garamond, Jena 2005, ISBN 3-938203-09-9.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Klöckner]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Gregorianik. Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis des gregorianischen Chorals.&amp;#039;&amp;#039; ConBrio, Regensburg 2009, ISBN 3-940768-04-9.&lt;br /&gt;
* Bruno Stäblein: &amp;#039;&amp;#039;Schriftbild der einstimmigen Musik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Musik des Mittelalters und der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Lieferung 4 = &amp;#039;&amp;#039;[[Musikgeschichte in Bildern]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3). Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notationsweise (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neume]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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