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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |map=right |article=/ |NS=36/10/26//N |EW=36/35/7//E |type=landmark |region=SY}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qirqbize&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS| قرقبيزه}}) auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirkbize;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine früh[[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Siedlung im Gebiet der [[Tote Städte|Toten Städte]] im Nordwesten von [[Syrien]]. Die Ruinenstätte ist für die Geschichte des frühen Christentums von Bedeutung, da sich hier die Reste der nach [[Hauskirche von Dura Europos|Dura Europos]] frühesten erhaltenen Hauskirche aus dem Anfang des 4. Jahrhunderts befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Qirqbize liegt auf knapp 700 Meter Höhe im [[Gouvernement Idlib]] auf der Hochlage des Dschebel il-Ala, einer abgelegenen Hügelregion im westlichen mittleren Teil des nordsyrischen Kalksteinmassivs, nahe der [[Türkei|türkischen]] Grenze. Der Ort ist über [[Barischa]] von Nordosten auf einer Nebenstraße erreichbar, die von der Hauptverbindung  [[Aleppo]] nach [[Antakya]] kurz vor der türkischen Grenze abzweigt. Von [[Dschisr asch-Schugur]] im Süden verläuft eine Straße im Tal des [[Orontes (Fluss)|Orontes]] über die Orte Darkush, [[Salqin]] und [[Harim]], von wo die Straße weitere 15 Kilometer auf den steinigen und karstigen Hügel zu [[Qalb Loze]] hinaufführt. Knapp drei Kilometer nördlich liegen Qirqbize und in unmittelbarer Nähe [[Bettir]] und [[Berriš Nord]]. Das karstige Plateau vereint des Weiteren die frühbyzantinischen Orte Behyo und Benebil zu einer Siedlungseinheit. Das abgelegene Hochland ist überwiegend von [[Drusen]] bewohnt, die auf wenig fruchtbaren Böden Getreide anbauen und Schafzucht betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsbild ==&lt;br /&gt;
Die  Wohnhausruinen breiten sich in einem flach geneigten felsigen Gelände zwischen [[Olivenbaum|Olivenhainen]] aus, die durch [[Lesestein (Geomorphologie)|Lesestein]]mauern parzelliert sind. Die überwiegend kleinen und einfachen Gebäude aus großformatigen, sorgfältig behauenen Kalksteinquadern sind teilweise bis zum Giebel und in zweigeschossiger Höhe erhalten. Der Ort war von der [[Geschichte Syriens#Griechisch-römische Zeit|römischen]] Zeit bis mindestens in das 7. Jahrhundert besiedelt. [[Howard Crosby Butler]] untersuchte 1899 den Ort, George Tchalenko leitete 1939 und bis 1971 Ausgrabungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauskirche ===&lt;br /&gt;
Das nordsyrische ländliche  Wohnhaus in römischer Zeit war ab dem 2. Jahrhundert langrechteckig und besaß zwei Räume, die miteinander durch eine Tür verbunden waren und jeweils einen Zugang von der südlichen Längsseite hatten. Entlang dieser Seite war ein von [[Säule]]n oder [[Pfeiler]]n getragener [[Portikus]] angebaut. Das aus Holzbalken konstruierte [[Satteldach]] hatte die Form eines [[Griechischer Tempel|griechischen Tempels]]. Die [[Alte Kirche|ersten Christen]] versammelten sich anfangs in Privathäusern, die sie zu Hauskirchen umbauten. Zunächst wurde die Trennwand zwischen Wohnraum und Vorratskammer entfernt, so dass ein größerer Raum entstand, der bereits – wie für die späteren Kirchenbauten vorgeschrieben – nach Osten orientiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Wolfgang Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der syrische Kirchenbau.&amp;#039;&amp;#039; Studien zur spätantiken Kunstgeschichte. Walter de Gruyter, Berlin 1925, S. 110 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die etwa im Jahr 232 umgebaute älteste Hauskirche von Dura Europos war ebenso wie Qirqbize durch Zusammenlegung von Wohn- und Nebenraum entstanden. Das dortige städtische Wohnhaus aus Lehmziegeln mit zentralem Innenhof besaß im Innern einen langrechteckigen Betsaal, aber erst die Hauskirche von Qirqbize nahm die Architekturform einer [[Saalkirche]] an, aus der sich im Gebiet der Toten Städte die mehrschiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ostteil des aus dem 3. Jahrhundert stammenden Wohnhauses mit den Maßen 15 × 7,5 Meter wurde ein Podest für den [[Altar]] eingerichtet und später um den für eine [[Apsis]] typischen [[Triumphbogen]] ergänzt. Westlich der Raummitte kam ein [[Tote Städte#Liturgie|Bema]] hinzu. Auf diesem erhöhten Einbau mit Sitzplätzen für 14 Personen nahm der [[Klerus]] während des Wortgottesdienstes Platz. Bereits in Qirqbize fand also eine räumliche Trennung von [[Laie (Religion)|Laien]] und Geistlichkeit statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab zwei Eingänge in der Südwand, die übrigen Seiten waren geschlossen. Die Fenster waren rechteckig, es gab kein Dach[[gesims]]. Vor der Südwand wurde in einer zweiten Bauphase ein Säulen[[portikus]] hinzugefügt. Von diesem sind vier Kapitelle erhalten, die in das Ende des 5. oder ins 6. Jahrhundert datiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Strube, 1993, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren Kirchenneubauten besaßen im Osten eine in Funktionsbereiche aufgeteilte, dreiteilige Apsis mit seitlichem &amp;#039;&amp;#039;[[Diakonikon]]&amp;#039;&amp;#039; und einer [[Reliquie]]nkammer &amp;#039;&amp;#039;(Martyrion)&amp;#039;&amp;#039;. Im nördlichen Bereich des hiesigen Altarraums war ein Steinsarkophag mit einer Reliquie aufgestellt. Von oben eingegossenes Öl floss über die Gebeine des verehrten Heiligen und unten heraus, wo es aufgefangen und in Tonfläschchen &amp;#039;&amp;#039;([[Messkännchen|Ampullae]])&amp;#039;&amp;#039; gesammelt wurde. Pilger nahmen solche Gefäße als glückbringende Andenken mit. Das verwendete Olivenöl steht im Zusammenhang mit der für die Wirtschaft Nordsyriens so wichtigen Kultur von Olivenbäumen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2006, S. 177–180, ISBN 3406541089&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Rainer Scheck, Johannes Odenthal: &amp;#039;&amp;#039;Syrien. Hochkulturen zwischen Mittelmeer und Arabischer Wüste.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1998, S. 283, 305, ISBN 3770113373&lt;br /&gt;
* [[Christine Strube]]: &amp;#039;&amp;#039;Baudekoration im Nordsyrischen Kalksteinmassiv.&amp;#039;&amp;#039; Bd. I. &amp;#039;&amp;#039;Kapitell-, Tür- und Gesimsformen der Kirchen des 4. und 5. Jahrhunderts n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 1993, S. 68–70, [[doi:10.11588/diglit.71525]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.iconicarchive.ch/sites/treeindex.php?page=1&amp;amp;term=Qirqbize &amp;#039;&amp;#039;Qirqbize.&amp;#039;&amp;#039; iconicarchive] Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Idlib]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;IchLiebeArchitektur</name></author>
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