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	<title>Qalb Loze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-03-27T14:59:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|BREITE        = 36/10/09/N&lt;br /&gt;
|LÄNGE         = 36/34/50/E&lt;br /&gt;
|NAME          = Qalb Loze&lt;br /&gt;
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|GRÜNDUNG      = &lt;br /&gt;
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|BÜRGERMEISTER = &lt;br /&gt;
|BM-TITEL      =&lt;br /&gt;
|PARTEI        = &lt;br /&gt;
|BILD          = &lt;br /&gt;
|BILD-TEXT     = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:QalbLoze,W.jpg|miniatur|Westfassade mit Doppelturmvorbau, darin Aufgang zu den Emporen. Der mittlere Portalrundbogen ist verschwunden. Ebenso fehlen das Gebälk und die Ziegeldeckung des Satteldaches]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Qalb Loze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|قلب لوزة|d=Qalb Lauza}}), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalb Lauzeh;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im Nordwesten von [[Syrien]] im Gebiet der [[Tote Städte|Toten Städte]], das wegen seiner sehr gut erhaltenen früh[[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Kirche aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts berühmt ist. Es ist die älteste Weitarkaden[[Basilika (Bautyp)|basilika]] des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Ortsbild ==&lt;br /&gt;
Qalb Loze liegt auf 670 Meter Höhe im [[Gouvernement Idlib]] auf der Hochlage des Dschebel il-Ala, einer abgelegenen Hügelregion im westlichen mittleren Teil des nordsyrischen Kalksteinmassivs, wenige Kilometer von der [[Türkei|türkischen]] Grenze entfernt. Der Ort ist über [[Barischa]] von Nordosten auf einer Nebenstraße erreichbar, die von der Hauptverbindung [[Aleppo]] nach [[Antakya]] kurz vor der türkischen Grenze abzweigt. Von [[Dschisr asch-Schugur]] im Süden verläuft eine Straße im fruchtbaren Tal des [[Orontes (Fluss)|Orontes]] über die Orte Darkush, [[Salqin]] und [[Harim]], von wo die Straße weitere 15 Kilometer auf den steinigen und karstigen Hügel hinaufführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort hat etwa 1000, mehrheitlich [[Drusen|drusische]] Einwohner und gehört zu einem ansonsten von [[Kurden]] bewohnten Siedlungsgebiet, das in einer ökologisch benachteiligten Gegend liegt. In den Höhenlagen der Umgebung ist wegen der geringen Bodendecke nur wenig Feldbau möglich, dafür gedeihen in der Talebene direkt unterhalb des Ortes [[Olivenbaum|Olivenbäume]]. In Pferchen bei den Häusern werden Schafe gehalten, die bis in den Sommer Gras finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenruine liegt in der Ortsmitte. In der Antike bestand nur eine kleine Siedlung mit höchstens 20 Häusern einschließlich einiger Pilgerherbergen auf einer Fläche von drei Hektar. Die Siedlung entstand in der Umgebung der auf dem freien Feld geplanten Wallfahrtskirche zu deren Versorgung. Für einen Pilgerort ist die hohe Umfassungsmauer typisch, mit der der Kirchenbezirk ([[Temenos]]) umgeben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Basilika ==&lt;br /&gt;
Das älteste christliche Gebäude in Nordsyrien unterschied sich kaum von einem Wohnhaus. Es ist eine Hauskirche im nahegelegenen [[Qirqbize]] vom Anfang des 4. Jahrhunderts. Nach der Mitte desselben Jahrhunderts begann in Syrien der Bau von Säulenarkadenbasiliken. Wie die fast vollständig erhaltenen Basilika von [[Mushabbak]] zeigt, war dieser Baustil auch im ländlichen Raum in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts ausgereift. Die älteste Basilika mit weiten Arkaden ist eine Neuerung in der Entwicklung des frühbyzantinischen Kirchenbaus, die zum Vorbild für viele städtische Basiliken in Syrien wurde. Hierzu zählen die größte Kirche in [[Ruweiha]] (Bizzoskirche) im Süden des Kalksteinmassivs und die &amp;#039;&amp;#039;Basilika A,&amp;#039;&amp;#039; die im Pilgerzentrum [[Resafa]] in der [[Syrische Wüste|zentralsyrischen Wüste]] erbaut wurde. Eine in Alt[[Syrische Sprache|syrisch]] verfasste Inschrift auf einem Mauerstein, der in einem modernen Gebäude in der Nähe verbaut war, gibt einen Hinweis auf die [[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien|syrisch-orthodoxe]] Glaubensrichtung,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Enno Littmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Semitic Inscriptions. Part IV of the Publications of an American Archaeological Expedition to Syria 1899–1900.&amp;#039;&amp;#039; The Century &amp;amp; Co., New York 1904, S. 5, [http://www.archive.org/details/hellenisticarchi00murrrich Archive.org].&amp;lt;/ref&amp;gt; nennt aber keinen Architekten und kein Baudatum. Auch der Auftraggeber oder Finanzier ist unbekannt. Die Basilika von Qalb Loze ist mit dem Pilgerkult um den Säulenheiligen [[Symeon Stylites der Ältere|Symeon]] (389–459) verbunden, der schon zu Lebzeiten verehrt und an dessen Wirkungsstätte das postum errichtete und ebenfalls an Qalb Loze orientierte [[Qal&amp;#039;at Sim&amp;#039;an|Simeonskloster]] einen Pilgeransturm erlebte. Ein Zusammenhang ergibt sich durch zwei Darstellungen Symeons des Älteren, außen an der Westfassade und auf einem Pfeiler im Inneren. Eine Reliquie kam vermutlich vor Baubeginn nach Qalb Loze, der folglich erst nach 459 erfolgt sein kann. Das Jahr der Fertigstellung dürfte spätestens 470 gewesen sein, da eine kleine, auf 471 datierte Kirche im zwei Kilometer nördlich gelegenen Nachbarort [[Bettir]] die Weitarkadenbasilika nachahmte, indem eine frühere einschiffige Kirche entsprechend umgebaut wurde (Die Kirche in Bettir ist heute weitgehend zerstört).&amp;lt;ref&amp;gt;Strube 1996, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:QalbLoze,SE.jpg|miniatur|Kirchenschiff und Apsis von Südosten. Hinter der Wandecke befand sich das Martyrion]]&lt;br /&gt;
Die Kirche Qalb Loze ist eine drei[[Kirchenschiff|schiffige]] Säulenbasilika, deren Hochwandbögen auf jeweils zwei massiven Pfeilern ruhen. Im Osten ragt eine halbrunde [[Apsis]] mit drei halbrunden Fenstern und vorgestellten Säulen aus der Altarwand hervor. Bei vielen Kirchen im Kalksteinmassiv ist die Apsis hinter einer glatten Ostwand versteckt und von außen nicht sichtbar. Hier wird sie durch eine zweiteilige Säulengliederung und ein breites Kranz[[gesims]] entsprechend der östlichen Apsis am [[Qal’at Sim’an]] noch betont. Die sehr sorgfältige Ausführung weist auf erfahrene städtische Handwerker hin. An der Westwand ist der Bau durch einen Doppelturm mit breitem Eingangsrundbogen in der Mitte verlängert. Eine solche repräsentative Westfassade gab es im Gebiet der Toten Städte nur noch an der wenig später erbauten und völlig verschwundenen Klosterkirche von [[Der Turmanin]] und an der Bizzoskirche von Ruweiha.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Wolfgang Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der syrische Kirchenbau.&amp;#039;&amp;#039; Studien zur spätantiken Kunstgeschichte. Walter de Gruyter, Berlin 1925, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerhalb Syriens gelten die syrischen Doppeltürme als Vorbilder für im 6. Jahrhundert entstandene Basilika von [[Jereruk]] in Nordarmenien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die beiden Ecktürme führten Treppenaufgänge zu den Emporen über der Vorhalle und über den Seitenschiffen. Das Kirchenschiff war von Westen und über jeweils zwei, durch säulengestützte Vorbauten betonte Eingänge in der nördlichen und südlichen Längswand zu erreichen. Im mittleren Bereich zwischen den vier Pfeilern befand sich ein übergroßes, hufeisenförmiges [[Tote Städte#Liturgie|Bema]], auf dem der [[Klerus]] Platz nahm, sodass die meisten Gläubigen auf die Emporen verdrängt wurden. Der Innenraum war durch ungewöhnlich viele Fenster belichtet, allein 11 Fenster befinden sich oben an den Mittelschiffwänden. Die Fensteröffnungen sind an den Außenseiten durch rundbogenförmige, profilierte Gesimsbänder miteinander verbunden, wie sie sich auch am Qal&amp;#039;at Sim&amp;#039;an wiederfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Odenthal: &amp;#039;&amp;#039;Syrien. Hochkulturen zwischen Mittelmeer und Arabischer Wüste.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1994, S. 230–232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reliquien von Symeon befanden sich im südlichen Apsisnebenraum. Dieses Martyrion ist von außen an der dritten Tür in der Südwand und an einem winzigen Fenster neben der Tür erkennbar, durch das die Pilger mit heiligem Öl versorgt werden konnten. Ein Fenster dort an der Ostwand ist von einem besonders aufwendig gestalteten Gesimsband eingefasst. Eine direkte Tür in den Altarraum lässt vermuten, dass die Symeon-Reliquie auch während des Gottesdienstes gebraucht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Strube 1996, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde 1861 von [[Melchior de Vogüé]] erstmals und 1890/91 von [[Howard Crosby Butler]] im Rahmen einer Expedition der amerikanischen [[Princeton University]] ergänzend untersucht. 1936 restaurierte [[Georges Tchalenko]] einige Teile. Er führte bis 1939/40 und nochmals 1973 umfassende Untersuchungen durch. Die von ihm vorbereitete Monographie über Qalb Loze konnte er nicht mehr fertigstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strube 1993, S. 94 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Howard Crosby Butler: &amp;#039;&amp;#039;Part II of the publications of an American Archaeological expedition to Syria in 1899–1900. Architecture and other arts.&amp;#039;&amp;#039; The Century &amp;amp; Co., New York 1904, S. 221–225&lt;br /&gt;
* Howard Crosby Butler: &amp;#039;&amp;#039;Early Churches in Syria. Fourth to Seventh Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 1929, S. 71 f.&lt;br /&gt;
* Georges Tchalenko: &amp;#039;&amp;#039;Villages Antiques de la Syrie du Nord II.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1953 Taf. CLVII-CLX&lt;br /&gt;
* Edgar Baccache: &amp;#039;&amp;#039;Églises de village de la Syrie du Nord. Documents photographiques des archives de l&amp;#039;Institut Français d&amp;#039;Archéologie du Proche-Orient.&amp;#039;&amp;#039; Paul Geuthner, Paris 1980, S. 100–109 (Schwarzweissfotografien)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Deichmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Qalb Lōze und Qalʿat Semʿān. Die besondere Entwicklung der nordsyrisch-spätantiken Architektur.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang&amp;amp;nbsp;1982, Heft&amp;amp;nbsp;6). Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften München 1982, ISBN 3-7696-1518-2.&lt;br /&gt;
* [[Christine Strube]]: &amp;#039;&amp;#039;Baudekoration im Nordsyrischen Kalksteinmassiv.&amp;#039;&amp;#039; Bd. I. &amp;#039;&amp;#039;Kapitell-, Tür- und Gesimsformen der Kirchen des 4. und 5. Jahrhunderts n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 1993, S. 94–115, [[doi:10.11588/diglit.71525]]&lt;br /&gt;
* Christine Strube: &amp;#039;&amp;#039;Die „Toten Städte“. Stadt und Land in Nordsyrien während der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1840-5, S. 20, 61–66&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kalb Lose}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-kiel.de/kibidano/receive/kibidano_kibpic_00007203?lang=tr &amp;#039;&amp;#039;Qalb Loze&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kieler Bilddatenbank Naher Osten.&amp;#039;&amp;#039; Christian-Albrechts-Universität, Kiel] Eingabe von „Qalb Loze“ in das Suchfenster führt zu 20 Bildern&lt;br /&gt;
* [http://www.syria.strabon.org/ua/pm_villesmortes/antique-villages/qalbloze_en.html &amp;#039;&amp;#039;Qalb Loze.&amp;#039;&amp;#039; Strabon]&lt;br /&gt;
* [http://syriaphotoguide.com/jebelalaala/qalblozeh/index.html &amp;#039;&amp;#039;Qalb Lozeh.&amp;#039;&amp;#039; syriaphotoguide.com] Detailfotos&lt;br /&gt;
* [http://www.gerty.ncl.ac.uk/photos_in_album.php?album_id=3&amp;amp;start=50 &amp;#039;&amp;#039;Gertrude Bell Archive, Photographs. Album C (1905).&amp;#039;&amp;#039;] Fotografien von [[Gertrude Bell]], April 1905 (C 051 bis C 059)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Idlib]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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