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	<title>QWERTZU - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=QWERTZU&amp;diff=2540125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OS: /* Technik */ erg &amp; Link</title>
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		<updated>2025-08-16T12:21:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Technik: &lt;/span&gt; erg &amp;amp; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Enigma-rotor-stack-cropped.jpg|mini|Der Walzensatz der Enigma besteht aus drei rotierenden Walzen, der nicht rotierenden  Umkehrwalze&amp;amp;nbsp;B (links) und der feststehenden Eintrittswalze ([[Stator]]) ganz rechts.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;QWERTZU&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein spezieller Begriff, der vor und während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von den britischen  [[Kryptoanalytiker|Codeknackern]] in [[Bletchley Park]] (B.P.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gordon Welchman: &amp;#039;&amp;#039;The Hut Six Story&amp;amp;nbsp;– Breaking the Enigma Codes&amp;#039;&amp;#039;. Allen Lane, London 1982; Cleobury Mortimer M&amp;amp;M, Baldwin Shropshire 2000, S.&amp;amp;nbsp;11. ISBN  0-947712-34-8&amp;lt;/ref&amp;gt; bei ihrer [[Entzifferung]]sarbeit an der deutschen [[Rotor-Chiffriermaschine|Schlüsselmaschine]] [[Enigma (Maschine)|Enigma]] verwendet wurde. Er bezeichnet die für die [[Kryptoanalyse|Kryptanalyse]]&amp;lt;!-- sic! Bitte nicht ändern auf „Kryptoanalyse“, denn beide Schreibweisen („Kryptanalyse“ und „Kryptoanalyse“) sind richtig. OS 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012 --&amp;gt; wichtige Information der genauen Verdrahtung der Eintrittswalze, also des Verbindungsgliedes zwischen [[Tastatur]] und [[Enigma (Maschine)#Aufbau|Walzensatz]] der Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Rückgrat der deutschen [[Kryptographie]]&amp;lt;!-- sic! Bitte die Änderung von „Kryptographie“ in „Kryptografie“ unterlassen. Zwar ist, wie jeder nachlesen kann (beispielsweise unter http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=spelling&amp;amp;input=Kryptografie&amp;amp;features=%28Cat+N%29%28Gender+F%29&amp;amp;country=D&amp;amp;lookup=caseInSensitive) die Schreibweise „Kryptografie“ neu, sie stellt jedoch auch nach der Rechtschreibreform nur die Nebenvariante dar. Hauptvariante und daher auch für den Artikel vorzuziehen ist „Kryptographie“. OS 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012 --&amp;gt; durch die Enigma gebildet, die von allen drei Wehrmachtteilen, [[Heer (Wehrmacht)|Heer]], [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] und [[Kriegsmarine]], zur Verschlüsselung ihres geheimen Nachrichtenverkehrs eingesetzt wurde. Bereits lange vor dem Krieg, noch im Jahr 1932, war polnischen [[Kryptoanalytiker]]n um den jungen [[Marian Rejewski]] bei ihrer Arbeit in der polnischen Dechiffrierstelle, dem &amp;#039;&amp;#039;[[Biuro Szyfrów]]&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Chiffrenbüro“), der erste [[Brechen (Kryptologie)|Einbruch]] in das Enigma-System gelungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marian Rejewski: &amp;#039;&amp;#039;An Application of the Theory of Permutations in Breaking the Enigma Cipher&amp;#039;&amp;#039;. Applicationes Mathematicae, 16&amp;amp;nbsp;(4), 1980, S.&amp;amp;nbsp;543–559, [http://cryptocellar.org/enigma/rew80.pdf PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB] (englisch), abgerufen in [[Crypto Cellar Research]] am 5.&amp;amp;nbsp;April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die Polen im Juli 1939 beim legendären [[Treffen von Pyry|Geheimtreffen von Pyry]] ihr gesamtes Wissen an ihre Verbündeten weitergegeben hatten, gelang es britischen [[Kryptoanalytiker|&amp;#039;&amp;#039;Codebreakers&amp;#039;&amp;#039;]] im etwa 70&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von [[London]] gelegenen englischen Bletchley Park ab Januar 1940  mit der [[Enigma I|Enigma&amp;amp;nbsp;I]] verschlüsselte deutsche [[Funkspruch|Funksprüche]], zunächst von der Luftwaffe und kurz darauf auch vom Heer, zu entziffern. Auch die von der deutschen Marine mithilfe der [[Enigma-M3|Enigma&amp;amp;nbsp;M3]] und&amp;amp;nbsp;– besonders kriegswichtig&amp;amp;nbsp;– die mit der von den deutschen [[U-Boot]]en eingesetzten Maschine [[Enigma-M4|Enigma&amp;amp;nbsp;M4]] verschlüsselten Funksprüche blieben, im Gegensatz zu den deutschen Hoffnungen und Annahmen, für die Briten kein Geheimnis. Ihnen gelang es vielmehr, mithilfe besonderer kryptanalytischer&amp;lt;!-- sic! Bitte nicht ändern auf „kryptoanalytischer“, denn beide Schreibweisen („kryptanalytisch“ und „kryptoanalytisch“) sind richtig. OS 16.&amp;amp;nbsp;Januar 2012 --&amp;gt; Geräte, wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Turing-Bombe]]&amp;#039;&amp;#039;, den verschlüsselten Nachrichtenverkehr der Wehrmacht nahezu während des gesamten Zweiten Weltkriegs kontinuierlich zu brechen und die daraus gewonnenen Informationen unter dem Decknamen „[[Ultra (Kryptologie)|Ultra]]“ gewinnbringend zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gordon Welchman: &amp;#039;&amp;#039;The Hut Six Story&amp;amp;nbsp;– Breaking the Enigma Codes&amp;#039;&amp;#039;. Allen Lane, London 1982; Cleobury Mortimer M&amp;amp;M, Baldwin Shropshire 2000, S.&amp;amp;nbsp;230. ISBN 0-947712-34-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Enigma wiring kleur.svg|mini|Skizze: Prinzipieller Aufbau der Enigma aus&amp;lt;br /&amp;gt;Batterie (1),&amp;lt;br /&amp;gt;Tastatur (2),&amp;lt;br /&amp;gt;Steckerbrett (3, 7) mit&amp;lt;br /&amp;gt;Steckkabel (8),&amp;lt;br /&amp;gt;Walzensatz (5) mit&amp;lt;br /&amp;gt;Eintrittswalze (4) und Umkehrwalze (6) sowie&amp;lt;br /&amp;gt;dem Lampenfeld (9)]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Enigma (Maschine)#Prinzip|titel1=„Prinzip“ im Artikel Enigma (Maschine)}}&lt;br /&gt;
[[Enigma (Maschine) # Prinzip|Prinzip]] und grundlegender [[Enigma (Maschine) # Aufbau|Aufbau]] der Enigma ist im [[Enigma (Maschine)|Übersichtsartikel]] beschrieben. Rechts der drei drehbaren Walzen (5) des Walzensatzes (siehe gelb hinterlegte Zahlen in der Prinzipskizze) befindet sich die Eintrittswalze (4) ([[Stator]]), die sich nicht dreht und deren Kontakte über 26 Drähte (hier sind nur vier davon gezeichnet) mit den Buchstabentasten (2) verbunden sind. Links des Walzensatzes befindet sich die [[Reflektor (Kryptologie)|Umkehrwalze]] (6) (UKW), die ebenfalls feststeht. Bei ihr handelt es sich um eine Erfindung (patentiert am 21.&amp;amp;nbsp;März 1926)&amp;lt;ref&amp;gt;Patentschrift &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Vorrichtung zum Chiffrieren und Dechiffrieren&amp;#039;&amp;#039; DRP Nr. 452 194. Abgerufen: 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012. [http://www.cdvandt.org/Enigma%20DE452194C1.pdf PDF; 0,5&amp;amp;nbsp;MB]&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Willi Korn]] (1893–1972), einem Mitarbeiter von [[Arthur Scherbius]] (1878–1929), dem ursprünglichen [[Enigma-Probemaschine|Erfinder der Enigma]]. Sie weist nur auf ihrer rechten Seite 26 Kontakte auf (in der Skizze sind wieder nur vier davon eingezeichnet), die paarweise miteinander verbunden sind. Die Umkehrwalze bewirkt, dass der Strom, der den Walzensatz zunächst von rechts nach links durchläuft, umgelenkt wird und ihn noch einmal durchfließt, nun von links nach rechts. Der Strom verlässt den Walzensatz, wie er gekommen ist, wieder über die Eintrittswalze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintrittswalze (4) stellt somit das wichtige Verbindungsglied zwischen einerseits dem Eingabeelement, also der Tastatur (2), und dem kryptographischen Herzstück der Enigma, nämlich dem Walzensatz dar, und bildet andererseits auch die Verbindung zwischen dem Walzensatz und dem Ausgabeelement, nämlich dem Lampenfeld (9). Neben der Kenntnis der Verdrahtung der in der Enigma eingesetzten drei drehbaren Walzen und der UKW (siehe auch: [[Enigma-Walzen]]) ist für die Kryptanalyse der Maschine die Kenntnis der Verdrahtung der Eintrittswalze essentiell, denn ohne Aufklärung der Verdrahtungen bliebe die Maschine [[Brechen (Kryptologie)|„unknackbar“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange vor dem Zweiten Weltkrieg, noch zu Beginn der 1930er Jahre, kannten die Kryptoanalytiker bereits den prinzipiellen Aufbau und die Funktionsweise einer Enigma-Maschine, denn zu dieser Zeit waren Vorläufermodelle der später militärisch genutzten Enigma&amp;amp;nbsp;I kommerziell erhältlich, die sich prinzipiell nur wenig voneinander unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Kruh, Cipher Deavours: &amp;#039;&amp;#039;The commercial Enigma&amp;amp;nbsp;– Beginnings of machine cryptography&amp;#039;&amp;#039;. Cryptologia, Rose-Hulman Institute of Technology, Taylor&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Francis, Philadelphia PA 26.2002,1 (Januar). {{ISSN|0161-1194}} Abgerufen: 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012. {{Webarchiv|url=http://www.dean.usma.edu/math/pubs/cryptologia/ClassicArticleReprints/V26N1PP1-16KruhDeavours.PDF |wayback=20060413103415 |text=PDF; 0,8&amp;amp;nbsp;MB |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Codeknacker verfügten somit bereits über viele grundlegende Informationen, die zum erfolgreichen [[Brechen (Kryptologie)|„Bruch“]] der Enigma unbedingt erforderlich waren. Was ihnen noch fehlte, war &amp;#039;&amp;#039;„the all-important internal wiring of the wheels“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Twinn-S126&amp;quot;&amp;gt;Peter Twinn: &amp;#039;&amp;#039;The Abwehr Enigma&amp;#039;&amp;#039; in Francis Harry Hinsley, Alan Stripp: &amp;#039;&amp;#039;Codebreakers&amp;amp;nbsp;– The inside story of Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Reading, Berkshire 1993, S.&amp;amp;nbsp;126. ISBN 0-19-280132-5&amp;lt;/ref&amp;gt;  (deutsch: „die entscheidend wichtige innere Verdrahtung der Walzen“). Und ein wichtiges Element davon war die Verdrahtung der Eintrittswalze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintrittswalze verbindet die über die Tastatur der Enigma gegebenen [[Lateinisches Alphabet#Die Buchstaben des Alphabets|26 Großbuchstaben des lateinischen Alphabets]] über 26 elektrisch [[Isolator (Elektrotechnik)|isolierte]]  [[Draht|Drähte]] mit 26 [[Elektrischer Kontakt|Kontakten]], die sich auf der linken Seite der Eintrittswalze befinden, und die die Verbindungsstellen zum (während des Verschlüsselungsvorgangs rotierenden) Walzensatz bilden. Für die Verbindung der Buchstabentasten mit den Ausgangskontakten der Eintrittswalze gibt es eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Möglichkeiten, die sich rechnerisch mithilfe der [[Fakultät (Mathematik)|Fakultät]] bestimmen lässt. Es sind 26! mögliche Verdrahtungskonfigurationen denkbar, also 26·25·24···3·2·1 Fälle. Das sind  exakt 403.291.461.126.605.635.584.000.000 Möglichkeiten für die Verdrahtung, von denen die deutschen [[Kryptograph]]en&amp;lt;!-- sic! Bitte die Änderung von „Kryptograph“ in „Kryptograf“ unterlassen. Zwar ist, wie jeder nachlesen kann (beispielsweise unter http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=spelling&amp;amp;input=Kryptografie&amp;amp;features=%28Cat+N%29%28Gender+F%29&amp;amp;country=D&amp;amp;lookup=caseInSensitive) die Schreibweise „Kryptografie“ neu, sie stellt jedoch auch nach der Rechtschreibreform nur die Nebenvariante dar. Hauptvariante und daher auch für den Artikel vorzuziehen ist „Kryptographie“. OS 6.&amp;amp;nbsp;März 2012 --&amp;gt; irgendeine beliebige für die militärische Enigma aussuchen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Briten kannten die entsprechende Verdrahtung für die kommerziellen Maschinen. Es war schlicht die Identität, also die Verbindung der Tasten, beginnend oben links, mit den Ausgangskontakten der Eintrittswalze (auf deren linker Seite) in der Reihenfolge der 26 Buchstaben auf der Tastatur der Enigma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 &amp;lt;big&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Q   W   E   R   T   Z   U   I   O &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;   A   S   D   F   G   H   J   K &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; P   Y   X   C   V   B   N   M   L &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marian Rejewski 1932 small.jpg|mini|hochkant|Dem damals 27-jährigen polnischen Codeknacker Marian Rejewski gelang bereits im Jahr 1932 die Aufdeckung des QWERTZU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Polish copy of Enigma made by Biuro Szyfrow.jpg|mini|hochkant|Beim polnischen Enigma-Nachbau, von dem Mitte der 1930er Jahre mindestens 15 Stück gefertigt wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;Krzysztof Gaj: &amp;#039;&amp;#039;Polish Cipher Machine&amp;amp;nbsp;–Lacida&amp;#039;&amp;#039;. [[Cryptologia]]. Rose-Hulman Institute of Technology. Taylor &amp;amp; Francis, Philadelphia PA 16.1992,1, {{ISSN|0161-1194}}, S.&amp;amp;nbsp;74.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren Tasten&amp;amp;nbsp;(1), Lampen&amp;amp;nbsp;(2) und Steckbuchsen&amp;amp;nbsp;(7), wie bei der deutschen [[Enigma-C]], einfach alphabetisch angeordnet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die militärische Enigma hingegen galt, wie sie schnell erkannten, diese Verdrahtung jedoch nicht und die Deutschen hatten sich offensichtlich für eine andere Verdrahtungsreihenfolge entschieden. Die große Frage war, für welche? Da dieses Problem von überragender Bedeutung für die angestrebte Entzifferung der Enigma war, prägte der britische Codeknacker [[Dillwyn Knox|Dillwyn „Dilly“ Knox]], der bei seinen Kollegen in Bletchley Park dafür bekannt war, wunderliche aber prägnante Begriffe zu kreieren, als abkürzende Bezeichnung für die unbekannte Verdrahtungsreihenfolge der Eintrittswalze der militärisch genutzten Enigma&amp;amp;nbsp;I den Namen „QWERTZU“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Synonym für QWERTZU wurde in B.P. auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;„diagonal“&amp;#039;&amp;#039; (englisch für „Diagonale“) benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Tony Sale: &amp;#039;&amp;#039;The Bletchley Park 1944 Cryptographic Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. Publikation, Bletchley Park, 2001, S.&amp;amp;nbsp;28. Abgerufen: 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012. [http://www.codesandciphers.org.uk/documents/cryptdict/cryptxtt.pdf PDF; 0,4&amp;amp;nbsp;MB]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war ebenso die Buchstabenreihenfolge gemeint, in der die einzelnen Buchstabentasten der Enigma&amp;amp;nbsp;I mit der Eintrittswalze verbunden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dilly Knox selbst arbeitete für viele Jahre, wenn auch nicht ausschließlich, bis hinein ins Jahr 1939 an diesem Problem, ohne eine Lösung zu finden. Ebenso wenig kamen seine B.P.-Kollegen [[Tony Kendrick]], [[Peter Twinn]] und selbst der große [[Alan Turing]] auf die von den Deutschen gewählte Verdrahtung, was angesichts der immens großen Zahl von Möglichkeiten für den QWERTZU auch niemand verwunderte. Keiner der genannten Kryptoanalytiker stand auch nur im Entferntesten im Verdacht, ein „phantasieloser Dummkopf“ (englisch: &amp;#039;&amp;#039;„unimaginative dullard“&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Twinn-S127&amp;quot;&amp;gt;Peter Twinn: &amp;#039;&amp;#039;The Abwehr Enigma&amp;#039;&amp;#039; in Francis Harry Hinsley, Alan Stripp: &amp;#039;&amp;#039;Codebreakers&amp;amp;nbsp;– The inside story of Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Reading, Berkshire 1993, S.&amp;amp;nbsp;127. ISBN 0-19-280132-5&amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein. Im Gegenteil, sie alle wurden in B.P. als äußerst intelligente und kreative Köpfe hoch geschätzt. Dennoch fand keiner von ihnen den richtigen QWERTZU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wichtige Information erlangten die Briten erst am 26. und 27.&amp;amp;nbsp;Juli 1939,&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Erskine: &amp;#039;&amp;#039;The Poles Reveal their Secrets&amp;amp;nbsp;– Alastair Dennistons&amp;#039;s Account of the July 1939 Meeting at Pyry&amp;#039;&amp;#039;. Cryptologia. Rose-Hulman Institute of Technology. Taylor &amp;amp; Francis, Philadelphia PA 30.2006,4, S.&amp;amp;nbsp;294&amp;lt;/ref&amp;gt; als es zu einem [[Treffen von Pyry|legendären Treffen]] französischer, britischer und polnischer Codeknacker im [[Kabaty-Wald]] von [[Pyry]] etwa 20&amp;amp;nbsp;km südlich von Warschau kam, bei dem sie den verblüfften Briten und Franzosen ihre [[Polnischer Enigma-Nachbau|Enigma-Nachbauten]] überreichten und ihre gesammelten Erkenntnisse und erarbeiteten kryptanalytischen&amp;lt;!-- sic! Bitte nicht ändern auf „kryptoanalytischen“, denn beide Schreibweisen („Kryptanalyse“ und „Kryptoanalyse“) sind richtig. OS 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012 --&amp;gt; Methodiken offenbarten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kris Gaj, Arkadiusz Orłowski: &amp;#039;&amp;#039;Facts and myths of Enigma: breaking stereotypes.&amp;#039;&amp;#039; Eurocrypt, 2003, S.&amp;amp;nbsp;121ff. Abgerufen: 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012. [http://web.archive.org/web/20070928040230/http://ece.gmu.edu/courses/ECE543/viewgraphs_F03/EUROCRYPT_2003.pdf PDF; 0,1&amp;amp;nbsp;MB]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Frage, die Dilly Knox bei diesem Treffen (laut [[Mavis Lever|Mavis Batey]] auf Französisch) gestellt hat, war: &amp;#039;&amp;#039;„Quel est le QWERTZU?“&amp;lt;ref&amp;gt;Mavis Batey: Dilly Knox&amp;amp;nbsp;– A Reminiscence of this Pioneer Enigma Cryptanalyst. Cryptologia, Rose-Hulman Institute of Technology. Taylor&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Francis, Philadelphia PA 32.2008,2, S.&amp;amp;nbsp;104–130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Was ist der QWERTZU?“; also sinngemäß: „Wie lautet die Verdrahtungsreihenfolge der Eintrittswalze?“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Twinn-S126&amp;quot; /&amp;gt; Dies hatte ihn schon so lange gequält.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich L. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-540-67931-6, S.&amp;amp;nbsp;412.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rejewskis Antwort war genial einfach: „ABCDEFG...“&amp;lt;ref&amp;gt;Hugh Sebag-Montefiore: &amp;#039;&amp;#039;Enigma&amp;amp;nbsp;– The battle for the code&amp;#039;&amp;#039;. Cassell Military Paperbacks, London 2004, S.&amp;amp;nbsp;42. ISBN 0-304-36662-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Codeknacker Peter Twinn, der ebenfalls in B.P. arbeitete, berichtet, dass Dilly Knox, nachdem er vom Pyry-Treffen gemeinsam mit dem Franzosen [[Gustave Bertrand]] ins [[Hotel Bristol (Warschau)|Hotel Bristol]] nach [[Warschau]] zurückfuhr, wo er zusammen mit seinem Chef [[Alastair Denniston|„Alastair“ Denniston]] während ihres Polen-Aufenthaltes wohnte, im Taxi begeistert auf Französisch gesungen hat: &amp;#039;&amp;#039;„Nous avons le QWERTZU, nous marchons ensemble“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Twinn-S127&amp;quot; /&amp;gt; (deutsch: „Wir haben den QWERTZU, wir werden vereint marschieren.“).&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Smith: &amp;#039;&amp;#039;Enigma entschlüsselt&amp;amp;nbsp;– Die „Codebreakers“ von Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, 2000, S.&amp;amp;nbsp;40. ISBN 3-453-17285-X&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückblickend erscheint die Lösung natürlich lächerlich einfach, aber aus Sicht der britischen Spezialisten war es auch die dümmste aller Möglichkeiten, für die sich die Deutschen entschieden hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Smith: &amp;#039;&amp;#039;Enigma entschlüsselt&amp;amp;nbsp;– Die „Codebreakers“ von Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, 2000, S.&amp;amp;nbsp;39. ISBN 3-453-17285-X&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einer astronomisch großen Anzahl von mehr als 400 [[Quadrillion]]en Möglichkeiten hatten die deutschen Kryptographen&amp;lt;!-- sic! Bitte die Änderung von „Kryptograph“ in „Kryptograf“ unterlassen. Zwar ist, wie jeder nachlesen kann (beispielsweise unter http://www.canoonet.eu/services/Controller?dispatch=spelling&amp;amp;input=Kryptografie&amp;amp;features=%28Cat+N%29%28Gender+F%29&amp;amp;country=D&amp;amp;lookup=caseInSensitive) die Schreibweise „Kryptograf“ neu, sie stellt jedoch auch nach der Rechtschreibreform nur die Nebenvariante dar. Hauptvariante und daher auch für den Artikel vorzuziehen ist „Kryptograph“. OS 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012 --&amp;gt; tatsächlich einfach nur die gewöhnliche alphabetische Reihenfolge als QWERTZU ausgewählt. Dies war aus Sicht der Briten so abstrus und so dumm und damit auch so wenig naheliegend, dass sie diesen Fall niemals ernsthaft in Betracht gezogen hatten. Marian Rejewski hingegen hatte diese Reihenfolge bereits im Jahr 1932 intuitiv richtig erraten, und damit die Grundlage geschaffen für die [[Enigma (Maschine)#Geschichtliche Konsequenzen|geschichtlich so bedeutsamen alliierten Enigma-Entzifferungen]] (Deckname: „Ultra“) während des Zweiten Weltkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kris Gaj, Arkadiusz Orłowski: &amp;#039;&amp;#039;Facts and myths of Enigma: breaking stereotypes.&amp;#039;&amp;#039; Eurocrypt, 2003, S.&amp;amp;nbsp;121ff. Abgerufen: 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2012. [http://web.archive.org/web/20070928040230/http://ece.gmu.edu/courses/ECE543/viewgraphs_F03/EUROCRYPT_2003.pdf PDF; 0,1&amp;amp;nbsp;MB]&lt;br /&gt;
* Francis Harry Hinsley, Alan Stripp: &amp;#039;&amp;#039;Codebreakers&amp;amp;nbsp;– The inside story of Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Reading, Berkshire 1993. ISBN 0-19-280132-5&lt;br /&gt;
* Tony Sale: &amp;#039;&amp;#039;The Bletchley Park 1944 Cryptographic Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. Publikation, Bletchley Park, 2001, S.&amp;amp;nbsp;22. Abgerufen: 24.&amp;amp;nbsp;Jan. 2012. [http://www.codesandciphers.org.uk/documents/cryptdict/cryptxtt.pdf PDF; 0,4&amp;amp;nbsp;MB]&lt;br /&gt;
* [[Hugh Sebag-Montefiore]]: &amp;#039;&amp;#039;Enigma&amp;amp;nbsp;– The battle for the code&amp;#039;&amp;#039;. Cassell Military Paperbacks, London 2004, ISBN 0-304-36662-5&lt;br /&gt;
* Michael Smith: &amp;#039;&amp;#039;Enigma entschlüsselt&amp;amp;nbsp;– Die „Codebreakers“ von Bletchley Park&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, 2000. ISBN 3-453-17285-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bletchley Park]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachausdruck mit Bezug zur Enigma-Maschine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kryptanalytischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Kryptologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
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