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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pyrimidine</id>
	<title>Pyrimidine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T03:00:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pyrimidine&amp;diff=1516031&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kreuz Elf: Änderung 256142004 von 95.222.82.97 rückgängig gemacht; kann man so nicht sagen. Keine Verbesserung</title>
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		<updated>2025-05-20T05:18:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/256142004&quot; title=&quot;Spezial:Diff/256142004&quot;&gt;256142004&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/95.222.82.97&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/95.222.82.97&quot;&gt;95.222.82.97&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; kann man so nicht sagen. Keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pyrimidin 2,4,6subst k.svg|mini|400px|Strukturformeln von 2,4,6-Trimethylpyrimidin (links) und 2,4,6-Trichlorpyrimidin (rechts)|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pyrimidine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden in der Chemie eine [[Stoffgruppe]] von [[organische Verbindung|organischen Verbindungen]], die zu den [[Heterocyclen]] (genauer: [[Heteroaromaten]]) zählt. Sie leiten sich von der Stammverbindung [[Pyrimidin]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei der [[Substitutionsreaktion|Substitution]] das aromatische [[Pi-Elektronensystem|π-Elektronensystem]] erhalten bleibt, liegen Pyrimidin[[Derivat (Chemie)|derivate]] im engeren Sinn vor, wie beispielsweise bei 2,4,6-Trimethylpyrimidin oder 2,4,6-Trichlorpyrimidin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pyrimidin num.svg|mini|120px|Pyrimidingerüst mit [[Lokant]]en|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
Substituierte Pyrimidinringe sind Teilstrukturen wichtiger Naturstoffe, wie beispielsweise des Vitamins B&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; ([[Thiamin]]) und der in Milchprodukten vorkommenden [[Orotsäure]], die gleichzeitig eine Zwischenstufe der [[Pyrimidin-de-novo-Synthese]] ist. Von der [[Barbitursäure]] leiten sich eine Reihe wichtiger Pharmazeutika ab, die sogenannten [[Barbiturate]], die am fünften Kohlenstoffatom substituiert sind und als [[Schlafmittel]] Verwendung finden. Pyrimidin-Derivate spielen auch als [[Diuretikum|Diuretika]], [[Antibiotikum|Antibiotika]], [[Zytostatikum|Antimetabolika]] und in der antiviralen Therapie eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;skin-invert-image&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Thiamin.svg|Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; (Thiamin)&lt;br /&gt;
 Orotic acid.svg|Orotsäure&lt;br /&gt;
 Barbitursäure.svg|Barbitursäure&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtigste Derivate des Pyrimidins müssen jedoch die Bausteine der [[Nukleinsäuren]] jeder Zelle betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biochemie ==&lt;br /&gt;
=== Pyrimidinbasen ===&lt;br /&gt;
50 % der sogenannten „Basen“ jedes DNA-Moleküls enthalten das Pyrimidin-Gerüst. Beim hydrolytischen Abbau der polymeren DNA wurden [[Uracil]], [[Thymin]] (= Methyluracil) und [[Cytosin]] isoliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Cytosin und Uracil in Position 1 mit dem ersten C-Atom (C-1) der [[Ribose]] verknüpft, ergeben sich die [[Nukleoside]] [[Cytidin]] und [[Uridin]]. Durch Veresterung der Ribose mit Phosphat entstehen die [[Nukleotide]] CMP und UMP, die Bausteine der [[Ribonukleinsäure|RNA]] sind. Enthält das Nukleotid [[Cytosin]] oder [[Thymin]] und [[Desoxyribose]], handelt es sich um die Bausteine der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]], Desoxy-Cytidin- (dCMP) und Desoxy-[[Thymidin]]monophosphat (dTMP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;33%&amp;quot; | Nukleobase&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;33%&amp;quot; | Nukleosid&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;33%&amp;quot; | Desoxynukleosid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Cytosin.svg|65px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Cytidin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Desoxycytidin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Cytosin]]&lt;br /&gt;
| [[Cytidin]], C&lt;br /&gt;
| [[Desoxycytidin]], dC&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thymin.svg|100px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:5-Methyluridin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Desoxythymidin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Thymin]]&lt;br /&gt;
| [[Ribothymidin]] T&amp;lt;ref&amp;gt;Löffler, Petrides, Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Biochemie und Pathobiochemie.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Springer, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-32680-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; (= 5-Methyluridin)&lt;br /&gt;
| [[Desoxythymidin]], dT&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Uracil.svg|65px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Uridin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
| [[Datei:Desoxyuridin.svg|110px|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Uracil]]&lt;br /&gt;
| [[Uridin]], U&lt;br /&gt;
| [[Desoxyuridin]], dU&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Biologie und Biochemie werden die Heterocyclen Uracil und Thymin als &amp;#039;&amp;#039;„Basen“&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(„[[Nukleinbasen]]“)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Allerdings entspricht dies nicht der sonst üblichen Definition einer Base in der Chemie. So besitzt [[Uracil]] einen pK&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert von 9,45 und ist damit eine schwache Säure. Cytosin hingegen enthält eine [[Aminogruppe]], welche dem Molekül Basencharakter verleiht. Die biologische Funktion in den Nukleinsäuren beruht weniger auf der Basizität, sondern auf der Fähigkeit der „Pyrimidinbasen“, [[Wasserstoffbrückenbindung]]en (H-Brücken) auszubilden, und zwar können sie sowohl als H-Brücken-Akzeptoren als auch als H-Brücken-Donoren wirksam werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Verbindungen selbst sind starke H-Brückenbildner und besitzen daher recht hohe Schmelzpunkte: Uracil 335&amp;amp;nbsp;°C, Thymin 321&amp;amp;nbsp;°C, Cytosin 320–325&amp;amp;nbsp;°C. Sie bilden Hydrate (Kristallwasser-Moleküle sind offenbar durch H-Brücken fixiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biosynthese ===&lt;br /&gt;
Der heterocyclische Ring wird unabhängig von der Ribose aufgebaut und erst nach Fertigstellung mit dem Zucker verknüpft. Als Zwischenprodukt dieser Synthesekette erscheint die [[Orotsäure]], das Endprodukt ist das [[Uridinmonophosphat]] (UMP), welches in weiteren Schritten zu [[Cytidinmonophosphat|CMP]], dUMP, dCMP und dTMP umgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:Pyrimidin Zusammensetzung.svg|450px|Herkunft der Atome des Grundgerüsts der Pyrimidine während der Biosynthese|class=skin-invert-image]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion von Pyrimidinen im Körper erfolgt im [[Cytosol]] und beginnt mit der Bildung von [[Carbamoylphosphat]] aus [[Glutamin]], 2 [[Adenosintriphosphat|ATP]] und HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; zu Carbamoylphosphat + 2 ADP + Pi + [[Glutamate|Glutamat]]. Anschließend katalysiert das [[Enzym]] [[Aspartat-Transcarbamoylase]] (ATCase) die Bildung von &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Carbamoylaspartat aus Carbamoylphosphat und [[Aspartat]]. Daraus wird dann der Ring gebildet: &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Carbamoylaspartat cyclisiert unter Abspaltung von Wasser zu Dihydroorotat, das durch erneute Abspaltung von Wasser zu [[Orotat]] wird. Aus dem freien Pyrimidin Orotat werden dann die Pyrimidinnukleotide synthetisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Pilzen wie der [[Bäckerhefe]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Candida albicans]]&amp;#039;&amp;#039; kann Pyrimidin auf völlig andere Weise hergestellt werden, indem im Selbstmord-Enzym &amp;#039;&amp;#039;Pyrimidin-Synthase&amp;#039;&amp;#039; ein Histidinrest und [[Pyridoxalphosphat]] zum Pyrimidinring ligieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Rung-Yi Lai, Siyu Huang u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Thiamin Pyrimidine Biosynthesis in Candida albicans: A Remarkable Reaction between Histidine and Pyridoxal Phosphate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 134, 2012, S.&amp;amp;nbsp;9157–9159, {{DOI|10.1021/ja302474a}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbau und Modifizierung der Basen ===&lt;br /&gt;
Von den Nukleosiden und Nukleotiden werden als erstes die &amp;quot;Basen&amp;quot; abgespalten. Diese werden zu [[β-Alanin]] oder [[Butyrat|3-Aminoisobutyrat]] abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[salpetrige Säure]] (HNO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) wird die Aminogruppe des Cytosins in eine [[Hydroxygruppe]] umgewandelt. Dadurch entsteht aus Cytosin Uracil. Wirkt Salpetrige Säure auf die DNA (als [[Mutagen]]) ein, führt diese Änderung dazu, dass es bei der Vermehrung der DNA ([[Replikation|Reduplication]]) zu fehlerhaften [[Basenpaar]]ungen und damit zu einer veränderten Basensequenz kommt, die zu veränderten Proteinen und damit zu einem veränderten [[Phänotyp]] führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung in der Medizin ===&lt;br /&gt;
Früher wurde 6-Sulfa-2,4-diemethyl-pyrimidin (Sulfadimetin, Handelsnamen &amp;#039;&amp;#039;Aristamid&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Elkosin&amp;#039;&amp;#039;) als [[Sulfonamid]] zur Behandlung von Infektionen eingesetzt (etwa als Suspension bei Lungenentzündungen, Gallenblasenentzündungen, Entzündungen der Harnblase und des Nierenbecken sowie bei Hirnhautentzündungen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aristamid-Saft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. LXI (Anzeige der Nordmark-Werke GmbH in Hamburg).&amp;lt;/ref&amp;gt;). Weitere zu den Pyrimidinen gehörige Standard-Sulfonamide sind bzw. waren [[Silbersulfadiazin|Sulfadiazin]], [[Sulfamerazin]] und [[Sulfadimidin|Sulfamethazin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wurm, A. M. Walter: &amp;#039;&amp;#039;Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 9–223, hier: S. 43–46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird die Synthese des Thymidins gestört, wirkt sich das auch als Störung der DNA-Synthese aus. Eine wirksame Möglichkeit ist die Hemmung der [[Thymidilat-Synthase]] durch [[5-Fluoruracil]], das sich vom Thymin dadurch unterscheidet, dass es an der Stelle der Methylgruppe ein [[Fluor]]atom aufweist. Damit steht ein wirksames [[Krebs (Medizin)|Krebs]]-Medikament zur Verfügung. Allerdings wirkt sich die Störung der Zellteilung auch auf andere sich schnell vermehrende Zellen in den [[Haarfollikel]]n und im [[Knochenmark]] aus, was die schweren [[Nebenwirkung]]en bei einer [[Chemotherapie]] erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls auf einem Pyrimidingerüst beruht [[5-Fluorcytosin]], ein [[Antimykotikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nomenklatur und Tautomerie ==&lt;br /&gt;
Uracil, [[Barbitursäure]] etc. stellen eigentlich nur formal Pyrimidine dar; es sind Abkömmlinge &amp;#039;&amp;#039;teilhydrierter&amp;#039;&amp;#039; Pyrimidine. Von der Struktur her kann man sie besser als ringförmige Harnstoffderivate (oder [[Lactame]] bzw. [[Imide]]) betrachten. Auch das Strukturelement der [[Enamine]] kann man in den Formeln dieser Heterocyclen erkennen.&lt;br /&gt;
Bei diesen Molekülen tritt das Phänomen der [[Tautomerie]] auf. So kann [[Uracil]] formal als 2,4-Dihydroxypyrimidin betrachtet werden; die Röntgen-Kristallstrukturanalyse zeigt jedoch, dass es im festen Zustand keine Hydroxy-, sondern zwei Oxogruppen enthält. Ähnliches gilt für [[Barbitursäure]] (formal 2,4,6-Trihydroxypyrimidin), Cytosin, Thymin und Orotsäure (Abbildung). Die Moleküle enthalten das Grundmuster N=C–X–H (mit X = O, S oder NH). In den Oxo-Tautomeren liegt die Carbonsäureamid- (X = O), Thioamid- (X = S) oder Amidin-Funktion (X = NH) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Purin Tautomerie2.svg|mini|250px|zentriert|Prinzip der Tautomerie in Pyrimidinen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rationelle Nomenklatur dieser Verbindungen ist nicht sehr praktisch, es wären Pyrimidinone; Uracil und Thymin sind Pyrimidin-dione, Cytosin ein Aminopyrimidinon. Durch Röntgen-Kristallstrukturanalyse der drei Verbindungen wurden die Strukturen für den festen Zustand bewiesen. Spektroskopische Untersuchungen ergaben, dass auch in Lösungen ganz überwiegend diese Strukturen vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbare und früher häufig diskutierte tautomere Formen mit „echtem“, d.&amp;amp;nbsp;h. heteroaromatischem Pyrimidin-Gerüst, sind in Lösung bestenfalls in sehr kleinem Anteil vorhanden. Trotzdem bezeichnet man die Pyrimidinone oft als Hydroxypyrimidine, d.&amp;amp;nbsp;h. 2,4-Dihydroxypyrimidin (Uracil), 2,4-Dihydroxy-5-methylpyrimidin (Thymin) und 4-Amino-2-hydroxypyrimidin (Cytosin); besser wären, nach den Prinzipien der Suffix-Nomenklatur, wie im Englischen üblich, die Namen Pyrimidin-2,4-diol etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Uracil tautomere.svg|mini|450px|zentriert|2,4-Dihydroxypyrimidin und Tautomere; ganz rechts das Dioxo-Tautomer (Uracil)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthesen von Pyrimidinen ==&lt;br /&gt;
Von den zahlreichen Synthesen sei hier nur ein einziges wichtiges Synthese&amp;#039;&amp;#039;prinzip&amp;#039;&amp;#039; betrachtet: Die Umsetzung von 1,3-Dicarbonylverbindungen (oder analoger 1,3-bifunktioneller Derivate) mit einem [[Amidin]] oder mit [[Harnstoff]]. Hierbei wird der Sechsring-Heterocyclus aus einer C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Komponente und einer N-C-N-Komponente aufgebaut. So erhält man durch [[Kondensationsreaktion|Kondensation]] von Pentan-1,3-dion („Acetylaceton“) mit Acet[[amidin]] 2,4,6-Trimethylpyrimidin.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Bowman: &amp;#039;&amp;#039;Notes: Some Pyrimidine Derivatives&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[J. Chem. Soc.]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1937&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;494–495; {{DOI|10.1039/JR9370000494}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2,4,6-Trimethylpyrimidin k.svg|mini|450px|zentriert|Synthese von 2,4,6-Trimethylpyrimidin. Aus dem stabilen, lagerbaren Salz des Acetamidins wird durch die Base Kaliumcarbonat das &amp;quot;freie&amp;quot; Amidin erzeugt, welches in wässriger Lösung mit dem Harnstoff reagiert. Die Reaktion wurde bei Raumtemperatur durchgeführt. Reaktionszeit 2 bis 3 Wochen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pyrimidinone lassen sich als cyclische Harnstoff-Derivate auch aus [[Harnstoff]] synthetisieren. Beachte, dass die Verbindungen auch das Strukturelement der [[Enamine]], besser Enamide, enthalten. Man verwendet daher 1,3-Dicarbonylverbindungen als Reaktionspartner. So lässt sich Uracil durch Kondensation von Harnstoff mit [[3-Oxopropansäure]] („Formylessigsäure“, C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) erhalten. Die Synthese gilt auch als früher Strukturbeweis. Die C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Komponente ist jedoch in diesem Fall nicht lagerfähig und wurde daher durch [[Äpfelsäure]] ersetzt. Diese wird in konzentrierter Schwefelsäure unter Wasserabspaltung [[Decarbonylierung|decarbonyliert]], verliert also [[Kohlenmonoxid]]. Die &amp;#039;&amp;#039;in situ&amp;#039;&amp;#039; gebildete 3-Oxopropansäure kondensiert mit dem Harnstoff in der schwefelsauren Lösung unter zweifacher Abspaltung von Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Uracilsynthese k.svg|mini|450px|zentriert|Synthese von Uracil aus Äpfelsäure über 3-Oxopropansäure]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anellierte Pyrimidinderivate ==&lt;br /&gt;
Von den Pyrimidinen leiten sich formal die Stoffklassen der [[Flavine]], [[Pteridine]] und [[Purine]] ab. Diese enthalten neben dem Pyrimidinring einen zweiten heterocyclischen Ring mit einer gemeinsamen Bindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Beyer]] und [[Wolfgang Walter]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Organischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;, 21. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-7776-0438-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Biochemie und Pathobiochemie: Pyrimidin-Stoffwechsel|Pyrimidin-Stoffwechsel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrimidin| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kreuz Elf</name></author>
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