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	<title>Pyramidales System - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T11:17:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pyramidales_System&amp;diff=660582&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Zitat lt. Quelle</title>
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		<updated>2025-08-01T05:47:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Zitat lt. Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gray684.png|mini|Freipräparierte Pyramidenbahn (rot) im Bereich des Hirnstammes, Seitenansicht von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;pyramidale System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein System der Bewegungssteuerung bei [[Säugetiere]]n. Es bezeichnet eine Ansammlung zentraler [[Motoneuron]]en und ihrer in der Pyramidenbahn zusammen verlaufenden Nervenzellfortsätze.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Voss (Mediziner)|Hermann Voss]], [[Robert Herrlinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Band III: &amp;#039;&amp;#039;Nervensystem, Sinnessystem, Hautsystem, Inkretsystem.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1964, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das pyramidale System ist bei [[Primaten]] und vor allem beim [[Mensch]]en besonders gut ausgebildet. Zusammen mit dem [[Extrapyramidalmotorisches System|extrapyramidalen System]] steuert es alle willkürlichen und einen Teil der unwillkürlich ablaufenden Bewegungen ([[Motorik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich von der anatomischen Struktur &amp;#039;&amp;#039;Pyramis medullae oblongatae [von griech. pyramis = Pyramide]&amp;#039;&amp;#039; ab, ein Vorsprung auf der Vorderfläche des [[Medulla oblongata|Myelencephalons]], welche an eine schlanke, auf den Kopf gestellte Pyramide erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/pyramidenbahn/10596 |titel=Pyramidenbahn |hrsg=Spektrum.de |abruf=2018-03-14 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Michael Schünke]]; [[Erik Schulte]]; [[Udo Schumacher]]. Ill. von Markus Voll ..., |Titel=Prometheus: LernAtlas der Anatomie |Auflage=4., überarb. u. erw. Aufl. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-139544-3 |Seiten=298 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fälschlicherweise wird oft angenommen, der Name käme von der pyramidenähnlichen Struktur der Perikaryen seiner Ursprungszellen ([[Pyramidenzelle]]n). Dies ist auch insofern unrealistisch, da Pyramidenzellen nicht nur als Ursprung der Pyramidenbahn vorkommen (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
Das pyramidale System ist für die Feinmotorik und die willkürliche Motorik zuständig. Es hat seinen Ursprung in der [[Motorcortex#Primär-motorische Rinde (M1)|Primär-motorischen Rinde]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Gyrus praecentralis]]&amp;#039;&amp;#039;), also in einem definierten Teil der [[Großhirnrinde]]. Dort sitzen die Zellkörper der [[Motoneuron#Oberes Motoneuron (UMN)|zentralen Motoneurone]], bei denen es sich histologisch um [[Pyramidenzelle]]n handelt. Einige auffällig große Motoneurone werden als [[Betz-Zelle|Betz-Riesenzellen]] bezeichnet. Die meisten Zellen, die das pyramidale System bilden, sind jedoch kleinere Pyramidenzellen der motorischen Rinde. Die [[Axon|axonalen Fasern]] der Motoneurone laufen von der Hirnrinde über die &amp;#039;&amp;#039;[[Capsula interna]]&amp;#039;&amp;#039;, den [[Hirnstamm]] und die weiße Substanz des Rückenmarks zum [[Motoneuron#Unteres Motoneuron (LMN)|unteren Motoneuron]] (LMN). Das pyramidale System ist beim Menschen besonders gut entwickelt, während es bei Tieren nur eine untergeordnete Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betz-Riesenzellen sind in der Schicht V ([[Isocortex#Lamina V|Lamina V]]) der motorischen Rinde des [[Isocortex]] anzutreffen, siehe dazu auch die allgemeine Zytoarchitektonik des Isocortex. Genannte Riesenzellen senden zwar alle ihre Axone in die Pyramidenbahn, ihr Anteil an diesen Fasern liegt jedoch unter 5 %. Über 90 % der Fasern wird von kleineren Pyramidenzellen gestellt. Solche kleine Pyramidenzellen sind aber überall im Isocortex und daher überall auf der Großhirnrinde vertreten, siehe insbesondere Schicht III ([[Isocortex#Lamina III|Lamina III]]). 70 % der Nervenzellen im Kortex sind Pyramidenzellen. Von ihnen wird der Hauptteil der Informationsverarbeitung getragen. Ihr Vorkommen ist also keineswegs auf die motorische Rinde beschränkt. Betzsche Riesenzellen bilden in dieser Hinsicht eine Ausnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Benninghoff]], [[Kurt Goerttler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Anatomie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Dargestellt unter Bevorzugung funktioneller Zusammenhänge. 3. Band: &amp;#039;&amp;#039;Nervensystem, Haut und Sinnesorgane.&amp;#039;&amp;#039; Urban und Schwarzenberg, München 1964, S. 234, 247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Spitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geist im Netz.&amp;#039;&amp;#039; Modelle für Lernen, Denken und Handeln. Spektrum, Heidelberg 1996, ISBN 3-8274-0109-7, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pyramidenbahn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray764.png|mini|links|Pyramidenbahn (in rot)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray687.png|mini|Querschnitt durch das Rückenmark&amp;lt;br /&amp;gt;Pyramidenbahn rot (5)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptteil des PS ist die &amp;#039;&amp;#039;Pyramidenbahn&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tractus corticospinalis&amp;#039;&amp;#039;). Sie ist beidseits an der Unterseite der [[Medulla oblongata]] (Myelencephalon) als seichter Längswulst (Pyramis, Pyramide) sichtbar. In der &amp;#039;&amp;#039;Pyramidenkreuzung&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Decussatio pyramidum&amp;#039;&amp;#039;), am Übergang zwischen [[Myelencephalon|Nachhirn]] und [[Rückenmark]], kreuzen 70 bis 90 Prozent der [[Neurit]]en als &amp;#039;&amp;#039;Tractus corticospinalis lateralis&amp;#039;&amp;#039; auf die jeweils andere Seite (&amp;#039;&amp;#039;kontralateral&amp;#039;&amp;#039;), die restlichen laufen als &amp;#039;&amp;#039;Tractus corticospinalis anterior&amp;#039;&amp;#039; paramedian im Vorderstrang des Rückenmarks und kreuzen segmental ins Vorderhorn der kontralateralen Seite des Rückenmarks. Einige Bahnen kreuzen überhaupt nicht, sondern verbleiben &amp;#039;&amp;#039;ipsilateral&amp;#039;&amp;#039;. Das Ausmaß der Kreuzung ist aber bei den einzelnen Säugern unterschiedlich. Beim Menschen und auch beim [[Haushund|Hund]] kreuzt die Mehrzahl der Fasern. Bei [[Huftiere]]n kreuzt nur etwa die Hälfte der Bahnen. Siehe auch [[Kontralateralität des Vorderhirns]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das PS zieht vorwiegend zu den [[Interneuron]]en des Rückenmarks und steuert über diese die motorischen Wurzelzellen, die [[Motoneuron#Oberes Motoneuron (UMN)|motorischen Vorderhornzellen]] im Rückenmark. Einige Fasern gehen direkte (monosynaptische) Verbindungen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schäden des pyramidalen Systems ==&lt;br /&gt;
Eine einseitige Schädigung des pyramidalen Systems (etwa durch einen [[Schlaganfall]]) führt bei Menschen und anderen [[Primaten]] infolge der Pyramidenkreuzung meist zu einer Lähmung ([[Parese]]) der Gegenseite des Körpers. Die Lähmung ist nicht vollständig (also keine [[Plegie]]), da eine extrapyramidale Steuerung in der Regel weiterbesteht und einige Funktionen übernehmen kann. Typisch sind jedoch die sogenannten [[Pyramidenbahnzeichen]], der Verlust der Feinmotorik, Mitbewegungen anderer Muskelgruppen oder der Gegenseite und eine allgemeine Ungeschicklichkeit. Tatsächlich sind diese Symptome jedoch immer Folge einer Läsion mehrerer kortikofugaler Bahnen, die nicht nur die Pyramidenbahn betreffen, sondern etwa auch die rubrospinale und die (laterale) reticulospinale Bahn. Im Fall einer (äußerst seltenen) isolierten Schädigung der Pyramidenbahn übernehmen andere motorische Bahnen weitgehend deren Funktion, sodass lediglich geringfügige Störungen der Feinmotorik zu erwarten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Stefan Silbernagl]], Florian Lang |Titel=Taschenatlas der Pathophysiologie |Auflage=2. |Verlag=Georg Thieme Verlag KG |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-13-102192-6 |Seiten=310}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Säugetieren sind die Ausfälle weit weniger dramatisch, da das pyramidale System bei ihnen nicht so bedeutsam ist. Hier beschränken sich die Schädigungen auf Haltungsstörungen des Halses und den Ausfall der [[Haltungs- und Stellungsreaktionen|Stellungsreaktionen]], selbst wenn man den gesamten motorischen Cortex einer Seite entfernt. Die arttypischen Bewegungsmuster sind kaum verändert, da sie vorwiegend vom [[Extrapyramidalmotorisches System|extrapyramidalen System]] und damit von anderen Gehirnteilen ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzung der Pyramidenbahn wurde 1709 erstmals von [[Domenico Mistichelli]] (1675–1715) beschrieben. Ein Jahr später wies [[François Pourfour du Petit]] die [[Kontralateralität des zentralen Nervensystems|Kontralateralität]] des motorischen Systems nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Trepel]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuroanatomie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, 2003, ISBN 3-437-41297-3.&lt;br /&gt;
* Franz-Viktor Salomon: &amp;#039;&amp;#039;Nervensystem, Systema nervosum.&amp;#039;&amp;#039; In: Salomon, Geyer, Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 464–577.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4385324-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralnervensystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rückenmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metencephalon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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