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	<title>Pyr automaton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:26:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pyr_automaton&amp;diff=897317&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2024-04-09T17:13:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pyr autómaton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine antike [[Brandwaffe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine Paste, die aus einer Kombination von [[Petroleum]] ([[Naphtha]]) mit [[Schwefel]], [[Pecherei|Holzpech]] und [[Calciumoxid|ungelöschtem Kalk]] hergestellt wurde und sich durch einen Tropfen [[Wasser]] angeblich selbst entzündete. In tönerne Gefäße gefüllt, ließen sich diese antiken Vorläufer der [[Granate]]n mit Hilfe von [[Katapult]]en hinter jede [[Festung]]smauer schießen. Es ist im Gebrauch einer anderen antiken Brandwaffe ähnlich, die bereits zu ihrer Entwicklungszeit sehr bekannt wurde und über die viele der antiken Historiker berichteten, dem [[Griechisches Feuer|Griechischen Feuer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung des Pyr automaton in {{Literatur | Autor = Robert James Forbes | Titel = More studies in early petroleum history, 1860–1880 | Jahr = 1976 | Verlag = Hyperion Press | Ort = Westport | ISBN = 978-0-88355-291-9 | Seiten = 87 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Das Pyr autómaton wird in zahlreichen schriftlichen Quellen erwähnt, neben [[antike]]n Quellen (wie [[Titus Livius]], [[Plinius der Ältere]]) wird es auch in verschiedenen [[mittelalter]]lichen Feuerwerkbüchern und Kriegsbüchern beschrieben.&lt;br /&gt;
Eine der ältesten schriftlichen Erwähnungen findet sich in bruchstückhaften Abschriften des &amp;#039;&amp;#039;Kestoi&amp;#039;&amp;#039; des Bischofs [[Sextus Iulius Africanus]] (160/170–nach 240), es enthält ein [[Synthese (Chemie)|Rezept]] und beschreibt seine Verwendung in der Magie und bei Zauberkünsten. Im Zuge zahlreicher Abschriften wurde der Inhalt des Kestoi jedoch im Laufe der Jahrhunderte substantiell verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor = Gerhard W. Kramer | Titel = Das Pyr Autómaton – die selbstentzündlichen Feuer des Mittelalters | Sammelwerk = Waffen- und Kostümkunde – Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde | Nummer = 1 | Jahr = 2002 | ISSN = 0042-9945 | Seiten = 49–61 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Siegfried von Romocki beschreibt eines der überlieferten Rezepte aus einer Abschrift aus dem 7. Jahrhundert eine Zusammensetzung aus Rohschwefel, Salpeter, und kerdonischem [[Pyrit]], die zu gleichem Teilen, unter Zugabe von [[Asphalt]] und [[Maulbeerfeige|Sykomorensaft]], in einem [[Mörser (Werkzeug)|Mörser]] zu einer auswalzbaren Masse vermischt werden, dem abschließend noch etwas ungelöschter Kalk zugegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Siegfried von Ramocki | Titel = Geschichte der Explosivstoffe | TitelErg = Geschichte der Sprengstoffchemie, der Sprengstofftechnik und dem Torpedowesens bis zum Beginn der neuesten Zeit | Band = 1 | Verlag = Oppenheim | Ort = Berlin | Jahr = 1895 | Seiten = 9 ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Partington, siehe Literatur, S. 8, gibt ein fast identisches Rezept aus den byzantinischen Zusätzen zu Julius Africanus, nur wird dort als Alternative Pyrit und &amp;#039;&amp;#039;Keraunios Lithos&amp;#039;&amp;#039; (Donner-Stein) genannt, was von [[Ferdinand Hoefer]] als &amp;#039;&amp;#039;keraunischer Pyrit&amp;#039;&amp;#039; (Antimonsulfid) interpretiert wurde (Partington S. 9), nach Partington aber auch die Pyritform [[Markasit]] sein kann. Die Zubereitung sollte bei Mittagssonne erfolgen (damit nicht morgendliche oder abendliche Feuchte das Gemisch entzündet).&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Rezepte wie eine anonyme arabische [[Alexander der Große|Alexandergeschichte]] aus der Zeit um 1225 sieht gebrannten Kalk, Schwefel und Salpeter vor. Ein [[China|chinesisches]] Rezept von 1161 sieht lediglich gebrannten Kalk und Schwefel vor. Ein Rezept im Feuerwerkbuch der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau (Handschrift Ms. 362) von 1432 empfiehlt einen Teil gebrannten Kalk, ein Pfund Schwefel und fünf Unzen [[Calciumnitrat|Kalksalpeter]] und weitere Rezepte sehen die Zugabe von [[Schwarzpulver]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kramer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Experimentelle Überprüfung ==&lt;br /&gt;
[[Ferdinand Nibler]]&amp;lt;ref&amp;gt;nachgewiesen bei: [http://www.ruhr-uni-bochum.de/technikhist/tittmann/2%20Kontroverse.pdf Rezension zu Günther Bugge: Schieß- und Sprengstoffe] (PDF; 192&amp;amp;nbsp;kB), bei www.ruhr-uni-bochum.de, abgerufen am 11. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; prüfte zahlreiche antike Rezepturen [[Experiment|experimentell]], hauptsächlich mit den [[Chemischer Stoff|Stoff]]&amp;amp;shy;kombinationen&lt;br /&gt;
# [[Calciumoxid|Branntkalk]] und Schwefel,&lt;br /&gt;
# dasselbe mit Zusatz von Ölen oder Fetten&lt;br /&gt;
# sowie mit Zusatz von [[Calciumnitrat#Gewinnung und Darstellung|(Mauer-)Salpeter]]&lt;br /&gt;
auf ihre potentielle Tauglichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Nibler: &amp;#039;&amp;#039;Experimente zum chemischen Anzünder mittelalterlicher Kriegsfeuer auf Kalziumoxidbasis&amp;#039;&amp;#039;; Z. Technikgeschichte, Band 74, 2007, Seite 69ff, [http://www.ruhr-uni-bochum.de/technikhist/tittmann/3%20Anzuender.pdf PDF-Datei], abgerufen bei ruhr-uni-bochum.de im Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen Mischungen gemeinsam ist die [[chemische Reaktion]] des [[Calciumhydroxid#Gewinnung und Darstellung|Branntkalklöschens]], die dabei freiwerdende Wärmeenergie von 1,79 kWs/cm³ sollte Schwefel bis&lt;br /&gt;
zu der für eine [[Selbstentzündung]] notwendigen [[Zündtemperatur]] von 260 °C erhitzen und damit das Feuer [[Punkt (Geometrie)|punktuell]] auslösen, bevor die [[Schmelzenthalpie]] beim Schmelzen des Schwefels (ab 115,21&amp;amp;nbsp;°C) die Mischung wieder abkühlt. Nibler schloss alle Mischungen mit Salpeter aus, da nasser Salpeter nicht als [[Oxidationsmittel]] tauge. Als Ergebnis seiner Experimente schreibt er, dass es bei größeren Mengen (ab etwa 1 Kilogramm) der Stoffe und ohne innige Vermischung zum Entflammen des Schwefels kam, wodurch nur dann Sekundärfeuer mit brennbaren Stoffen erreicht werden konnten. Bei der innigen Vermischung der Substanzen wurde die Abschirmung von Luftsauerstoff als hemmendes [[Tatsache|Faktum]] [[Diagnose|diagnostiziert]], was die Entflammung behinderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Holzpech enthaltene [[Pinene|Pinen]] hat einen [[Flammpunkt]] von 32&amp;amp;nbsp;°C,&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|ZVG=491170|CAS=80-56-8|Name=alpha-Pinen|Abruf=2008-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aber eine Zündtemperatur von 255 °C.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Merck KGaA|Merck]] Sicherheitsdatenblatt, [http://pline.de/pline.b2b-trader.de/images/pPool-5556070010-6556-03235/image/818632.pdf PDF-Datei]&amp;lt;/ref&amp;gt; Petroleum hat einen Flammpunkt von 55 bis ca.&amp;amp;nbsp;74&amp;amp;nbsp;°C und eine Zündtemperatur von 210 °C.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GESTIS|ZVG=531419|Name=Kerosin mit Flammpunkt &amp;gt; 55&amp;amp;nbsp;°C|Abruf=2013-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Gerhard W. Kramer | Titel = Das Pyr Autómaton – die selbstentzündlichen Feuer des Mittelalters | Sammelwerk = Waffen- und Kostümkunde – Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde | Nummer = 1 | Jahr = 2002 | ISSN = 0042-9945 | Seiten = 49–61 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = | Titel = Chronologie der Naturwissenschaften: Der Weg der Mathematik und der Naturwissenschaften von den Anfängen in das 21. Jahrhundert | Herausgeber = Karl-Heinz Schlote | Jahr = 2002 | Verlag = Deutsch | Ort = Frankfurt am Main | ISBN = 3-8171-1610-1 | Seiten = 56 }}&lt;br /&gt;
* Ferdinand Nibler: &amp;#039;&amp;#039;Experimente zum chemischen Anzünder mittelalterlicher Kriegsfeuer auf Kalziumoxidbasis&amp;#039;&amp;#039;; Z. Technikgeschichte, Band 74, 2007, Seite 69ff, [http://www.ruhr-uni-bochum.de/technikhist/tittmann/3%20Anzuender.pdf PDF-Datei], abgerufen bei ruhr-uni-bochum.de im Februar 2016,&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Francis C. R. Thee | Titel = Heumeneutische Untersuchungen zur Theologie | Sammelwerk = Julius Africanus and the early Christian view of magic / by Francis C. R. Thee | Jahr = 1984 | Verlag = Mohr | Ort = Tübingen | ISBN = 3-16-144552-X | Seiten = 19 }}&lt;br /&gt;
* Gerhard W. Kramer, Klaus Leibnitz: &amp;#039;&amp;#039;The firework book. Gunpowder in Medieval Germany. (German, circa 1400. Translation of MS 362 dated 1432 in the Library of the University of Freiburg/Br., Germany) = Das Feuerwerkbuch&amp;#039;&amp;#039;. The Arms &amp;amp; Armour Society, London 2001, (&amp;#039;&amp;#039;The journal of the Arms &amp;amp; Armour Society&amp;#039;&amp;#039; Jubilee Nr. 17, 2001, 03, 1, {{ISSN|0004-2439}}), S. 55, 62.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Robert James Forbes | Titel = Studies in ancient technology | Verlag = Brill | Ort = Leiden | Jahr = 1993 | Band = 1 | Auflage = 3. | ISBN = 90-04-00621-4 | Seiten = 106 }}&lt;br /&gt;
* J. R. Partington: A history of Greek Fire and Gunpowder, Johns Hopkins University Press 1960, 1999 (mit neuer Einleitung von Bert S. Hall), S. 5ff (Automatic Fire)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Artikel über „Massenvernichtungswaffen der Antike“ auf [http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,456809,00.html Spiegel Online]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://archive.archaeology.org/9703/abstracts/fiery.html | titel=Fiery Finery | titelerg= | autor=[[Adrienne Mayor]] | hrsg=Archaeological Institute of America | werk=Archaeology | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2013-02-23 | sprache=EN | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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