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	<title>Pyomyositis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pyomyositis&amp;diff=1659351&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-25T02:48:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = M60.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Infektiöse Myositis, Tropische Pyomyositis (gegebenenfalls zusätzlich B95–B97 zur Angabe des Infektionserregers; B95.6 für &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pyomyositis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pyomyositis tropicans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Myositis purulenta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bungpagga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lambo Lambo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist eine akute [[Bakterien|bakterielle]] [[Infektion]] der [[Skelettmuskel|Skelettmuskulatur]], die in der Regel durch den Erreger &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus aureus]]&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen wird. Wichtigstes Symptom der Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium sind [[eiter]]gefüllte [[Abszess]]e in den Muskeln. Sie ist in [[Tropen|tropischen Bereichen]] deutlich weiter verbreitet als in anderen Regionen, in denen sie als selten gilt und häufig bei [[Immundefekt|immungeschwächten]] Patienten auftritt. Die Behandlung erfolgt durch [[Chirurgie|chirurgische]] Therapie der Abszesse sowie eine begleitende Gabe von [[Antibiotikum|Antibiotika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Tropen]] gilt die Pyomyositis als [[Endemie|endemisch verbreitet]], die [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenzrate]] liegt beispielsweise in [[Uganda]] bei 1:1000. In diesen Regionen beträgt der Anteil betroffener Patienten an allen Einlieferungen in [[Krankenhaus|Krankenhäuser]] ein bis vier Prozent und an den Todesfällen bis zu 13 Prozent. Die Erkrankung tritt hier mit einem Geschlechtsverhältnis (m/w) von 3:1 bis 5:3 überwiegend bei männlichen Patienten auf. Sie kann alle Altersgruppen betreffen, ist jedoch mit einem Altersschwerpunkt von 10 bis 40 Jahren vor allem bei Kindern und jüngeren Menschen zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nicht-tropischen Bereichen ist die Pyomyositis hingegen in heutiger Zeit selten. Betroffen sind in diesen Regionen vor allem Erwachsene und ältere Menschen, eine erhöhte Prävalenz bei Männern oder bei Frauen ist nicht nachweisbar. Bei bis zu 75 Prozent der nicht-tropischen Fälle handelt es sich um eine Folgeerkrankung von schweren Immunschwächeformen wie zum Beispiel bei [[AIDS|AIDS-Patienten]], bei [[Krebs (Medizin)|Krebspatienten]] mit [[Chemotherapie]] oder bei Patienten mit [[Immunsuppression|immunsuppressiver]] Behandlung nach [[Transplantation|Organtransplantation]]. So ist bei rund 20 Prozent der Pyomyositis-Patienten in den [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Regionen]] eine Infektion mit [[Humanes Immundefizienz-Virus|HIV]] nachweisbar. Darüber hinaus tritt die Erkrankung bei rund einem Viertel der Patienten aus Regionen mit gemäßigtem Klima in zeitlicher Nähe zu einer Reise in die Tropen auf. Trotzdem werden immer wieder Fälle aus den gemäßigten Klimaten ohne Anamnese einer Tropenreise berichtet (Broich 1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorhergehende oder begleitende [[Trauma (Medizin)|Verletzung]] durch Unfälle oder andere Formen von Gewalteinwirkung im betroffenen Muskelbereich ist bei 25 bis 40 Prozent der Patienten nachweisbar. Als Inzidenzmaximum im Jahresverlauf gilt der Zeitraum von Juli bis September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Staphylococcus aureus Gram.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039;, Gram-Färbung]]&lt;br /&gt;
Ursache der Pyomyositis ist eine bakterielle Infektion der [[Skelettmuskel|Skelettmuskulatur]]. Diese wird bei etwa 90 bis 95 Prozent der betroffenen Patienten in den Tropen und in rund 70 bis 75 Prozent der Erkrankungsfälle in den nicht-tropischen Regionen durch &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus aureus]]&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen. In bis zu fünf Prozent der sonstigen Fälle sind [[A-Streptokokken]] wie &amp;#039;&amp;#039;[[Streptococcus pyogenes]]&amp;#039;&amp;#039; nachweisbar, weitere beschriebene Erreger sind unter anderem &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus epidermidis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pneumokokken|Streptococcus pneumoniae]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Proteus mirabilis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Yersinia enterocolitica]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Escherichia coli]]&amp;#039;&amp;#039; und verschiedene [[Salmonellen]]arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Häufigkeit von Verletzungen unmittelbar vor der Erkrankung sowie dem Nachweis einer Pyomyositis nach Verletzung im Zusammenhang mit einer intravenösen Infektion mit &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039; in einem experimentellen Modell (Myake 1904) wird eine Verletzung von einigen Autoren als ausschlaggebend oder als Risikofaktor angesehen. Neben Trauma gelten auch intensive Belastung, generalisierte [[Muskelkontraktion]]en wie bei [[Stromunfall|Elektrounfällen]], chronische Erkrankungen wie [[Diabetes mellitus]] sowie die Einnahme von Medikamenten wie [[Zidovudin]] (AZT) oder [[Steroide]]n als mögliche Ursachen für Muskelschädigungen, die nach einer entsprechenden Infektion zu einer Pyomyositis an den betroffenen Muskeln führen können. Für die tropische Pyomyositis sind auch [[Wurmerkrankung]]en, beispielsweise mit [[Fadenwürmer|Nematoden]], oder Viren als Ursache oder Risikofaktoren postuliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue [[Pathogenese]] ist bisher nicht eindeutig geklärt, obwohl vieles für eine bakterielle Genese spricht. Es wird angenommen, dass es sich um eine Komplikation einer vorübergehenden [[Bakteriämie]] (Vorhandensein von Bakterien im Blut) handelt und dass durch eine Verletzung der Muskulatur ein &amp;#039;&amp;#039;Locus minoris resistentiae&amp;#039;&amp;#039; entsteht, also eine Stelle, an der die im Normalfall hohe Widerstandsfähigkeit von Muskelgewebe gegenüber bakteriellen Infektionen vermindert ist. Darüber hinaus begünstigt möglicherweise die Freisetzung von [[Eisen]] aus dem [[Myoglobin]] geschädigter Muskeln das Wachstum von Bakterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Erscheinungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verteilung der Abszesse können prinzipiell alle Muskeln am Körper betroffen sein. Die Häufigkeit scheint tendenziell der Verteilung der Muskelmasse zu entsprechen, weshalb große Muskeln häufiger betroffen scheinen. Die meisten Berichterstatter finden keine bevorzugte Seitenlokalisation (Broich 1991), so dass die aufgestellte Theorie der bevorzugten Rechtsseitigkeit wegen dort häufiger auftretenden Traumatisierungen (Asken und Cotton 1963) sich nicht halten lassen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Phase der Erkrankung, die auch als &amp;#039;&amp;#039;invasive Phase&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird und rund zwei Wochen nach Infektion umfasst, sind die Symptome in der Regel subakut und unspezifisch, wodurch sie meist unerkannt bleiben beziehungsweise vernachlässigt werden. Die häufigsten Zeichen in dieser Phase sind [[Fieber]] und [[Appetitlosigkeit]] (Anorexie). Zu den lokalen Symptomen zählen Schwellungen und leichte [[Schmerz]]en. Nicht in allen Fällen treten in dieser Phase [[Erythema|Hautrötungen]] (Erythema) und Überwärmung der betroffenen Stellen auf, da die Infektion noch in den tieferen Muskelbereichen lokalisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der auch als &amp;#039;&amp;#039;eiternde Phase&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten zweiten Phase, in der oft die Diagnose erfolgt, kommt es zu hohem Fieber, [[Schüttelfrost]] sowie einem [[Sepsis|septisch]] bedingten [[Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom|Systemischem inflammatorischem Response-Syndrom]] (SIRS). Zu den lokalen Symptomen während dieser Phase zählen [[Muskelhypertonie|erhöhte Muskelspannungen]] und [[Myalgie|-schmerzen]], [[Entzündung]]en der [[Haut]] und das Auftreten von [[Eiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der dritten und schwerwiegendsten Phase, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Spätphase&amp;#039;&amp;#039;, kommt es neben den bereits genannten Symptomen zu einer verstärkten Bildung von Eiter, der vermehrten Entstehung von [[Abszess]]en (abgekapselte Eiteransammlungen), [[Arthritis|Arthritiden]] (Gelenksentzündungen), einem [[Nierenversagen]] sowie zu einer [[Sepsis]] bis hin zum septischen Schock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsmethoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pyomyositis MRI.jpg|mini|hochkant|Pyomyositis-bedingte Abszesse in einem MRT-Bild]]&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Diagnosemethoden beim Verdacht auf Pyomyositis sind [[Bildgebendes Verfahren (Medizin)|bildgebende Verfahren]] wie die [[Sonographie]], mit welcher Störungen der Muskelstruktur sowie das Vorhandensein von Eiteransammlungen in der Muskulatur bestätigt werden können. Der Nutzen ist jedoch eingeschränkt während der ersten Phase der Erkrankung. Mit einer [[Computertomographie]] können vor dem Auftreten von Abszessen Muskelschwellungen und verringerte Muskeldichte nachgewiesen werden, mit einer [[Magnetresonanztomographie|MRT-Untersuchung]] lassen sich Ausmaß und Lokalisation der Erkrankung beurteilen. Als Referenzmethode zum Nachweis multipler Abszesse gilt eine [[Szintigrafie|Gallium-Szintigraphie]]. Bildgebende Verfahren sind darüber hinaus wichtig für die Verlaufskontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Mikrobiologie|mikrobiologischen]] Erregernachweis, den [[Goldstandard (Verfahren)|Goldstandard]] für die definitive Diagnose der Erkrankung, erfolgt in der Regel eine [[Punktion]] der Abszesse oder eine [[Biopsie]] des Muskelgewebes. [[Blutkultur]]en sind in 5 bis 30 Prozent der Fälle positiv. Eine Biopsie ermöglicht darüber hinaus den [[Differentialdiagnose|differentialdiagnostischen]] Ausschluss anderer Muskelerkrankungen und -verletzungen wie [[Osteomyelitis]] und [[Polymyositis]], [[Hämatom]]en und [[Muskelfaserriss]]en, [[Thrombose]]n der tiefen [[Vene]]n sowie [[Trichinen|Trichinosen]]. Die Serumspiegel der [[Enzym]]e [[Creatin-Kinase|Creatin-Phosphokinase]] und [[Aldolase]] als Marker einer Muskelschädigung liegen typischerweise im Normbereich, [[Akute-Phase-Protein]]e wie [[C-reaktives Protein]] sind meist ebenso erhöht wie die [[Blutsenkungsreaktion|Blutsenkungsgeschwindigkeit]]. Häufig nachweisbar im Zusammenhang mit einer Pyomyositis sind eine [[Leukozytose]] und eine [[Eosinophilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pathologisch ist bei Pyomyositis eine [[ödem]]atöse Auftrennung der [[Muskelfaser]]n erkennbar, gefolgt von einer ungleichmäßigen Zellauflösung (Zytolyse) bis hin zu einer vollständigen [[Nekrose|nekrotischen]] Zersetzung betroffener Muskelstellen, die in unterschiedlicher Ausprägung in jeder Phase der Erkrankung nachweisbar ist. Die Muskelfasern, deren Querstreifung nicht mehr erkennbar ist, sind zunächst vorwiegend von [[Granulozyt]]en und später von [[Lymphozyt]]en, [[Plasmazelle]]n und [[Makrophage]]n umgeben. Auch von Makrophagen [[Phagozytose|phagozytierte]] Erreger sind häufig nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Behandlung einer Pyomyositis erfolgt in der Regel die [[Chirurgie|chirurgische]] [[Drainage (Medizin)|Drainage]] der Abszesse, gegebenenfalls unter Nutzung der [[Interventionelle Radiologie|interventioneller Radiologie]]. Eine [[Amputation]] der betroffenen Muskelbereiche ist nur in seltenen Fällen notwendig. Begleitet wird diese Behandlung durch eine [[intravenös]]e Gabe von [[Antibiotikum|Antibiotika]], deren Auswahl von der Bestimmung des Erregers sowie seinem [[Gram-Färbung|Gram-Status]] und der [[Antibiogramm|Ermittlung]] seiner [[Resistenz]]en abhängt. Bei Diagnose in der ersten Phase der Erkrankung ist in der Regel eine alleinige Antibiotikatherapie erfolgversprechend. Für die Dauer der Behandlung gibt es keine etablierten Empfehlungen, sie beträgt in den meisten Fällen rund drei bis vier Wochen und richtet sich nach der individuellen Ausprägung der Erkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etablierte Vorgaben zur [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]] existieren für Pyomyositis nicht. Empfohlen wird gelegentlich die Beseitigung einer symptomlosen Besiedlung der [[Nasenschleimhaut]] mit &amp;#039;&amp;#039;Staphylococcus aureus&amp;#039;&amp;#039;, wie sie bei 25 bis 30 Prozent aller Menschen zu finden ist, durch die [[topische Anwendung]] von [[Mupirocin]] oder durch orale Gabe von [[Rifampicin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilungsaussicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Prognose]] der Pyomyositis gilt als sehr gut, sofern die Erkrankung in der ersten oder zweiten Phase erkannt wird und wirksame Antibiotika gegen den auslösenden Erreger zur Verfügung stehen. Die [[Mortalität]] beträgt bei rechtzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung 0,5 bis zwei Prozent. Auch bei größeren Muskelschäden sind die daraus resultierenden dauerhaften Deformationen und Funktionseinschränkungen in der Regel gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nicht oder zu spät erkannte beziehungsweise unbehandelte oder fortschreitende Erkrankung gilt hingegen als lebensbedrohlich, die Mortalität liegt in diesen Fällen bei rund zehn Prozent. Häufigste Todesursache sind septische Komplikationen, daneben können auch die [[Ruptur]] von begleitenden Abszessen in [[Inneres Organ|inneren Organen]] sowie eine eitrige [[Perikarditis]] oder eine [[Endokarditis]] zum Tod führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Scriba.jpg|mini|hochkant|Büste von Julius Scriba an der [[Universität Tokio]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1852 durch Virchow in seiner Habilitationsschrift unter dem Namen &amp;quot;Spontane akute Myositis&amp;quot;. Beschrieben wurde ein Krankheitsbild mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Benommenheit, oft sogar mit Delirien, das in kurzer Zeit zum Tode führt. Die Ursache sah er in einer &amp;quot;Materia peccans zu Blute&amp;quot;, ohne diese genauer zu bezeichnen. Gobée (1855) (Niederlande), Gay (1858) (England) und Gellé (1858) (Frankreich) beschrieben unabhängig voneinander Muskelabszesse. Alle diese Fälle verliefen tödlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein bekannt wurde die Erkrankung nach einer Beschreibung des in Japan tätigen deutschen Chirurgen [[Julius Scriba]], der über vier Fälle aus Japan berichtete (1885). Etwa zur gleichen Zeit wie in Japan erschienen in Mitteleuropa zunehmend häufiger Berichte über dieses Krankheitsbild aus tropischen Kolonialgebieten (van Dorssen 1885) aus Java (damals: Niederländisch-Indien). Der heutige Begriff &amp;quot;Pyomyositis&amp;quot; wird erstmals als &amp;quot;Pyomyosite&amp;quot; von Commes (1918) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Bericht aus [[Nordamerika]] stammt von Mynter (1881) über einen Abszess des M. psoas. Im tropischen Südamerika wurde bereits von De Saliva (1866) ein Abszess des M. rectus abdominalis berichtet. Beide Fälle konnten durch Inzision geheilt werden.&lt;br /&gt;
Mit dem Anstieg der Ausbreitung von HIV/Aids ab dem Ende der 1980er Jahre nahm auch in den westlichen Ländern die Zahl der Berichte über Pyomyositis-Fälle zu, obgleich sie hier noch immer als seltene Erkrankung gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. M. Broich: &amp;quot;Pyomyositis&amp;quot; -Eine tropische S. aureus-Erkrankung- ? Eine Übersichtsarbeit. Inaugural-Dissertation der Universität Köln, 1991. (199 Quellenangaben).&lt;br /&gt;
* F. Lanternier, N. Memain, O. Lortholary: &amp;#039;&amp;#039;Pyomyositis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Orphanet|Orphanet Encyclopedia]].&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlicht im März 2004, online verfügbar unter [https://www.orpha.net/data/patho/GB/uk-pyomyositis.pdf Orphanet: Pyomyositis] ([[Portable Document Format|PDF-Datei]], ca.&amp;amp;nbsp;85&amp;amp;nbsp;KB)&lt;br /&gt;
* L.N. Small, J.J. Ross: &amp;#039;&amp;#039;Tropical and Temperate Pyomyositis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Infectious Disease Clinics of North America.&amp;#039;&amp;#039; 19(4)/2005. Elsevier, S.&amp;amp;nbsp;981–989, {{ISSN|0891-5520}}&lt;br /&gt;
* N.F. Crum-Cianflone: &amp;#039;&amp;#039;Infectious myositis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Best Practice &amp;amp; Research Clinical Rheumatology]].&amp;#039;&amp;#039; 20(6)/2006. Elsevier, S.&amp;amp;nbsp;1083–1097, {{ISSN|1521-6942}}&lt;br /&gt;
* S. Chauhan, S. Jain, S. Varma, S.S. Chauhan: &amp;#039;&amp;#039;Tropical pyomyositis (myositis tropicans): current perspective.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Postgraduate Medical Journal.&amp;#039;&amp;#039; 80/2004. The Fellowship of Postgraduate Medicine, S.&amp;amp;nbsp;267–270, {{ISSN|0032-5473}}&lt;br /&gt;
* S. Schalinski, M. Tsokos: &amp;#039;&amp;#039;Pyomyositis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 16(3)/2006. Springer, S.&amp;amp;nbsp;151–155, {{ISSN|0937-9819}}&lt;br /&gt;
* A.K. Argawal, S. Singla, A. Sirohi: &amp;#039;&amp;#039;Tropical Pyomyositis.&amp;#039;&amp;#039; In: A.K. Argawal: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Medicine. A Practical Manual for Students and Practitioners.&amp;#039;&amp;#039; Jaypee Brothers Publishers, New Delhi 2007, ISBN 81-8061-928-1, S.&amp;amp;nbsp;368–373&lt;br /&gt;
* J. Bickels, L. Ben-Sira, A. Kessler, S. Wientroub: &amp;#039;&amp;#039;Primary Pyomyositis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Bone and Joint Surgery (American).&amp;#039;&amp;#039; 84/2002. The Journal of Bone and Joint Surgery, Inc. &amp;amp; Stanford University Libraries’ HighWire Press, S.&amp;amp;nbsp;2277–2286, {{ISSN|0021-9355}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://neuromuscular.wustl.edu/pathol/pyomyositis.html Pyomyositis: MRI images] MRI-Bilder von Pyomyositis-Infektionen (englisch)&lt;br /&gt;
* John G. Bartlett: [http://prod.hopkins-abxguide.org/diagnosis/soft_tissue/pyomyositis.html?contentInstanceId=255446 Antibiotic Guide: Pyomyositis] Informationen zur Klinik, Diagnostik und Therapie von Pyomyositis (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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