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	<title>Putzsymbiose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T00:28:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Putzsymbiose&amp;diff=937161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RoBri: Änderungen von 78.35.5.130 (Diskussion) auf die letzte Version von 91.248.192.6 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2022-02-23T11:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/78.35.5.130&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/78.35.5.130&quot;&gt;78.35.5.130&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:78.35.5.130&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:78.35.5.130 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:91.248.192.6&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:91.248.192.6 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;91.248.192.6&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Putzsymbiose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine [[Symbiose|symbiotische]] Partnerschaft zwischen verschiedenen Tierarten bezeichnet, bei denen die eine, meist kleinere, die größere Tierart von [[Parasit|Außenparasiten]], Hautverunreinigungen und abgestorbenen Hautteilen befreit. Putzsymbiosen treten vor allem in [[Korallenriff]]en auf, sind jedoch auch von anderen marinen Biotopen, aus Süßgewässern und von Landlebewesen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[Herodot]] berichtete, dass in Ägypten kleine Vögel in den Mäulern von [[Krokodile]]n nach Nahrung suchen. Gemeint war wahrscheinlich der [[Krokodilwächter]], dem dies bis heute nachgesagt wird, beobachtet wurde dieses Verhalten bis heute aber nicht. Nachgewiesen wurde eine Putzsymbiose erst in den 1930er Jahren, als die [[Neongrundel]] (&amp;#039;&amp;#039;Elacatinus oceanops&amp;#039;&amp;#039;) bei der bei Florida gelegenen Insel [[Dry Tortugas]] bei dieser Tätigkeit beobachtet und fotografiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cleaning station konan.jpg|mini|Zwei [[Hawaii-Putzerfisch]]e (&amp;#039;&amp;#039;Labroides phthirophagus&amp;#039;&amp;#039;) reinigen den [[Lippfisch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Novaculichthys taeniourus]]&amp;#039;&amp;#039; der dazu die Kiemen abgespreizt und das Maul geöffnet hat.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus with Echeneis naucrates.jpg|mini|[[Schiffshalter (Fische)|Schiffshalter]] auf dem Rücken eines [[Weißspitzen-Riffhai]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodianus rufus juvenile.jpg|mini|Auch die Jungfische des [[Spanischer Schweinslippfisch|Spanischen Schweinslippfischs]] putzen und zeigen eine blau-gelbe Färbung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dentist needed.jpg|hochkant|mini|Eine [[Atlantische Weißband-Putzergarnele]] entfernt Nahrungsreste zwischen den Zähnen einer [[Muräne]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Putzerfische ==&lt;br /&gt;
Die bekannteste Putzsymbiose wird von den [[Putzerlippfische]]n (Labrichthyini) ausgeübt, von den Arten der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Labropsis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Larabicus]]&amp;#039;&amp;#039; nur als Jungfische, vom [[Gewöhnlicher Putzerlippfisch|Gewöhnlichen Putzerlippfisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Labroides dimidiatus&amp;#039;&amp;#039;) und den anderen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Labroides]]&amp;#039;&amp;#039; lebenslang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunikation ===&lt;br /&gt;
Voraussetzung einer Putzsymbiose ist die Entwicklung eines Kommunikationssystems zwischen den Putzerfischen und ihren „Kunden“. Putzerfische sind für Raubfische nicht tabu und werden von ihnen gefressen, wenn sie das Verhalten eines jagenden Raubfisches missverstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fische zeigen durch das Abspreizen der Flossen, das Öffnen von Maul und Kiemendeckel, bei einigen Arten auch durch einen Farbwechsel oder eine [[trance]]hafte Starre, ihr Interesse an einer Säuberung. Die Putzerfische geben sich beim Anschwimmen der „Kunden“ durch ihre Färbung mit einem auffallenden Längsstreifen und eine charakteristische Schwimmweise zu erkennen und suchen dann die Körperoberfläche, bei großen Fischen auch das Maulinnere und den inneren Kiemenraum, nach Parasiten (überwiegend Krebstiere) und abgestorbenen Hautteilchen ab. Die „Kunden“ signalisieren durch Zuckungen oder andere Signale, wenn sie genug haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Karibik]], wo es keine Putzerlippfische gibt, übernehmen [[Grundeln]] aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Elacatinus]]&amp;#039;&amp;#039; diese Funktion. Sie zeigen ein den Putzerlippfischen sehr ähnliches blaues und gelbes Farbmuster, das wahrscheinlich cirkumglobal einheitlich zur Erkennung der Putzerfische dient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karen L. Cheney, Alexandra S. Grutter, Simon P. Blomberg, N. Justin Marshall |Titel=Blue and Yellow Signal Cleaning Behavior in Coral Reef Fishes |Sammelwerk=Current Biology |Band=19 |Nummer=15 |Datum=2009-08-11 |Seiten=1283–1287 |DOI=10.1016/j.cub.2009.06.028}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formen von Putzverhalten ===&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des nomadisch zwischen seinen revierbesitzenden [[Riffbarsch]]-„Kunden“ herumstreifenden [[Nomaden-Putzerlippfisch]]s (&amp;#039;&amp;#039;Diproctacanthus xanthurus&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Diproctacanthus|s=xanthurus|Name=Nomaden-Putzerlippfisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind die Putzerlippfische ortstreu und unterhalten feste [[Putzerstation|Putzstationen]], zu denen ihre „Kunden“ kommen, um sich putzen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere [[Lippfisch]]arten, [[Falterfische|Falter-]] und [[Kaiserfische]] betätigen sich als Jungfische als Putzer. Der [[Barbier-Falterfisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Johnrandallia nigrirostris&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Johnrandallia|s=nigrirostris|Name=Barbier-Falterfisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; übt diese Tätigkeit lebenslang aus und führt Massenputzaktionen durch, bei denen mehr als hundert Barbier-Falterfische hunderte von „Kunden“ bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Form des Putzerverhaltens, bei der nicht viele „Kunden“ hintereinander „bedient“ werden, sondern nur ein „Großkunde“, der eine besonders große Körperoberfläche aufweist, geputzt wird, praktizieren die [[Schiffshalter (Fische)|Schiffshalter]] (Echeneidae). Sie säubern Großfische, wie große [[Haie]], [[Mantarochen]] oder [[Wale]], haben eine zu einem Haftorgan umgewandelte erste Rückenflosse, heften sich meist an der Unterseite des Großtieres an und lassen sich von ihnen mitziehen. Schiffshalter fressen immer auch [[Zooplankton]] oder erhaschen kleine Teile der Beute, sofern der Großfisch räuberisch lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evolutionäre Herkunft ===&lt;br /&gt;
Alle Putzerfische mit Ausnahme der Schiffshalter haben sich aus Substratabweidern entwickelt. Ihre Vorfahren fraßen Kleintiere vom Fels- oder Korallenuntergrund ihres Lebensraums und wechselten lediglich das Substrat. Anstatt feste Untergründe am Boden von Flachmeeren abzuweiden, werden von Putzerfischen die schleimigen Körperoberflächen anderer Fische nach Nahrung abgesucht. Die nächsten Verwandten der Schiffshalter sind dagegen mittelgroße und große Raubfische, wie die [[Stachelmakrelen|Stachel-]] oder die [[Goldmakrelen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Putzergarnelen ==&lt;br /&gt;
Putzsymbiosen werden auch von verschiedenen Garnelenarten ausgeübt, besonders von denen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lysmata]]&amp;#039;&amp;#039;, von [[Partnergarnelen]] (Pontoniinae), [[Tanzgarnelen]] (Rhynchocinetidae) und [[Scherengarnelen]] (Stenopodidae). Die meisten Putzergarnelen sind durch weiße Antennen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Putzsymbiosen zwischen Landtieren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:African buffalo Syncerus caffer retouched.jpg|mini|Ein [[Kaffernbüffel|Afrikanischer Büffel]] mit [[Madenhacker]]n auf dem Rücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für eine Putzsymbiose zwischen Landtieren wird oft die Starengattung der [[Madenhacker]] (&amp;#039;&amp;#039;Buphagus&amp;#039;&amp;#039;) angegeben, die die Haut großer afrikanischer Weidetiere wie [[Kaffernbüffel|Afrikanischen Büffel]] oder [[Nashörner]] von Parasiten befreien. Allerdings ernähren sie sich auch selbst parasitisch von Blut und Wundrändern der Wirtstiere.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Weeks: &amp;#039;&amp;#039;Interactions between red-billed oxpeckers, Buphagus erythrorhynchus, and domestic cattle, Bos taurus, in Zimbabwe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Animal Behaviour.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nr. 6, 1999, S. 1253–1259, [[doi:10.1006/anbe.1999.1265]], PMID 10600147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Korallenriffe&amp;#039;&amp;#039;. BLV Verlagsgesellschaft, München 1988, ISBN 3-405-13614-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbioseform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RoBri</name></author>
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